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PSYCHOLOGIE Fans müssen leiden

aus DER SPIEGEL 48/2009

Wenn der FC Bayern München nach einem Rückstand in der 89. Minute doch noch das Siegtor schießt, leisten die Profikicker Schwerstarbeit für die Seele der Fans. Nach einem ungefährdeten Sieg hingegen ist die Freude der Fans nur halb so groß, das haben Wissenschaftler der Ohio State University erforscht. Die Furcht zu verlieren versetze Fans in einen nervösen, aufgeregten Zustand, sagt Silvia Knobloch-Westerwick. »Wenn das eigene Team dann doch noch gewinnt, wird all die negative Spannung in positive Energie umgewandelt, in einen euphorischen Zustand.« Ihr Forscherteam verfolgte den Gemütszustand von Sportfans während eines American-Football-Spiels. Das Ergebnis: Der Spaß der Zuschauer rührt weniger vom Gewinnen selbst als vielmehr von schlechten Gefühlen, die sich dann in gute wandeln. Vermutlich gelte ein ähnliches Prinzip auch für das Vergnügen an Filmen und Videospielen.

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