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Fasten macht Ringer sexmüde

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aus DER SPIEGEL 7/1986

Starker Gewichtsverlust kann bei Athleten auch unliebsame Auswirkungen auf den Hormonhaushalt haben: Bei Amateur-Ringern, die sich für die Wettbewerbssaison »in Form« gehungert hatten, fanden amerikanische Ärzte einen gesenkten Testosteron-Spiegel im Blut. Bereits früher hätten Ringer während der Gewichtsreduktion über Sexmüdigkeit, nachlassende Kraft und geringere Ausdauer geklagt, berichten die Mediziner im amerikanischen Ärzte-Journal »Jama«. Die Vermutung, daß eine Abnahme des Geschlechtshormons Testosteron durch Diät bei gleichzeitig vermehrter körperlicher Anstrengung die Ursache sei, bestätigt sich jetzt in einer Studie mit 19 Amateur-Ringern. Die Wissenschaftler verglichen Hormonspiegel, Körpergewicht und Hautfalten-Dicke zur Wettkampf-Saison, vor der die Sportler abgespeckt hatten, und zwei Monate danach. Während der Saison, so zeigte sich, waren der Testosteron- wie auch der Prolactin-Spiegel »signifikant gesunken«. Aßen die Ringer nach Ende der Wettkämpfe wieder mehr, normalisierte sich auch ihr Hormonhaushalt.

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