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Fliege bedroht kalifornische Ernte

aus DER SPIEGEL 3/1981

Ein besonders widerstandsfähiges Ungeziefer bedroht die Obsternte im fruchtbaren US-Staat Kalifornien. Die »Mittelmeerfruchtfliege« (Ceratitis capitata), im vergangenen Juni zuerst bei Santa Clara gesichtet, hat bereits 400 Quadratkilometer Anbaufläche befallen, 1400 Quadratkilometer sind bereits unter Quarantäne. Die fast weltweit verschleppte, etwa 15 Millimeter lange Fruchtfliege zählt zu den gefährlichsten Obstschädlingen: Die Fliege sticht noch unreife Zitrusfrüchte, Pfirsiche oder Aprikosen an, um jeweils bis zu 400 Eier abzulegen. Um sich vor der Einfuhr unsichtbar verseuchter Früchte zu schützen, hat Taiwan bereits einen Import-Stopp erlassen, Mexiko und Japan wollen sich anschließen. Bisher haben biologische wie auch chemische Methoden der Schädlingsbekämpfung bei der Fruchtfliege versagt. Gegen großangelegte Sprühaktionen aus der Luft haben die Städte Palo Alto, Mountain View und Santa Clara aus Furcht vor gesundheitlichen Schäden für die Bevölkerung Einspruch erhoben.

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