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Gabel-Geller geht vor Gericht

aus DER SPIEGEL 31/1991

Der notorische Besteck-Verbieger Uri Geller, der jetzt vom amerikanischen Bershire aus seine metallknickenden Künste vermarktet, hat den Zauberkünstler und Paraphänomen-Entlarver James Randi wegen Rufmords und Verleumdung verklagt. Randi gilt in den USA als »Ghostbuster«; er ist seit vielen Jahren jeglichem (para-)wissenschaftlichen Hokuspokus auf den Fersen. Das Wissenschaftsblatt Nature etwa überführte mit Randis Hilfe den französischen Biologen Jacques Benveniste, der die Wirkung der Homöopathie bewiesen haben wollte (SPIEGEL 31/1988). Schon bei zwei früheren Justizgefechten mit Geller hatte der bärtige Magier zwar Recht bekommen, doch die Prozeßkosten tragen müssen. Der New Scientist sieht nun die Freiheit des Wortes bedroht: Gellers erneute Löffel-Klage (Streitwert: 15 Millionen Dollar) sei auf Einschüchterung berechnet und ziele darauf ab, »alle Kritiker mundtot zu machen«.

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