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INFORMATIONSTECHNIK Gedudel vom Funkchip

aus DER SPIEGEL 15/2005

RFID-Chips, winzige Funketiketten, gelten Kritikern als Datenschutzrisiko. Nun könnten sie obendrein noch zu Ruhestörern und Nervensägen aufgerüstet werden: Wer ein RFID-bestücktes Produkt kauft, könnte in Zukunft an der Kasse beim Einscannen des Codes mit einer Werbemelodie belohnt werden. Dieses Szenario hat der Karlsruher Informatikstudent Florian Wesch entwickelt, mitsamt einem dafür notwendigen Bonsai-Programm. Im Rahmen einer Hausarbeit speicherte er auf dem winzigen Funkchip nicht nur eine Produktnummer, sondern zusätzlich auch noch eine kurze Melodie, die zum Lesegerät gesendet und abgespielt wird. Die Musikdaten komprimierte er mit einer Methode, die noch aus einer Zeit stammt, als Speicherplatz teuer und knapp war: mit der Audiotechnik »SID« seines alten C64-Rechners. Auf eine Note allerdings wartet er derzeit noch immer: die seines Professors.

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