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Gletscher bedroht Tanker vor Alaska

aus DER SPIEGEL 21/1978

Fünfzig Supertanker legen monatlich an der Südküste Alaskas an, um im Hafen von Valdez Rohöl aufzunehmen, das durch die Alaska-Pipeline strömt. Nun aber wird der Columbia-Gletscher, 68 Kilometer lang und nahe bei Valdez ans Meer stoßend, zur Gefahr -- für die Tanker und damit auch für den Öl-Nachschub in die USA. Im Frühsommer, so fürchten Gletscherforscher, wird der Eisstrom stärker als bisher »kalben": Eisberge, die von seiner Zunge abgespalten werden, könnten dann geradewegs ins Fahrwasser der Tanker driften, zwischen Prince William Sound und dem Alaska-Golf. 1977 mußte die Passage deshalb mehrmals nachts gesperrt werden. Diesmal aber hat die US-Küstenwache vor, die Eisberge mit Hilfe eines kilometerlangen Nylonzaunes (Kosten: 32 Millionen Dollar) fernzuhalten, bis sie schmelzen.

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