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Gold aus dem Labor

aus DER SPIEGEL 15/1980

Der Traum der Alchimisten wurde wahr: Amerikanischen Wissenschaftlern ist es gelungen, ein unedles Metall -- in diesem Fall Wismut -- in Gold zu verwandeln. Die gelungene Gold-»Synthese«, Ende letzten Monats zur diesjährigen Tagung der American Chemical Society bekanntgegeben, gilt als »triviales« Nebenergebnis atomphysikalischer Grundlagenforschung: Die Goldatome entstehen, wenn ein Teilchenbeschleuniger große Atomkerne mit hoher elektrischer Ladung fast lichtschnell auf Wismut-Atome schießt. Auch neue, bisher unbekannte Gold-Isotope könnten bei den Beschleuniger-Experimenten entstehen, erläuterten die Forscher vom kalifornischen Lawrence Berkeley Laboratory. Freilich handle es sich nicht um eine »kosteneffektive« Art der Goldherstellung: »Die in all unseren Experimenten bisher gewonnene Goldmenge entsprach dem Gegenwert von weniger als einem milliardstel Cent.«

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