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BAUTECHNIK Häuser aus dem Drucker

aus DER SPIEGEL 4/2007

Ein Roboter, der ganze Häuser bauen soll, entsteht an der britischen Loughborough-Universität in der Grafschaft Leicester. Die Methode ist so radikal wie simpel: Die Maschine druckt die Häuser quasi aus. An einem beweglichen Trägergestell hängt eine Art Druckkopf, der computergesteuert über dem gewünschten Grundriss hin- und herfährt. Aus einer Düse quellen dabei dünne Stränge von schnelltrocknendem Beton, Gips oder Kunststoff hervor. Schicht für Schicht wachsen auf diese Weise Bauten heran, theoretisch von jeglicher Art und Gestalt. Die Forscher wollen dabei in einem Arbeitsgang auch gleich Badewannen, Versorgungsleitungen und Zierrat wie etwa farbigen Stuck aufbauen. Für ein gutes Binnenklima sollen Außenmauern von zellenartiger Struktur mit verschieden großen Hohlräumen sorgen. Projektleiter Rupert Soar hat für einen Prototypen gerade rund vier Millionen Euro eingeworben. In zwei Jahren soll der automatische Maurer sein Gesellenstück hochziehen. Etwas schneller dürfte Soars kalifornischer Kollege Behrokh Khoshnevis ans Ziel kommen: Dessen deutlich schlichterer Bau-Roboter (SPIEGEL 8/2004) schafft nur den Rohbau, ist dafür aber fast schon einsatzreif. Noch in diesem Frühjahr will Khoshnevis sein erstes Haus drucken.

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