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Handbuch für Laien

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aus DER SPIEGEL 33/1986

Wie werden Nutzpflanzen »gentechnisch optimiert« oder Superkühe »geklont«? Was sind »monoklonale Antikörper«, und wie werden »Chimären« hergestellt? Auch gebildete Laien müssen oft passen, wenn Diskussionen über die umstrittene Gentechnologie ins Detail gehen. In einem mit farbigen Photos und Graphiken üppig illustrierten Handbuch ("Der Stoff aus dem die Gene sind«; J. Schweitzer Verlag München; 48 Mark) haben drei Darmstädter Biowissenschaftler ihr Arbeitsgebiet leicht verständlich, doch umfassend dargestellt. Von dem in den gewendelten DNS-Strickleiter-Molekülen verschlüsselten genetischen Code bis zur Funktionsweise der Erbinformation und den Tricks, mit denen die Gen-Manipulateure arbeiten, reicht die Übersicht. Müde wirkt nur das Kapitel, in dem sich die Autoren mit der Kritik an der »neuen Biologie« auseinandersetzen. Lustlos klappern sie das Pro und Contra ab - das Fazit des in sein Metier verliebten Trios: »Ohne die spätbarocke Lebensangst des heutigen Menschen« wäre es nie zum Streit über Fluch oder Segen der Gentechnik gekommen.

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