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Insulinpumpe am Arm

aus DER SPIEGEL 5/1979

Eine künstliche Miniatur-Bauchspeicheldrüse am Arm soll künftig Zuckerkranke von der täglichen Insulin-Spritze unabhängig machen und zugleich die Insulin-Zufuhr besser dem jeweiligen Bedarf anpassen. Das Insulin wird dabei von einer Kleinstpumpe in die Armvene des Patienten gedrückt, die elektronische Steuerung der Pumpe hat in einer Jackentasche Platz. Der Diabetiker kann entweder jeweils zu den Mahlzeiten eine erhöhte Hormonmenge abrufen oder sich auf ein System festlegen, das zu bestimmten Zeiten mehr Insulin zuführt und ihn zu pünktlichem Essen zwingt. Auch beim Sport -- etwa länger andauerndem Tischtennisspiel -- ermöglicht das Kunstorgan eine bessere Stoffwechselregulation als die herkömmlichen Insulin-Spritzen. Bis zur Serienreife des von der Firma Siemens gemeinsam mit der Münchner Forschergruppe Diabetes entwickelten Geräts dürfte noch einige Zeit verstreichen. Bisher funktionierte das an zehn Diabetikern getestete Gerät maximal fünf Wochen lang -- dann mußten die Versuche wegen Störungen der Elektronik oder Entzündungen an der Anschlußvene abgebrochen werden.

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