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ASTRONOMIE Japanisches Riesenteleskop

aus DER SPIEGEL 39/1999

Auf dem 4205 Meter hohen Mauna Kea, dem höchsten Gipfel von Hawaii, haben japanische Astronomen ein optisches Riesenteleskop errichtet, das schärfere Bilder vom Sternenhimmel liefern soll als alle bisherigen Observatorien. Das am Freitag vorletzter Woche offiziell eingeweihte Himmelsauge verfügt über einen Spiegel mit einem Gesamtdurchmesser von über acht Metern und ist das ehrgeizigste Projekt, das japanische Wissenschaftler bislang außerhalb ihres Landes verwirklicht haben. Für umgerechnet 650 Millionen Mark errichtet, soll das auf den Namen »Subaru« (so die japanische Bezeichnung für den Sternhaufen der Plejaden) getaufte Instrument Japans Astronomie mit einem Sprung »aus relativer Bedeutungslosigkeit in die vordersten Reihen der himmelsbeobachtenden Nationen befördern«, wie die »New York Times« kommentierte. Das außergewöhnlich gute, auf Vergleichsaufnahmen mit Fotos des Weltraumteleskops »Hubble« bereits gezeigte Auflösungsvermögen ihres Subaru-Teleskops führen die Japaner auf zahlreiche Innovationen bei seiner Konstruktion zurück. So werden bei dem bislang unerreicht dünnen und entsprechend leichten Spiegel schon geringste Abweichungen mit Hilfe von 261 Kleinmotoren wieder ausgeglichen.

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