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LUFTFAHRT Kleinstaaterei am Himmel

aus DER SPIEGEL 16/2007

Der Flugverkehr werde durch Kleinstaaterei am Himmel behindert, warnt Alexander ter Kuile, Generalsekretär der Fluglotsenvereinigung Civil Air Navigation Services Organisation mit Hauptsitz in den Niederlanden. Der globale Luftraum sei »aufgesplittert in einen wirren Flickenteppich aus über 180 Teilen«, sagte er kürzlich auf einer Fachkonferenz. Um das zu illustrieren, zeigte er eine Weltkarte der »Fluginformations-Regionen«, in denen häufig unterschiedliche Funkfrequenzen, Flughöhen, Sprachen und Maßeinheiten gelten (siehe Grafik). »Teilweise haben die Piloten 38 unterschiedliche Systeme an Bord, um mit den Bodenkontrollstationen kommunizieren zu können«, kritisiert ter Kuile. »Der Luftraum ist zerstückelt und folgt teils beliebigen mittelalterlichen Grenzen; nicht einmal innerhalb Deutschlands gelten einheitliche Standards, geschweige denn in Europa.« In Lateinamerika und Westafrika dagegen sei man schon einen Schritt weiter, so ter Kuile: Dort haben sich bis zu einem Dutzend Staaten zu Luftraum-Allianzen zusammengefunden.

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