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INTERNET Kliniken verschlafen neues Medium

aus DER SPIEGEL 49/2002

Viele deutsche Kliniken sind noch nicht im Internet-Zeitalter angekommen. Bei der Untersuchung der Web-Präsenz von über 220 Krankenhäusern erteilten Qualitätstester der Fachhochschule Münster nur einem Drittel der Internet-Auftritte gute bis sehr gute Noten. In allen anderen Fällen hinkten die Selbstdarstellungen den in anderen Branchen üblichen Standards hinterher. »Wir waren überrascht, dass es ausgerechnet hier so viel Nachholbedarf gibt«, erklärt Projektleiter Hartmut Günther. Die Tester bemängelten an den Internet-Seiten der Krankenhäuser fehlende Suchmaschinen, Inhaltsverzeichnisse und Navigationshilfen. Häufig fanden sie statt aktueller Informationen »Baustellen« oder Inhalte, die seit langem nicht mehr aktualisiert worden waren. »Fast jede dritte Seite«, so Günther, »hatte tote Links.« Dabei könnte das Internet ein ideales Instrument sein, um Patienten über Behandlungsschwerpunkte zu informieren und sich im künftigen Konkurrenzkampf unter den Kliniken Vorteile zu verschaffen. Doch leider, so das Fazit der Forscher, sei es »an vielen Häusern noch immer dem Zufall überlassen, wer sich um den Web-Auftritt kümmert«.

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