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ANTHROPOLOGIE Knochenarbeit bremst den Nachwuchs

aus DER SPIEGEL 47/1998

Für Frauen, die körperlich schwer arbeiten, vermindert sich die Chance, schwanger zu werden. Zu diesem Ergebnis kam die Harvard-Anthropologin Grazyna Jasienska bei einer Studie an einer Gruppe von 24- bis 39jährigen Frauen in einem polnischen Dorf. Die Landarbeiterinnen dort leben und arbeiten »fast noch wie in einer ländlichen Gesellschaft des vorigen Jahrhunderts«, fand die Autorin. Die polnischen Frauen nutzen bei der Feldarbeit weder Traktoren noch andere mechanisierte Hilfen. Anhand von Speichelproben ermittelte die Harvard-Forscherin, daß der - für Eireifung und den Erhalt der Schwangerschaft wichtige - Progesteronspiegel bei den schwer arbeitenden Frauen weit niedriger lag als bei weniger aktiven Frauen.

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