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Kühle Zeit nach heißem Sommer

aus DER SPIEGEL 30/1982

Nach dem sonnigen und warmen Sommer soll erst einmal Schluß sein mit dem guten Wetter: Zumindest in den kommenden zwei Jahren, so prophezeien Meteorologen der US-Raumfahrtbehörde Nasa, würden sich in der nördlichen Hemisphäre die Niederschläge häufen und die Temperaturen sinken. Verursacht werde die Wetteränderung durch zehn Millionen Tonnen Schwefeldioxid, die der südmexikanische Vulkan El Chichon im März und April dieses Jahres in die Erdatmosphäre geschleudert hat. Mittlerweile hat sich die Wolke - zwischen dem Äquator und dem 30. Grad nördlicher Breite - wie ein schmaler Gürtel um die Erde gelegt; in den betroffenen Regionen ist die Intensität des Sonnenlichteinfalls bereits um etwa fünf Prozent gesunken. Nun wandert der Wolkenring weiter nordwärts, in spätestens sechs Monaten soll er unter anderem auch Europa überschatten - mit der Folge, daß die Durchschnittstemperaturen um 0,5 Grad Celsius fallen und Winterstürme und Frost möglicherweise frühzeitig einsetzen.

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