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LUFTFAHRT Letzte Chance für Senkrechtstarter

aus DER SPIEGEL 2/2003

Das Ergebnis einer Testserie wird in den kommenden Monaten darüber entscheiden, ob das Schwenkrotor-Flugzeug V-22 »Osprey« ("Fischadler") für die US-Streitkräfte angeschafft wird - oder ob die Maschine wie viele andere Prototypen von Senkrechtstartern in den Luftfahrtmuseen verschwindet. Fast zwei Jahrzehnte dauerte die Entwicklung des »Fischadlers«, der wie ein Hubschrauber starten und landen kann, aber im normalen Flug die zwei riesigen dreiblättrigen Rotoren wie Propeller nach vorn kippt. Zwei Prototypen und zwei Maschinen der Vorserie waren abgestürzt, ehe der Senkrechtstarter noch einmal gründlich überarbeitet wurde. Einige Monate lang werden jetzt erneut Versuchspiloten das Hybrid-Flugzeug auf Herz und Nieren testen. Im Anschluss daran wollen die Militärs über den Kauf von 450 Maschinen zum Gesamtpreis von 40 Milliarden Dollar befinden. Kritischster Punkt ist der Sinkflug: Der »Fischadler«, so fürchten Experten, könnte in dieser Flugphase einen gefährlichen ringförmigen Luftwirbel erzeugen, der zu einem plötzlichen Auftriebsverlust führt.

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