+++ News-Update +++ Mehr als sechs Millionen Menschen weltweit mit Coronavirus infiziert

Nach Berechnungen der Johns-Hopkins-Universität entwickelt sich Lateinamerika zum Zentrum der Pandemie. Brasiliens Präsident Bolsonaro ignoriert Schutzmaßnahmen, obwohl sein Land immer schwerer betroffen ist. Der Überblick.

Dieser Artikel wird fortlaufend aktualisiert.

Nichts mehr verpassen: Für die neuesten Entwicklungen und wichtigsten Hintergründe abonnieren Sie unseren Coronavirus-Newsletter.

Mehr als sechs Millionen Infektionen mit Sars-CoV-2

23.20 Uhr: Die Zahl der weltweit mit dem Coronavirus infizierten Personen steigt weiter an. Den Daten der US-amerikanischen Johns-Hopkins-Universität zufolge sind inzwischen mindestens 6.003.762 Menschen mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Mindestens 367.356 Menschen sind demnach bislang an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung gestorben.

Laut Berechnungen der Nachrichtenagentur AFP wurden bislang zwei Drittel der Infektionen Europa und den Vereinigten Staaten gezählt. Europa ist der am stärksten betroffene Kontinent, mit über 1.760.000 Infizierten sind die USA jedoch das Land mit den meisten Corona-Fällen.

Inzwischen breitet sich das Virus aber am schnellsten in Lateinamerika aus. Dort erhöhte sich die Zahl der Infektionsfälle laut AFP binnen 24 Stunden um 45.000 - die Gesamtzahl der Infektionen nähert sich damit einer Million.

Coronavirus, Covid-19, Sars-CoV-2? Was die Bezeichnungen bedeuten.

Coronavirus: Coronaviren sind eine Virusfamilie, zu der auch das derzeit weltweit grassierende Virus Sars-CoV-2 gehört. Da es anfangs keinen Namen trug, sprach man in den ersten Wochen vom "neuartigen Coronavirus".

Sars-CoV-2: Die WHO gab dem neuartigen Coronavirus den Namen "Sars-CoV-2" ("Severe Acute Respiratory Syndrome"-Coronavirus-2). Mit der Bezeichnung ist das Virus gemeint, das Symptome verursachen kann, aber nicht muss.

Covid-19: Die durch Sars-CoV-2 ausgelöste Atemwegskrankheit wurde "Covid-19" (Coronavirus-Disease-2019) genannt. Covid-19-Patienten sind dementsprechend Menschen, die das Virus Sars-CoV-2 in sich tragen und Symptome zeigen.

Brasiliens Präsident Bolsonaro ignoriert Corona-Schutzmaßnahmen

20.02 Uhr: Inmitten der grassierenden Corona-Pandemie in Brasilien hat der rechtspopulistische Präsident Jair Bolsonaro erneut die empfohlenen Schutzmaßnahmen missachtet. Bei einem Imbiss-Besuch in der Ortschaft Abadiânia südwestlich der Hauptstadt Brasília umarmte er seine Anhänger und machte Fotos mit ihnen, wie das Nachrichtenportal G1  berichtete. Dabei trug er keinen Mundschutz. Bolsonaro hält die Lungenkrankheit Covid-19 für eine "leichte Grippe" und lehnt Schutzmaßnahmen ab.

Der Besuch des Staatschefs habe eine große Menschenansammlung ausgelöst, sagte eine Mitarbeiterin der Cafeteria. Ihren Angaben nach verlangt der Imbiss von seinen Kunden, dass sie Mundschutz tragen und den Mindestabstand einhalten, wie es im Bundesstaat Goiás vorgeschrieben ist.

Brasilien hat sich in den vergangenen Tagen zum neuen Schwerpunkt der weltweiten Corona-Pandemie entwickelt. Insgesamt haben sich dort bislang 465.166 Menschen nachweislich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. 27.878 Patienten sind im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19 bereits gestorben.

Zahl der Neuinfektionen in Deutschland bleibt auf niedrigem Niveau

19.24 Uhr: Die Zahl der Neuinfektionen verharrt in Deutschland weiter auf vergleichsweise niedrigem Niveau. Die Gesundheitsämter meldeten dem Robert Koch-Institut (RKI) 738 Corona-Infektionen binnen eines Tages. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise 181.196 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt (Stand 30.05., 0 Uhr). Das RKI weist darauf hin, dass es aufgrund von Qualitätsprüfungen noch zu Änderungen der tagesaktuellen Daten kommen kann. Außerdem könne die Zahl der neuen Fälle aus technischen Gründen auch Fehler enthalten.

Immer wieder kommt es zu kleineren Ausbrüchen, die unter anderem auf gemeinsame Feiern oder Gottesdienste zurückgehen. In Göttingen infizierten sich mehrere Menschen bei privaten Feiern mit dem Coronavirus. Wie das Gesundheitsamt für Stadt und Landkreis mitteilte, sind die Betroffenen zum größten Teil Mitglieder verschiedener Großfamilien, die aus Göttingen und der Umgebung stammen. Eine genaue Zahl der Infizierten wurde zunächst nicht genannt. "Die Anzahl der zu kontaktierenden Personen bewegt sich im dreistelligen Bereich", hieß es. Unter den Kontaktpersonen seien auch etliche Kinder und Jugendliche. Die betroffenen Schulen seien informiert.

Die meisten der bundesweit registrierten Infektionen entfallen den RKI-Daten zufolge mit 67 Prozent auf 15- bis 59-Jährige. Insgesamt seien Frauen und Männer annähernd gleich häufig betroffen, unter den Todesfällen seien etwas mehr Männer (55 Prozent) als Frauen (45 Prozent). Die Sterberate liegt dem RKI zufolge bei den erfassten Infektionen derzeit bei 4,7 Prozent. Bei 86 Prozent der gemeldeten Todesfälle waren die Betroffenen 70 Jahre oder älter.

Bislang starben nach RKI-Angaben 8489 nachweislich mit dem Virus Infizierte, damit stieg die Zahl der gemeldeten Toten innerhalb von 24 Stunden um 39. 164.900 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden, das sind 800 mehr als noch einen Tag zuvor.

Party im Regierungsbüro: Rumäniens Premier verstößt gegen Corona-Regeln

18.05 Uhr: Rumäniens Ministerpräsident Ludovic Orban hat mit mehreren Mitgliedern seines Kabinetts offenbar gegen die selbst aufgestellten Corona-Regeln verstoßen. Ein Foto  zeigt den Regierungschef in seinem Büro mit vier Ministern rauchend, trinkend und ohne Schutzmaske. "Das passiert also im Büro des Premierministers. Schämen Sie sich", schrieb der Oppositionspolitiker Eugen Teodorovici von der Sozialdemokratischen Partei (PSD), der das Bild als einer der Ersten verbreitet hatte, auf Facebook.

Zu sehen ist außer Orban auch Außenminister Bogdan Aurescu mit einer Zigarre in der Hand. Auf dem Tisch stehen Alkoholflaschen. Orban sagte der Nachrichtenagentur Mediafax, das Bild sei vom 25. Mai, seinem 57. Geburtstag. "Ein paar Kollegen haben mich überraschend besucht. Ich habe ihnen etwas zu essen angeboten und ein Glas Wein, Whiskey. Wir tragen auf dem Foto keine Masken, weil wir gerade mit dem Essen fertig waren", sagte Orban.

Online wurde das Bild bereits in Memes aufgegriffen. Dort hieß es etwa: "Rumäniens Regierung, das einzige geöffnete Restaurant während der Pandemie." Orban hat sich mittlerweile entschuldigt. Er gebe zu, einen "menschlichen Fehler" gemacht zu haben. Die Geldstrafe für Rauchen in geschlossenen Räumen - in Rumänien seit 2016 verboten - wolle er bezahlen.

Rumänien hat 19.000 Coronavirusfälle registriert. Im Land gilt eine Maskenpflicht in öffentlichen Gebäuden. Bars und Restaurants sind geschlossen, sollen aber ab dem 1. Juni unter strengen Regeln wieder öffnen dürfen.

Spanien startet Pilotprojekt, um Touristen noch im Juni ins Land zu lassen

17.05 Uhr: Spanien will im Rahmen eines Pilotprojekts bereits vor Juli wieder deutsche, französische und skandinavische Touristen ins Land lassen. Wie das Tourismusministerium mitteilte, sollen nach derzeitigem Stand die geltenden Einreisebeschränkungen auf den Inselgruppen der Balearen und der Kanaren bereits ab dem 22. Juni gelockert werden. Möglicherweise würden auch weitere Regionen wie Andalusien oder Katalonien in das Projekt aufgenommen.

Vor einer Woche hatte der spanische Regierungschef Pedro Sánchez angekündigt, sein Land wolle seine Grenzen für ausländische Touristen ab dem 1. Juli wieder öffnen. Die seit dem 15. Mai geltende Quarantäne-Pflicht bei einer Einreise nach Spanien werde dann aufgehoben. Der Tourismus ist einer der größten Wirtschaftszweige Spaniens und macht zwölf Prozent des Bruttoinlandsprodukts aus.

Die Behörden hoffen allerdings, die Einreisebeschränkungen im Rahmen des Pilotprojekts zumindest für die Balearen und die Kanaren bereits ab dem 22. Juni zu lockern, wie ein Ministeriumssprecher der Nachrichtenagentur AFP sagte. Dies gelte jedoch nur für Besucher aus Deutschland, Frankreich und den skandinavischen Ländern. Britische Touristen, traditionell die größte Gruppe unter den Spanien-Touristen, seien dagegen aufgrund der Situation im Königreich von dem Pilotprojekt ausgeschlossen.

Keine Lockerungen in Thüringer Kreis nach sprunghaften Neuinfektionen

16.18 Uhr: Nach dem sprunghaften Anstieg von Neuinfektionen im Thüringer Kreis Sonneberg werden die Beschränkungen vorerst nicht weiter gelockert. Die derzeitige Allgemeinverfügung bleibe zunächst bestehen, berichtete der Krisenstab des Landratsamtes dem Gesundheitsministerium, wie ein Ministeriumssprecher der Deutschen Presse-Agentur sagte. Damit gelte in Pflegeheimen, Krankenhäusern und Reha-Einrichtungen zum Schutz von Personal und Bewohnern weiterhin ein Besuchsverbot.

In einer Seniorenresidenz in Ernstthal hatten sich 15 Bewohner und mehrere Pflegekräfte mit dem Coronavirus infiziert. Auch eine Mitarbeiterin eines ambulanten Pflegedienstes habe sich angesteckt. Zudem wurde im westlichen Kreisgebiet ein Kindergarten geschlossen, weil sich eine Erzieherin infiziert hatte. Der Innenbetrieb in Gaststätten soll vorerst weiter möglich sein. Das Verbot der Innenbewirtung war erst vor dem Pfingstwochenende aufgehoben worden.

Am Samstag vermeldete das Landratsamt drei neue Infektionen innerhalb eines Tages. Die Zahl der Infizierten im Kreis Sonneberg stieg damit auf 247. Wegen der neuen Fälle sprang die siebentägige Infektionsrate über die kritische Marke von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner. Sie liegt nun bei 66,8 nach 65,1 einen Tag zuvor.

Belgischer Prinz auf Feier in Spanien infiziert

15.53 Uhr: Der belgische Prinz Joachim, ein Neffe von König Philippe, ist nach einer Familienfeier in Spanien positiv auf das Coronavirus getestet worden. Dies bestätigte der Königspalast am Samstag belgischen Medien. Der Palast sprach von einem Treffen mit höchstens zwölf Personen und widersprach einem Medienbericht, nachdem die Feier 27 Teilnehmer gehabt habe. Die Höchstgrenze in Spanien liegt bei 15.

Der 28-jährige Prinz ist der jüngste Sohn von Prinzessin Astrid, der Schwester des Königs. Er flog nach einem Bericht der Agentur Belga am 24. Mai nach Madrid und reiste von dort nach Córdoba in Andalusien, wo er am 26. Mai an der Feier teilnahm. Am nächsten Tag bekam er Symptome und wurde am 28. Mai positiv auf das Coronavirus getestet.

Der Palast betonte laut Belga, es habe sich um eine Dienstreise zu einem Praktikum gehandelt, bei der er auch an einer privaten Zusammenkunft teilgenommen habe. Der belgische öffentlich-rechtliche Sender RTBF ergänzte, die spanischen Behörden untersuchten den Fall. Es sei unklar, wo sich Joachim angesteckt habe.

Pariser Parks öffnen wieder

15.17 Uhr: Nach über zwei Monaten haben die Pariser Parks wieder geöffnet. Bürgermeisterin Anne Hidalgo besuchte bei sommerlichem Wetter einen Park in der Innenstadt der französischen Hauptstadt. Die für ihre Wiederwahl kämpfende Sozialistin empfahl das Tragen von Masken, das aber nicht verpflichtend ist.

Die Grünflächen der dichtbesiedelten Millionenmetropole waren Mitte März im Zuge der Coronakrise geschlossen worden. Frankreichs Premierminister Édouard Philippe hatte am Donnerstag grünes Licht für die Öffnung gegeben. Die Hauptstadt ist besonders von der Coronakrise betroffen.

In den Parks sind zwar Picknicks erlaubt, doch es dürfen sich nicht mehr als zehn Personen in einer Gruppe versammeln. Die Schließungen hatten dazu geführt, dass die Menschen sich an öffentlichen Plätzen drängten, wie beispielsweise am Seine-Ufer.

Mehrere Infizierte nach privaten Feiern in Göttingen

15.01 Uhr: Bei privaten Feiern haben sich in Göttingen mehrere Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Wie das örtliche Gesundheitsamt mitteilte, sind die Betroffenen zum größten Teil Mitglieder verschiedener Großfamilien. Sie stammen aus Göttingen und Umgebung. Eine genaue Zahl der Infizierten wurde zunächst nicht genannt.

Die Behörde kontaktiert nun Menschen aus dem Umfeld der Infizierten. "Die Anzahl der zu kontaktierenden Personen bewegt sich im dreistelligen Bereich", hieß es. Unter den Kontaktpersonen seien auch 57 Kinder und Jugendliche. Die entsprechenden Schulen seien bereits informiert.

Kontaktbeschränkungen in Thüringen ab Mitte Juni nur noch Empfehlungen

13.54 Uhr: Thüringen will Mitte Juni das in der Coronakrise verhängte Kontaktverbot aufweichen. Der Entwurf der neuen Verordnung sehe vor, dass die Kontaktbeschränkungen nur noch als Empfehlung gelten sollten, sagte der Sprecher des Gesundheitsministeriums, Frank Schenker, auf Anfrage. Er bestätigte damit einen Bericht der "Thüringer Allgemeinen". Die derzeit geltende Vorgabe, dass sich nur Angehörige zweier Haushalte treffen dürfen, wäre dann nicht mehr bindend und könnte bei Verstößen auch nicht mehr mit Bußgeldern belegt werden.

Bund und Länder hatten sich zuletzt darauf verständigt, die Kontaktbeschränkungen bis zum 29. Juni zu verlängern. Die Vereinbarung sieht vor, dass die Länder den Aufenthalt im öffentlichen Raum mit bis zu zehn Personen oder den Angehörigen zweier Haushalte gestatten können. Thüringen hatte sich jedoch abweichende Regelungen offen gehalten. So hatte sich Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) in den vergangenen Tagen für eine neue Strategie ausgesprochen, wonach es keine vom Land zentral verordneten Beschränkungen mehr geben sollte, sondern nur lokale Regeln.

Der Mindestabstand von 1,5 Meter und ein Mund-Nasen-Schutz im öffentlichen Verkehr sowie in Geschäften werde aber auch mit der neuen Verordnung beibehalten, sagte Schenker. Der kritische Wert bei Neuinfektionen solle mit 35 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche strenger gefasst werden, um bei lokalen Infektionsherden schneller eingreifen zu können. Derzeit liegt er bei 50 neuen Infektionen. Über die neue Verordnung will das Kabinett laut Schenker am 9. Juni entscheiden. Sie könnte dann am 11. oder 13. Juli in Kraft treten.

Touristen starten trotz Einschränkungen zu Küsten

13.33 Uhr: Trotz der Einschränkungen in der Coronakrise haben sich zu Beginn des Pfingstwochenendes viele Touristen auf den Weg zur Ost- und Nordseeküste gemacht. Bereits am Samstagmorgen verzeichne man ein erhöhtes Verkehrsaufkommen auf der A1 in Richtung Norden, sagte ein Polizeisprecher der Regionalleitstelle in Lübeck. "Wir rechnen damit, dass es über das gesamte Wochenende viele Menschen an die Ostseeküste ziehen wird", sagte der Sprecher weiter. Die Einhaltung der Regelungen würden deswegen auch vermehrt kontrolliert.

Auch für die Nordseeküste hat die Polizei Kontrollen angekündigt, hier gibt es teilweise stärkere Einschränkungen. Für die nordfriesischen Inseln und Halligen der Nordsee sowie für St. Peter-Ording gilt über Pfingsten ein Betretungsverbot für Tagesgäste. Das Verkehrsaufkommen an der Nordseeküste sei am Samstagmorgen dementsprechend noch recht ruhig gewesen, sagte ein Sprecher der Regionalleitstelle in Flensburg.

Reproduktionszahl steigt in Deutschland leicht an

12.43 Uhr: Die Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 738 Corona-Infektionen binnen eines Tages gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Coronakrise 181.196 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. Das RKI weist darauf hin, dass es aufgrund von Qualitätsprüfungen noch zu Änderungen der tagesaktuellen Daten kommen kann. Außerdem könne die Zahl der neuen Fälle aus technischen Gründen auch Fehler enthalten.

Bislang starben nach RKI-Angaben 8489 nachweislich an den Folgen einer Infektion, damit stieg die Zahl der gemeldeten Toten innerhalb von 24 Stunden um 39. 164.900 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden, das sind 800 mehr als noch einen Tag zuvor.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach aktuellsten Angaben des Robert Koch-Instituts vom Freitag bei 0,85 (Datenstand 29.5. 0 Uhr), am Vortag lag die Reproduktionszahl noch bei 0,61. Zehn Infizierte würden im Mittel demnach mehr als acht weitere Personen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. Die Reproduktionszahl der vergangenen sieben Tage lag demnach bei 0,85 nach 0,78 am Vortag.

Italien erlaubt Reisen im eigenen Land

11.30 Uhr: Italiener dürfen ab Mittwoch wieder frei von einer Region in eine andere reisen. Es gebe derzeit keine Gründe, warum ein Verbot weiter aufrechterhalten werden sollte, sagte Gesundheitsminister Roberto Speranza nach einem Treffen unter anderem mit Ministerpräsident Giuseppe Conte. "Die Daten der Beobachtung der Fallzahlen sind ermutigend. Die bedeutenden Opfer während des Lockwdowns haben diese Ergebnisse gebracht." Ab 3. Juni dürfen auch EU-Bürger wieder nach Italien, ohne danach in Quarantäne zu müssen.

Seit fast drei Monaten waren Reisen innerhalb Italiens nur in notwendigen Fällen erlaubt. Das Land wurde von der Coronakrise besonders hart getroffen. Mehr als 33.000 Menschen sind nach offiziellen Angaben gestorben, die Dunkelziffer könnte aber weitaus höher sein. Die Fallzahlen sinken seit Langem, daher steht die Regierung unter enormen Druck, das Land wieder zu öffnen, da gravierende wirtschaftliche und soziale Folgen des harten Lockdowns befürchtet werden. Außerdem wirbt Italien wieder um Touristen, da der Tourismus einen bedeutenden Teil zur Wirtschaftskraft beiträgt.

Merkel warnt, Risiken zu unterschätzen

11.15 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat den Bürgern für ihre Besonnenheit in der Coronakrise gedankt. "Wir haben diese Prüfung bisher recht gut bestanden. Wir alle zusammen, eine überwältigende Mehrheit der Menschen in unserem Land, haben uns von Vorsicht, Vernunft und Verantwortung für andere leiten lassen", sage die CDU-Politikerin in einer Videobotschaft. "Wir haben uns viel erspart. Unsere gemeinsame Leistung ist nämlich das, was bei uns glücklicherweise nicht eingetreten ist."

Merkel warnte zugleich davor, die Risiken zu unterschätzen. "Mancher glaubt jetzt, weil das große massenhafte Leid nicht eingetreten ist, sei auch die Gefahr wohl nie so groß gewesen. Was für ein Irrtum!" Ein Blick in befreundete Länder zeige, was hätte passieren können. Sie hoffe, dass weitere Lockerungsschritte möglich seien, rief aber auch zur Rücksichtnahme auf. "Ich bitte Sie: Freuen wir uns über alles, das jetzt wieder geht, und nutzen wir es. Aber seien wir dabei rücksichtsvoll, und respektieren wir das Schutzbedürfnis der Anderen."

Merkel verwies auch auf die bisherigen staatlichen Hilfsprogramme und kündigte weitere Unterstützung an. "Natürlich ist es mit diesen Soforthilfen nicht getan", sagte sie. In der kommenden Woche will die Regierung ein Konjunkturprogramm beschließen.

Zwölf Tonnen Hilfsgüter in Venezuela eingetroffen

10.40 Uhr: In der Coronakrise ist ein Flugzeug mit rund zwölf Tonnen Hilfsgütern in Venezuela eingetroffen. Die von der deutschen Bundesregierung gecharterte Maschine landete am Freitag auf dem Hauptstadtflughafen Maiquetía, wie die Vereinten Nationen mitteilten. Die Lieferung umfasste unter anderem 127.000 Tabletten zur Wasseraufbereitung, 18 Wassertanks und 40.000 Pakete mit Nahrungsergänzungsmitteln. Seit Beginn der Coronakrise hat die Uno über 100 Tonnen Hilfsgüter in das kriselnde südamerikanische Land gebracht.

"Die lebensnotwendigen Güter werden die Versorgungslage und den Zugang zu sauberem Wasser für Tausende Familien verbessern", sagte der Uno-Koordinator für humanitäre Angelegenheiten in Venezuela, Peter Grohmann. "Ich danke der deutschen Bundesregierung dafür, den Transport dieser wichtigen Lieferung möglich gemacht zu haben." Auf dem Rückflug sollte die Maschine der Fluggesellschaft Condor zahlreiche europäische Diplomaten mitnehmen.

Venezuela steckt seit Jahren in einer schweren Wirtschaftskrise, die zuletzt durch die Coronaviruspandemie noch einmal verstärkt wurde. In dem einst reichen Land fehlt es an Lebensmitteln, Medikamenten und Treibstoff. Millionen Venezolaner haben ihre Heimat verlassen.

Mehr Todesopfer in Brasilien als in Spanien

10.23 Uhr: In Brasilien sind 1124 neue Todesfälle nach einer Infektion mit dem Coronavirus bestätigt worden. Damit stieg die Zahl der Opfer in dem größten Land Lateinamerikas auf 27.878, wie das brasilianische Gesundheitsministerium mitteilte. Laut der Johns-Hopkins-Universität in den USA starben damit mehr Menschen in Brasilien als in Spanien, das lange als eines der am schlimmsten betroffenen Länder weltweit galt. Insgesamt haben sich in Brasilien bislang 465.166 Menschen nachweislich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert.

Podcast Cover
__proto_kicker__

Brasiliens rechtspopulistischer Präsident Jair Bolsonaro gilt als Kritiker, er hatte die Lungenkrankheit Covid-19 als "leichte Grippe" bezeichnet. Er befürchtet, dass ein Lockdown der Wirtschaft des Landes schaden könnte. Allerdings haben eine Reihe von Bundesstaaten Ausgangsbeschränkungen verhängt und Betriebe geschlossen, um die Ausbreitung des Virus zu bremsen.

Der aktuelle Stand der Lockerungen in den Bundesländern

09.59 Uhr: Die Bundesländer können im Kampf gegen die Coronakrise über die schrittweise Öffnung des öffentlichen Lebens weitgehend in eigener Verantwortung entscheiden. Zum Pfingstwochenende sind in einigen Ländern wieder mehr Dinge erlaubt, und auch nach den Feiertagen geht es mit vielen Neuerungen weiter, dabei erfolgen die Lockerungen in der Regel unter Auflagen wie Abstands- und Hygienebestimmungen. Zudem gilt weiterhin die bundesweite Maskenpflicht in Handel und Nahverkehr.

Der aktuelle Stand der Lockerungen in den Ländern:

Kontaktbestimmungen

  • Baden-Württemberg: Der Aufenthalt draußen ist auch mit Angehörigen eines weiteren Haushalts gestattet. In privaten Räumen sind Treffen mit Geschwistern und deren Familien, aber auch Treffen mit Angehörigen eines weiteren Haushalts möglich.

  • Bayern: Es können sich sowohl im privaten wie auch im öffentlichen Raum mehrere Angehörige von zwei Haushalten treffen.

  • Berlin: Künftig können sich neben Angehörigen zweier Haushalte auch wieder bis zu fünf Menschen zu Hause oder im Freien treffen. Das gilt unabhängig von der Frage, ob sie zusammen wohnen oder nicht.

  • Brandenburg: Zwei Haushalte oder bis zu zehn Menschen dürfen zusammen sein. Private Feiern sind mit bis zu 50 Personen möglich. Die Regeln gelten jeweils für drinnen und draußen.

  • Bremen: Es können sich mehrere Angehörige aus zwei Haushalten im öffentlichen Raum treffen. Vom 1. Juni an sind in geschlossenen Räumen Veranstaltungen mit maximal 20 Personen möglich, wenn ein Hygienekonzept vorliegt. Bei Veranstaltungen im Garten, auf der Parzelle oder ähnlich umfriedeten Flächen im Freien liegt die Grenze bei 50 Personen. Für beide Fälle wird die einschränkende "Zwei-Haushalts-Regel" aufgehoben.

  • Hamburg: Bis zu zehn Mitglieder zweier Haushalte dürfen sich wieder treffen, ohne dabei einen Mindestabstand von 1,50 Meter einzuhalten.

  • Hessen: Im öffentlichen Raum dürfen wieder Angehörige von zwei Haushalten gemeinsam unterwegs sein.

  • Mecklenburg-Vorpommern: Im öffentlichen und privaten Raum können sich mehrere Angehörige von zwei Haushalten treffen.

  • Niedersachsen: Es dürfen sich Angehörige von zwei Haushalten in der Öffentlichkeit treffen.

  • Nordrhein-Westfalen: Seit Samstag dürfen sich Gruppen mit bis zu zehn Personen im Freien treffen.

  • Rheinland-Pfalz: Im öffentlichen Raum können sich Angehörige aus bis zu zwei Haushalten treffen.

  • Saarland: Ab dem 1. Juni sind Zusammenkünfte von bis zu zehn Menschen zugelassen - auch in Gaststätten.

  • Sachsen: Es können sich zwei Hausstände treffen.

  • Sachsen-Anhalt: Bis zu zehn Menschen dürfen sich treffen, zu privaten Feiern dürfen bis zu 20 Gäste eingeladen werden.

  • Schleswig-Holstein: Es können sich sowohl im privaten wie auch im öffentlichen Raum mehrere Angehörige von zwei Haushalten treffen.

  • Thüringen: Draußen und auch drinnen dürfen sich die Mitglieder von zwei Haushalten treffen.

Schulen und Kitas

  • Baden-Württemberg: Mitte Juni sollen alle Schüler zumindest zeitweise wieder Präsenzunterricht erhalten. Die Kitas sollen spätestens Ende Juni wieder vollständig öffnen. Bisher dürfen höchstens 50 Prozent der Kinder, die normalerweise die Einrichtung besuchen, gleichzeitig dort betreut werden.

  • Bayern: Laut Kultusministerium ist rund die Hälfte aller Jahrgänge wieder an den Schulen, erst nach den Pfingstferien Mitte Juni sollen alle Schüler wochenweise in die Schule gehen. Bis 1. Juli sollen auch alle Kinder zurück in Kindergärten und Krippen dürfen.

  • Berlin: Bis zum Sommer soll jedes Kitakind wieder ein Betreuungsangebot erhalten. Alle Schüler haben Unterricht, jedoch nur teilweise in der Schule.

  • Brandenburg: Allen Schülern wird vor den Sommerferien der Schulbesuch und die Teilnahme am Präsenzunterricht mindestens tage- oder wochenweise ermöglicht. Bei Kitas soll ein eingeschränkter Regelbetrieb anlaufen.

  • Bremen: Alle Schulklassen werden schrittweise zurückgeholt. Ab 1. Juni sollen alle Vorschulkinder wieder in Kitas kommen.

  • Hamburg: Alle Schüler sollen wenigstens einmal pro Woche Unterricht in der Schule bekommen. Kitas gehen schrittweise in den Regelbetrieb.

  • Hessen: Kitas sollen zum 2. Juni wieder in den eingeschränkten Normalbetrieb übergehen. Der Unterricht an den Schulen hat schrittweise wieder begonnen.

  • Mecklenburg-Vorpommern: Die Schüler kehren bereits schrittweise in die Schulen zurück. Kitas stehen wieder allen Kindern offen.

  • Niedersachsen: Die Notbetreuung in den Kitas wird schrittweise ausgeweitet, von Mitte Juni an soll es für alle Kinder ein zeitlich eingeschränktes Angebot für den Kitabesuch geben. Auch die Schüler kehren nach und nach zurück, vom 15. Juni an haben alle Jahrgänge wieder Unterricht in den Schulen.

  • Nordrhein-Westfalen: Kitakinder und Schüler kehren schrittweise zurück. Alle Schüler erhalten tageweise Präsenzunterricht, ab 8. Juni soll es einen "eingeschränkten Regelbetrieb" für alle Kitakinder geben.

  • Rheinland-Pfalz: Der Unterricht hat stufenweise wieder begonnen, alle Schüler sollen bis Mitte Juni zumindest zeitweise wieder zur Schule gehen. Die Kitas sollen ab dem 2. Juni für alle öffnen, wenn auch mit Einschränkungen.

  • Saarland: Im Laufe des Junis sollen alle Schüler zumindest zeitweise wieder an die Schule zurückkehren. Kitas sollen ab dem 8. Juni wieder eingeschränkten Regelbetrieb aufnehmen.

  • Sachsen: Sachsens Kitas und Grundschulen können im eingeschränkten Regelbetrieb für alle Kinder öffnen. Schüler an weiterführenden Schulen sollen zumindest teilweise wieder an den Schulen unterrichtet werden.

  • Sachsen-Anhalt: Ab 2. Juni sollen Kitas und Schulen zu einem regulären Betrieb zurückkehren. Bis zum 15. Juni sollen wieder alle Grundschüler täglich zur Schule kommen.

  • Schleswig-Holstein: Für einige Jahrgänge hat der Unterricht bereits wieder begonnen. Vom 8. Juni an sollen alle Grundschüler wieder eine tägliche Beschulung im Klassenverband erhalten. Der Regelbetrieb an allen Schulen soll nach den Sommerferien mit dem neuen Schuljahr am 10. August wieder starten. Vom 1. Juni an soll in den Kitas ein eingeschränkter Regelbetrieb gelten.

  • Thüringen: Die Kommunen konnten selbst entscheiden, ob sie in den Kindergärten einen eingeschränkten Regelbetrieb anbieten. Bis spätestens 2. Juni soll dieser in allen Kitas starten. Dann sollen auch wieder alle Schüler am Präsenzunterricht teilnehmen können.

Restaurants und Bars

  • Baden-Württemberg: Speiselokale dürfen wieder Gäste bewirten. Kneipen und Bars dürfen nach einem Beschluss des Verwaltungsgerichtshofs bereits seit Samstag Gäste im Freien bewirten. Die Öffnung der Innenbereiche in Kneipen und Bars folgt dann vom 2. Juni an.

  • Bayern: Restaurants dürfen sowohl die Außenbereiche als auch die Innenräume öffnen. Für auf den Getränkeausschank ausgerichtete Lokale wie Bars gibt es noch keine Perspektive.

  • Berlin: Kneipen und Bars können ab 2. Juni wieder öffnen, Gäste müssen aber an Tischen Platz nehmen. Restaurants und Gaststätten sind bereits seit dem 15. Mai wieder geöffnet.

  • Brandenburg: Restaurants können öffnen, Bars bleiben geschlossen.

  • Bremen: Restaurant- und Kneipenbesuche sind möglich. Es gelten ein Thekenverbot, Sitzplatz- und Bedienpflicht. Bars bleiben weiterhin geschlossen.

  • Hamburg: Restaurants sind offen, eine Öffnung von Bars wird geprüft.

  • Hessen: Gaststätten und Bars sind geöffnet, vorgeschrieben ist ein Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen Gästen.

  • Mecklenburg-Vorpommern: Restaurants sind geöffnet. Bars müssen noch geschlossen bleiben.

  • Niedersachsen: Restaurants sind geöffnet, Bars noch zu.

  • Nordrhein-Westfalen: Restaurants sind geöffnet. Bars müssen meist geschlossen bleiben, entschieden wird im Einzelfall vor Ort.

  • Rheinland-Pfalz: Gaststätten und Bars dürfen öffnen. Essen und Trinken darf wieder an der Theke abgeholt werden.

  • Saarland: Restaurants und andere Gaststätten dürfen wieder öffnen. Unter anderem muss das Personal Mundschutz tragen, die Gaststätten müssen um 23.00 Uhr schließen.

  • Sachsen: Restaurants und Bars dürfen öffnen.

  • Sachsen-Anhalt: Alle Restaurants und Bars dürfen wieder öffnen.

  • Schleswig-Holstein: Restaurants und Bars können öffnen.

  • Thüringen: Restaurants und Bars können öffnen.

Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze

  • Baden-Württemberg: Ferienwohnungen und Campingplätze können wieder öffnen, genauso wie Hotels - ausgenommen sind Wellnessbereiche.

  • Bayern: Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze dürfen seit Samstag wieder öffnen.

  • Berlin: Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze können öffnen.

  • Brandenburg: Ferienwohnungen und Hotels dürfen Gäste aufnehmen. Auch Campingplätze sind geöffnet.

  • Bremen: Hotels und Ferienwohnungen dürfen öffnen, Campingplätze ebenso.

  • Hamburg: Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze dürfen Gäste beherbergen.

  • Hessen: Hotels und Ferienwohnungen können aufsperren, Campingplätze ihre Tore öffnen.

  • Mecklenburg-Vorpommern: Hotels und Ferienwohnungen sind geöffnet. Gleiches gilt für Campingplätze.

  • Niedersachsen: Ferienwohnungen und Campingplätze sind geöffnet. Hotels dürfen mit maximal 60 Prozent Auslastung betrieben werden.

  • Nordrhein-Westfalen: Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze können aufmachen.

  • Rheinland-Pfalz: Hotels dürfen wieder für Touristen öffnen, Ferienwohnungen wieder vermietet werden. Auch Campingplätze sind wieder offen.

  • Saarland: Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze dürfen wieder für den Tourismus öffnen.

  • Sachsen: Hotels, Campingplätze und Ferienwohnungen können öffnen.

  • Sachsen-Anhalt: Ferienwohnungen können öffnen, Hotels und Campingplätze ebenfalls.

  • Schleswig-Holstein: Besuche sind möglich - in Ferienwohnungen, Hotels und auf dem Campingplatz.

  • Thüringen: Hotels, Campingplätze und Ferienwohnungen dürfen aufmachen.

Freibäder und Freizeitparks

  • Baden-Württemberg: Freizeitparks dürfen öffnen, Freibäder unter Auflagen vom 6. Juni an.

  • Bayern: Freizeitparks dürfen seit Samstag öffnen, Freibäder und Schwimmbadanlagen im Freien ab 8. Juni.

  • Berlin: Freibäder können öffnen. Größere Freizeitparks gibt es nicht.

  • Brandenburg: Freizeitparks und Freibäder können wieder öffnen.

  • Bremen: Die ersten Freibäder können ab 1. Juni öffnen, ab 15. Juni sollen Freibäder bei Vorlage eines Hygienekonzepts generell geöffnet werden. Größere Freizeitparks gibt es nicht.

  • Hamburg: Freibäder dürfen vom 2. Juni an unter Auflagen wieder öffnen. Hamburg hat keine größeren Freizeitparks.

  • Hessen: Für Freibäder ist der Zeitpunkt für eine Wiedereröffnung noch unklar. Freizeitparks können wieder öffnen.

  • Mecklenburg-Vorpommern: Freibäder dürfen wieder öffnen. Freizeitparks sind geschlossen.

  • Niedersachsen: Freibäder dürfen wieder öffnen, das Gleiche gilt für Freizeitparks.

  • Nordrhein-Westfalen: Freibäder dürfen öffnen, der Mindestabstand gilt auch in den Schwimmbecken. Freizeitparks dürfen Besucher hereinlassen.

  • Rheinland-Pfalz: Freibäder dürfen wieder öffnen, Freizeitparks erst ab dem 10. Juni.

  • Saarland: Freibäder dürfen am 8. Juni wieder öffnen. Wann Freizeitparks wieder Besucher empfangen dürfen, ist noch unklar.

  • Sachsen: Freibäder und Freizeitparks dürfen öffnen, sofern sie ein genehmigtes Hygienekonzept haben.

  • Sachsen-Anhalt: Freibäder und Freizeitparks dürfen wieder öffnen.

  • Schleswig-Holstein: Freibäder und Freizeitparks bleiben bis auf Weiteres geschlossen.

  • Thüringen: Freibäder können ab dem 1. Juni öffnen, über Freizeitparks entscheiden die Kreise in eigener Regie.

Fitnessstudios und Sporthallen

  • Baden-Württemberg: Fitnessstudios dürfen ab dem 2. Juni wieder öffnen. Auch Sportvereine sollen dann wieder in Hallen trainieren können.

  • Bayern: Fitnessstudios und Indoorsportstätten dürfen am 8. Juni wieder öffnen. Derzeit ist Sport in Gebäuden nur in wenigen Fällen wie Reithallen erlaubt.

  • Berlin: Ab 2. Juni dürfen Fitnessstudios unter Auflagen wieder öffnen und Gruppen von bis zu zwölf Personen in Sporthallen wieder trainieren.

  • Brandenburg: Fitnessstudios, Turn- und Sporthallen können unter Einhaltung von Abstands- und Hygieneregeln wieder aufmachen.

  • Bremen: Sporthallen und Fitnessstudios dürfen unter Auflagen wieder öffnen.

  • Hamburg: Sporthallen, Fitness- und Sportstudios, Yogastudios, Tanzschulen und Indoorspielplätze dürfen unter Auflagen wieder öffnen.

  • Hessen: Vereine dürfen in Hallen trainieren, Fitnessstudios sind geöffnet.

  • Mecklenburg-Vorpommern: Fitnessstudios dürfen ihre Türen öffnen. Auch Vereinssport darf wieder in geschlossenen Räumen betrieben werden.

  • Niedersachsen: Sport in Hallen ist unter Einhaltung der Mindestabstände wieder erlaubt. Das gilt auch für Fitnessstudios.

  • Nordrhein-Westfalen: Fitnessstudios sind geöffnet. Vereinssport in Hallen ist nur bedingt möglich.

  • Rheinland-Pfalz: Fitnessstudios dürfen wieder aufmachen, auch Vereinssport in Hallen ist wieder möglich.

  • Saarland: Sport treiben in Hallen ist erlaubt - im Fitnessstudio und beim Vereinssport.

  • Sachsen: Fitnessstudios sind geöffnet, Vereinssport ist auch in der Halle erlaubt.

  • Sachsen-Anhalt: Fitnessstudios dürfen wieder öffnen, auch Sport in Hallen ist erlaubt. Verboten bleiben Wettkämpfe, Zuschauer und generell Kontaktsportarten wie Ringen.

  • Schleswig-Holstein: Fitnessstudios dürfen öffnen und Vereine auch in Räumen trainieren.

  • Thüringen: Fitnessstudios dürfen wieder öffnen, Vereine sollen ab dem 1. Juni in Hallen zurückkehren.

Demonstrationen

  • Baden-Württemberg: Versammlungen sind erlaubt - mit Auflagen zur Sicherstellung des Infektionsschutzes - etwa zu Abständen oder Höchstteilnehmerzahlen.

  • Bayern: Über Demonstrationen soll im konkreten Einzelfall entschieden werden. Versammlungsorte müssen genügend Platz für den Mindestabstand bieten.

  • Berlin: Für Demonstrationen gilt seit Samstag keine Begrenzung der Teilnehmerzahl mehr.

  • Brandenburg: Demonstrationen im Freien mit bis zu 150 Teilnehmern sind erlaubt.

  • Bremen: Versammlungen müssen angezeigt werden und können zum Infektionsschutz behördlich verboten, beschränkt oder mit Auflagen versehen werden.

  • Hamburg: Größere Versammlungen sind untersagt, unter freiem Himmel können Ausnahmen genehmigt werden.

  • Hessen: Sind unter Auflagen erlaubt. Prinzipiell müssen Veranstaltungen bis 100 Personen grundsätzlich nicht mehr genehmigt werden, wenn ein Hygiene- und Abstandskonzept vorliegt.

  • Mecklenburg-Vorpommern: Im Freien sind Veranstaltungen mit bis zu 150 Teilnehmern erlaubt.

  • Niedersachsen: Für Demonstrationen und Versammlungen unter freiem Himmel können die Behörden Ausnahmegenehmigungen erteilen.

  • Nordrhein-Westfalen: Demonstrationen sind grundsätzlich erlaubt - bei Einhaltung der Abstandsregeln und einer Höchstzahl an Teilnehmern, gerechnet auf die Gesamtfläche.

  • Rheinland-Pfalz: Versammlungen unter freiem Himmel mit bis zu 100 Teilnehmern sind wieder möglich.

  • Saarland: Versammlungen im Sinne des Versammlungsgesetzes unter freiem Himmel sind unter besonderen Auflagen wieder erlaubt, wenn die Hygiene- und Abstandsvorschriften eingehalten werden können.

  • Sachsen: Kundgebungen sind nicht mehr auf eine bestimmte Anzahl von Teilnehmern begrenzt.

  • Sachsen-Anhalt: Demonstrationen sind möglich, wenn die Versammlungsbehörde sie zusammen mit dem Gesundheitsamt erlaubt. Eine pauschale Höchstgrenze für Teilnehmer gibt es nicht.

  • Schleswig-Holstein: Versammlungen sind verboten, Ausnahmen aber möglich.

  • Thüringen: Demonstrationen ohne Beschränkungen der Teilnehmerzahl sind möglich.

Sterberisiko nach Operationen bei Corona-Infizierten erhöht

08.00 Uhr: Eine Coronavirus-Infektion erhöht einer internationalen Studie zufolge das Sterberisiko von Patienten nach einer Operation. Vor planbaren Eingriffen sollte deshalb eine Infektion mit Sars-CoV-2 möglichst ausgeschlossen werden. Die Ergebnisse wurden von dem Forschungsnetzwerk CovidSurg Collaborative im Fachmagazin "The Lancet" veröffentlicht. Beteiligt war auch das Universitätsklinikum Tübingen, das in einer Mitteilung über die Untersuchung informierte.

Den vollen Text der Studie finden Sie hier auf der Website des "Lancet" :

Demnach haben die Forscher Daten von 1128 Patienten aus 235 Krankenhäusern in 24 Ländern untersucht. Das waren vor allem Krankenhäuser in Europa, aber auch in Afrika, Asien und Nordamerika. Mit dem Coronavirus Infizierte haben der Studie zufolge wesentlich schlechtere postoperative Ergebnisse als Patienten ohne die Infektion. Insgesamt betrug die Mortalität - also die Sterblichkeit - während der ersten 30 Tage nach der Operation 23,8 Prozent. Die Mortalität der Covid-19-Patienten war der Studie zufolge in allen Untergruppen erhöht, etwa bei Notfalleingriffen, bei kleineren OPs oder bei geplanten - elektiven - Eingriffen.

Das Forschungsnetzwerk CovidSurg Collaborative untersucht den Angaben zufolge, wie sich die Coronavirus-Pandemie auf die chirurgische Versorgung auswirkt. Am Netzwerk sind viele Tausend Chirurgen und Forscher aus mehr als 120 Ländern beteiligt.

Handelskammer organisiert Lufthansa-Charterflug nach Tianjin

06.18 Uhr Mit einem ersten Sonderflug sind rund 200 in China tätige Vertreter der deutschen Wirtschaft oder Angehörige, die durch die Corona-Pandemie in Deutschland feststeckten, am Samstag in Tianjin gelandet. In der nordchinesischen Metropole müssen die meisten - je nach Zielort in China - zunächst zwei Wochen in Quarantäne, bevor sie weiterreisen dürfen. Der Lufthansa-Charterflug war von der deutschen Handelskammer in China in Zusammenarbeit mit der Botschaft und den chinesischen Behörden organisiert worden.

Nach der Verbreitung des Erregers Sars-CoV-2 auch in Deutschland und anderen Ländern hatte China im März die Grenzen für Deutsche und andere Ausländer dicht gemacht und gültige Visa ausgesetzt. Dadurch strandeten Wirtschaftsvertreter oder Familienmitglieder, die während der vorangegangenen Viruswelle in China nach Deutschland geflüchtet waren. Das Virus war erstmals im Dezember in der zentralchinesischen Metropole Wuhan aufgetreten. Heute hat China kaum noch neue Infektionen, fürchtet aber eine Einschleppung aus dem Ausland.

In einer Umfrage der Handelskammer unter Mitgliedsfirmen hatten 2000 bis 2500 Personen ihr Interesse bekundet, mit dieser "Luftbrücke" in umgekehrte Richtung wieder nach China zurückkehren zu können. Eine zweite Maschine soll am 3. Juni nach Shanghai fliegen. Für die Flüge genehmigte die chinesische Botschaft erstmals neue Visa. Wegen der großen Nachfrage prüft die Kammer die Möglichkeit weiterer Flüge.

Virologe Christian Drosten

Virologe Christian Drosten

Foto: Jesco Denzel/ DER SPIEGEL

Der Sündendoc

In der Coronakrise werden Wissenschaftler zu wichtigen Politikberatern. Eine Prüfung für Virologen, die es nicht gewohnt sind, in der Öffentlichkeit zu stehen. Lesen Sie hier die SPIEGEL-Titelstory über Christian Drosten zwischen Wissenschaft und Politik .

Briten wollen Führung bei Corona-Impfstoff übernehmen

06.07 Uhr Mehr als 37.800 Menschen sind in Großbritannien an Covid-19 gestorben - nur in den USA gibt es noch mehr Corona-Tote. Für die Schwere des Ausbruchs wird auch die Regierung von Premierminister Boris Johnson verantwortlich gemacht. Nun versucht London, bei der Impfstoffentwicklung international die Führung zu übernehmen. Großbritannien ist Gastgeber der Online-Geberkonferenz für die Impfallianz Gavi am 4. Juni.

Die Universität Oxford und das Imperial College London seien die "Spitzenreiter" bei der Suche nach einer Impfung gegen das neue Coronavirus, verkündet die Regierung. Der britische Staat fördert die Forschung in Oxford mit mehr als 85 Millionen Pfund (95 Millionen Euro) und jene am Imperial College mit fast 43 Millionen Pfund. Bis Mitte nächsten Jahres soll ausreichend Impfstoff für die gesamte Bevölkerung produziert werden.

  • Die Universität Oxford setzt auf einen Impfstoff auf Basis eines genetisch veränderten Schimpansen-Adenovirus. In der ersten von drei Testphasen wurden seit April tausend freiwillige Erwachsene geimpft. Die nächste Testgruppe wird 10.260 Erwachsene und Kinder umfassen.

  • Das Imperial College London arbeitet an einem so genannten RNA-Impfstoff und testet ihn seit Februar an Tieren. Dieser wirkt nicht durch abgeschwächte Krankheitserreger, sondern soll dem Körper die genetische Botschaft übermitteln, Antikörper zu bilden. Auch der Impfstoffkandidat des deutschen Unternehmens Biontech basiert auf diesem Prinzip.

  • Auch die kleine Pharmafirma Stabilitech in Südengland forscht an einer Immunisierung gegen Covid-19. Statt per Spritze soll ihr Impfstoff oral in Form einer Kapsel verabreicht werden. Ziel ist, eine Immunreaktion der Schleimhautzellen auszulösen. Das sei bei einer Atemwegserkrankung wie Covid-19 viel effektiver, sagt Geschäftsführer Wayne Channon. Im Juli soll die Schluckimpfung zunächst an 50 Probanden getestet werden, später an mehreren tausend.

Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO gibt es weltweit 118 Projekte zur Entwicklung eines Corona-Impfstoffes, acht davon werden bereits an Menschen getestet. 

Wieder Demonstrationen gegen Corona-Beschränkungen

05.45 Uhr In mehreren deutschen Städten wollen Menschen am Samstag wieder gegen die zur Eindämmung des Coronavirus verhängten Einschränkungen demonstrieren. Kundgebungen sind unter anderem in Berlin, Stuttgart, Köln und München angekündigt. Mancherorts sind auch Demonstrationen geplant, die sich gegen Rechtsextreme und Verschwörungstheorien richten.

In der Hauptstadt gibt es bei Demonstrationen nach wochenlanger Corona-Einschränkung ab diesem Wochenende keine begrenzte Teilnehmerzahl mehr. Die Polizei in Berlin hat sich unter anderem auf Versammlungen am Alexanderplatz, am Brandenburger Tor und vor dem Reichstag eingestellt. Forderungen von Demonstranten sind zum einen, alle Einschränkungen von Grundrechten in der Corona-Pandemie zu beenden. Das Berliner Bündnis gegen Rechts hat angekündigt, sich Hetze und Verschwörungsmythen entgegenzustellen. 

Eine ganze Reihe von Demonstrationen ist am Samstag und am Sonntag in Stuttgart geplant. Die meisten Kundgebungen richten sich nach Angaben der Stadt gegen Beschränkungen wegen der Corona-Krise. Aus dem Umfeld der "Initiative Querdenken 711" wurden für Samstag demnach gleich mehrere Demonstrationen mit teils mehreren Tausend Teilnehmern auf dem Cannstatter Wasen angemeldet. Die Stadt habe die Anzahl dort jedoch auf insgesamt 5000 Menschen begrenzt, sagte eine Sprecherin.

Eine Kundgebung mit 1500 angemeldeten Personen wird in Nürnberg erwartet. Auch in München soll unter dem Motto "Zusammenstehen für Freiheit, Grundrechte und Selbstbestimmung" eine große Kundgebung auf der Theresienwiese stattfinden. Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts dürfen dort höchstens 1000 Menschen teilnehmen.

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.
Externer Inhalt

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Regierung plant Milliarden-Hilfsprogramm für gemeinnützige Organisationen

05.11 Uhr In der Bundesregierung ist einem Medienbericht zufolge ein Hilfsprogramm für gemeinnützige Organisationen im Gespräch, um die Folgen der Coronakrise zu mildern. "Der gemeinnützige Sektor in Deutschland erfüllt eine eminent wichtige gesamtgesellschaftliche Rolle", zitiert das Redaktionsnetzwerk Deutschland aus einem Eckpunktepapier der Ressorts Finanzen, Wirtschaft, Arbeit und Soziales, Familien sowie Inneres. Diese Funktion müsse auch in Zeiten der Corona-Pandemie "unbedingt erhalten bleiben".

Das Papier sieht demnach vor, dass der Bund eine Milliarde Euro zur Verfügung stellt, um die Bundesländer bei der Stabilisierung gemeinnütziger Organisationen zu unterstützen. Bereitgestellt werden solle das Geld über Globaldarlehen der staatlichen KfW-Bank.

"Die Nichtberücksichtigung der gemeinnützigen Unternehmen bei dem KfW-Rettungsschirm war ein Fehler, den niemand wollte", sagte Matthias Bartke (SPD), Vorsitzender des Bundestagsausschusses für Arbeit und Soziales, dem RND unter Verweis auf ein bestehendes Hilfsprogramm in der Corona-Krise. "Dieser Fehler muss jetzt schnellstmöglich behoben werden." 

Zweitliga-Partie Karlsruhe gegen Hannover - vor leeren Zuschauerrängen

Zweitliga-Partie Karlsruhe gegen Hannover - vor leeren Zuschauerrängen

Foto: FRIEDEMANN VOGEL/POOL/EPA-EFE/Shutterstock

Hannover 96-Geschäftsführer rechnet bis Dezember mit Geisterspielen

05.00 Uhr Geschäftsführer Martin Kind vom Fußball-Zweitligisten Hannover 96 rechnet bis Jahresende mit Geisterspielen in der Fußball-Bundesliga. "Nach jetziger Einschätzung muss man davon ausgehen, dass bis Ende Dezember ohne Zuschauer gespielt werden muss. Gott sei Dank haben wir bei 96 eine relativ stabile Eigentümerstruktur", sagte der 76-Jährige dem Nachrichtenmagazin "Focus".

Kind betonte, die nächste Saison werde "dramatisch". Zugleich erwartet der Unternehmer einen tiefen Umbruch im Fußball: "Krise bedeutet auch immer eine Chance. Das heißt, dass man eine selbstkritische und ehrliche Analyse macht, in der auch gesagt wird, was alles falsch gelaufen ist."

Die Fragen der Zukunft seien "die klare Definition der hohen Personalkosten, die Lizenzierungsordnung und die Ablösesummen für die Spieler, die sich jetzt zwingend am Umsatz orientieren und eingehalten werden müssen. Das war bis dato nicht der Fall", sagte Kind.

Gräberfeld auf dem Friedhof Sao Francisco Xavier in Rio

Gräberfeld auf dem Friedhof Sao Francisco Xavier in Rio

Foto: RICARDO MORAES/ REUTERS

Brasilien jetzt an fünfter Stelle bei Zahl der Corona-Toten

02.21 Uhr In Brasilien ist die Zahl der Todesopfer durch das Coronavirus auf knapp 28.000 gestiegen. Das südamerikanische Land steht damit nun bei der Zahl der Corona-Toten weltweit an fünfter Stelle. Innerhalb von 24 Stunden wurden 1124 weitere Todesfälle durch das Virus registriert, wie das Gesundheitsministerium in Brasília am Freitag mitteilte.

Mit knapp 27.000 Fällen wurde zudem eine Rekordzahl neu registrierter Infektionen erreicht. Insgesamt infizierten sich in Brasilien nach Ministeriumsangaben bislang mindestens 465.000 Menschen. Damit steht das Land bei der Zahl der registrierten Fälle im internationalen Vergleich an zweiter Stelle nach den USA.

Experten gehen davon aus, dass die tatsächliche Zahl der Corona-Infektionen in Brasilien bis zu 15-mal höher ist als die offizielle Statistik angibt, da bislang nicht flächendeckend auf das Virus getestet wird.

Karliczek fordert vollen Unterrichtsbetrieb nach den Sommerferien

01.44 Uhr Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) hat die Bundesländer aufgerufen, nach den Sommerferien in allen Schulen trotz Corona-Maßnahmen wieder vollen Unterrricht anzubieten. "Jede Schule in jedem Land muss sich ein Ziel setzen: Nach den Ferien muss überall ein strukturierter Unterricht angeboten werden - und zwar so, dass möglichst ein volles Schulprogramm gewährleistet ist. Wie auch immer", sagte Karliczek der "Rheinischen Post".

In der jetzigen Ausnahmesituation müssten alle Möglichkeiten für verlässlichen Unterricht mobilisiert werden, sagte die CDU-Politikerin. Die Sommerferien könnten die Schulen nutzen, mehr Raumkapazitäten zu schaffen, indem sie zum Beispiel Container aufstellten. Der Schulbetrieb müsse mit einer Mischung aus Präsenz- und Digitalunterricht wieder umfassend laufen.

Die Ministerin warnte vor einer Verschlimmerung der Chancenungleichheiten im Schulsystem durch den Corona-Shutdown. "Kinder, die zu Hause vielleicht nicht die richtige Unterstützung bekommen oder schlechte Lernbedingungen haben, brauchen sicherlich zusätzliche Unterstützung", sagte Karliczek. Dafür schlug sie den Einsatz von Lehramtsstudierenden an Schulen vor.

Wegen der Corona-Pandemie waren die Schulen seit Mitte März bundesweit geschlossen. Seit Anfang Mai findet zwar wieder Präsenzunterricht statt, jedoch in stark eingeschränktem Umfang. Viele Kinder können nur tage- oder wochenweise in die Schule gehen.

oka/hba/nef/fek/AFP/dpa
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.

Abonnieren bei

Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es zu einem späteren Zeitpunkt erneut.