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Macht Arbeit krank?

aus DER SPIEGEL 21/1981

Eine Untersuchung zum Thema »Macht Arbeit krank?« haben Medizin-Soziologen der Universität Köln angestellt. Dabei wurden 840 männliche und weibliche Arbeitnehmer einem Fragebogentest unterzogen, der über das Ausmaß ihrer psychosomatischen Beschwerden Aufschluß gab. Als Gradmesser galten Symptome wie Kopfschmerz, Nervosität, Schlafstörungen, körperliche Unruhe und Anzeichen von Depressivität. 37 Prozent der befragten Arbeitnehmer nannten mehr als sechs solcher Beschwerdesymptome, leiden mithin unter einer »ernsthaften Gesundheitsstörung«. 20 Prozent der Befragten klagten über Kopfschmerzen, Schlafstörungen und Nervosität, jeder zweite leidet unter körperlicher Unruhe. Als Ursachen der vom Arbeitsplatz ausgehenden Störungen ermittelten die Kölner Forscher vor allem Gleichförmigkeit und Langeweile von Routinearbeiten (42 Prozent der Befragten), zu hohes Arbeitstempo (34 Prozent), eingeschränkte berufliche Entwicklungsmöglichkeiten (52 Prozent der Arbeiter, 27 Prozent der Angestellten) und die Befürchtung, den Arbeitsplatz zu verlieren (39 Prozent der Arbeiter, 28 Prozent der Angestellten).

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