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Medizin: Kunstherz in Kalbsbrust

aus DER SPIEGEL 1/1975

73 Tage lang lebte die österreichische Jungkuh Esmeralda mit einem künstlichen Zusatzherzen, das ihr der Wiener Herzchirurg Dr. Johann Navratil eingepflanzt und im Mai letzten Jahres wieder entfernt hatte. Zu Komplikationen, so berichtet Navratil jetzt, kam es dabei nicht: Der originale Herzmuskel des Tieres funktioniert seitdem problemlos,

und Esmeralda geht es gut. Besonders wichtig ist für Navratil die Feststellung, daß das Kalbsherz während seiner Ruhestellung -- anstelle der linken Herzkammer beförderte die Membran-Pumpe das Blut in die Aorta -- nicht geschrumpft ist. Der Wiener Herz-Professor sieht so seine These bestätigt, wonach das eigene Herz bis zu acht Monaten durch einen Ersatz-Ventrikel entlastet werden und sich in dieser Zeit ohne Gefahr regenerieren kann. Navratil (dessen Zusatzherz mit einem blutschonenden Kunststoff überzogen ist): »Es hat enorme reparative Fähigkeiten.«

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