Kampf gegen Covid-19 Britischer Corona-Impfstoff liefert vielversprechende Ergebnisse

Ein Impfstoffkandidat aus Großbritannien zeigt in ersten Studien eine gute Immunantwort. Doch es sind noch weitere Tests nötig.
Impfstoff-Wettrennen: Welcher Kandidat ist der vielversprechendste?

Impfstoff-Wettrennen: Welcher Kandidat ist der vielversprechendste?

Foto: Paul Biris/ BPS/ Getty Images

Ein britischer Impfstoff gegen Sars-CoV-2 scheint einer Studie zufolge sicher zu sein und das Immunsystem anzuregen. Das Mittel der Universität Oxford und des britischen Pharmaunternehmens Astrazeneca löse dem Hersteller zufolge  zwei Antworten des Immunsystems aus: Es fördere sowohl die Bildung von spezifischen Antikörpern als auch von T-Zellen - beide sind für die Immunabwehr wichtig.

Über die Ergebnisse der kombinierten Phase-I/II-Studie berichtete am Montag die britische Medizin-Zeitschrift "The Lancet" . Die ersten Versuche mit 1077 gesunden Personen seien als vielversprechend eingestuft worden, heißt es in dem Bericht. Allerdings sei noch unklar, ob der Impfstoff ausreichend Schutz gegen eine Infektion mit Sars-CoV-2 biete, berichteten Experten. Um diese Frage zu klären, haben bereits in Brasilien weitere Tests mit mehreren Tausend Freiwilligen begonnen. Der Impfstoff löste den Wissenschaftlern zufolge Nebenwirkungen wie Erschöpfung und Kopfschmerzen aus.

Der "Lancet" berichtete auch über einen weiteren Impfstoffkandidaten aus China , der ebenfalls vielversprechende Ergebnisse der Phase II-Studie mit 508 Freiwilligen geliefert hat. Der getestete Impfstoffkandidat habe eine sehr starke Bildung von Antikörpern ausgelöst, berichtete die Fachzeitschrift.

International gibt es ein Rennen von Wissenschaftlern und Pharmaunternehmen um einen Corona-Impfstoff. Das Mittel aus Oxford zählt zu den aussichtsreichen Kandidaten. Derzeit werden laut Weltgesundheitsorganisation (WHO)  mehr als 20 Vakzine in klinischen Studien an Menschen getestet. Viele dieser Projekte machen Fortschritte. Anfang Juli veröffentlichten  beispielsweise die Unternehmen Biontech und Pfizer Zwischenergebnisse einer Phase-I/II-Studie, die in den USA stattfindet.

Einige Experten gehen davon aus, dass eine erste Immunisierung schon zwischen Spätherbst 2020 und Frühjahr 2021 zugelassen werden könnte. Das heißt aber nicht, dass dies tatsächlich zu diesem Zeitpunkt schon gelingt, es könnte auch länger dauern.

kry/AFP/dpa
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