Diskussion über Corona-Ursprung Drosten geht juristisch gegen Hamburger Physiker vor

Aus der Natur oder aus dem Labor? Virologe Christian Drosten wehrt sich einem Bericht zufolge gegen die Behauptung des Physikers Roland Wiesendanger, er habe die Öffentlichkeit gezielt getäuscht.
Virologe Drosten: »Aus mehreren wissenschaftlich-technischen Gründen unwahrscheinlich«

Virologe Drosten: »Aus mehreren wissenschaftlich-technischen Gründen unwahrscheinlich«

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Florian Gaertner/photothek.de / imago images/photothek

Christian Drosten hat in den vergangen zwei Jahren eine Menge Kritik und Anfeindungen über sich ergehen lassen müssen – in diesem Fall reichte es Deutschlands bekanntestem Virologen offenbar: Drosten geht laut Informationen von NDR, WDR und »Süddeutscher Zeitung«  juristisch gegen die Äußerung seines Professorenkollegen Roland Wiesendanger vor.

Wiesendanger behauptete in einem Anfang Februar erschienenen Interview mit dem Magazin »Cicero«, Drosten habe die Öffentlichkeit in Hinblick auf den Ursprung des Coronavirus »gezielt getäuscht«. Zudem beschuldigte er Drosten einer »Verschwörung«, da er »die ganze Medienwelt, die ganze Politik in die Irre« führe. Der Hamburger Physiker, ein Vertreter der Laborthese, beruft sich dabei auf eine Telefonkonferenz zu Beginn der Pandemie, bei der sich mehrere Virologen – darunter auch Drosten – angeblich auf einen natürlichen Ursprung des Virus verständigt hätten.

Drosten bestreitet dies vehement und versichert laut dem Bericht per eidesstattlicher Erklärung, dass ein menschgemachter Ursprung »aus mehreren wissenschaftlich-technischen Gründen unwahrscheinlich und in jedem Fall nicht belegbar« sei. Der Virologe verlangt von Wiesendanger und dem »Cicero« nun eine Unterlassung.

tfb