Zahlen des RKI Leichte Anstiege bei Inzidenz und Neuinfektionen

Erneut sind die wichtigsten Kennzahlen in der Coronakrise nach oben gegangen. Binnen 24 Stunden meldeten die Gesundheitsämter 230 weitere Todesfälle.
Impfangebot in Köln

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Foto: Christoph Hardt / Future Image / IMAGO

Die Zahl der bekannten Infektionsfälle in Deutschland ist nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) binnen Tagesfrist um 46.514 Fälle auf über 32,6 Millionen gestiegen. Das sind 4457 Fälle mehr als am Donnerstag vergangener Woche, als 42.057 Fälle gemeldet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 244,4 von 236,2 am Vortag.

Das RKI verzeichnet 230 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Die bekannte Gesamtzahl liegt damit bei 148.728.

Generell liefern diese Angaben nur ein sehr unvollständiges Bild der Infektionszahlen. Expertinnen und Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus – vor allem, weil bei Weitem nicht alle Infizierten einen PCR-Test machen lassen. Nur positive PCR-Tests zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zur Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

Auch Vergleiche der Daten sind wegen des Testverhaltens, Nachmeldungen und Übermittlungsproblemen nur eingeschränkt möglich. Generell schwankt die Zahl der registrierten Neuinfektionen und Todesfälle deutlich von Wochentag zu Wochentag, da insbesondere am Wochenende viele Bundesländer nicht ans RKI übermitteln und ihre Fälle im Wochenverlauf nachmelden.

Nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist ein Ende der Coronapandemie in Sicht. »Wir waren noch nie in einer besseren Position, um die Pandemie beenden zu können«, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Er forderte die internationale Gemeinschaft auf, diese Gelegenheit zu ergreifen und ihre Anstrengungen im Kampf gegen die Pandemie zu verstärken.

Die Zahl der weltweit neu verzeichneten Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus war Tedros zufolge in der vergangenen Woche auf den niedrigsten Stand seit März 2020 gesunken.

Zahl der Neuinfektionen sinkt um zwölf Prozent

»Wir sind noch nicht am Ziel«, betonte der WHO-Chef zugleich. Er verglich die Pandemie mit einem Marathon. Jetzt sei »der schlechteste Zeitpunkt, um mit dem Laufen aufzuhören«, warnte Tedros. »Wenn wir diese Gelegenheit nicht nutzen, riskieren wir neue Varianten, mehr Tote, mehr Sorgen und mehr Unsicherheiten.«

Die WHO veröffentlichte mehrere Empfehlungen, mit denen es den Ländern gelingen soll, das Virus weiter einzudämmen. Diese umfassen etwa die vollständige Impfung der Risikogruppen, darunter Gesundheitspersonal und Ältere, sowie weiteres regelmäßiges Testen.

Laut dem jüngsten WHO-Bericht sank die Zahl der weltweiten Coronaneuinfektionen in der Woche vom 29. August bis 4. September im Vergleich zur Vorwoche um zwölf Prozent auf etwa 4,2 Millionen. Die Dunkelziffer ist vermutlich jedoch viel höher, da Fälle häufig nicht gemeldet werden und viele Länder zudem ihre Testkapazitäten abgebaut haben.

Am 4. September registrierte die WHO noch über 600 Millionen offiziell bestätigte Neuinfektionen – auch diese Angabe dürfte weit unter der tatsächlichen Zahl liegen, ebenso wie die offizielle Zahl der weltweit durch die Pandemie verursachten Todesfälle von 6,4 Millionen.

jok/Reuters
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