Coronaimpfung Bayern und Baden-Württemberg heben Priorisierung in Arztpraxen auf

Ab dem 17. Mai können niedergelassene Ärztinnen und Ärzte in zwei Bundesländern unabhängig von der Priorisierung gegen Covid-19 impfen. In den Impfzentren sieht das anders aus.
Corona-Schutzimpfung in einer Hausarztpraxis in Pforzheim (im März)

Corona-Schutzimpfung in einer Hausarztpraxis in Pforzheim (im März)

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Christoph Schmidt / dpa

Bayern und Baden-Württemberg wollen ab dem kommenden Montag (17. Mai) die Priorisierung für alle Coronaimpfstoffe bei Hausärzten aufheben. Für Bayern kündigte dies Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Mittwoch in einer Pressekonferenz nach der Klausur der CSU-Landtagsfraktion in München an.

»Im Mai werden wir so viel Impfstoff haben wie insgesamt in den Monaten zuvor«, sagte Söder. Ab Juni werde es noch »sehr, sehr viel mehr«. In den Impfzentren soll es demnach aber bei dem bisherigen Verfahren mit Priorisierungen bleiben, dort sollen ältere Bürgerinnen und Bürger sich weiterhin impfen lassen können, ohne mit Jüngeren um Termine konkurrieren zu müssen.

Parallel teilte das Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württembergs mit, dass die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte ab kommenden Montag »mit allen Impfstoffen ohne staatlich vorgegebene Priorisierung impfen« können. »In den Arztpraxen erfolgt die Priorisierung dann vollständig durch die behandelnden Ärztinnen und Ärzte, schließlich kennen sie ihre Patientinnen und Patienten am besten und können entscheiden, wer die Impfung zuerst braucht. Das ermöglicht ihnen gleichzeitig mehr Flexibilität bei der Organisation der Impfungen und der Terminvergabe«, heißt es als Begründung.

Auch in Baden-Württemberg bleibt die Priorisierung in den Impfzentren weiter bestehen, um »sicherzustellen, dass in den Impfzentren Menschen mit hohem Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf oder mit hohem Ansteckungsrisiko zuerst geimpft werden«.

Bislang sind lediglich die Impfstoffe von AstraZeneca und Johnson & Johnson unabhängig von der Priorisierung freigegeben. Für die anderen Impfstoffe hatte dies der Bund für Juni in Aussicht gestellt.

wbr/dpa
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