Corona-Impfmonitor So viele Menschen wurden schon geimpft

In Deutschland und weltweit laufen die Impfungen gegen das Coronavirus. Wie viele Menschen sind schon geimpft? Wie hoch sind die Impfquoten nach Alter und in den Bundesländern? Die aktuellen Zahlen.

Mehr als drei Viertel der Menschen in Deutschland haben sich bislang gegen Covid-19 impfen lassen. Mehr als 60 Prozent haben die empfohlenen drei Impfdosen erhalten. Das zuständige Robert Koch-Institut (RKI) berichtet regelmäßig über den Fortschritt. Aktuell meldet es :

Aber auch unter den Ungeimpften gibt es viele Menschen, die nach einer überstandenen Coronainfektion über einen gewissen Schutz verfügen. Einer Studie des RKI und des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) zufolge hatten schon Ende 2021 etwa neun von zehn Menschen Antikörper gegen das Coronavirus. Mit den hohen Fallzahlen in den Omikron-Wellen 2022 dürften es inzwischen noch mehr sein.

Impffortschritt

Betrachtet man verschiedene Altersgruppen und Regionen in Deutschland, fallen die Impfquoten mitunter sehr unterschiedlich aus. Ältere sind häufiger geimpft als Jüngere. Das ist wenig überraschend, denn erstens priorisierte die Impfkampagne zu Beginn vor allem nach Alter. Zweitens gab es für Kinder und Jugendliche erst später einen zugelassenen und empfohlenen Impfstoff.

Nach Bundesländern aufgeschlüsselte Impfquoten liegen zwar ebenfalls tagesaktuell vor, sie unterliegen aber teils deutlichen Verzerrungen: Die regionale Zuordnung einer Impfung erfolgt nicht etwa nach dem Wohnort der Geimpften, sondern nach dem Impfort. Dadurch fallen insbesondere die Quoten der Stadtstaaten zu hoch aus , die der umliegenden Flächenländer zu niedrig. Nach Wohnort berechnete Anteile liegen bislang nur zum Stichtag 31.12.2021 und nur für Erst- und Zweitimpfungen vor.

Inzwischen werden nur noch wenige Impfdosen verabreicht, auch Viertimpfungen werden vergleichsweise selten nachgefragt. Ihre Höhepunkte hatte die deutsche Corona-Impfkampagne zum einen im Frühling und Sommer 2021, als erstmals Impfstoffe in größerem Umfang zur Verfügung standen. Zum anderen haben zwischen November 2021 und Januar 2022 besonders viele Menschen ihre Drittimpfung abgeholt.

Nach dem Impfstoffmangel zu Beginn der Impfkampagne überstieg die verfügbare Menge zwischenzeitlich den Bedarf. Als Ende 2021 die Drittimpfung für fast alle empfohlen wurde, kam es vorübergehend wieder zu Engpässen. Das betraf insbesondere den Impfstoff von Biontech, der mit Abstand am häufigsten in Deutschland verabreicht wurde und offenbar von vielen Menschen auch für die Drittimpfung bevorzugt wurde.

Wirksamkeit

Eine Coronaimpfung senkt das persönliche Risiko und das der Mitmenschen – bei sehr seltenen Impfschäden. Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen: Geimpfte haben grundsätzlich eine geringere Wahrscheinlichkeit, sich mit Corona zu infizieren, andere anzustecken, Krankheitssymptome zu entwickeln, einen schweren Covid-19-Verlauf zu erleiden und zu sterben.

Wie hoch der Schutz vor diesen verschiedenen Risiken ausfällt, hängt von mehreren Faktoren ab. Eine Rolle spielen unter anderem die Virusvariante, der verabreichte Impfstoff, die Vollständigkeit der Impfserie, der zeitliche Abstand zur letzten Impfung und das Alter.

Mit Omikron dominiert aktuell eine Virusvariante das Infektionsgeschehen, die den Immunschutz teilweise umgehen kann. Der Schutz vor Infektion hat deutlich nachgelassen, erst die dritte Impfung führt zu einem hohen Schutz vor schwereren Verläufen . Für Menschen ab 60 Jahren empfiehlt die Ständige Impfkommission (Stiko) eine vierte Impfung.

Die Schutzwirkung lässt sich etwa an den Klinikaufnahmen ablesen, wenn man sie nach Impfstatus aufschlüsselt.

Aus den Daten nach Impfstatus berechnet das RKI auch die sogenannte Impfeffektivität. Sie drückt aus, um wie viel Prozent ein schwerer oder tödlicher Verlauf bei Geimpften seltener auftritt als bei Ungeimpften. Ein Beispiel: Wir vergleichen je 100.000 Ungeimpfte und Geimpfte über einen bestimmten Zeitraum. Unter den Ungeimpften müssen 100 mit Covid-19 im Krankenhaus behandelt werden, unter den Geimpften nur 20. Die Impfung hat das Hospitalisierungsrisiko also um 80 Prozent verringert.

Impfungen weltweit

Zeitgleich mit Deutschland hat die Impfkampagne auch in anderen EU-Ländern begonnen. Weitere Staaten haben schon früher Corona-Impfstoffe zugelassen oder haben seither mit dem Impfen begonnen. Das Projekt Our World in Data  trägt Impfquoten aus aller Welt zusammen.

Dieser Artikel wird fortlaufend aktualisiert.

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