Neue Virusvariante Omikron verdrängt Delta in den USA – erster Todesfall

Binnen nur einer Woche ist die Quote sprunghaft gestiegen: Laut der US-Seuchenbehörde ist Omikron inzwischen vorherrschend im Land. Texas meldet den Tod einer Person nach Infektion mit der Mutante.
Szene aus New York City (am 17. Dezember)

Szene aus New York City (am 17. Dezember)

Foto: Yuki Iwamura / dpa

In Deutschland steigt der Anteil der Omikron-Variante an den Neuinfektionen stetig – in den USA ist sie inzwischen die am häufigsten festgestellte Mutante. Schätzungen zufolge entfielen rund 73 Prozent der Coronafälle in der vergangenen Woche auf Omikron, wie aus Daten auf der Website der US-Gesundheitsbehörde CDC am Montag hervorging.

Dabei handelt es sich um einen sprunghaften Anstieg – noch in der Woche zuvor waren es schätzungsweise lediglich rund 12,6 Prozent gewesen. Die Gesundheitsbehörden hatten diese Zahl zunächst auf rund drei Prozent beziffert. Nach weiteren Sequenzierungen liegt diese Schätzung inzwischen aber höher.

Omikron hat somit Delta, die zuvor vorherrschende Variante, verdrängt. Delta machte den CDC-Schätzungen zufolge zuletzt noch etwa ein Viertel der Fälle aus. In manchen Bundesstaaten ist Omikron schon für mehr als 90 Prozent der Fälle verantwortlich.

Eine ähnlich rasante Entwicklung dürfte in Deutschland bevorstehen: Hier verdoppelt sich die Omikron-Inzidenz laut dem neuen Corona-Expertenrat der Bundesregierung etwa alle zwei bis vier Tage.

Im Sommer hatten die USA eine heftige Delta-Welle erlebt. Im September ging die Zahl der Neuinfektionen dann vorübergehend zurück, seit Oktober steigt sie aber wieder an – in den vergangenen Tagen besonders stark. Mehr als 800.000 Menschen sind in den USA seit Beginn der Pandemie im Zusammenhang mit einer Coronainfektion gestorben.

Bislang sind 61,5 Prozent der rund 330 Millionen Menschen im Land zweifach geimpft. Knapp 30 Prozent von ihnen haben auch eine Auffrischungsimpfung erhalten. US-Präsident Joe Biden will sich am Dienstag in einer Rede zur Coronapandemie an die Bevölkerung wenden.

Todesopfer in Texas – Entwarnung im Weißen Haus

Der US-Bundesstaat Texas meldete unterdessen einem Medienbericht zufolge den ersten Todesfall im Zusammenhang mit der Omikron-Variante. Das berichtet der Sender ABC unter Berufung auf Gesundheitsbeamte von Harris County. Es wird angenommen, dass es das erste bestätigte Todesopfer der Virusvariante in den gesamten USA ist, heißt es in dem Bericht.

Im Weißen Haus gab es am Montag (Ortszeit) erst helle Aufregung und dann Entwarnung. US-Präsident Joe Biden ist nach Angaben des US-Präsidialamts negativ auf Covid-19 getestet.

Ein Mitarbeiter des Weißen Hauses, der sich am Freitag an Bord der »Air Force One« etwa 30 Minuten in der Nähe des Präsidenten aufgehalten hatte, war am Montagmorgen positiv getestet worden, teilt die Regierung in Washington mit.

jok/dpa
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