Coronazahlen des RKI Bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 480

Das Robert Koch-Institut hat innerhalb eines Tages 89.142 Coronainfektionen und 73 weitere Todesfälle registriert. Derweil fordern Hausärzte, die Impfzentren im Sommer zu schließen – sie stünden »deutschlandweit leer«.
Mann beim Schnelltest (Symbolbild): Viele Infizierte lassen keinen PCR-Test mehr machen

Mann beim Schnelltest (Symbolbild): Viele Infizierte lassen keinen PCR-Test mehr machen

Foto: Matthias Balk / dpa

Die Coronazahlen gehen weiter nach oben. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldet 89.142 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Das sind 11.506 mehr als am Donnerstag vor einer Woche, als 77.636 Fälle gemeldet wurden.

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz steigt laut RKI  auf 480,0 von 472,4 am Vortag (Vorwoche: 276,9). 73 weitere Fälle von Personen, die im Zusammenhang mit dem Virus starben, wurden registriert. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle auf 140.099.

Diese Zahlen haben allerdings nur eine begrenzte Aussagefähigkeit. Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus – vor allem, weil bei Weitem nicht alle Infizierten einen PCR-Test machen lassen. Nur positive PCR-Tests zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

Unterdessen hat der Deutsche Hausärzteverband erklärt, das Offenhalten der Corona-Impfzentren im Sommer für überflüssig zu halten. »Die Impfzentren stehen deutschlandweit leer«, sagte Verbandspräsident Ulrich Weigeldt den Zeitungen des »Redaktionsnetzwerks Deutschland«.  Es erschließe sich nicht, »Weswegen sie jetzt den gesamten Sommer weiterbetrieben werden sollen«. Das koste viel Geld, das woanders dringend gebraucht werde.

»Die Hausärztinnen und Hausärzte haben bewiesen, dass die Impfungen in den Praxen am besten aufgehoben sind.« Mit Blick auf Bezirke oder Regionen mit niedrigen Impfquoten, seien in der Vergangenheit zudem vielerorts gute Erfahrungen mit mobilen Impfteams gemacht worden. »Das ist ein Modell, das sicherlich auch im Hinblick auf den Herbst Sinn ergibt.«

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.
Externer Inhalt

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Das Bundesgesundheitsministerium arbeitet nach Angaben von Minister Karl Lauterbach (SPD) an einer Impfkampagne für die kommenden Monate.

bbr/dpa/Reuters