Coronalage in Deutschland RKI meldet 105.840 Neuinfektionen – Inzidenz steigt

Die Gesundheitsämter haben binnen 24 Stunden 107 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Corona registriert. Experten gehen aber bei allen Viruszahlen von einer hohen Dunkelziffer aus.
Coronatest (Archivbild)

Coronatest (Archivbild)

Foto: Karl-Josef Hildenbrand / dpa

Das Robert Koch-Institut (RKI) meldet 105.840 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Das sind 104.030 mehr als am Dienstag vor einer Woche, als nach dem Feiertag 1750 Fälle gemeldet wurden. Nach Angaben des RKI können die Daten an und nach Feiertagen erheblich schwanken. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 447,3 – von 331,8 am Vortag. 107 weitere Personen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle auf 139.914.

Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus – vor allem weil bei Weitem nicht alle Infizierten einen PCR-Test machen lassen. Nur positive PCR-Tests zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

Die EU-Regeln zu den digitalen Covid-Zertifikaten sollen wegen der anhaltenden Pandemie weiter gültig bleiben. Vertreter des Europaparlaments und der Regierungen der EU-Staaten einigten sich am Montagabend darauf, die entsprechende Verordnung um ein Jahr bis zum 30. Juni 2023 zu verlängern, wie die derzeitige französische EU-Ratspräsidentschaft mitteilte.

Virus in Europa weiterhin stark verbreitet

Die Zertifikate sollen es erlauben, das Reisen in Coronazeiten so unkompliziert wie möglich zu machen. Mittels eines QR-Codes lässt sich mit ihnen nachweisen, ob man entweder gegen Covid-19 geimpft wurde, negativ auf Corona getestet wurde oder von Corona genesen ist. Die digitale Version kann auf einem mobilen Gerät gespeichert werden, zudem gibt es meist auch die Möglichkeit, eine Papierfassung zu erstellen.

Die EU-Kommission hatte die Verlängerung der EU-Regeln für die Zertifikate bereits im Februar vorgeschlagen. Sie begründete dies damit, dass das Coronavirus in Europa nach wie vor weitverbreitet ist und die Auswirkungen eines möglichen Anstiegs der Infektionen im zweiten Halbjahr 2022 oder des Auftretens neuer Varianten kaum abzusehen sind. Durch die Verlängerung der Verordnung könnten Reisende auch weiterhin ihr digitales Covid-Zertifikat der EU nutzen, falls Mitgliedstaaten bestimmte Maßnahmen im Bereich der öffentlichen Gesundheit beibehielten.

jok/Reuters