Coronalage in Deutschland RKI meldet 107.568 Neuinfektionen – Inzidenz steigt leicht

Binnen 24 Stunden haben die Gesundheitsämter in Deutschland 218 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus registriert. Bei den Ansteckungen war ein Rückgang im Vergleich zur Vorwoche zu beobachten.
Krankenhaus in Thüringen (Archivbild)

Krankenhaus in Thüringen (Archivbild)

Foto: Bodo Schackow / dpa

Das Robert Koch-Institut (RKI) meldet 107.568 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Das sind 5954 Fälle weniger als am Dienstag vor einer Woche, als 113.522 Coronainfektionen gemeldet wurden. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 522,7 von 499,2 am Vortag. 218 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle auf 136.756.

Eineinhalb Jahre nach dem Start der ersten Impfungen steht der Coronaimpfstoff-Markt vor einem Kurswechsel. Zumindest in den Industrienationen sind die meisten Menschen, die sich gegen Covid-19 impfen lassen wollten, inzwischen geimpft. Weltweit sind es rund fünf Milliarden.

Für die Impfstoffhersteller, die in den vergangenen Monaten unter Hochdruck produzierten, wird der Markt damit sehr viel wettbewerbsintensiver und kleiner. Denn im Fokus dürften künftig Auffrischimpfungen stehen oder Impfungen von kleineren Kindern, für die bislang noch keine Vakzine auf dem Markt ist. Biotech-Analyst Hartaj Singh von Oppenheimer rechnet mit einem harten Wettbewerb: »Die Unternehmen werden um Preise und Marktanteile kämpfen, selbst bei Impfstoffen, die als die besten gelten, wie Pfizer und Moderna

Zahl der benötigten Booster ist offen

Noch ist aber völlig offen, wie viele Boosterimpfungen letztlich gebraucht werden. Bisher wird eine zweite Auffrischimpfung nur in einigen Ländern für Menschen mit dem Risiko eines schweren Verlaufs oder in bestimmten Berufsgruppen empfohlen.

Ebenso ist noch ungewiss, ob die Hersteller in diesem Herbst und in jedem darauffolgenden angepasste Impfungen verkaufen werden – wie etwa die Anbieter von Grippeimpfstoffen – und welche Auswirkungen das auf die Nachfrage haben könnte.

Hersteller wie der US-Pharmakonzern Pfizer, der mit der Mainzer Biontech zusammenarbeitet, und der US-Biotechkonzern Moderna gehen gleichwohl davon aus, auch künftig eine wichtige Rolle auf dem Impfstoffmarkt zu spielen – selbst wenn die Gesamtnachfrage sinkt.

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Erwachsene, die jetzt noch nicht geimpft seien, werden sich aber über zwei Jahre nach Pandemiebeginn auch künftig wohl nicht impfen lassen, wie Pfizer-Chef Albert Bourla kürzlich in einem Interview sagte. Vielmehr seien es die »bereits Geimpften«, die für Nachfrage sorgen dürften.

jok/Reuters