Coronalage in Deutschland RKI meldet 49.141 Neuinfektionen – Inzidenz sinkt unter 300

Der Trend zu fallenden Coronakennzahlen setzt sich fort. Aktuell zählen die Gesundheitsämter in Deutschland 158 weitere Todesfälle binnen 24 Stunden.
Coronatest (Archivbild)

Coronatest (Archivbild)

Foto: Hauke-Christian Dittrich / dpa

Das Robert Koch-Institut (RKI) meldet 49.141 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Das sind 22.910 Fälle weniger als am Mittwoch vor einer Woche, als 72.051 Coronainfektionen gemeldet wurden.

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf 281,8 von 307,2 am Vortag. 158 weitere Personen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle auf 138.643.

Allerdings sind Vergleiche der Daten nur eingeschränkt möglich. Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus – wegen überlasteter Gesundheitsämter und weil nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur diese zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

Angesichts sinkender Coronafallzahlen will Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach die Regeln für die Einreise nach Deutschland über die Sommermonate lockern. »Bis Ende August setzen wir die 3G-Regel bei der Einreise aus«, sagte der SPD-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Kabinett soll am Mittwoch entscheiden

Vom 1. Juni an müssen Reiserückkehrer und andere Einreisende damit nicht mehr nachweisen, dass sie geimpft, genesen oder getestet sind. Einreisende aus Virusvariantengebieten müssen sich derzeit in Deutschland in eine 14-tägige Quarantäne begeben, auch wenn sie geimpft oder genesen sind.

Diese Regelung soll laut Lauterbach fortbestehen. »Wenn solche Gebiete definiert werden, müssen Einreisende in Quarantäne«, sagte Lauterbach. »Auch bei niedrigeren Inzidenzen im Sommer müssen wir bei einer globalen Pandemie vorsichtig bleiben.« Aktuell ist kein Land als Virusvariantengebiet ausgewiesen.

Die Änderung der Corona-Einreiseverordnung soll nach Informationen der Zeitungen an diesem Mittwoch vom Bundeskabinett verabschiedet werden. Sie sieht darüber hinaus vor, dass künftig nicht nur die von der EU zugelassenen Impfstoffe, sondern alle von der WHO zugelassenen Vakzinen bei einer Einreise anerkannt werden.

jok/Reuters