Coronalage in Deutschland RKI meldet 89.336 Neuinfektionen – rund 9000 mehr als in der Vorwoche

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist auf 632,9 gestiegen. Außerdem registrierte das RKI 84 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus.
Corona-Schnelltest (Symbolbild): Künftig nur noch für manche Personengruppen kostenlos

Corona-Schnelltest (Symbolbild): Künftig nur noch für manche Personengruppen kostenlos

Foto: Peter Kneffel / dpa

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Samstagmorgen mit 632,9 angegeben. Am Vortag hatte der Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche bei 618,2 gelegen (Vorwoche: 445,1; Vormonat: 281,8). Allerdings liefert die Inzidenz kein vollständiges Bild der Infektionslage.

Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus – vor allem, weil bei Weitem nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur positive PCR-Tests zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI  zuletzt 89.336 Coronaneuinfektionen (Vorwoche: 80.264) und 84 Todesfälle (Vorwoche: 58) innerhalb eines Tages. Vergleiche der Daten sind auch hier wegen des Testverhaltens, Nachmeldungen oder Übermittlungsproblemen nur eingeschränkt möglich. Generell schwankt die Zahl der registrierten Neuinfektionen und Todesfälle deutlich von Wochentag zu Wochentag, da insbesondere am Wochenende viele Bundesländer nicht ans RKI übermitteln und ihre Fälle im Wochenverlauf nachmelden.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 27.771.111 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

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Trotz der steigenden Zahlen soll es kostenlose Coronaschnelltests künftig nur noch für Risikogruppen geben. Für alle anderen sollen »Bürgertests« künftig drei Euro kosten. Das teilte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach am Freitag mit.

Die neue Testverordnung soll vom 30. Juni an gelten. Er hätte kostenlose Bürgertests für alle gern weitergeführt, sagte der SPD-Politiker. Angesichts der Kosten von durchschnittlich einer Milliarde Euro pro Monat sei dies für den Bund in der angespannten Haushaltslage nicht mehr zu leisten.

bbr/dpa
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