Coronalage RKI meldet deutlichen Anstieg bei Sieben-Tage-Inzidenz

Die wichtigsten Coronakennzahlen in Deutschland gehen weiter nach oben. Binnen 24 Stunden haben die Gesundheitsämter 146 zusätzliche Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus registriert.
Coronatest (Symbolbild)

Coronatest (Symbolbild)

Foto: Julian Stratenschulte / dpa

In Deutschland ist die Zahl der bekannten Infektionen nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) um 60.237 Fälle auf über 32,74 Millionen gestiegen. Am Dienstag vergangener Woche hatte der Wert noch bei 54.930 gelegen.

Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 259,0 nach 229,9 am vergangenen Dienstag. Das RKI meldet 146 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus – 56 mehr als vor einer Woche. Die bekannte Gesamtzahl liegt damit bei 149.079.

Generell liefern diese Angaben allerdings nur ein sehr unvollständiges Bild der Infektionszahlen. Expertinnen und Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus. Das liegt vor allem daran, dass bei Weitem nicht alle Infizierten einen PCR-Test machen lassen. Nur positive PCR-Tests zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zur Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

Vergleiche der Daten sind wegen des Testverhaltens, Nachmeldungen und Übermittlungsproblemen nur eingeschränkt möglich. Generell schwankt die Zahl der registrierten Neuinfektionen und Todesfälle deutlich von Wochentag zu Wochentag, da insbesondere am Wochenende viele Bundesländer nicht ans RKI übermitteln und ihre Fälle im Wochenverlauf nachmelden.

Plateau bei den Intensivpatienten beobachtet

Das RKI hatte erst Ende vergangener Woche erklärt, dass der lang anhaltende Rückgang bei den Ansteckungen nicht mehr gegeben sei. Das ging aus dem Covid-19-Bericht des Berliner Instituts hervor, der sich vor allem auf die Vorwoche bezieht. Neben der nur noch eingeschränkt aussagekräftigen Inzidenz blickt das RKI auch auf eine Reihe weiterer Indikatoren.

Auch bei schweren Covid-19-Erkrankungen setzte sich der rückläufige Trend den Daten zufolge nicht weiter fort. Bei der Zahl der davon betroffenen Intensivpatienten etwa war von einem Plateau die Rede.

jok/Reuters
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