Coronalage RKI meldet erneut Anstiege bei Infektionen und Inzidenz

Binnen 24 Stunden haben die Gesundheitsämter in Deutschland 51.299 weitere Ansteckungen mit dem Coronavirus registriert. Die offizielle Zahl der Todesfälle stieg um 109.
Coronatest (im März in Berlin)

Coronatest (im März in Berlin)

Foto: Kira Hofmann / dpa

Die Zahl der bekannten Infektionsfälle in Deutschland ist nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) binnen Tagesfrist um 51.299 Fälle auf über 32,55 Millionen angestiegen. Das sind 4804 Fälle mehr als am Mittwoch vergangener Woche, als 46.495 Fälle gemeldet wurden.

Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 236,2 von 229,9 am Vortag. Das RKI verzeichnet 109 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Die bekannte Gesamtzahl liegt damit bei 148.498.

Generell liefern diese Angaben nur ein sehr unvollständiges Bild der Infektionszahlen. Expertinnen und Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus – vor allem, weil bei Weitem nicht alle Infizierten einen PCR-Test machen lassen. Nur positive PCR-Tests zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zur Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

Auch Vergleiche der Daten sind wegen des Testverhaltens, Nachmeldungen und Übermittlungsproblemen nur eingeschränkt möglich. Generell schwankt die Zahl der registrierten Neuinfektionen und Todesfälle deutlich von Wochentag zu Wochentag, da insbesondere am Wochenende viele Bundesländer nicht ans RKI übermitteln und ihre Fälle im Wochenverlauf nachmelden.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach rechnet mit einem zügigen Start von Coronaimpfungen mit dem zugelassenen neuen Präparat, das an die Virusvariante BA.5 angepasst ist. »Wir werden wahrscheinlich in der nächsten Woche bereits den Impfstoff zur Verfügung stellen«, sagte der SPD-Politiker am Dienstag am Rande eines Israel-Besuchs.

Millionen Dosen des neuen Stoffs unterwegs

Erste Dosen des Impfstoffes von Biontech sollen am kommenden Montag und Dienstag (19./20. September) an den Pharma-Großhandel ausgeliefert werden, wie aus einem Brief Lauterbachs an alle Leistungserbringer der Impfkampagne wie Ärzte hervorgeht. Bis 3. Oktober soll Deutschland demnach vorerst rund 19 Millionen Dosen erhalten. Genaue Lieferpläne sollen noch abgestimmt werden.

»Ich bin froh, dass dieser Impfstoff jetzt auch erwartungsgemäß zugelassen wurde«, sagte Lauterbach. »Somit haben wir zwei sehr gute angepasste Impfstoffe, die wir anbieten können, und werden somit auch in den nächsten Wochen alle impfen können, die geimpft werden wollen.«

Die Europäische Kommission hatte am Montag den weiteren Impfstoff der Hersteller Biontech und Pfizer zugelassen, der an die Omikron-Unterlinien BA.4 und BA.5 angepasst ist. Empfohlen werde die Impfung für Menschen ab zwölf Jahren als Auffrischung, teilte die EU-Arzneimittelbehörde EMA mit. Ein neuer Impfstoff, der an die Variante BA.1 angepasst ist, hatte kürzlich die Zulassung bekommen.

jok/Reuters
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