Coronalage in Deutschland RKI registriert 88.961 Neuinfektionen – Inzidenz sinkt leicht

Der Trend zu sinkenden Coronakennzahlen setzt sich fort, wie das RKI meldet. Als Reaktion auf die aktuelle Entwicklung löst das Kanzleramt nun seinen Virus-Krisenstab auf.
Coronaimpfung (Symbolbild)

Coronaimpfung (Symbolbild)

Foto: Wolfgang Maria Weber / IMAGO

Das Robert Koch-Institut (RKI) meldet 88.961 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Das sind 7206 Fälle weniger als am Donnerstag vor einer Woche, als 96.167 Coronainfektionen gemeldet wurden. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf 502,4 von 507,1 am Vortag. 197 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle auf 137.184.

Rund fünf Monate nach seiner Einrichtung wird der Krisenstab im Bundeskanzleramt zur Koordinierung der bundesweiten Impfungen gegen das Virus aufgelöst. Mittlerweile gebe es eine ganz andere Situation bei den Infektionen und Impfungen, sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Christiane Hoffmann am Mittwoch in Berlin.

Die Aufgaben des von Generalmajor Carsten Breuer geleiteten Krisenstabs würden nun in den üblichen Arbeitsstrukturen der Bundesregierung bearbeitet. Der Corona-Expertenrat der Regierung hingegen sei gerade dabei, eine Stellungnahme zur Situation in Herbst und Winter zu erarbeiten.

Der Krisenstab war Ende vergangenen Jahres mit mehr als zehn Mitarbeitern gestartet und hatte in der Spitzenzeit etwa 30 Mitglieder. Ihm gehörten Fachleute der zuständigen Ministerien an sowie Experten des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. Höchststand bei den Impfungen war ein Tag im Dezember 2021, als 1,6 Millionen Impfungen verabreicht wurden. Dann flachten die Impfzahlen wieder ab.

Nächster Pandemiegipfel angesetzt

Beim ebenfalls von der damals noch neuen Regierung Ende 2021 gegründeten Corona-Expertenrat geht es hingegen um die Beratung der Regierung. Die Zusammensetzung des Rats ist breit gefächert.

Die USA, Deutschland und weitere Staaten haben für diesen Donnerstag einen zweiten internationalen Onlinegipfel zur Pandemie einberufen. Wichtige Themen des virtuellen Treffens seien der andauernde Kampf gegen das Virus, die Bereitstellung von Impfstoffen sowie die Prävention mit Blick auf künftige Pandemien, so das Weiße Haus. US-Präsident Joe Biden werde den Gipfel um etwa 15 Uhr MESZ eröffnen. Auch eine Rede von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) wird erwartet.

jok/Reuters/dpa