Coronalage in Deutschland Robert Koch-Institut meldet 54.504 Neuinfektionen – Inzidenz geht zurück

Binnen 24 Stunden haben die Gesundheitsämter 119 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus registriert. Auch bei anderen wichtigen Kennzahlen gab es Rückgänge.
Coronatest-Angebot in Potsdam

Coronatest-Angebot in Potsdam

Foto: Soeren Stache / dpa

In Deutschland ist nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) die Zahl der bekannten Infektionen um 54.504 auf über 32 Millionen gestiegen. Das sind 5907 Fälle weniger als am Dienstag vor einer Woche, als 60.411 Ansteckungen verzeichnet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 247,3 nach 288,5 am Dienstag davor (die Zahlen am Montag haben wegen des Wochenendes kaum Aussagekraft).

Das RKI meldet 119 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus (146 am vergangenen Dienstag). Die bekannte Gesamtzahl liegt damit bei 147.223.

Generell liefern diese Angaben nur ein sehr unvollständiges Bild der Infektionszahlen. Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus – vor allem, weil bei Weitem nicht alle Infizierten einen PCR-Test machen lassen. Nur positive PCR-Tests zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zur Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

Vergleiche der Daten sind auch hier wegen des Testverhaltens, Nachmeldungen und Übermittlungsproblemen nur eingeschränkt möglich. Generell schwankt die Zahl der registrierten Neuinfektionen und Todesfälle deutlich von Wochentag zu Wochentag, da insbesondere am Wochenende viele Bundesländer nicht ans RKI übermitteln und ihre Fälle im Wochenverlauf nachmelden.

Bei den Coronaimpfungen plant der Bund für Anfang September den Start mit fortentwickelten Impfstoffen auch für neuere Virusvarianten. Vorbehaltlich der erwarteten EU-weiten Zulassung sollen in den beiden Wochen ab 5. September rund 14 Millionen Dosen von Biontech und Moderna kommen, die an die Variante BA.1 angepasst sind. Das geht aus einem Schreiben von Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hervor. Nach Studiendaten wirkten sie auch deutlich besser gegen die derzeit vorherrschende BA.5-Variante als Impfstoffe der ersten Generation, heißt es in dem Schreiben. Der SPIEGEL hatte zuerst darüber berichtet.

Konkret werden demnach in den beiden ersten Septemberwochen je fünf Millionen Dosen des BA.1-Impfstoffes von Biontech/Pfizer erwartet. Vom Hersteller Moderna sollen zunächst 1,65 Millionen Dosen und in der zweiten Woche 2,38 Millionen Dosen BA.1-Impfstoff kommen. Die Präparate sollen direkt an den Pharma-Großhandel ausgeliefert werden. Leistungserbringer wie Arztpraxen und Impfzentren sollen dann erstmals am 5. September die beiden Impfstoffe bestellen können.

jok/Reuters
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