Coronazahlen des RKI Sieben-Tage-Inzidenz geht weiter zurück – auf 1700

Dem Robert Koch-Institut wurden binnen 24 Stunden 67.501 Coronainfektionen gemeldet – deutlich weniger als am vergangenen Montag. Die Gesundheitsämter registrierten zudem 20 weitere Todesopfer.
Intensivpfleger in Ludwigsburg

Intensivpfleger in Ludwigsburg

Foto: Sebastian Gollnow / picture alliance/dpa

Das Robert Koch-Institut (RKI) verzeichnet 67.501 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Das sind 24.813 weniger als am Montag vor einer Woche, als 92.314 Neuinfektionen verzeichnet wurden. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf 1700.6 von 1723,8 am Vortag. Sie gibt an, wie viele Menschen je 100.000 sich innerhalb einer Woche nachweislich mit dem Virus angesteckt haben.

20 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Seit Beginn der Pandemie sind es damit 128.457. Generell sind die absoluten Zahlen an Montag wegen des zurückliegenden Wochenendes deutlich niedriger als an den anderen Wochentagen.

Unklar ist noch, mit welchen Maßnahmen in Zukunft gegen das Virus vorgegangen werden sollte. Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern wollen am Montag über die Hotspot-Regel für schärfere Maßnahmen beraten. In den Landesregierungen herrscht Uneinigkeit in der Frage, ob die rechtlichen Voraussetzungen zur Feststellung von Hotspots derzeit erfüllt sind oder nicht.

Am Montag wird über Hotspots beraten

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach will den Ländern vier Kriterien zur Bestimmung von Corona-Hotspots vorschlagen. »Ich werde am Montag die Gesundheitsminister der Länder darüber informieren, was aus meiner Sicht die Kriterien sind, nach denen die Länder die Hotspots bestimmen können«, sagte der SPD-Politiker am Sonntag der »Bild«.

Dazu gehöre es, wenn in Krankenhäusern wegen Corona planbare Eingriffe nicht mehr gemacht werden könnten, die Notfallversorgung gefährdet sei, in der Pflege Untergrenzen unterschritten würden oder Patienten in andere Krankenhäuser verlegt werden müssten. Mit diesen Kriterien sollten die Länder in der Lage sein, die Hotspot-Regelungen umzusetzen. »Und ich appelliere an die Länder, das jetzt zu machen«, sagte Lauterbach weiter.

Die Forderung des bayerischen Gesundheitsministers Klaus Holetschek (CSU) nach einer bundesweiten Verlängerung der Maskenpflicht lehnte Lauterbach ab. Er appellierte jedoch an die Länder, das in den Hotspots zu machen. Zudem forderte er die großen Supermarktketten erneut auf, in ihren Filialen bundesweit per Hausrecht die Maskenpflicht durchzusetzen.

jok/Reuters