Coronazahlen des RKI Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf 591,8

Die Coronazahlen gehen weiter zurück. Das RKI meldet 106.631 Neuinfektionen – 35.030 weniger als in der Vorwoche. Der Fraktionschef der FDP fordert, Isolationsregeln komplett zu streichen.
PCR-Tests im Labor

PCR-Tests im Labor

Foto: Waltraud Grubitzsch / dpa

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat 106.631 Coronaneuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das sind 35.030 Fälle weniger als am Mittwoch vergangener Woche, als 141.661 Fälle registriert wurden.

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz – also der Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Wochesinkt auf 591,8 von 632,2 am Vortag und 887,6 in der Vorwoche. Außerdem erfasste das RKI  241 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Gesamtzahl auf 135.942.

Bei den Werten ist zu berücksichtigen, dass einzelne Länder nicht an jedem Tag der Woche Daten melden. Das wiederum führt zu Nachmeldungen an Folgetagen. Ein Vergleich von Tageswerten ist damit schwierig. Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus – unter anderem, weil nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur diese zählen in der Statistik.

Auch die Belastung der Kliniken durch die Coronapandemie sinkt. »Die Lage in den Krankenhäusern entspannt sich«, sagte der Vorstandschef der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) . Mit 1300 Covid-Patienten auf Intensivstationen seien es so wenige wie seit September 2021 nicht mehr. Kliniken könnten nun sukzessive zuvor verschobene Leistungen nachholen.

FDP-Fraktionschef Christian Dürr fordert unterdessen eine Aufhebung der Regeln zur Isolation von Coronainfizierten. Deutschland sollte dem Beispiel Großbritanniens folgen, wo sich positiv Getestete nicht mehr in Zwangsisolation begeben müssten, sagte Dürr dem RND. »Wer positiv getestet, aber symptomfrei ist, sollte mit Maske und Abstand das Haus verlassen dürfen«, sagte er. »Ich bin fest davon überzeugt, dass die Menschen in dieser Frage eigenverantwortlich eine Entscheidung treffen können.« Dafür brauche es nicht länger eine staatliche Regulierung.

Die am Montagabend vom RKI veröffentlichten neuen Leitlinien sehen vor, dass die vorgeschriebene Isolation für Coronainfizierte in der Regel schon nach fünf Tagen enden kann. Zum Abschluss wird aber ein negativer Test »dringend empfohlen«. Die konkrete Umsetzung liegt bei den Bundesländern.


bbr/Reuters/dpa