Zahlen des RKI Bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz steigt wieder

Die Zahl der registrierten Coronafälle in Deutschland liegt nun über sieben Millionen. Aktuell ging zudem die Sieben-Tage-Inzidenz wieder nach oben.
Steigende Corona-Zahlen – trotz der unvollständigen Meldungen an den Weihnachtsfeiertagen. Dresdner Neumarkt vor der Frauenkirche

Steigende Corona-Zahlen – trotz der unvollständigen Meldungen an den Weihnachtsfeiertagen. Dresdner Neumarkt vor der Frauenkirche

Foto: C3 Pictures / IMAGO

Das Weihnachtsfest 2021 in Deutschland ist gelaufen. Noch muss sich zeigen, welche Auswirkungen das Feiern in Gruppen und die Millionen Reisen quer durch das Land auf die Coronazahlen haben werden. Erst in der zweiten Januarhälfte dürften hier halbwegs belastbare Werte einlaufen. Schon jetzt allerdings liegen die jüngsten Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) für die abgelaufenen 24 Stunden vor. Dabei zeigt sich: Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Coronaneuinfektionen ist von 220,7 am Vortag auf 222,7 gestiegen.

Binnen 24 Stunden wurden 13.908 Neuinfektionen mit dem Coronavirus verzeichnet, wie das RKI am Montagmorgen meldete. Zudem starben 69 weitere Menschen nach einer Infektion. Das sind 2178 Fälle weniger als am Montag vor einer Woche, als 16.086 Positivtests gemeldet wurden.

Das RKI wies darauf hin, dass sich wegen der Weihnachtsfeiertage weniger Menschen testen ließen und nicht alle Gesundheitsämter Daten weiterleiteten. Die tatsächlichen Zahlen könnten daher höher liegen.

Seit Pandemiebeginn meldeten die Gesundheitsämter in Deutschland 7.005.289 Infektionen. Die Gesamtzahl der Coronatoten liegt bei 110.433. Die Zahl der von einer Erkrankung durch das Coronavirus genesenen Menschen in Deutschland bezifferte das Institut mit rund 6.156.500.

Als entscheidenden Maßstab für eine Verschärfung der Coronamaßnahmen hatten Bund und Länder im November die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz festgelegt. Dieser Wert gibt an, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen wegen einer Coronainfektion im Krankenhaus liegen. Laut dem aktuellsten Bericht vom Donnerstag lag die Hospitalisierungsinzidenz laut RKI bundesweit bei 4,55.

Neue Vorschriften vor Silvester

Ab einem Wert von drei gilt in einem Bundesland flächendeckend für Veranstaltungen die 2G-Regel – das heißt, nur gegen das Coronavirus Geimpfte und von Covid-19 Genesene sind zugelassen.

Nun steht der Jahreswechsel bevor, auch hier kommen wieder viele Menschen auf teils eher engem Raum zusammen. Im Kampf gegen eine weitere Ausbreitung des Coronavirus schärfen die Bundesländer zum Jahresausklang ihre Maßnahmenkataloge. Kontakte im privaten und öffentlichen Leben werden weiter eingeschränkt, insbesondere um sich gegen die sehr ansteckende Omikron-Variante zu rüsten.

Manche Bundesländer hatten damit bereits zu Weihnachten begonnen, andere legen oder ziehen in dieser Woche nun nach. Ab Montag gelten in Baden-Württemberg, Niedersachsen, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern strengere Regeln.

jok/AFP