Corona EU-Kommission empfiehlt Rangfolge bei Virustests

Schwerkranke, Ärzte und Pfleger, chronisch Kranke: Die EU-Kommission rät, Menschen mit Covid-19-Symptomen nach einer Prioritätenliste zu testen.
Flaggen vor dem Gebäude der EU-Kommission in Brüssel

Flaggen vor dem Gebäude der EU-Kommission in Brüssel

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AP

Die EU-Kommission hat empfohlen, Tests auf das neuartige Coronavirus in einer strikten Rangfolge vorzunehmen. Drive-in-Teststationen wertete die Kommission grundsätzlich positiv. In ihrem Schreiben  betonte die Brüsseler Behörde, rechtzeitiges und korrektes Testen sei im Kampf gegen die Lungenkrankheit Covid-19 von entscheidender Bedeutung. Dies sei Basis für Entscheidungen zur Eindämmung der Pandemie und zur Behandlung der Patientinnen und Patienten.

Die EU-Staaten sollten nach folgendem Plan testen, hieß es in der Empfehlung.

  • Mit höchster Priorität sollen Klinikpatienten mit schweren Atemwegsinfektionen getestet werden, damit Krankenhäuser entsprechende Hygiene- und Schutzmaßnahmen ergreifen können, falls die Betroffenen an Covid-19 erkrankt sind.

  • Zweithöchste Priorität haben Klinikpatienten mit akuten Atemwegsinfektionen. Ebenso gilt dies für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Gesundheitswesen, selbst wenn sie nur milde Symptome aufweisen. Dies dient auch dem Schutz sämtlicher Patienten in Kliniken sowie des medizinischen Personals vor Ansteckungen.

  • An dritter Stelle folgen Patienten mit akuten Atemwegserkrankungen sowie grippeähnlichen Symptomen, die nicht im Krankenhaus liegen. Dies soll helfen, zu ermitteln, wie stark das Virus in der Bevölkerung zirkuliert.

  • Es folgt eine Gruppe, für die Covid-19 ein besonders hohes Risiko darstellt: ältere Menschen mit chronischen Krankheiten. Sie sollen getestet werden, wenn sie Anzeichen eines Atemwegsinfekts haben, weil sie häufiger und eher eine Beatmung benötigen, wenn sie an Covid-19 erkranken.

  • Die fünfte Gruppe soll nur getestet werden, wenn die Epidemie örtlich begrenzt ist und die nötigen Ressourcen vorhanden sind. Dies sind alle Patienten mit Atemwegsinfektionen. In diesem Rahmen können auch symptomfreie Menschen getestet werden, die in Kontakt mit Infizierten standen.

wbr/dpa
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