Coronalage in Deutschland RKI meldet 252.530 Neuinfektionen – Inzidenz sinkt weiter

Die Corona-Kennzahlen in Deutschland gehen weiter zurück. Aktuell hat das Robert Koch-Institut binnen 24 Stunden 304 weitere Todesopfer registriert.
Corona-Intensivstation des Universitätsklinikums Essen (Archivbild)

Corona-Intensivstation des Universitätsklinikums Essen (Archivbild)

Foto: Fabian Strauch / picture alliance/dpa

Das Robert Koch-Institut (RKI) meldet 252.530 Neuinfektionen im Zeitraum von 24 Stunden. Das sind 43.968 Fälle weniger als am Freitag vor einer Woche, als 296.498 positive Tests gemeldet wurden. Insgesamt liegt damit in Deutschland die Zahl der bestätigten Infektionen bei mehr als 21,35 Millionen.

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf 1586,4 von 1625,1 am Vortag. 304 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle auf 129.695.

Eine allgemeine Impfpflicht in Deutschland erscheint derzeit immer unwahrscheinlicher – trotz noch immer hoher Werte. Führende Intensivmediziner allerdings halten mit Blick auf den Herbst und Winter zumindest eine Impfpflicht ab 50 Jahren für sinnvoll.

»Wir müssen damit rechnen, dass uns eine weitere Coronawelle und zusätzlich Infektionswellen mit Grippe- und RS-Viren treffen werden. Fallen alle drei zusammen, droht eine extrem starke Belastung der Kliniken«, sagt der wissenschaftliche Leiter des Divi-Intensivregisters, Christian Karagiannidis, der »Rheinischen Post«.

Debatte über Verkürzung der Quarantäne

Deswegen plädiere er dafür, zumindest eine Corona-Impfpflicht für alle Menschen ab 50 Jahren einzuführen. Denn neben geimpften Patienten mit Vorerkrankungen treffe es weiterhin vor allem die Ungeimpften.

Zudem gibt es derzeit eine Debatte über angemessene Quarantänefristen. Die Bundesärztekammer spricht sich für eine Verkürzung der Quarantäne für Coronainfizierte aus.

»Trotz der aktuell hohen Infektionszahlen ist jetzt ein guter Zeitpunkt, um die Isolations- und Quarantäneregeln zu lockern«, sagte Ärztepräsident Klaus Reinhardt den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Die von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) vorgeschlagene Verkürzung auf fünf Tage sei ein pragmatischer Schritt, um einen Stillstand des öffentlichen Lebens zu verhindern und die Personalsituation in Gesundheits- und Pflegeberufen zu entspannen. Ein solcher Schritt setze allerdings voraus, dass die Betroffenen verantwortungsvoll handelten, ihre Kontakte reduzierten und sich den Vorgaben gemäß testen ließen, so Reinhardt.

jok/Reuters
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