Zahlen des RKI Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland erreicht Wert von 452,4

Auch nach dem Wochenende ist keine Entspannung der Coronalage zu erkennen: 29.364 Neuinfektionen wurden beim Robert Koch-Institut registriert – dazu 73 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus.
Intensivpatient in Kiel (Symbolbild)

Intensivpatient in Kiel (Symbolbild)

Foto: - / dpa

Derzeit wird intensiv über die Risiken einer neuen Corona-Variante diskutiert, die in der vergangenen Woche zuerst in Südafrika festgestellt wurde. Inzwischen wurde die Omikron-Variante aber auch in zahlreichen anderen Ländern festgestellt, darunter Deutschland.

Noch ist nicht klar, welche Gefahr von der Mutante ausgeht. Experten sind allerdings beunruhigt. Derzeit allerdings würde die Virusentwicklung in Deutschland auch ohne diese neue Entwicklung reichlich Anlass zur Sorge bieten. Das belegen die jüngsten Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI).

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen steigt weiter an und hat einen neuen Höchststand erreicht: Nach Angaben des RKI vom Montagmorgen erhöhte sich der Wert auf 452,4. Am Sonntag lag er bei 446,7, am Montag vergangener Woche bei 386,5.

Die Sieben-Tage-Inzidenz gibt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche an. Am 8. November hatte der Wert in Deutschland erstmals die Schwelle von 200 und damit die bisherige Höchstmarke seit Pandemiebeginn vom Dezember 2020 (197,6) übersprungen. Seitdem wurden täglich neue Höchstwerte registriert.

Bundesweit wurden laut RKI-Angaben vom Montag binnen 24 Stunden 29.364 Neuinfektionen mit dem Coronavirus verzeichnet. Am Freitag war die bisher höchste Zahl von 76.414 neuen Fällen registriert worden. Am Wochenende werden in der Regel weniger Fallzahlen gemeldet, unter anderem, weil weniger getestet wird.

Die Zahl der Todesopfer der Pandemie in Deutschland stieg laut RKI um 73 auf 100.956 Fälle. Am vergangenen Donnerstag hatte die Zahl der Coronatoten in Deutschland die Schwelle von 100.000 überschritten.

Gesamtzahl der Fälle steuert auf sechs Millionen zu

Als entscheidenden Maßstab für eine Verschärfung der Coronamaßnahmen hatten Bund und Länder am 18. November die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz festgelegt. Dieser Wert gibt an, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen wegen einer Coronainfektion im Krankenhaus liegen.

Ab einem Wert von drei gilt in einem Bundesland flächendeckend für Veranstaltungen die 2G-Regel – das heißt, nur gegen das Coronavirus Geimpfte und von Covid-19 Genesene sind zugelassen. Am Freitag lag die Hospitalisierungsinzidenz laut RKI bundesweit bei 5,97. Am Wochenende werden keine aktuellen Zahlen veröffentlicht.

Die Gesamtzahl der registrierten Infektionsfälle in Deutschland seit Beginn der Pandemie stieg den RKI-Angaben zufolge auf 5.791.060. Die Zahl der von einer Erkrankung durch das Coronavirus genesenen Menschen in Deutschland bezifferte das Institut mit rund 4.852.800.

jok/AFP
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