Coronazahlen des RKI Sieben-Tage-Inzidenz sinkt erstmals seit einer Woche

Das Robert Koch-Institut registrierte binnen 24 Stunden 111.224 Neuinfektionen – ein Rückgang im Vergleich zum vergangenen Wochenende. 49 weitere Todesfälle sind gemeldet worden.
Krankenhaus in Essen (Archivbild)

Krankenhaus in Essen (Archivbild)

Foto: Fabian Strauch / picture alliance/dpa

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist erstmals seit einer Woche wieder gesunken. Wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Sonntagmorgen mitteilte, liegt der Wert nun bei 1723,8. Am Freitag hatte er 1758,4 betragen, vor einer Woche 1708,7. Der Wert beziffert die Zahl der Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner im Zeitraum von sieben Tagen.

Wie das RKI unter Berufung auf Daten der Gesundheitsämter weiter mitteilte, lag die absolute Zahl der gemeldeten Neuinfektionen binnen 24 Stunden am Sonntag bei 111.224. Am Vortag waren 252.026 Neuinfektionen gemeldet worden, vor einer Woche waren es 131.792. Am Sonntag und Montag sind die absoluten Zahlen generell niedriger als an den anderen Tagen.

Die Gesamtzahl der registrierten Ansteckungsfälle in Deutschland seit Beginn der Coronapandemie erhöhte sich auf 20.256.278.

Binnen 24 Stunden wurden laut RKI 49 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus registriert. Die Gesamtzahl der verzeichneten Coronatoten in Deutschland stieg damit auf 128.437.

Im jüngsten Wochenbericht meldete das RKI, dass der ansteckendere Untertyp BA.2 mittlerweile für 72 Prozent der Ansteckungen verantwortlich sei. Der Anstieg der Fälle ist demnach neben der »leichteren Übertragbarkeit der Sublinie« auch auf die »Rücknahme von kontaktreduzierenden Maßnahmen und auf ein geändertes Verhalten in der Bevölkerung zurückzuführen«.

Weltweit bald 480 Millionen Infektionen

Das Institut rief die Menschen dazu auf, weiterhin vorsichtig zu sein. Da sich das Virus zuletzt wieder stärker unter Älteren verbreitete, riet das RKI diesen zu einer zweiten Auffrischungsimpfung.

Weltweit haben sich bislang rund 477,44 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. Das ergibt eine Reuters-Erhebung auf Basis offizieller Daten. Über 6,49 Millionen Menschen starben mit oder an dem Virus, das erstmals im Dezember 2019 im chinesischen Wuhan nachgewiesen wurde. Die meisten Infektions- und Totenzahlen weisen die USA auf. Bei den Ansteckungen folgen Indien und Brasilien.

jok/AFP