Vorläufige Daten Moderna meldet positive Studienergebnisse zu Omikron-Impfstoff

Vorläufigen Studiendaten zufolge schützt ein an Omikron angepasster Boosterimpfstoff von Moderna gut gegen die Coronavirus-Variante. Das Unternehmen hofft, dass es das Mittel bald zur Verfügung stellen kann.
Ampullen des Mittels Spikevax von Moderna (Symbolbild)

Ampullen des Mittels Spikevax von Moderna (Symbolbild)

Foto: Jochen Eckel / IMAGO

Seit Monaten arbeiten Pharmaunternehmen an der Anpassung ihrer Impfstoffe gegen die Coronavirusvariante Omikron. Nun hat der US-Konzern Moderna vorläufige Studiendaten  für einen an die hochansteckende Variante angepassten Covid-19-Impfstoffkandidaten vermeldet. Demnach erhöht das Mittel die Anzahl der gegen Omikron gerichteten Antikörper deutlich.

Bei dem angepassten Booster mit dem Namen »mRNA-1273.214« handelt es sich dem Unternehmen zufolge um eine Kombination aus dem ursprünglichen Moderna-Mittel Spikevax und einem gegen die Omikron-Variante gerichteten Impfstoffkandidaten.

Immunschutz auch gegen andere Varianten

An der Studie nahmen nach Unternehmensangaben 814 Erwachsene teil, die bereits drei Dosen von Modernas ursprünglichem Coronaimpfstoff Spikevax erhalten haben. Etwa die Hälfte bekam eine vierte Spikevax-Dosis, die zweite Gruppe bekam eine Dosis des neuen sogenannten bivalenten Vakzins. Der Booster wurde mit einer Dosis von 50 Mikrogramm verabreicht – die Hälfte der ursprünglichen Dosierung für die Grundimmunisierung, aber die gleiche wie die der Auffrischungsimpfung mit Spikevax.

Bei den 437 Studienteilnehmerinnen und Studienteilnehmern, die den neuen bivalenten Impfstoff erhielten, wurde im Durchschnitt ein höherer Gehalt an Antikörpern gegen die Omikron-Variante festgestellt als bei der Vergleichsgruppe. Auch ihr Immunschutz gegen die früheren Coronavarianten war leicht höher als bei der Gruppe, die eine vierte Spikevax-Dosis erhalten hatte.

»Wir gehen davon aus, dass mRNA-1273.214 einen dauerhafteren Schutz gegen besorgniserregende Varianten bietet, was es zu unserem Hauptkandidaten für eine Auffrischungsimpfung im Herbst 2022 macht«, sagte Moderna-Chef Stephane Bancel am Mittwoch.

Das Unternehmen will die Daten laut Bancel in den kommenden Wochen bei den Regulierungsbehörden einreichen und hofft demnach, dass der Impfstoff schon im Spätsommer verfügbar sein wird.

Auch das Mainzer Pharmaunternehmen Biontech arbeitet an einem Omikron-Impfstoff. Biontech hat zwar noch keine Daten veröffentlicht, hofft aber auch auf eine Zulassung bis zum Herbst. »Je nach Entscheidung der Behörden könnte ein angepasster Impfstoff im August, September oder Herbst genehmigt werden«, hatte Vorstandschef Uğur Şahin vergangene Woche auf der Hauptversammlung der Firma gesagt.

mar/Reuters/AFP
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