Corona-News Irland beendet fast alle Coronabeschränkungen

Die irische Regierung will im Oktober fast alle verbleibenden Coronamaßnahmen aufheben. Und: Kuba öffnet Schulen erst nach Impfung aller Schüler wieder. Das war der Überblick am Dienstag.
Dublin im Lockdown im vergangenen Jahr. Bald will Irland fast alle Coronabeschränkungen aufheben

Dublin im Lockdown im vergangenen Jahr. Bald will Irland fast alle Coronabeschränkungen aufheben

Foto: PAUL FAITH/ AFP

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+++ Irland beendet fast alle Corona-Beschränkungen +++

In Irland sollen am 22. Oktober fast alle verbleibenden Corona-Maßnahmen aufgehoben werden. Voraussetzung ist, dass bis dahin 90 Prozent der Erwachsenen vollständig gegen das Virus geimpft sind und die Zahl der Neuinfektionen stabil bleibt. Das beschloss das Kabinett des EU-Mitgliedstaates am Dienstag in Dublin, wie der Sender RTÉ und die Zeitung »Irish Times« berichteten. Allerdings bleibt die Maskenpflicht in Gesundheitseinrichtungen sowie in Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr bestehen.

Bereits vom 6. September an sind mehr Teilnehmer bei Veranstaltungen erlaubt. Bei religiösen Zeremonien können dann bis zu 50 Prozent der Plätze besetzt werden. Ansonsten gibt es Unterschiede je nach Impfstatus der Teilnehmer: Sind alle geimpft, ist im Freien eine Kapazität von 75 Prozent und in geschlossenen Räumen von 60 Prozent erlaubt. Die Veranstaltungsbranche kritisierte die Pläne und forderte eine wissenschaftliche Begründung dafür, dass bei vollständig geimpften Teilnehmern keine volle Auslastung erlaubt wird.

Am Dienstag meldeten die Behörden 1382 Neuinfektionen, knapp 100 mehr als am Vortag. Die Zahl der Corona-Patienten auf Intensivstationen ging um 17 auf 344 zurück. Bisher sind gut 3,1 Millionen der insgesamt etwa 5 Millionen Einwohner vollständig geimpft.

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USA melden 14 Millionen Erstimpfungen im August

20.46 Uhr: Etwa 14 Millionen Menschen in den USA haben im August eine erste Impfdosis erhalten. Das seien etwa vier Millionen mehr als im Juli, teilen Mitarbeiter des Präsidialamts mit. Die Zahl der Neuinfektionen in den USA liegt gegenwärtig bei etwa 130.000 pro Tag nach weniger als 12.000 noch Ende Juni. Die jüngste Welle wird durch die Delta-Variante getrieben.

Slowakei beendet Impfungen mit russischem Coronaimpfstoff Sputnik V

19.10 Uhr: Die Slowakei hat die Verwendung des russischen Coronaimpfstoffs Sputnik V offiziell beendet. Wie das Gesundheitsministerium in Bratislava mitteilte, erhielten am Dienstag die letzten sechs Menschen den Vektorimpfstoff. Die Slowakei war nach Ungarn das zweite EU-Land, das Sputnik im Rahmen seiner Coronaimpfkampagne eingesetzt hatte. Die Vakzine ist von der EU-Arzneimittelbehörde EMA nicht zugelassen.

Eine Sprecherin des slowakischen Gesundheitsministeriums sagte, insgesamt seien mehr als 18.500 Menschen in der Slowakei mit Sputnik geimpft worden.

Im März hatte die Slowakei 200.000 Dosen des Impfstoffs gekauft. Die Entscheidung löste eine politische Kontroverse in dem Land aus. Die Nachfrage nach der Vakzine blieb gering. Im Juli kaufte Russland 160.000 ungenutzte Impfstoffdosen von Bratislava zurück.

Der Streit um den Kauf der 200.000 Sputnik-Dosen hatte zum Rücktritt des damaligen Ministerpräsidenten Igor Matovic und seines Gesundheitsministers Marek Krajci geführt. Matovics Nachfolger Eduard Heger sagte im Juni der Nachrichtenagentur AFP in einem Interview, die Entscheidung zum Kauf der Sputnik-Impfstoffdosen sei unter dem Eindruck hoher Coronainfektionszahlen getroffen worden. »Mit den Informationen, die wir heute haben, wäre eine solche Entscheidung nicht getroffen worden, denke ich.«

In der Slowakei mit ihren 5,4 Millionen Einwohnern wurden seit Beginn der Pandemie fast 395.000 Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Mehr als 12.500 Menschen starben im Zusammenhang mit Covid-19.

Kuba will Schulen erst nach Impfung aller Schüler wieder öffnen

18.26 Uhr: Die kubanische Regierung will die Schulen des Landes nicht öffnen, bevor jedes Kind gegen das Coronavirus geimpft ist. Wie die Bildungsministerin Ena Elsa Velázquez am Dienstag mitteilte, soll das neue Schuljahr am kommenden Montag mit Distanzunterricht beginnen. Die Regierung habe zudem einen dreistufigen Zeitplan für die Impfung der Schüler beschlossen.

Die kubanische Regierung führt derzeit klinische Studien an Kindern mit den selbst entwickelten Impfstoffen Abdala und Soberana durch. Ziel ist, Kinder ab drei Jahren gegen das Coronavirus zu immunisieren.

Wegen der Pandemie sind die Schulen des Landes seit März vergangenen Jahres nahezu durchgehend geschlossen. Statt Präsenzunterricht müssen die Schüler mit Unterricht am Fernseher vorlieb nehmen.

Wegen der Delta-Variante kämpft das kubanische Gesundheitssystem derzeit gegen die bislang schlimmste Infektionswelle in dem kommunistisch regierten Inselstaat. Das seit den 1960er-Jahren unter US-Sanktionen stehende Land entwickelt bereits seit Jahrzehnten eigene Impfstoffe – die Coronavakzine Abdala und Soberana werden von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) allerdings nicht anerkannt.

Die Impfkampagne blieb bislang hinter den Zielen der Regierung zurück: Statt der anvisierten 70 Prozent sind derzeit nur rund 30 Prozent der Bevölkerung geimpft. Deshalb setzt Kuba nun auch auf den Sinopharm-Impfstoff aus China.

Deutschlands größtes Impfzentrum schließt

17.18 Uhr: Deutschlands größtes Impfzentrum hat an seinem letzten Tag noch einmal regen Zulauf gehabt. Bis Dienstagnachmittag kamen rund 3200 Menschen zu der Einrichtung in den Hamburger Messehallen, wie der Ärztliche Leiter Dirk Heinrich der Deutschen Presse-Agentur sagte. Bis zur endgültigen Schließung um 20.00 Uhr wurden insgesamt rund 6000 Frauen und Männer erwartet, wobei der Großteil eine Zweitimpfung von Biontech erhalten sollte. Kurzentschlossene konnten sich auch eine Einmalimpfung mit dem Wirkstoff von Johnson & Johnson geben lassen. Seit der Eröffnung wurden nach Angaben der Sozialbehörde gut 1,16 Millionen Impfungen verabreicht.

Luftballone und Luftschlangen hängen an Anmeldungsschaltern am letzten Öffnungstag im Impfzentrum in den Hamburger Messehallen

Luftballone und Luftschlangen hängen an Anmeldungsschaltern am letzten Öffnungstag im Impfzentrum in den Hamburger Messehallen

Foto: Christian Charisius / dpa

Neben dem Impfzentrum wird unter anderem in Kliniken, Arztpraxen, Unternehmen und Schulen geimpft. Darüber hinaus soll es Sonderimpfaktionen etwa in Kirchengemeinden, Bürgerhäusern, Einkaufszentren und bei Fußballspielen geben. Der Fußball-Zweitligist Hamburger SV etwa bietet am 3. September und am 1. Oktober im VIP-Bereich des Volksparkstadions Impfungen an. Teilnehmer werden zu einer kostenfreien Stadionführung eingeladen und erhalten am ersten Tag zudem einen Rabatt im Fanshop.

Auch in Berlin war es für zwei der Impfzentren der letzte Tag: Für Dienstagabend waren die letzten Impfungen im Zentrum in der Arena in Treptow und in dem im Erika-Heß-Eisstadion in Wedding vorgesehen. Das Impfzentrum in der Arena war das erste und größte, das in der Stadt eröffnet wurde. In den mehr als acht Monaten hat es dort nach Angaben des Landesverbands des Deutschen Roten Kreuzes rund 600 000 Impfungen gegeben. Zwei weitere Impfzentren in der Stadt sind bereits geschlossen worden, die zwei übrigen bleiben voraussichtlich bis Ende des Jahres in Betrieb.

Berlin bekommt eine neue Corona-Warnampel und neue Quarantäneregeln

16.28 Uhr: Die Berliner Corona-Warnampel berücksichtigt künftig, wie viele Menschen nach einer Covid-Erkrankung im Krankenhaus behandelt werden müssen. Das beschloss der Senat am Dienstag. Es sei darum gegangen, die Ampel weiterzuentwickeln, die Berlin schon im Mai 2020 eingeführt habe, sagte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD). Nach dem Beschluss des Senats soll es bei drei Indikatoren bleiben.

Der neue Indikator tritt an die Stelle des R-Werts, der anzeigt, wie viele andere ein Infizierter im Schnitt ansteckt. Wie bisher werden auch die prozentuale Bettenauslastung durch Covid-Patienten auf Intensivstationen und die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz berücksichtigt. »Wir verstehen rote und gelbe Linien als Warnsignale. Es gibt aber keinen Automatismus«, sagte Kalayci. »Im gelben Bereich sind wir aufmerksamer, im roten Bereich gibt es Handlungsbedarf.« Dann müsse der Senat beispielsweise beraten, ob Lockerungen von Corona-Maßnahmen zurückgenommen werden sollten.

Außerdem hat der Senat beschlossen, dass Berliner Kinder und Jugendliche nur noch fünf statt 14 Tage in Quarantäne müssen, wenn sie engen Kontakt mit positiv getesteten Mitschülern hatten. Das Gleiche gelte für Kitakinder, erläuterte Kalayci.

Eine andere Änderung betrifft Klubs und Diskotheken: Sie dürfen in Berlin wieder für Geimpfte und Genesene öffnen, auch in den Innenräumen gilt dort keine Maskenpflicht mehr. Ein negativer Coronatest der Gäste reicht allerdings nicht, wie Kalayci erläuterte. Das Verwaltungsgericht hatte vor zehn Tagen entschieden, dass gewerbliche Tanzveranstaltungen in geschlossenen Räumen, die sich ausschließlich an geimpfte und genesene Personen richten, zuzulassen seien.

Reise überdenken: US-Behörden stufen Deutschland wegen Corona hoch

16.23 Uhr: Die USA sehen in Deutschland eine erhöhte Gefahr einer Ansteckung mit dem Coronavirus – Reisende sollten ihre Pläne daher überdenken. Die US-Behörden stufen Deutschland jetzt in ihrer zweithöchsten Gefahrenkategorie 3 ein. »Reconsider Travel« – Reise überdenken – steht online in einem orangen Balken über den Informationen zu Deutschland. Zuvor galt lediglich, erhöhte Vorsicht walten zu lassen. Das Außenministerium schreibt in seinen Reisehinweisen für Deutschland außerdem, dass das Risiko einer Covid-19-Infektion bei vollständiger Impfung geringer sein könne.

Die EU empfiehlt seit Montag wieder strengere Einreiseregeln für Menschen aus den USA. Für Reisende aus den USA nach Deutschland haben diese Änderungen allerdings keine Konsequenzen. Die Bundesrepublik stuft die USA bereits seit einiger Zeit als Hochrisikogebiete ein. Einreisende, die nicht geimpft oder genesen sind, müssen deswegen derzeit für fünf bis zehn Tage in Quarantäne. Für Menschen aus Deutschland gilt in den USA wegen Corona hingegen weitgehend Einreiseverbot.

Arzt in Karlsruhe soll Impfbescheinigungen ohne Impfung ausgestellt haben

15.59 Uhr: Die Staatsanwaltschaft Karlsruhe hat ein Ermittlungsverfahren gegen einen Arzt eingeleitet, der Corona-Impfbescheinigungen ohne Impfung ausgestellt haben soll. Mehrere Anzeigen und Hinweise seien bei der Polizei eingegangen, teilte die Behörde am Dienstag mit. Ein Anzeigenerstatter habe während seines Impftermins einen Tonmitschnitt angefertigt.

Am Dienstagmorgen wurde demnach bei Durchsuchungen Beweismaterial beschlagnahmt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen möglicher Vergehen nach dem Infektionsschutzgesetz, des Ausstellens unrichtiger Gesundheitszeugnisse und Beihilfe zur Urkundenfälschung.

Spahn hält 2G-Modell für diskussionswürdig

15.11 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hält das in Hamburg eingeführte 2G-Optionsmodell für Geimpfte und Genesene für durchaus diskussionswürdig. Bund und Länder hätten sich zwar auf das 3G-Modell, also die gleiche Behandlung von Geimpften, Genesenen und Getesteten verständigt, sagte Spahn im »Abendblatt«-Podcast »Entscheider treffen Haider«. »Ich finde aber den Ansatz des Hamburger Senats auch nicht so unklug, zu sagen: 3G gilt grundsätzlich, aber bei 2G kann man auf bestimmte Schutzmaßnahmen verzichten.«

Das den Veranstaltern zu überlassen und nicht politisch vorzuschreiben, könne verhindern, »dass es in unserer Gesellschaft zum ganz großen Konflikt kommt«, sagte Spahn. Geimpft oder nicht geimpft, das sei eine Frage, die Emotionen und Kontroversen auslöse. »Ich bin unbedingt fürs Impfen, finde aber gleichzeitig wichtig, dass aus den vorhandenen Spannungen nicht Spaltungen entstehen«, sagte Spahn.

Für Geimpfte und Genesene werde es im weiteren Verlauf der Pandemie keine Kontaktbeschränkungen mehr geben, sagte Spahn: »Wir haben schon viel Normalität und Alltag zurück, auch wenn Hamburg noch relativ strenge Regeln hat. Das, was wir in den ersten drei Wellen erlebt haben, wird es so nicht noch einmal geben.«

Kabinett beschließt Hospitalisierung als entscheidendes Corona-Kriterium

14.25 Uhr: Das Bundeskabinett hat am Dienstag beschlossen, dass die sogenannte Hospitalisierungsrate künftig das entscheidende Kriterium für Maßnahmen in der Coronapandemie sein soll. Die Entscheidung sei im Umlaufverfahren erfolgt, hieß es dazu aus Regierungskreisen. Allerdings dürfte die Vorlage im parlamentarischen Verfahren noch verändert werden.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte die Neuregelung vergangene Woche angekündigt. »Je weniger Menschen wegen Covid im Krankenhaus behandelt werden müssen, desto mehr Freiheit ist möglich«, sagte er nun dazu der Funke Mediengruppe. »An diesem Leitsatz sollen die Länder künftig ihre Pandemiepolitik ausrichten. Bei hoher Impfquote wird die Inzidenz nicht überflüssig, aber sie verliert an Aussagekraft«, sagte der Minister weiter.

Nach dem Kabinettsbeschluss fand zu dem Thema eine Anhörung im Bundestags-Gesundheitsausschuss statt. Nach Bundestagsangaben sieht ein Änderungsantrag von Union und SPD im Vergleich zu den ursprünglichen Plänen Spahns, der sich auf die Hospitalisierungsrate konzentrieren wollte, ein differenzierteres Verfahren vor. Demnach sollen als Kriterien auch eine nach Altersgruppen aufgeschlüsselte Sieben-Tage-Inzidenz, verfügbare intensivmedizinische Behandlungskapazitäten sowie die Entwicklung der Impfquote berücksichtigt werden.

Sachverständige stellten sich demnach im Ausschuss vorwiegend hinter die Abkehr vom bisherigen, reinen Inzidenzsystem. Allerdings gab es auch Warnungen vor dem Fokus allein auf den Krankenhauseinweisungen. Verwiesen wurde auf Belastungen des Gesundheitssystems auch im ambulanten Bereich und auf das Problem von Long-Covid-Fällen auch ohne Krankenhausaufenthalt. Zudem wurde argumentiert, die Inzidenz müsse weiter eine Rolle spielen, da sich nur so das Infektionsgeschehen auf einem möglichst niedrigen Niveau halten lasse.

Die Hospitalisierungsrate gibt an, wie viele Coronainfizierte pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen stationär in Krankenhäusern zur Behandlung aufgenommen werden. Der Bundestag soll in der kommenden Woche die Neuregelung beschließen, hieß es weiter. Das Parlament kommt am Dienstag zu einer Sitzung zusammen.

Ärztevertreter warnten angesichts der wieder deutlich steigenden Zahl von Corona-Patientinnen und -Patienten in den Kliniken unterdessen vor einer erneut zu starken Belastung des Personals auf den Intensivstationen. »Unsere Leute sind erschöpft«, sagte der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Gernot Marx, ebenfalls den Funke-Zeitungen. Es gebe hier nach wie vor eine hohe Dauerbelastung.

Die aktuelle Entwicklung auf den Intensivstationen nannte Marx »besorgniserregend«. Innerhalb eines Monats habe sich die Zahl der schwerstkranken Covid-Patienten von unter 400 auf über 1000 fast verdreifacht. »In einigen Regionen wird es auf den Intensivstationen schon wieder voll«, warnte der Divi-Präsident.

Neue Anti-Corona-Regeln in Bayern

13.27 Uhr: In Bayern gelten künftig völlig neue Anti-Corona-Regeln: Die FFP2-Maskenpflicht, die allgemeinen Kontaktbeschränkungen, aber auch die Sperrstunde in der Gastronomie sowie die Kundenbegrenzungen im Handel entfallen. Zudem hat nach dem Kabinettsbeschluss vom Dienstag die Sieben-Tage-Inzidenz als Maßstab für verschärfte Anti-Corona-Maßnahmen praktisch ausgedient. Stattdessen gilt nach Worten von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) in Innenräumen breitflächig der 3G-Grundsatz: Zugang zu vielerlei öffentlichen und privaten Einrichtungen haben dann nur noch Geimpfte, Genesene oder Personen mit einem negativen Test. Ausnahmen von der 3G-Regel gelten etwa für den Handel und den öffentlichen Nahverkehr.

Schärfere Anti-Corona-Maßnahmen sind stattdessen künftig abhängig von der Klinik-Auslastung. Die neue Krankenhaus-Ampel schaltet auf Gelb, wenn bayernweit binnen sieben Tagen mehr als 1200 Patienten mit einer Corona-Erkrankung neu in Krankenhäuser aufgenommen werden mussten. Dann will die Staatsregierung weitergehende Maßnahmen – etwa die Rückkehr der FFP2-Maskenpflicht oder der Kontaktbeschränkungen – beschließen. Auf Rot schaltet die Ampel, wenn mehr als 600 Coronapatienten auf Intensivstationen in Bayern liegen – dann sollen die Maßnahmen noch einmal weiter verschärft werden. Söder sprach von einem »neuen Kapitel« im Kampf gegen das Coronavirus.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder

Foto: Peter Kneffel / dpa

Einen neuen Lockdown schloss Bayerns Ministerpräsident grundsätzlich aus. Mittlerweile seien 60 Prozent der Menschen zweifach geimpft, sagte der CSU-Chef am Dienstag in München. »Daher wird es jetzt definitiv keinen Lockdown mehr geben oder Beschränkungen wie wir sie hatten.« Derzeit gebe es keine Pandemie wie vorher. »Es handelt sich um eine Pandemie der Ungeimpften und der Jüngeren.« In dieser Gruppe gebe es aber die Chance auf mildere Krankheitsverläufe. Söder erwartet daher keine ähnlichen Todeszahlen wie bei den bisherigen Corona-Wellen.

Bayern öffnet zudem Clubs und Discos wieder ab Oktober. Dabei gelte die 3G-Regel, so Söder. Allerdings reichten hier keine Schnelltests, sondern es seien wie in Baden-Württemberg PCR-Tests nötig.

Wegen Corona: USA warnen jetzt vor Reisen in die Schweiz

13.15 Uhr: Die USA sehen in der Schweiz eine erhöhte Gefahr einer Ansteckung mit dem Coronavirus und warnen deshalb vor unnötigen Reisen in das Alpenland. Die US-Behörden stufen die Schweiz jetzt in ihrer höchsten Gefahrenkategorie 4 ein. »Do not travel« – nicht dorthin reisen – steht online in einem roten Balken über den Informationen zur Schweiz, die in der Nacht zu Dienstag neu gefasst wurden. In der Kategorie sind unter anderem auch Großbritannien und die Niederlande. Deutschland ist in Kategorie 3.

Innerhalb von sieben Tagen haben sich in der Schweiz zuletzt mehr als 200 von 100.000 Einwohnern mit dem Coronavirus angesteckt. Die Infektionszahlen steigen seit Anfang Juli deutlich. Sie sind in etwa so hoch wie in der dritten Welle im April, aber deutlich unter den Werten von Oktober vergangenen Jahres. In Deutschland lag die Sieben-Tage-Inzidenz am Dienstag bei 75,8.

70 Prozent der Erwachsenen geimpft – EU erreicht ihr Ziel

13.06 Uhr: Die Europäische Union hat im Kampf gegen das Coronavirus ein wichtiges Ziel erreicht. Nach Angaben von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sind mittlerweile 70 Prozent der Erwachsenen in der Staatengemeinschaft vollständig geimpft. »Das sind mehr als 250 Millionen Menschen, die immunisiert sind«, so die Chefin der Exekutive der EU. Sie sprach von einer »großen Leistung« und einem »Meilenstein«.

In Deutschland waren zuletzt rund 64 Prozent der 18- bis 59-Jährigen und rund 84 Prozent der mindestens 60 Jahre alten Menschen vollständig geimpft (Stand 30.08.). Zusammengenommen entspricht dies einer Impfquote von rund 71 Prozent der Erwachsenen. Die entsprechende Quote in der Gruppe der 12- bis 17-Jährigen lag zuletzt bei rund 21 Prozent.

Das Ziel, bis Ende des Sommers 70 Prozent der Erwachsenen in der Europäischen Union durch eine Impfung vor Covid-19 zu schützen, hatte die EU-Kommission im Januar ausgegeben. Experten waren damals davon ausgegangen, dass rund zwei Drittel der Bevölkerung einen Impfschutz erhalten müssen, um die Corona-Pandemie in einem Land zu stoppen. Diese Hoffnung hat sich zwar wegen der deutlich ansteckenderen Delta-Variante zerschlagen, der Druck auf die Gesundheitssysteme und die Gesellschaft konnte durch die Impfkampagne allerdings enorm reduziert werden.

Zahl der täglichen Corona-Neuinfektionen in Israel steigt auf Höchststand

10.28 Uhr: Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Israel ist mit fast 11 000 Fällen binnen 24 Stunden auf einen neuen Höchststand seit Beginn der Pandemie geklettert. Es seien 10.947 neue Fälle registriert worden, teilte das Gesundheitsministerium mit.

Die bisher höchste Zahl war Mitte Januar mit rund 10.100 Fällen registriert worden. Damals wurde aber noch deutlich weniger getestet. Mittlerweile sind in dem 9,4-Millionen-Einwohner-Land mehr als eine Million Infektionen gemeldet worden. Die Zahl der Schwerkranken sank leicht, sie lag am Dienstag bei 719.

Zum Vergleich: Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 5750 Corona-Neuinfektionen. Deutschland hat etwa neunmal mehr Einwohner als Israel.

Die Zahl der Todesfälle in Israel im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion hatte am Montag die Marke von 7000 überschritten. Experten betonen, der Impfstoff sei weiterhin wirksam bei der Verhinderung von schweren Erkrankungen und Todesfällen.

In Israel wird fast ausschließlich das Präparat von Biontech/Pfizer gespritzt. Seit Ende Juli verabreicht das Land als erstes weltweit dritte Impfungen gegen das Coronavirus, rund zwei Millionen sind bereits dreifach geimpft.

Lufthansa: »Wir bereiten uns darauf vor, dass das noch mal ein langer, kalter Winter wird«

10.00 Uhr: Der Lufthansa-Konzern hat nach Einschätzung seines Chefs Carsten Spohr die Corona-Krise noch nicht überwunden. »Wir bereiten uns darauf vor, dass das noch mal ein langer, kalter Winter wird für uns als Airline«, sagte der Vorstandschef am Montagabend in Frankfurt am Main. Die selbst gesteckten Ziele für das laufende Jahr sieht Spohr zwar nicht in Gefahr, er ist aber deutlich pessimistischer als zuletzt, was die Öffnung wichtiger Fernflugmärkte anbelangt.

Für den wichtigen Nordamerika-Markt traue er sich aktuell keine Prognose mehr zu, sagte Spohr. Noch zur Vorstellung der Halbjahreszahlen hatte er Ende September als konservativ geschätzten Termin genannt, zu dem geimpfte Europäer wieder in die USA einreisen könnten. China werde voraussichtlich nicht vor dem zweiten Quartal nächsten Jahres aufmachen, schätzt er nun.

»Der Weg zur Normalität wird für uns länger dauern als für viele andere«, sagte Spohr mit Blick auf die bereits wieder sprudelnden Gewinne vieler Dax-Konzerne. Lufthansa sei schon froh, wieder bei 50 Prozent des Geschäftsvolumens angekommen zu sein. Ziel bleibe es aber, als eine der Top-5-Airlines der Welt die Krise hinter sich zu lassen.

Friseure kämpfen weiter mit wirtschaftlichen Problemen

08.02 Uhr: Ein halbes Jahr nach Wiedereröffnung ihrer Salons haben Deutschlands Friseure weiter mit den Folgen der Coronakrise zu kämpfen. »Zunächst hatten wir einen enormen Zulauf, weil die Menschen endlich wieder zum Friseur wollten«, sagte der Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands des Deutschen Friseurhandwerks, Jörg Müller, der Nachrichtenagentur dpa.

In den vergangenen Wochen sei dann aber spürbar gewesen, dass viele Kunden nicht so häufig zum Friseur gehen wie vor der Pandemie. »Mit dem Anstieg der Infektionszahlen in Deutschland haben wir eine gewisse Kundenzurückhaltung bemerkt.« Dadurch sinke der Umsatz. »Das ist ein großes Problem für die Branche.«

Das Statistische Bundesamt hatte für die ersten drei Quartale 2020 ein Umsatzminus von 11,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ermittelt. Kurz vor Weihnachten 2020 mussten die Friseure bis Ende Februar geschlossen bleiben und erst am 1. März wieder aufmachen.

Offizielle Umsatzzahlen für die Zeit danach gibt es noch nicht. Im Vergleich zu Vor-Corona-Zeiten ist das Umsatzminus nach Schätzung von Müller aber weiter zweistellig.

Drehunterbrechungen bei »Mission: Impossible« – Produktionsfirma verklagt Versicherung

07.06 Uhr: Die US-Produktionsfirma des jüngsten »Mission: Impossible«-Streifens verklagt die Versicherung auf die coronabedingten Ausfallkosten während der Dreharbeiten. Die Versicherungsgesellschaft sei nur für eine der kostspieligen Unterbrechungen aufgekommen, heißt es in der Klageschrift vor einem US-Bundesgericht in Kalifornien.

Die Dreharbeiten mit Tom Cruise in der Hauptrolle mussten in Italien und Großbritannien insgesamt siebenmal wegen Virus-Infektionen am Set oder Lockdowns ausgesetzt werden. Paramount erklärte, dass die Versicherungsgesellschaft argumentiere, es gebe »keine Beweise dafür, dass diese Schauspieler und Crew-Mitglieder ihre Arbeit nicht fortsetzen konnten, obwohl sie infiziert waren und ein unbestreitbares Risiko für andere an der Produktion beteiligte Personen darstellten«. Die Versicherung antwortete nicht sofort auf eine Bitte um Stellungnahme.

Neue Coronavariante beschäftigt Wissenschaftler in Südafrika

04.21 Uhr: Eine neue Coronavariante mit einer ungewöhnlich hohen Mutationsrate beschäftigt derzeit Wissenschaftler in Südafrika. Die Verbreitung der als C.1.2 bezeichneten Variante habe in den vergangenen Monaten leicht zugenommen, erklärte das südafrikanische Institut für Infektionskrankheiten (NICD) am Montag. C.1.2 wurde demnach in allen neun südafrikanischen Provinzen nachgewiesen. Auch in China, Mauritius, Neuseeland und Großbritannien wurde die Variante bereits festgestellt.

Die NICD-Wissenschaftlerin Penny Moore betonte, dass die Verbreitung von C.1.2 nach wie vor »sehr gering« sei. Vorhersagen dazu, ob die bestehenden Coronaimpfstoffe auch gegen diese Variante wirkten, könnten deshalb noch nicht getroffen werden. Sie sei jedoch »zuversichtlich, dass die in Südafrika verwendeten Vakzine uns weiterhin gegen schwere Erkrankungen und Tod schützen werden«.

Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach schrieb bei Twitter mit Blick auf C.1.2 von einer »potenziell sehr gefährlichen« Coronavariante. Ob sie aber gefährlicher sei als die derzeit weltweit grassierende Delta-Variante sei noch unklar. Das Auftreten von C.1.2 zeige aber: »Wir müssen Afrika Impfstoff geben«, schrieb Lauterbach.

5750 Neuinfektionen, Inzidenz sinkt leicht auf 74,8

04.19 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz ist erstmals seit Anfang Juli gefallen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstagmorgen lag sie bei 74,8 – am Vortag hatte der Wert 75,8 betragen, vor einer Woche 58,0. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 5750 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.10 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert für Deutschland bei 5747 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 60 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 42 Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.942.856 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Inzidenz war in der Pandemie bisher Grundlage für viele Corona-Einschränkungen, etwa im Rahmen der Ende Juni ausgelaufenen Bundesnotbremse. Künftig sollen daneben weitere Werte wie Krankenhauseinweisungen stärker berücksichtigt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.738.000 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 92.200.

Ende der Lieferengpässe für Fahrrad-Hersteller nicht in Sicht

Die Nachfrage nach Fahrrädern ist in der Pandemie stark angestiegen (Symbolbild)

Die Nachfrage nach Fahrrädern ist in der Pandemie stark angestiegen (Symbolbild)

Foto: STAFF/ REUTERS

04.05 Uhr: Die Fahrrad-Branche in Deutschland muss auch auf absehbare Zeit mit Lieferengpässen rechnen. Darauf hat der Geschäftsleiter von Bosch eBike Systems, Claus Fleischer, vor der an diesem Mittwoch in Friedrichshafen beginnenden Fahrradmesse Eurobike hingewiesen. Der Verband des Deutschen Zweiradhandels beklagte ebenfalls Lieferprobleme. Manche Räder könnten erst mit monatelanger Verspätung ausgeliefert werden.

Fischer sagte der dpa, wegen der Coronapandemie sei es zu großen Ausfällen bei Lieferanten aus Asien gekommen. »Wir sehen im Moment vor allem eine Verknappung von mechanischen Komponenten: Rahmen, Gabel und Bremsen. Die Fahrradhersteller kämpfen um jedes Rad, das sie bauen können, weil immer wieder Komponenten fehlen.« Knapp seien allerdings auch die elektronischen Bauteile, auf die Bosch angewiesen ist. Das liege aber nicht nur an Engpässen bei den Lieferanten, sondern auch am gestiegenen Bedarf.

Spahn schließt Abfrage des Impfstatus von Beschäftigten nicht aus

Bundesgesundheitsminister Spahn

Bundesgesundheitsminister Spahn

Foto: Thomas Trutschel / photothek / imago images

02.04 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn kann sich vorstellen, dass Arbeitgeber Mitarbeiter nach ihrem Corona-Impfstatus fragen dürfen. Er sei gerade hin- und hergerissen, ob man das Gesetz ändern solle, damit Arbeitgeber zumindest für die nächsten sechs Monate fragen dürften, sagte der CDU-Politiker am Montagabend in der ARD-Sendung »Hart aber fair«. So werde es ja im Restaurant auch gemacht. Auf die Frage, wie seine Haltung dazu sei, sagte Spahn: »Ich tendiere zunehmend zu ja.« Er argumentierte: »Wenn alle im Großraumbüro geimpft sind, kann ich damit anders umgehen, als wenn da 50 Prozent nicht geimpft sind.«

Der Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, Rainer Dulger, hatte am Montag erklärt: »Unternehmen und Betriebe brauchen jetzt eine klare Ansage, dass sie den Impfstatus ihrer Beschäftigten erfragen dürfen, um die erforderlichen Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit aller ihrer beschäftigten Mitarbeiter sicherzustellen.«

Einer Impfpflicht auch für bestimmte Berufsgruppen wie den Pflegeberufen erteilte Spahn erneut eine Absage. Es sei seine Sorge, »dass eine verpflichtende Impfung – auch berufsgruppenbezogen – am Ende das nicht leichter macht, dass wir alle dabei behalten, sondern wir viele auf diesem Weg verlieren werden«.

Schwächeres Wachstum von US-Videodienst Zoom – Aktie stürzt ab

01.38 Uhr: Das Wachstum des US-Videodienstes Zoom schwächt sich trotz des weltweit anhaltenden Trends zum Homeoffice ab. Im zweiten Geschäftsquartal zu Ende Juli kletterte der Umsatz um 54 Prozent auf 1,02 Milliarden Dollar, wie das Unternehmen aus San Jose am Montagabend mitteilte. Es war zwar das erste Mal, dass Zoom die Milliarden-Marke innerhalb von drei Monaten knackte, reichte aber nicht mehr an die dreistelligen Wachstumszahlen von Beginn der Coronakrise heran. Der Gewinn legte auf knapp 317 Millionen Dollar von zuvor fast 186 Millionen Dollar zu.

Am Aktienmarkt interessierte zunächst nur das langsamere Wachstum und der Ausblick. Für das laufende Quartal stellt Zoom ein Wachstum von rund 30 Prozent in Aussicht. Das Zoom-Papier rauschte an der Wall Street nachbörslich mehr als acht Prozent in die Tiefe.

Zoom ist für viele Menschen im Homeoffice zum Synonym für Videokonferenzen geworden, mit denen sich Mitarbeiter austauschen und Kundengespräche führen können oder sich Schüler mit Lehrern vernetzen. Mit den fortschreitenden Impfkampagnen kehren allerdings immer mehr Arbeitnehmer und Schüler in Büros und an Schulen zurück, weswegen Zoom zunehmend im umkämpften Firmenkunden-Markt aktiv ist.

Lauterbach fordert bundesweit einheitliche Hospitalisierungsraten

01.19 Uhr: Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach fordert für ganz Deutschland die gleichen Richtwerte bei den Klinik-Einlieferungen von Coronapatienten. Er sei dafür, »dass wir bundesweit einheitliche Hospitalisierungsraten festlegen. Sonst droht ein Flickenteppich«, sagt Lauterbach den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Derzeit sei der Wert, ab dem es kritisch werden könnte, »regional sehr unterschiedlich«. Es könne daher zu erheblichen Verzerrungen kommen.

EU führt USA nicht mehr auf Ausnahmen-Liste für Corona-Einreisebeschränkungen

00.45 Uhr: Angesichts der steigenden Corona-Infektionszahlen in den USA hat die EU ihren Mitgliedstaaten die Wiedereinführung von Einreisebeschränkungen für US-Touristen empfohlen. Wie der Rat der Europäischen Union am Montag mitteilte, wurden die USA sowie Israel, das Kosovo, der Libanon, Montenegro und Nordmazedonien von der Liste der Länder gestrichen, die von den Corona-Einreisebestimmungen in die EU ausgenommen werden sollen. Ob sie die Empfehlung Brüssels umsetzen, ist den nationalen Regierungen der EU-Staaten überlassen.

Seit Beginn der Pandemie haben die meisten EU-Mitgliedstaaten die Empfehlungen Brüssels zu den Einreisebeschränkungen für Reisende aus Drittstaaten umgesetzt. Im Juni hatte die EU ihren Mitgliedstaaten empfohlen, die Einreisebeschränkungen für US-Touristen zu lockern.

Seither breitet sich das Coronavirus in den USA aber wieder stärker aus. Aktuell werden in dem Land täglich rund 150.000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt laut der US-Gesundheitsbehörde landesweit bei 310.

Mexikanische Schüler kehren nach einem Jahr Fernunterricht in Klassenräume zurück

Unter Einhaltung strenger Schutzmaßnahmen sind die Schulen in Mexiko nun wieder geöffnet

Unter Einhaltung strenger Schutzmaßnahmen sind die Schulen in Mexiko nun wieder geöffnet

Foto: Hector Vivas / Getty Images

00.01 Uhr: Nach mehr als einem Jahr Fernunterricht sind in Mexiko Millionen Schülerinnen und Schüler in ihre Klassenräume zurückgekehrt. »Ich bin nervös und aufgeregt«, sagte die achtjährige Anna Alvarez, eine von rund 25 Millionen Schülern, die am Montag ihren ersten Schultag hatte. Während die Regierung argumentiert, die Öffnung der Schulen sei »freiwillig und sicher« fürchten viele Eltern in Mexiko um die Gesundheit ihrer Kinder.

Mexiko gehört zu den am schwersten von der Pandemie betroffenen Ländern der Welt. Nach offiziellen Angaben starben in dem Land mehr als 258.000 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19. Derzeit erlebt das Land mit 126 Millionen Einwohnern eine dritte Infektionswelle.

bbr/jok/ptz/nek/AFP/dpa/Reuters
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