Corona-News am Dienstag Macron sieht »das Schlimmste überstanden«

In Frankreich überschreitet die Zahl der Toten die Marke von 50.000, aber langsam entspannt sich die Lage. Und: Österreich plant Start der Corona-Impfung bereits im Januar. Das war der Überblick am 24. November.
Emmanuel Macron während seiner Fernseh-Ansprache am 24. November

Emmanuel Macron während seiner Fernseh-Ansprache am 24. November

Foto: THOMAS COEX / AFP

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+++ Lage in Frankreich entspannt sich +++

20.22 Uhr: In Frankreich entspannt sich die Corona-Lage. Der Gipfel der zweiten Welle sei überschritten, sagt Präsident Emmanuel Macron. »Wir haben das Schlimmste überstanden.«  Ab diesem Wochenende sollen die ersten Restriktionen aufgehoben werden. Bis Weihnachten sollen Geschäfte, Theater und Kinos wieder öffnen. »Die Menschen werden in der Lage sein, Weihnachten mit ihrer Familie zu feiern.« Restaurants, Cafés und Bars sollen aber bis zum 20. Januar geschlossen blieben, um zu verhindern, dass es zu einer dritten Welle in der Pandemie komme.

Ab Ende Dezember/Anfang Januar solle zudem mit den Impfungen begonnen werden, kündigte Macron weiter an. Frankreich stütze sich dabei auf mehrere Impfstoffe. Eine Pflicht gebe es nicht.

Am Montag sank sowohl die Zahl der Neuinfektionen als auch die Zahl der Krankenhaus-Patienten kräftig.

9155 Menschen wurden erstmals positiv auf das Virus getestet – vor einer Woche waren es noch mehr als viermal so viele. In Krankenhäusern werden derzeit 30.622 Menschen behandelt, das sind 856 weniger als am Vortag.

Zugleich starben aber weitere 1005 Menschen an der Erkrankung, insgesamt hat das Virus damit mehr als 50.000 Opfer gefordert.

Mehr als 150.000 Neuinfektionen in den USA

22.56 Uhr: Die US-Seuchenzentren CDC geben 157.531 Neuinfektionen und 1058 weitere Todesfälle bekannt. Damit sind in den USA insgesamt 12,3 Millionen Infektionen und 257.016 Tote verzeichnet.

Italien verzeichnet neuen Höchstwert bei Corona-Toten seit Ende März

18.21 Uhr: Italien hat einen Höchstwert an Corona-Toten seit dem März dieses Jahres verzeichnet. Innerhalb von 24 Stunden seien etwas mehr als 850 Menschen an oder mit dem Coronavirus gestorben, teilte das Gesundheitsministerium mit. "Das ist eine Zahl, die wir nicht mehr sehen wollten", sagte ein Experte des Gesundheitsministeriums, Franco Locatelli.

Es ist der höchste Wert seit Ende März, als an zwei aufeinander folgenden Tagen 969 und 889 Tote gemeldet wurden. Damit starben bislang insgesamt etwa 51.300 Menschen mit Sars-CoV-2.

Corona-Impfung in Spanien freiwillig und zuerst für Risikogruppen

18.19 Uhr: Die Impfungen gegen Covid-19 sollen in Spanien freiwillig, kostenlos und zuerst Risikogruppen vorbehalten sein. Das sieht ein Impfplan der Regierung vor, den Gesundheitsminister Salvador Illa nach einer Kabinettssitzung vorstellte.

Sobald die nationale Arzneimittelbehörde die Genehmigung für einen Impfstoff erteilt habe, könnten die Impfungen sofort beginnen, voraussichtlich im Januar, sagte der Minister. Zunächst sollten Bewohner von Seniorenheimen und ihre Pfleger immunisiert werden. Als Nächstes sei besonders gefährdetes Pflegepersonal in Krankenhäusern und dann der Rest der Mitarbeiter im Gesundheitswesen dran.

Bis März sollten laut Plan etwa 2,5 Millionen Menschen geimpft sein. Insgesamt seien 18 Gruppen definiert worden, die bei den Impfungen Priorität hätten und denen bis Juli eine Impfung angeboten werden solle. Illa ließ aber offen, welche Gruppen das sein würden: »Wir werden sehen«, sagte er nur.

Bei der Frage, wer als Erstes geimpft werden solle, habe sich die Regierung daran orientiert, wie hoch das Risiko eines Menschen ist, an Covid-19 zu sterben, wie intensiv er dem Virus ausgesetzt ist, wie schwerwiegend die sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen seiner möglichen Erkrankung wären und schließlich wie groß das Risiko ist, dass er andere ansteckt.

Die Impfungen sollen in landesweit 13.000 Gesundheitsstationen vorgenommen werden, wie Regierungschef Pedro Sánchez bereits am Sonntag angekündigt hatte.

Österreich plant Start von Corona-Impfung bereits im Januar

18.07 Uhr: Österreich will mit der Impfung seiner Bevölkerung gegen das Coronavirus im Januar beginnen. Dabei sollen ältere Menschen, Risikogruppen sowie das Gesundheitspersonal zuerst geimpft werden, wie Gesundheitsminister Rudolf Anschober mitteilte. Ziel sei eine Durchimpfungsrate von mindestens 50 Prozent, wobei die Impfung freiwillig ist.

Maskenpflicht und Hybridunterricht – das sind die Vorschläge der Länderchefs

18.00 Uhr: Einen Tag vor den Beratungen mit Kanzlerin Angela Merkel über einen weiteren Shutdown haben die Länderchefs nun Vorschläge für Schulen vorgelegt. Sie fordern teils strengere Maßnahmen – aber auch individuelle Regelungen. Lesen Sie hier mehr.

Alte Menschen in Schweden bis zum Tod ihrem Schicksal überlassen

17.40 Uhr: Die Versorgung alten Patienten während der Pandemie in Schweden ist in den vergangenen Monaten nach den Feststellungen einer staatlichen Untersuchungskommission absolut unzureichend gewesen. Einige Patienten seien ohne jede Untersuchung bis zum Tod ihrem Schicksal überlassen geblieben, hieß es in dem Bericht der Aufsichtsbehörde IVO. Die »schweren Mängel« könnten nicht nur auf die Coronakrise selbst zurückgeführt werden, sie bestünden auch unabhängig von der Pandemie.

Von den 6500 Todesfällen, die in Schweden mit dem Covid-19-Virus in Zusammenhang stehen, entfallen fast die Hälfte auf ältere Patienten, die in einem Seniorenheim lebten, und ein weiteres Viertel auf ältere Patienten, die zu Hause versorgt wurden.

In den Monaten März bis Juni habe es für ein Fünftel aller Corona-Patienten in Seniorenheimen keine ärztliche Untersuchung gegeben. Wenn es eine ärztliche Beratung gegeben habe, dann zumeist lediglich am Telefon; nur weniger als zehn Prozent der Patienten seien tatsächlich vor Ort untersucht worden, erläuterte die IVO.

Lufthansa-Chef: Airlines können Impfstoff schnell verteilen

17.10 Uhr: Bei der Verteilung des Corona-Impfstoffes erwartet Lufthansa-Chef Carsten Spohr keine Engpässe im Luftverkehr. Die Verteilung sei zwar eine große logistische Herausforderung, auf die der Luftverkehr aber vorbereitet sei, sagte der Vorstandsvorsitzende des größten europäischen Luftverkehrskonzerns am Rande der Hauptversammlung des Airline-Verbandes IATA. Auch die Anforderungen zur Kühlung der Impfstoffe könnten erfüllt werden. Es benötige rechnerisch rund 8000 Frachtflüge, um jeden Menschen auf der Erde mit einer Impfdosis zu versorgen.

Putin will Russlands Impfstoff nichts selbst nehmen

16.50 Uhr: Russlands Präsident Wladimir Putin wird laut Aussage seines Sprechers nicht zu den »Freiwlilligen« gehören, die den russischen Impfstoff »Sputnik V« testen werden. Auch wenn Putin den Impfstoff der Welt beim G20-Gipfel als sicher und effektiv verkaufte, könne er als Staatschef nicht an einer Impfung teilnehmen. »Wir haben noch nicht mit der Massenimpfung begonnen«, sagte Kreml-Sprecher Dmitry Peskov. »Der Präsident kann keinen unzertifizierten Impfstoff nehmen«. Moskau hat »Sputnik V« bereits im August zugelassen, dazu einen zweiten Impfstoff im Oktober, obwohl in beiden Fällen der Phase-III-Test noch läuft. Eine seiner beiden Töchter habe sich bereits impfen lassen.

Russland hat bisher für keinen seiner Impfstoffe eine internationale Zulassung. Die Wirksamkeit von »Sputnik-V« ist von unabhängiger Seite bisher nicht nachgewiesen. Trotzdem will das Land im kommenden Jahr für eine halbe Milliarde Menschen seinen Corona-Impfstoff international auf den Markt bringen. Die Kosten sollen bei unter 20 Dollar für je zwei Impfdosen liegen, die pro Kopf nötig sind, wie der Russian Direct Investment Fund mitteilte. »Sputnik V« habe eine Wirksamkeit von 92 Prozent. Der Impfstoff soll unter anderem in Ungarn produziert werden, auch Indien, Brasilien und China haben sich schon angemeldet.

Gericht in Bayern kippt Testpflicht für Grenzgänger

Der bayerische Verwaltungsgerichtshof hat die wöchentliche Pflicht zum Corona-Test für Grenzgänger außer Kraft gesetzt

Der bayerische Verwaltungsgerichtshof hat die wöchentliche Pflicht zum Corona-Test für Grenzgänger außer Kraft gesetzt

Foto: Ennio Leanza/ dpa

15.53 Uhr: Wer aus dem Ausland nach Bayern reist, muss sich vorläufig nicht mehr wöchentlich einem Corona-Test unterziehen. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof gibt mit dieser Entscheidung einem Eilantrag zweier Schüler aus Österreich statt, die ein Gymnasium im Berchtesgadener Land besuchen. Die gesetzlichen Voraussetzungen für eine Testpflicht seien derzeit nicht erfüllt. Außerdem bestünden Zweifel, ob die Testpflicht verhältnismäßig ist. Eine Entscheidung im Hauptsacheverfahren steht noch aus.

Niedersachsen startet früher in die Weihnachtsferien

14.44 Uhr: Die Weihnachtsferien in Niedersachsen beginnen einige Tage früher als bisher geplant. Das sagte eine Sprecherin von Ministerpräsident Stephan Weil (SPD). Letzter Schultag vor den Ferien soll Freitag, der 18. Dezember sein. Bislang war der 22. Dezember als letzter Schultag geplant gewesen. Zuvor hatten sich die Ministerpräsidenten bei ihren Gesprächen über die Corona-Regeln darauf geeinigt, die Ferien zu verlängern – mit Ausnahme von Bremen habe Einigkeit geherrscht, hieß es aus der Stuttgarter Staatskanzlei. Nach bisherigem Stand soll die Schule in Niedersachsen im neuen Jahr am 11. Januar wieder beginnen.

Söder für Schließung von Skigebieten

14.33 Uhr: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) plädiert für ein vorübergehende europaweite Schließung von Skigebieten und Skiliften. "Wenn wir Grenzen offen halten wollen, brauchen wir auch eine klare Übereinkunft, was das Skifahren betrifft. Ansonsten wird es eine schwierige Entwicklung", sagte Söder am Rande einer Landtagssitzung in München. Er verwies darauf, dass jemand, der in Risikogebieten Skifahren gehe, zehn Tage in Quarantäne müsse. Söder betonte dann aber: "Mir wäre lieber, wir würden ein einheitliches Übereinkommen auf europäischer Ebene haben (...)."

Bund plant Dezemberhilfen von 17 Milliarden Euro

14.19 Uhr: Der Bund plant bei einer Verlängerung des Teil-Shutdowns im Dezember Finanzhilfen für betroffene Unternehmen im Umfang von voraussichtlich 17 Milliarden Euro. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen. Zuerst hatten die Zeitungen der Funke Mediengruppe berichtet, Firmen könnten mit Hilfen in einem Umfang von 15 bis 20 Milliarden Euro rechnen.

Polizei löst Beisetzung mit Hunderten Trauergästen auf

14.14 Uhr: Die Bremer Polizei hat eine Beisetzung mit mehreren Hundert Trauergästen aufgelöst. Bis zu 400 Familienangehörige hätten sich auf einem Friedhof im Stadtteil Vegesack versammelt, teilten die Beamten in der Hansestadt mit. Neben einer deutlichen Überschreitung der zulässigen Teilnehmerzahl habe es auch Verstöße gegen Hygieneregeln gegeben. Lesen Sie hier mehr.

EU schließt Vertrag mit Moderna-Impfstoff

13.05 Uhr: Die Europäer bekommen auch den als sehr aussichtsreich erachteten Corona-Impfstoff des US-Herstellers Moderna. Die EU-Kommission hat einen Rahmenvertrag über bis zu 160 Millionen Dosen ausgehandelt, wie Kommissionschefin Ursula von der Leyen mitteilte. Der Vertrag soll am Mittwoch formal besiegelt werden.

Damit hat die EU-Kommission nun Verträge mit den Herstellern aller drei Impfstoffe, denen die besten Chancen für eine rasche Zulassung in den kommenden Wochen gegeben werden. Neben Moderna sind das Biontech/Pfizer und AstraZeneca. Alle drei hatten in den vergangenen Tagen vielversprechende Testdaten bekannt gegeben.

Bund will für 2021 rund 130 Millionen Schnelltests sichern

12.35 Uhr: Der Bund will für das neue Jahr weiteren Nachschub an Corona-Schnelltests organisieren, die künftig deutlich öfter eingesetzt werden sollen. Ziel sei, für das erste Quartal 2021 rund 60 Millionen Tests für Deutschland zu sichern, heißt es aus dem Gesundheitsministerium. Für das zweite Quartal sollen 40 Millionen Antigentests folgen, dann bis Jahresende weitere 30 Millionen. Die Tests sollen prioritär im Gesundheitswesen und der Pflege eingesetzt werden.

Für die letzten Monate dieses Jahres sind bereits größere Kontingente über Abnahmegarantien bei Herstellern gesichert worden, damit die Länder oder Einrichtungen sie kaufen können. Nach sechs Millionen Tests für Oktober und 12,5 Millionen für November sollen es laut Ministerium im Dezember 17,5 Millionen Schnelltests sein.

NRW-Gericht kippt geplante Ladenöffnungen

OVG untersagt Sonntagsöffnung im Weihnachtsgeschäft in NRW

OVG untersagt Sonntagsöffnung im Weihnachtsgeschäft in NRW

Foto: S. Ziese / imago images/blickwinkel

12.15 Uhr: In Nordrhein-Westfalen müssen Geschäfte anders als in der Corona-Schutzverordnung des Bundeslandes vorgesehen an den Adventssonntagen geschlossen bleiben. Das Oberverwaltungsgericht für das Land NRW in Münster gibt einem entsprechenden Eilantrag der Gewerkschaft Ver.di statt. Die damit außer Vollzug gesetzte Regelung sah vor, dass zur Vermeidung von Infektionsgefahren durch einen unregulierbaren Kundenandrang Geschäfte ausnahmsweise an Adventssonntagen öffnen dürfen. Das OVG kam indes zu der Auffassung, die Regelung sei aller Voraussicht nach rechtswidrig. Es bestünden erhebliche Zweifel, dass die Sonntagöffnung das Infektionsrisiko eindämmen könne. Der Beschluss ist unanfechtbar.

Berlin bekommt mehrere Böllerverbotszonen

12:02 Uhr: In Berlin wird es Silvester erneut mehrere Böllerverbotszonen geben. Welche und wie viele das seien, sei noch offen, teilte der Sprecher der Senatsverwaltung für Inneres, Martin Pallgen, auf Anfrage mit. Die Entscheidung darüber falle aber bis Ende November. Im vergangenen Jahr habe es drei Böllerverbotszonen gegeben, unter anderem eine rund ums Brandenburger Tor. Dort wird es in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie anders als in den Vorjahren keine große Silvesterfeier unter freiem Himmel geben. Ob dort trotzdem mit einer Böllerverbotszone zu rechnen sei, stehe noch nicht fest, sagte Pallgen.

Die Ministerpräsidenten der Länder wollen Silvesterfeuerwerk auf belebten öffentlichen Plätzen und Straßen untersagen, um größere Gruppenbildungen zu vermeiden. Darüber soll am Mittwoch bei den Beratungen mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) gesprochen werden.

Quarantäne soll auf zehn Tage verkürzt werden

11.48 Uhr: Für Kontaktpersonen von Corona-Infizierten soll ab 1. Dezember eine kürzere Quarantänezeit von zehn statt bisher 14 Tagen gelten – aber unter der Bedingung eines negativen Tests. Darauf verständigten sich die Gesundheitsminister von Bund und Ländern. Bundesminister Jens Spahn (CDU) sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe: »Zehn Tage Quarantäne mit Schnelltest am Ende ist genauso sicher wie 14 Tage Quarantäne ohne Test. Aber es bedeutet für die Betroffenen vier Tage weniger Einschränkungen«. Dies sei es wert, die Quarantäne zu verkürzen, ohne ein zusätzliches Risiko einzugehen.

Die fachlichen Empfehlungen des bundeseigenen Robert Koch-Instituts (RKI) für die Gesundheitsämter sollen entsprechend angepasst werden, wie es in dem Länder-Beschluss weiter heißt. Als Kontaktperson ersten Grades gilt zum Beispiel, wer für mehr als 15 Minuten in näherem Kontakt mit weniger als 1,50 Metern Abstand zu positiv Getesteten war.

Positivrate bei Corona-Tests auf Höchststand

11.47 Uhr: Die Positivrate bei den Corona-Tests in Deutschland ist in der vergangenen Woche auf einen neuen Rekordwert von 9,6 Prozent gestiegen. Der Zuwachs habe sich entsprechend dem Infektionsgeschehen verlangsamt, sei aber weiterhin deutlich, teilt der Laborverband ALM mit. Insgesamt habe es mehr als 1,254 Millionen PCR-Tests in den teilnehmenden Labors gegeben und damit etwa so viele wie in der Woche davor. 120.147 hätten einen positiven Befund ergeben, damit sei die Positivrate 0,4 Prozentpunkte höher ausgefallen. Die Kapazität sei um weitere vier Prozent auf fast 1,7 Millionen PCR-Tests pro Woche ausgebaut worden. »Die Kapazitäten für die Testung aller in der nationalen Teststrategie priorisierten Personen stehen in den Labors also bereit.« Jetzt komme es weiterhin maßgeblich auf eine zuverlässige Belieferung mit Verbrauchsmaterialien an.

Schleswig-Holstein verschärft Kontaktbeschränkungen nicht

11.29 Uhr: Schleswig-Holstein will die von den anderen Ländern geplanten strengeren Kontaktbeschränkungen wegen der im Ländervergleich niedrigen Corona-Infektionszahlen nicht mittragen. Private Zusammenkünfte sind im Norden weiter mit bis zu zehn Personen möglich. In einem der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Beschlussentwurf der Länder für die Beratungen mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) an diesem Mittwoch gibt es eine entsprechende Fußnote im Beschlussentwurf.

Hildburghausen in Thüringen mit weiter steigender Corona-Zahl

11.22 Uhr: Im bundesweiten Corona-Hotspot Kreis Hildburghausen in Thüringen steigt die Zahl der Infizierten weiter steil an. Die Zahl der Neuinfektionen innerhalb der vergangenen sieben Tage je 100.000 Einwohner erreichte nach Zahlen des Robert Koch-Instituts den Stand von knapp 483. Das ist deutschlandweit weiter der Höchstwert. An zweiter Stelle fand sich die bayerische Region Passau mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von etwa rund 390.

Bereits am Montag lag die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz im Kreis Hildburghausen bei 396 – in keinem anderen Landkreis in Deutschland war sie höher. Die Südthüringer Region steht daher vor weiteren Einschränkungen des öffentlichen Lebens. So sollen von diesem Mittwoch an im Kreis Hildburghausen alle Schulen und Kitas geschlossen bleiben. Zudem sind strengere Kontakt- sowie Ausgangsbeschränkungen vorgesehen.

Coronavirus auf Nerzfarm in Polen registriert

11.15 Uhr: Polen hat erstmals einen Ausbruch des Coronavirus auf einer Nerzfarm registriert. Polnische Wissenschaftler hätten im Norden des Landes acht Fälle von Covid-19 identifiziert, teilte die medizinische Universität in Danzig mit. Das Veterinäramt war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. In Dänemark war zuletzt bei Nerzen eine mutierte Form des Coronavirus entdeckt worden. Landesweit mussten die Tiere gekeult werden. Dänemark ist in Europa der größte Produzent und Exporteur von Nerzfellen.

Lufthansa verzichtet auf Impfnachweis von Passagieren

10.35 Uhr: Anders als die australische Airline Qantas will die Lufthansa von ihren Passagieren keinen Corona-Impfnachweis verlangen. Die Einführung einer derartigen Pflicht sei zum jetzigen Zeitpunkt nicht geplant, erklärte am Dienstag ein Konzernsprecher. Für die jeweiligen Einreisevoraussetzungen seien zudem die nationalen Regierungen der Länder zuständig. Diese müssten zunächst einen Plan zur Verteilung der bestellten Impfdosen erstellen, sobald sie verfügbar seien.

Qantas-Chef Alan Joyce hatte zuvor angekündigt, dass seine Gesellschaft bei Interkontinentalflügen nur geimpfte Passagiere befördern werde, sobald ein Impfstoff zur Verfügung stehe. Über das Vorgehen bei australischen Inlandsflügen sei noch nicht entschieden.

Vorerst keine Lockerungen für den Sport geplant

10.30 Uhr: Der Sport darf vorerst nicht auf Lockerungen der Corona-Regelungen hoffen. Die Bundesländer plädieren dafür, den Ende Oktober verfügten Teil-Shutdown zunächst bis zum 20. Dezember bundesweit aufrechtzuerhalten. Dies geht aus der Beschlussvorlage der Ministerpräsidenten für die Video-Konferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel an diesem Mittwoch hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Für den Profi-Sport würde dies konkret bedeuten, dass die Ligen nur ohne Zuschauer fortgesetzt werden kann. Nach dem Fußball, Handball, Basketball und Volleyball will auch die Deutsche Eishockey-Liga am 17. Dezember in die Saison starten. Weiterhin ruhen soll der Amateursport.

Portugal will Impfstoff an portugiesischsprachige Länder abgeben

09.50 Uhr: Portugal will einen Teil der dem Land zustehenden Impfdosen an portugiesischsprachige Entwicklungsländer abgeben. Das kündigt Außenminister Augusto Santos Silva auf dem außenpolitischen Forum der Körber-Stiftung in Berlin an. Als Beispiel nennt er Mosambik. »Es ist wichtig, dass der Impfstoff für alle zugänglich bist«, sagt er.

Neuinfektionen in Israel auf Vier-Wochen-Hoch

09.33 Uhr: Die Zahl der täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist in Israel auf den höchsten Stand seit rund vier Wochen gestiegen. Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, wurden binnen 24 Stunden 943 neue Fälle registriert. Mehr Neuinfektionen waren zuletzt am 22. Oktober mit 1032 vermeldet worden. Von den mehr als 52.000 gemachten Tests fielen 1,8 Prozent positiv aus, dies liegt auf dem Niveau der vorangegangenen Tage.

Bayern zieht Start der Weihnachtsferien vor

09.10 UhrBayern zieht wegen der Corona-Pandemie den Start der Weihnachtsferien vor. Letzter Schultag vor Weihnachten ist Freitag, der 18. Dezember. Das sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) dem Bayerischen Rundfunk. Damit fallen zwei Schultage weg: Ursprünglich wäre der 23. Dezember der erste Ferientag gewesen.

Der Abstand zwischen Unterricht und Weihnachten werde so vergrößert, sagte Söder. »Damit verbessern wir die Möglichkeiten, dass die Familien in Bayern das wichtigste Fest des Jahres gesund und unbeschwerter feiern können.« Das Infektionsrisiko werde durch die fast einwöchige Karenzzeit zwischen Schulunterricht und Weihnachten »erheblich gesenkt«, so der Ministerpräsident.

Vor den neuen Bund-Länder-Beratungen über den weiteren Kurs im Umgang mit dem Coronavirus hatten sich die Unions-regierten Länder für eine solche Verlängerung der Ferien ausgesprochen – so stand es jedenfalls in einem gemeinsamen Papier. Zunächst war Nordrhein-Westfalen in Vorlage gegangen und hatte einen früheren Start in die Ferien angekündigt. In den meisten Bundesländern ist der 18. Dezember ohnehin planmäßig der letzte Schultag vor Weihnachten.

Leipzigs Handball-Chef Günther will SPD-Politiker Lauterbach einladen

09.09 Uhr: Geschäftsführer Karsten Günther vom Handball-Bundesligisten SC DHfK Leipzig hat mit Verwunderung und Unverständnis auf eine erneute Forderung nach einer Liga-Unterbrechung reagiert. Diese hatte SPD-Politiker Karl Lauterbach ins Gespräch gebracht, weil »der Hallensport bei den momentan hohen Fallzahlen nicht sicher zu begleiten« und auch »mit Corona-Tests der Sportler nicht sicherzumachen« sei. »Selbst beim Profi-Fußball bin ich nicht sicher, wie lange wir das noch durchhalten«, hatte Lauterbach erklärt.

»Wir wollen mit einem guten Hygienekonzept, Daten und Fakten überzeugen. Ich lade Herrn Lauterbach gern zu uns ein, um sich unsere Arbeit anzusehen und mit ihm die Ergebnisse der Studie Restart-19 zu besprechen«, sagte Günther der »Leipziger Volkszeitung«.

Mehr als 169.000 Corona-Neuinfektionen in den USA

08.56 Uhr: In den USA breitet sich die Corona-Pandemie weiter rasant aus. Am Montag meldeten die Behörden binnen eines Tages 169.190 nachgewiesene Neuinfektionen, wie aus Daten der Universität Johns Hopkins  (JHU) in Baltimore vom Dienstagmorgen (MEZ) hervorging. Am selben Tag der Vorwoche waren es rund 160.000 gewesen. Am Freitag war mit rund 196.000 Neuinfektionen der bislang höchste Wert registriert worden.

Die Zahl der Toten mit einer bestätigten Coronavirus-Infektion binnen 24 Stunden belief sich am Montag auf 889. In der Woche zuvor waren es am gleichen Tag 758. Erstmals seit Anfang Mai war am Donnerstag mit 2015 neuen Todesfällen wieder die 2000er-Marke überschritten worden. Der höchste Wert an einem Tag wurde am 15. April mit 2609 Toten erreicht.

Linnemann: Corona-Finanzhilfen nicht zielgerichtet

08.53 Uhr: Der Vorsitzende der CDU/CSU-Mittelstandsunion, Carsten Linnemann, hat eine zielgerichtete Verteilung der Corona-Finanzhilfen gefordert. »Es ist richtig, dass wir uns verschulden, aber bitte nicht so auf Pump, wie wir es im Moment machen«, sagte Linnemann im ZDF-»Morgenmagazin«. An der einen Stelle würden die Hilfen überkompensiert. So bekämen etwa Fast-Food-Ketten 75 Prozent der Umsätze aus dem Vorjahr für Verkäufe im Restaurant und könnten weiter Geld mit dem Außer-Haus-Verkauf einnehmen.

Gleichzeitig erhielten Einzelhändler keine Unterstützung, obwohl in vielen Innenstädten die Kunden wegblieben. »Da verstehe ich den Einzelhandel, dass der sauer ist, dass auf der einen Seite überkompensiert wird und auf der anderen Seite nicht geholfen wird«, sagte Linnemann.

Länder wollen Böllerverbot auf belebten Plätzen und Straßen

08.16 Uhr: Die Ministerpräsidenten der Länder wollen Silvesterfeuerwerk auf belebten öffentlichen Plätzen und Straßen untersagen, um größere Gruppenbildungen zu vermeiden. »Die örtlich zuständigen Behörden bestimmen die betroffenen Plätze und Straßen«, heißt es in einem geeinten Beschlussentwurf der Länder für die Beratungen mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU), der dem SPIEGEL vorliegt.

Grundsätzlich wird »empfohlen«, zum Jahreswechsel auf Silvesterfeuerwerk zu verzichten – ein Verkaufsverbot ist demnach aber nicht vorgesehen. Öffentlich veranstaltete Feuerwerke sollen untersagt werden.

Auch weitere Regelungen zu den anstehenden Feiertagen sind in dem Papier enthalten. Die Ministerpräsidenten der Länder rufen die Menschen auf, vor den Weihnachtsfeiertagen in eine möglichst mehrtägige häusliche Selbstquarantäne zu gehen. »Dies kann durch ggf. vorzuziehende Weihnachtsschulferien ab dem 19.12.2020 unterstützt werden«, heißt es in dem Entwurf. Mit der Selbstquarantäne solle die Gefahr von Corona-Infektionen im Umfeld der Feierlichkeiten so gering wie möglich gehalten werden.

Die Ministerpräsidenten einigten sich auch auf einheitliche Kontaktregeln für den Zeitraum vom 23. Dezember bis 1. Januar. Dann sollen Treffen von maximal zehn Personen möglich sein, auch wenn diese aus verschiedenen Haushalten kommen. Kinder bis 14 Jahren sind davon ausgenommen. Lesen Sie hier mehr zu dem Entwurf der Ministerpräsidenten.

Konjunkturerholung stärker als erwartet

08.10 Uhr: Die Wirtschaftsleistung in Deutschland ist nach dem Corona-bedingten Absturz im Frühjahr etwas stärker gewachsen als zunächst angenommen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im dritten Quartal gegenüber dem Vorquartal um 8,5 Prozent, wie das Statistische Bundesamt  mitteilte. In einer ersten Schätzung war die Behörde von einem Plus von 8,2 Prozent ausgegangen.

Keine bekannten Infektionsfälle in Australiens Ex-Corona-Hotspot Victoria mehr

07.57 Uhr: Erstmals seit neun Monaten gibt es im australischen Bundesstaat Victoria keinen bekannten Infektionsfall mehr. »Das letzte Mal, dass wir keine aktiven Fälle im Bundesstaat verzeichnet haben, war am 29. Februar«, schrieb das Gesundheitsministerium. Die Behörden dankten der Bevölkerung dafür, dass sie zu diesem Erfolg beigetragen habe.

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Der letzte Covid-19-Patient war ein um die 90 Jahre alter Mann, der am Montag aus dem Krankenhaus entlassen worden war. In Victoria wurde bereits seit 25 Tagen kein neuer Fall mehr registriert.

Vorausgegangen war ein mehrmonatiger, extrem strikter Lockdown, nachdem der Bundesstaat mit seiner Hauptstadt Melbourne von einer zweiten Welle getroffen worden war. Wochenlang herrschte eine nächtliche Ausgangssperre, zudem durften die Bürger sich nur noch im Umkreis von fünf Kilometern von ihren Wohnungen bewegen. Die letzten Einschränkungen waren Ende Oktober aufgehoben worden.

Seit Beginn der Krise hat Australien, wo etwa 25 Millionen Menschen leben, laut Johns-Hopkins-Universität  rund 27.800 Corona-Fälle verzeichnet.

Papst kritisiert Proteste gegen Corona-Auflagen

06.17 Uhr: Papst Franziskus kritisiert in einem neuen Buch die Proteste gegen die staatlichen Auflagen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Die von den Regierungen zum Schutz der Bevölkerung angeordneten Einschränkungen seien von einigen Gruppen fälschlicherweise als »politischer Angriff« auf ihre persönliche Freiheit betrachtet worden, schrieb der Papst in dem Buch »Wage zu träumen!«.

Zudem übte er Kritik an Demonstranten, welche die Maskenpflicht als »ungerechtfertigte Zumutung« anprangerten und warf ihnen vor, sich nicht in gleichem Maß gegen gesellschaftliche Probleme wie Rassismus und Kinderarmut einzusetzen. »Gegen so etwas würden sie nie protestieren; sie sind unfähig, sich außerhalb ihrer kleinen Welt der Interessen zu bewegen«, schrieb Franziskus.

Deutsche vermissen Kontakt zu Familie und Freunden

06.00 Uhr: In Zeiten der Corona-Pandemie vermisst rund die Hälfte aller Deutschen laut einer Umfrage am meisten den Kontakt zur Familie, zu Freunden und Nachbarn. Für 55 Prozent der Frauen und 43 Prozent der Männer stellten die Kontaktbeschränkungen die größte Entbehrung dar, teilte die BAT-Stiftung für Zukunftsfragen in Hamburg nach der Befragung von rund 3000 Bundesbürgern mit. Jeder zweite Befragte habe sogar gesagt, »dass er den Wert der Familie erst durch die Corona-Pandemie (wieder-)entdeckt hat«.

»Die meisten Bürger erkennen die Notwendigkeit der Einschränkungen und halten sich an die Regeln«, erklärte Studienleiter Prof. Ulrich Reinhardt. Gleichzeitig sei die Sehnsucht nach einem Wiedersehen mit Verwandten und Freunden groß. »In dieser doppelten Notsituation agieren viele Bürger pragmatisch und weichen auf digitale Kommunikationsarten aus.«

So nutzten zwei Drittel der Bevölkerung mindestens einmal pro Woche Messengerdienste für Kontakte mit der Familie. Ähnlich populär sei das Telefon, wobei vor allem ältere Bürger zum Hörer griffen. Fast ein Viertel (23 Prozent) nutzt inzwischen mindestens einmal pro Woche die Videotelefonie. »Während jüngere Bürger dabei besonders die Unkompliziertheit betonen, schätzen es die Älteren, dank Zoom, Skype und Co. plötzlich sogar mehr Kontakt zu Kindern und Enkeln zu haben als vor Ausbruch der Pandemie«, so Reinhardt.

34 Prozent der Befragten setzen den Angaben zufolge trotz der eingeschränkten Möglichkeiten auf Besuche – das seien fünf Punkte mehr als vor einem Jahr, als ohne Corona-Beschränkungen 29 Prozent sagten, die Familie einmal pro Woche zu besuchen. Die meisten Besuche in Corona-Zeiten machen die Landbevölkerung (40 Prozent) und Familien mit Kindern (39 Prozent).

Trotz vielversprechender Meldungen zu einem Corona-Impfstoff geht die große Mehrheit der Deutschen (71 Prozent) davon aus, dass im kommenden Jahr ähnliche Einschränkungen wie 2020 gelten – wobei formal höher Gebildete noch etwas optimistischer sind. Bei ihnen glauben 37 Prozent an Lockerungen im nächsten Jahr.

Aktie von Gummihandschuhhersteller bricht ein

05.57 Uhr: Die Aktie des Unternehmens Top Glove ist eingebrochen, nachdem in Malaysia bekannt geworden war, dass einige Fabriken des weltgrößten Gummihandschuhherstellers schließen würden. Der Grund dafür: Mehr als 2.000 der Arbeiter seien positiv auf Covid-19 getestet worden.

Das Unternehmen, das ein Viertel des weltweiten Marktes für Latexhandschuhe einnimmt, hat in diesem Jahr dank der durch die Pandemie in die Höhe geschossenen Nachfrage nach seinen Produkten Rekordgewinne erzielt. Trotz des Einbruchs vom Dienstag sind seine Aktien in diesem Jahr um mehr als das Vierfache gestiegen.

Mehr als 13.000-Corona-Neuinfektionen in Deutschland

05.33 Uhr: In Deutschland sind innerhalb eines Tages mehr als 13.000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus verzeichnet worden. Wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Morgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden binnen 24 Stunden 13.554 neue Ansteckungsfälle erfasst. Die Zahl der Corona-Toten in Deutschland stieg nach RKI-Angaben um 249 auf 14.361.

Insgesamt wurden seit dem Beginn der Pandemie in Deutschland laut den jüngsten Zahlen des Instituts 942.687 Infektionsfälle registriert. Die Zahl der Genesenen lag bei rund 636.700.

Australische Airline will Impfpflicht einführen

05.20 Uhr: Australiens nationale Fluggesellschaft Qantas will aus Angst vor einer weiteren Verbreitung des Coronavirus eine Impfpflicht für ihre Passagiere einführen. Sobald ein Impfstoff verfügbar sei, würden die Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Airline entsprechend angepasst, sagte Qantas-Chef Alan Joyce dem australischen Sender Nine News.

Während man über das weitere Vorgehen bei Inlandsflügen noch nicht entschieden habe, sei die Situation bei Interkontinentalverbindungen klar: »Wir werden von internationalen Reisenden verlangen, dass sie geimpft sind, bevor wir sie an Bord lassen.« Lesen Sie hier mehr.

Joyce geht nach eigenen Worten davon aus, dass seine Fluggesellschaft damit nicht allein steht – sondern weltweit ähnliche Regeln eingeführt werden. »Ich glaube, das wird eine normale Sache sein, nach Gesprächen mit meinen Kollegen von anderen Airlines zu urteilen.« Qantas wurde 1920 gegründet und ist eine der ältesten ununterbrochen tätigen Fluggesellschaften der Welt. Vor der Corona-Pandemie beförderte das Unternehmen jährlich 50 Millionen Passagiere in alle Welt. Wegen des finanziellen Einbruchs musste Qantas in diesem Jahr 6000 seiner insgesamt 29.000 Stellen kürzen.

Lauterbach findet Verlängerung der Corona-Beschränkungen notwendig

05.18 Uhr: Karl Lauterbach verteidigt die geplante Verlängerung und teilweise Verschärfung der staatlichen Corona-Beschränkungen im Alltagsleben. Anders könnten Fallzahlen vor Weihnachten nicht ausreichend gesenkt werden, »also sind Verlängerung und Verschärfung notwendig«, sagte der SPD-Gesundheitsexperte der »Augsburger Allgemeinen«.

Bei der Eindämmung der Pandemie müsse gerade in den Schulen und bei den privaten Treffen mehr erreicht werden. Durchschlagend erfolgreich sei der Teil-Lockdown bisher nicht gewesen. »Die Zahl der Kontakte sollte mit dem Wellenbrecher-Shutdown um 75 Prozent reduziert werden. Erreicht wurden schätzungsweise 40 Prozent«, sagte Lauterbach.

Zugleich zeigte sich der SPD-Politiker zuversichtlich, dass es im Januar und Februar nicht zu einer gleichzeitigen Welle aus Grippe- und Corona-Erkrankungen kommt. »Wenn die Hygieneregeln gegen das Coronavirus eingehalten werden wird es auch viel weniger Grippeinfektionen geben«, sagte Lauterbach. Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, wertet die bisherigen Lockdown-Maßnahmen durchaus als Erfolg: »Hätten wir nichts getan, dann hätten wir heute schon 50 000 Neuinfektionen pro Tag«, sagte er dem Blatt. »Auch das stabile Plateau ist ein Erfolg, denn davor hatten wir exponentielles Wachstum.«

Studie: Stoßlüften im Klassenzimmer wirksamer als Filtergeräte

05.00 Uhr: Laut einer Untersuchung hessischer Wissenschaftler ist das Stoßlüften in Schulen um ein Vielfaches wirksamer als der Einsatz von Luftfiltergeräten. Zwei Professoren der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) hatten in einem nicht genutzten Klassenzimmer einer Wiesbadener Schule die Wirkung auf zuvor freigesetzte Aerosole ermittelt, die per Ventilator im Raum verteilt wurden.

Stoßlüften an Realschule in NRW: Ein Kehrblech hält das Fenster in Position

Stoßlüften an Realschule in NRW: Ein Kehrblech hält das Fenster in Position

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Guido Kirchner / dpa

»Als wesentliches Resultat zeigte sich, dass die Stoßöffnung aller Fenster über drei Minuten bei Außentemperaturen von 7 bis 11 Grad Celsius die eingebrachte Konzentration an Aerosolen bis zu 99,8 Prozent senkte«, heißt es in der Mitteilung der THM in Gießen zu der Analyse. Mit vier mobilen Luftfiltergeräten in dem Raum sei nach etwa 30 Minuten eine um 90 Prozent verringerte Konzentration gemessen worden. Die Wissenschaftler verweisen zudem auf den Lärm beim Betrieb der Geräte und die hohen Kosten bei der Anschaffung.

Das Umweltbundesamt hat schon mehrfach davor gewarnt, zu stark auf mobile Luftreiniger zu setzen. Ihr Einsatz in Klassenzimmern sei kein Ersatz für das Lüften, weil sie nicht für die notwendige Zufuhr von Außenluft sorgten, hieß es. Es gebe Fälle, in denen Luftreiniger das Lüften »sinnvoll ergänzen« könnten – nämlich dort, wo Fenster nicht ausreichend geöffnet werden könnten. Luftreiniger könnten aber nicht alle Verunreinigungen aus der Raumluft entfernen.

Großbritannien will Quarantäne mit negativem Test verkürzen

01.30 Uhr: Die britische Regierung kündigt Erleichterungen bei der Quarantäne an: Reisende aus Hochrisikoländern sind ab dem 15. Dezember nach fünf Tagen Selbstisolation mit einem negativen Covid-19-Test von der weiteren Quarantänepflicht befreit. Der Test muss selbst bezahlt werden. Derzeit müssen sich Reiserückkehrer aus betroffenen Gebieten 14 Tage lang zu Hause isolieren.

WHO warnt vor vorschnellen Corona-Lockerungen über Weihnachten

01.17 Uhr: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt vor Lockerungen von Corona-Restriktionen über Weihnachten, wenn Behörden das Infektionsgeschehen nicht voll unter Kontrolle haben. »Wenn sich Menschen untereinander anstecken und wenn ein Land nicht die nötige Infrastruktur hat, um Fälle zu verfolgen und Kontakte zu isolieren und in Quarantäne zu schicken, dann wird eine Lockerung zu stärkeren Ansteckungen führen«, sagte WHO-Nothilfekoordinator Mike Ryan am Montagabend in Genf.

Regierungen müssten sich im Klaren sein, dass sie nur Risiken abwägen könnten. Eine wissenschaftliche Formel, welche Lockerungen vertretbar oder wie viele Feiertage ohne größere Auflagen sicher seien gebe es nicht. »Es gibt nur ein höheres und niedrigeres Risiko, dass die Situation sich bessert oder verschlimmert«, sagte er. Regierungen müssten die Risiken einer stärkeren Ausbreitung des Virus mit den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Risiken der Beibehaltung von Beschränkungen abwägen. Wenn Menschen sich über die Feiertage nicht treffen dürften, entstehe eine große Frustration, eine Corona-Müdigkeit und womöglich Widerstand gegen die Maßnahmen, räumte er ein.

bah/bbr/sen/mjm/hej/dpa/Reuters/AFP/TASS