Corona-News am Dienstag Drosten: Delta muss sich in Deutschland nicht entwickeln wie in Großbritannien

In Deutschland lag der Anteil der Delta-Variante an den Neuinfektionen zuletzt bei gut sechs Prozent. Der Virologe Christian Drosten zeigt sich dennoch einigermaßen optimistisch. Der Überblick am 22. Juni.
Virologe Christian Drosten traf sich heute mit dem österreichischen Kanzler Kurz

Virologe Christian Drosten traf sich heute mit dem österreichischen Kanzler Kurz

Foto: Kay Nietfeld / dpa

Das waren die Corona-News am Dienstag.

Nichts mehr verpassen: Für die neuesten Entwicklungen und wichtigsten Hintergründe abonnieren Sie unseren Coronavirus-Newsletter.

+++ Drosten: Delta muss sich in Deutschland nicht entwickeln wie in Großbritannien +++

19.50 Uhr: Nach dem Wiederanstieg der Coronainzidenz in Großbritannien durch die Delta-Variante sieht der Virologe Christian Drosten für Deutschland auch die Möglichkeit eines anderen Verlaufs. Es könne sein, dass die Lage vorerst relativ konstant bleibe, sagte der Leiter der Virologie der Berliner Charité am Dienstag im Podcast »Coronavirus-Update« (NDR-Info) .

Er verwies zum Beispiel darauf, dass es nach Deutschland wohl keine so hohe Zahl an unabhängigen Eintragungen der Variante – etwa direkt aus Indien – gegeben habe. In Großbritannien gebe es zudem eine etwas andere Struktur in der Bevölkerung mit asiatischstämmigen Communitys, in denen das Virus anfangs hochgekocht sei. »Deswegen kann es auch sein, dass sich das bei uns nicht so einstellt.«

In Deutschland lag der Anteil von Delta an den Neuinfektionen nach Daten des Robert Koch-Instituts zuletzt bei gut 6 Prozent (Woche vom 31. Mai bis 6. Juni) – eine Zunahme im Vergleich zu den Wochen davor, der Trend bei der absoluten Zahl der Nachweise ist jedoch rückläufig. In Großbritannien ist Delta bereits die dominierende Variante. Neue RKI-Zahlen werden für Mittwochabend erwartet.

Drosten zufolge wäre es ein »sehr schlechtes Signal«, sollte sich in den neuen RKI-Daten eine Verdopplung des Anteils im Wochentakt zeigen. Da sich die Werte stets auf einen Zeitpunkt vor etwa zwei Wochen beziehen, sei das im Nachhinein nicht mehr kontrollierbar; es drohe in der Folgewoche wieder eine Verdopplung. »Wenn das so wäre, dann müssen wir eben uns darauf einstellen, dass andere Effekte so laufen wie sie in England nun mal gelaufen sind mit der Delta-Variante.«

Die Entwicklung des Anteils der Delta-Variante in Deutschland sei ein wichtiger Frühindikator, den man anschauen müsse, sagte Drosten. Statt Voraussagen über den Sommer zu machen, sei zu beobachten, was passiert. »Ich glaube, wir sind heute in einer Woche schon schlauer.«

Polen verschärft Quarantänevorschriften für Reisende aus Großbritannien

23.30 Uhr: Polen führt eine siebentägige Quarantäne für alle Reisenden aus Großbritannien ein, um die Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus einzudämmen, sagte das Gesundheitsministerium am Dienstag. Großbritannien erlebt derzeit einen Anstieg der Fälle durch die ansteckendere Delta-Variante, die zuerst in Indien identifiziert wurde.

»Die Entscheidungen über die Quarantäne für Reisende, die aus Großbritannien einreisen, sollen das Risiko der Übertragung der Delta-Variante des Coronavirus aus dem gefährdeten Gebiet verringern«, wurde Gesundheitsminister Adam Niedzielski von der staatlichen Nachrichtenagentur PAP zitiert. »Wir müssen uns um unsere Bürger und ihre Sicherheit kümmern.« Die Quarantäne-Regeln werden nicht für Reisende gelten, die vollständig geimpft wurden, sagte Niedzielski in einem Tweet als Antwort auf die Frage eines Reporters .

Die strengeren Regeln waren zuvor auch für Reisende aus Brasilien, Indien und Südafrika erlassen worden.

Deutsche können wieder ohne Auflagen nach Tschechien

22.32 Uhr: Tschechien hat Deutschland von seiner Liste der Corona-Risikogebiete gestrichen. Damit ist die Einreise aus der Bundesrepublik ins Nachbarland wieder ohne Auflagen möglich, wie das Außenministerium in Prag am Dienstag mitteilte. Umgekehrt stuft Deutschland Tschechien bereits seit dem 6. Juni nicht mehr als Risikogebiet ein.

Die Coronalage hat sich in dem einstigen europäischen Corona-Hotspot seit einiger Zeit sehr gebessert. Im Durchschnitt stecken sich in Tschechien innerhalb von sieben Tagen aktuell noch acht Menschen je 100.000 Einwohner nachweislich an – wie in Deutschland auch.

Tschechiens Tourismusbranche hat massiv unter der Coronakrise und den monatelangen Einreisebeschränkungen gelitten. Die Zahl der ausländischen Übernachtungsgäste ging 2020 gegenüber dem Vorjahr um knapp 75 Prozent auf rund 2,8 Millionen zurück.

USA werden Impfziel zum 4. Juli verpassen

21.54 Uhr: Bis zum Unabhängigkeitstag wollte Präsident Joe Biden 70 Prozent aller Erwachsenen erstimpfen – laut Corona-Experten wird es aber »noch ein paar Wochen« dauern, bis die 70 Prozent mindestens eine Impfdosis erhalten hätten. Das sagte Corona-Koordinator des Weißen Hauses, Jeff Zients, am Dienstag.

In der Altersgruppe ab 30 Jahren sei dieses Ziel bereits erreicht. Am 4. Juli werde das für die Gruppe im Alter ab 27 Jahren gelten. Niedriger sei die Impfbereitschaft bei Menschen zwischen 18 und 26 Jahren. Biden selbst betonte auf Twitter dennoch: »Unser Impfprogramm ist eine amerikanische Erfolgsgeschichte.« Er rief besonders junge Amerikaner dazu auf, sich schnell impfen zu lassen. Die Zahl der Impfungen pro Tag ist seit dem Höhepunkt im April deutlich gesunken.

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Twitter, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.
Externer Inhalt

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Bidens Corona-Berater Anthony Fauci sagte, 16 der 50 Bundesstaaten und der Hauptstadtbezirk Washington hätten das 70-Prozent-Ziel überschritten. In vier Bundesstaaten jedoch habe weniger als die Hälfte der Erwachsenen bislang mindestens eine Spritze bekommen.

Fauci warnte, auch in den USA verbreite sich die besonders ansteckende Delta-Variante des Coronavirus. Diese Mutante mache inzwischen mehr als 20 Prozent der Fälle aus, mehr als doppelt so viel wie noch vor zwei Wochen. »Die Delta-Variante ist in den USA derzeit die größte Bedrohung für unseren Versuch, Covid-19 zu eliminieren.«

Merkel: Corona-Entwicklung erfreulich – Aber: Pandemie nicht vorbei

21.38 Uhr: Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die niedrigen Corona-Infektionszahlen in Deutschland als sehr erfreulich bezeichnet, angesichts der weltweiten Entwicklung zugleich aber zur Vorsicht gemahnt. »Manche Mühe hat sich gut ausgezahlt«, sagte Merkel am Dienstag nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen in der letzten Sitzung der Unionsfraktion vor der parlamentarischen Sommerpause in Berlin. Zugleich warnte sie: Die »Pandemie ist noch nicht vorbei«.

In vielen Ländern der Welt gebe es noch keinen Impfstoff, sagte Merkel demnach. Die Impfstoffproduktion müsse beschleunigt werden. Erneut sprach sie sich gegen Forderungen aus, die Patente auf bestimmte Impfstoffe auszusetzen. Solche Patentrechte sollten nicht außer Kraft gesetzt werden. Vielmehr müsse man Vorsorge treffen, dass Firmen auch in Zukunft Impfstoffe entwickeln könnten.

Hessens Gesundheitsminister: Delta-Variante bei mehr als 20 Prozent

21.12 Uhr: Trotz der derzeit entspannten Coronalage in Deutschland ist die als ansteckender geltende Delta-Variante des Virus auf dem Vormarsch. »Wir haben doch deutliche Anzeichen, dass Delta auch in Hessen mittlerweile schon über 20 Prozent der Fälle dominiert«, sagte Landesgesundheitsminister Kai Klose (Grüne) am Dienstag bei einer Pressekonferenz. Daran sehe man, »dass das sehr schnell geht«.

Die Variante sei noch infektiöser als die Alpha-Variante, sagte Klose. »Aber wir haben keine Hinweise darauf, bisher jedenfalls, dass diese Variante noch mehr schwere Erkrankungen auslöst.« Er gehe davon aus, »dass Delta sich relativ schnell durchsetzen wird und die vorherrschende Variante sein wird«. Gesundheitsminister Jens Spahn hatte zuletzt erklärt, es sei nicht die Frage, ob, sondern wann Delta das Infektionsgeschehen in Deutschland dominieren werde.

In Deutschland lag der Anteil der zunächst in Indien entdeckten Variante an den Corona-Neuinfektionen nach Daten des Robert Koch-Instituts Anfang Juni bei gut 6 Prozent (Woche vom 31. Mai bis 6. Juni). In Großbritannien ist sie bereits die dominierende Variante. Dort wurden im April erste Fälle dieser Variante nachgewiesen. Anfang Mai machte Delta bereits rund ein Viertel der Fälle aus, Anfang Juni gab es fast nur noch Delta-Fälle.

EU-Kommission gibt Italien grünes Licht für massive Coronahilfen

20.40 Uhr: Italien hat von der EU-Kommission grünes Licht für seinen Ausgabenplan für den milliardenschweren Corona-Hilfsfonds der EU erhalten. »Dies ist ein Tag des Stolzes für unser Land«, sagte Regierungschef Mario Draghi am Dienstag in Rom bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Italien ist mit 191,5 Milliarden Euro größter Profiteur der Wiederaufbauhilfen; 68,9 Milliarden Euro davon sind direkte Zuschüsse.

Das Land wurde besonders hart von der Coronapandemie getroffen. Die Auswirkungen auf die italienische Wirtschaft waren enorm: Das Bruttoinlandsprodukt brach im vergangenen Jahr um 8,9 Prozent ein – das Land rutschte in die schlimmste Rezession seit dem Zweiten Weltkrieg. Das europäische Wiederaufbauprogramm sei »eine einmalige Gelegenheit«, die »wir ergreifen müssen, um uns auf die Zukunft vorzubereiten«, sagte von der Leyen. Das italienische Konjunkturprogramm werde bis 2026 mehr als 240.000 Arbeitsplätze in Italien schaffen.

Der größte Teil des insgesamt 222,1 Milliarden Euro umfassenden italienischen Aufbauplans wird für eine »grüne Revolution« eingesetzt. So sollen 68,6 Milliarden Euro unter anderem in erneuerbare Energien investiert werden. Ein weiterer Schwerpunkt ist mit 49,2 Milliarden Euro der Bereich »Digitalisierung, Innovation, Wettbewerbsfähigkeit und Kultur«.

Indien stuft neue Variante »Delta plus« als besorgniserregend ein

20.18 Uhr: Indien stuft eine neu nachgewiesene Virusvariante als besorgniserregend ein. Die inoffiziell als »Delta plus« bezeichnete Mutation sei in 16 Fällen im Bundesstaat Maharashtra entdeckt worden und leichter übertragbar, sagt der indische Bundesgesundheitsminister Rajesh Bhushan. Insgesamt seien inzwischen fast zwei Dutzend Infektionen in drei Bundesstaaten nachgewiesen. Bhushan ruft die Behörden zu verstärkten Tests auf.

Einzelhandel drängt auf Geld aus Corona-Fonds

19.24 Uhr: Der deutsche Einzelhandel pocht auf Geld für Digitalisierung aus dem europäischen Corona-Aufbaufonds. "Die Bundesregierung muss in den Blick nehmen, dass die vorgesehene Digitalisierung der Wirtschaft und Infrastruktur nicht nur auf die Industrie beschränkt bleiben kann, sondern auch den gesamten Dienstleistungssektor erfassen muss", sagte die Geschäftsführerin des Handelsverbandes Deutschland (HDE), Antje Gerstein, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Gerstein forderte einen »Digitalisierungsfonds« mit einem Volumen von 100 Millionen Euro für die in der Coronakrise in Not geratenen Handelsunternehmen.

Die EU-Kommission hatte am Dienstag die deutschen Pläne zur Nutzung der EU-Hilfen gebilligt.

Schottische Fußballfans: Inzidenz-Zahlen zu hoch

Schottische Fußballfans: Inzidenz-Zahlen zu hoch

Foto: LEE SMITH / REUTERS

Schottland verschiebt Corona-Lockerungen

19.10 Uhr: Schottland hat den nächsten Lockerungsschritt bei der geplanten Aufhebung der Corona-Maßnahmen verschoben. Das teilte die Chefin der Regionalregierung, Nicola Sturgeon, am Dienstag im Parlament in Edinburgh mit. Demnach soll die niedrigste Stufe nicht bereits am kommenden Montag erreicht werden, sondern erst am 19. Juli. Das vollständige Ende aller Corona-Beschränkungen peilt Schottland für den 9. August an.

In Großbritannien steigt die Zahl der Neuinfektionen inzwischen wieder, auch in anderen Landesteilen. Grund dafür ist die zuerst in Indien entdeckte Delta-Variante, die auf der Insel inzwischen dominant ist.

Hessen hebt Kontaktregeln für Privattreffen weitgehend auf

17.45 Uhr: Die Coronakontaktregeln für private Treffen in Hessen werden weitgehend aufgehoben. Das kündigte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Dienstag in Wiesbaden an. Die Menschen dürfen draußen unbeschränkt zusammenkommen – bis zu einer Gruppengröße von 25 würden lediglich das Einhalten der Abstands- und Hygieneregeln und gegebenenfalls auch Tests empfohlen. Ab einer Gruppengröße von 25 gelte das Treffen als eine Veranstaltung mit Coronaregeln. Dies sind nach Angaben der Staatskanzlei ein Abstands- und Hygienekonzept, Testpflicht in Innenräumen sowie Kontaktdatenerfassung. Ausnahmen gibt es weiterhin für berufliche Treffen.

EU stimmt Italiens milliardenschwerem Wiederaufbau-Plan zu

17.36 Uhr: Die EU-Kommission gibt grünes Licht für den Wiederaufbau-Plan Italiens. Demnach soll die Regierung in Rom 191,5 Milliarden Euro erhalten, die größte Einzelsumme in der Europäischen Union. Zuvor erhielt Deutschland eine Zusage für 25,6 Milliarden Euro. Insgesamt hat die Kommission ein Hilfspaket von 750 Milliarden Euro geschnürt, um die Wirtschaft in Europa wieder in Schwung zu bringen. Finanziert wird das Programm über Schulden.

Österreichs Bundeskanzler nach Treffen mit Drosten »optimistisch«

Sebastian Kurz (l), Bundeskanzler von Österreich, und Christian Drosten, Direktor des Instituts für Virologie an der Charité, geben nach einem Treffen auf dem Gelände der Charite ein Pressestatement

Sebastian Kurz (l), Bundeskanzler von Österreich, und Christian Drosten, Direktor des Instituts für Virologie an der Charité, geben nach einem Treffen auf dem Gelände der Charite ein Pressestatement

Foto: Kay Nietfeld / dpa

17.34 Uhr: Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz hat sich nach einem Treffen mit dem Virologen Christian Drosten optimistisch zur aktuellen Corona-Situation geäußert. »Ich bin eigentlich fast ein bisschen erleichtert, weil ich habe das Gefühl, ich habe sehr viele positive Nachrichten mitnehmen dürfen«, sagte Kurz am Dienstag im Anschluss an das Gespräch in der Berliner Charité.

Insbesondere über die Delta-Variante werde laut Kurz in Deutschland und Österreich viel diskutiert. «Ich glaube nicht, so ist mein Eindruck nach dem Gespräch, dass die Delta-Variante verschwinden wird. Sie wird bleiben«, sagte Kurz. »Wir können heilfroh sein, dass die Impfung gegen alle Varianten schützt, die es gerade gibt.«

Um die Situation in Deutschland besser einschätzen zu können, lohne sich laut Drosten vor allem ein Blick nach England. Zwar wolle er einen erneuten Anstieg der Fallzahlen in Deutschland weder voraussagen noch ausschließen, sagte Drosten. Aber: »Wenn es so sein sollte, dass im Juli die Fallzahlen wieder steigen, werden wahrscheinlich die Schulferien dann wieder eine Entspannung bringen«. Im Gegensatz zu Österreich und Deutschland hätten die Menschen in England von diesem Effekt nicht profitieren können.

Europol warnt vor Zulauf für Terroristen

17.13 Uhr: Die Coronakrise hilft Terroristen, ihre Ideologie zu verbreiten – davon geht die europäische Polizeibehörde aus. Die größte Gefahr in der EU sieht Europol demnach in islamistischem Terror.

Lesen Sie hier mehr über die Radikalisierung.

WHO »besorgt« wegen Lockerungen rund um die Fußball-EM

16.54 Uhr: Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat sich »besorgt« darüber gezeigt, dass einige Länder die Coronabeschränkungen rund um die Spiele der laufenden Fußball-Europameisterschaft gelockert haben. In einigen dieser Länder seien bereits steigende Infektionszahlen zu verzeichnen, teilte die WHO auf Nachfrage der französischen Nachrichtenagentur AFP mit.

Bundeskanzlerin zum zweiten Mal geimpft

Angela Merkel ist nun vollständig gegen das Coronavirus geimpft

Angela Merkel ist nun vollständig gegen das Coronavirus geimpft

Foto: Pool / Getty Images

16.48 Uhr: Sie ist eine von 26 Millionen: Angela Merkel hat ihre zweite Impfung gegen das Coronavirus erhalten. Dabei bekam die Kanzlerin einen anderen Impfstoff gespritzt als bei der ersten Immunisierung im April. Lesen Sie hier mehr.

365 Millionen Grundschulkindern fehlte Schulmahlzeit

16.28 Uhr: Schulschließungen im Zuge der Pandemie haben Uno-Experten zufolge für geschätzt 365 Millionen Grundschulkinder den Verlust von Schulmahlzeiten zur Folge gehabt. Die Verbindung zwischen Bildung und Gesundheit sei während der Pandemie besonders sichtbar geworden, teilten die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die Uno-Organisation für Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation (Unesco) am Dienstag mit.

Globale Gesellschaft

In Reportagen, Analysen, Fotos, Videos und Podcasts berichten wir weltweit über soziale Ungerechtigkeiten, gesellschaftliche Entwicklungen und vielversprechende Ansätze für die Lösung globaler Probleme.

Alle Artikel

Schulen sollten demnach einen größeren Beitrag für die öffentliche Gesundheit leisten. WHO und Unesco stellten Standards und Maßnahmen vor, um dieses Ziel zu erreichen. Schulmahlzeiten etwa förderten nicht nur den Schulbesuch, sondern reduzierten auch gesundheitliche Probleme wie Blutarmut.

Hessen hebt Maskenpflicht im Schulunterricht auf

16.23 Uhr: Angesichts niedriger Zahlen bei den Neuinfektionen lockert Hessen die Coronaregeln deutlich. An den Schulen werde die Maskenpflicht im Unterricht entfallen, kündigte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Dienstag in Wiesbaden an. Schülerinnen und Schüler müssten nur noch im Gebäude, in den Gängen und bis zum Platz eine Schutzmaske tragen. Hessenweit bleibt die Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr und in Geschäften erhalten – aber in den Fußgängerzonen wird sie aufgehoben, wie Bouffier erklärte.

Ab EM-Halbfinale: Bis zu 60.000 Fans in Wembley zugelassen

15.53 Uhr: Trotz großer Kritik und Sorge vor einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus werden ab dem Halbfinale der EM deutlich mehr Fans zugelassen. Die britische Regierung entschied, dass das Wembley-Stadion für die entscheidenden Spiele bis zu 60.000 Zuschauer empfangen darf. Dies entspricht zwei Dritteln der kompletten Auslastung von 90.000 Plätzen. Die Halbfinals finden am 6. und 7. Juli statt, das Finale am 11. Juli.

In den Gruppenspielen sind 22.500 Fans zugelassen, für die beiden Achtelfinalspiele am Samstag und kommenden Dienstag werden bis zu 45.000 Zuschauer in den Fußballtempel gelassen.

Coronabelastungen jetzt stärker als im ersten Pandemiejahr

15.25 Uhr: Die Coronakrise hat viele Bürger laut einer Umfrage in diesem Frühling mehr bedrückt und direkter betroffen als ein Jahr zuvor. Dass sie die Situation psychisch belastet habe, sagten im Mai 49 Prozent der Befragten über sich, wie die Umfrage im Auftrag des Bundesverbands der Arzneimittelhersteller ergab. Bei einer Befragung von Juni 2020 hatten dies 44 Prozent bejaht. Eine Coronainfektion in der eigenen Familie hatte demnach nun fast jeder Fünfte (19 Prozent), nachdem es vor einem Jahr sieben Prozent waren. Dass sie wirtschaftliche Einbußen hatten, sagten jetzt 28 Prozent nach zuvor 31 Prozent.

Biontech hält Impfstoffanpassung derzeit für unnötig

15.19 Uhr: Biontech-Chef Uğur Şahin hält trotz einer zunehmenden Verbreitung von Virusvarianten derzeit keine Anpassung seines Covid-19-Impfstoffs für nötig. »Um vorbereitet zu sein und schnell reagieren zu können, falls eine dritte Dosis oder eine Anpassung an einen neuen Virusstamm erforderlich werden sollte, analysieren wir kontinuierlich die Wirksamkeit des Impfstoffs, auch gegen neu auftretende Varianten«, sagte Şahin am Dienstag auf der Hauptversammlung des Mainzer Biotechunternehmens. »Derzeit gibt es keine Hinweise darauf, dass eine Anpassung unseres Impfstoffs an kursierende Varianten notwendig ist.«

Biontech-Chef Uğur Şahin

Biontech-Chef Uğur Şahin

Foto: FABIAN BIMMER / REUTERS

Noch wisse man nicht, wann und wie oft eine Auffrischungsimpfung nötig sein werde. Er gehe aber davon aus, »dass eine dritte Impfung für die Auffrischung der Immunität von hohem Wert ist«, sagte Şahin. Der Biontech-Chef bekräftigte, dass das Unternehmen zusammen mit seinem US-Partner Pfizer in diesem Jahr eine Produktionskapazität von bis zu drei Milliarden Impfdosen anstrebt. Mehr als drei Milliarden Dosen sollen es 2022 werden, dabei werde Biontech mindestens die Hälfte herstellen.

Schweden will nun auch Jugendliche ab 16 Jahren impfen

14.52 Uhr: In Schweden wird auch Jugendlichen im Alter von 16 und 17 Jahren eine Impfung gegen Covid-19 angeboten. Das hat die nationale Gesundheitsbehörde Folkhälsomyndigheten beschlossen, wie sie am Dienstag mitteilte. Grund dafür sei, vor allem die Teenager selbst vor einer Erkrankung zu schützen, aber auch zu einer insgesamt geringeren Infektionsausbreitung in der Bevölkerung beizutragen. Mit den Impfungen der Jüngeren solle begonnen werden, wenn alle Erwachsenen damit durch seien. Das dürfte voraussichtlich im August der Fall sein.

Hamburger Fischmarkt darf unter Auflagen wieder öffnen

14.43 Uhr: Vor mehr als einem Jahr musste der Hamburger Fischmarkt pandemiebedingt schließen – jetzt darf die beliebte Touristenattraktion wieder öffnen. Die zuletzt niedrigen Corona-Inzidenzwerte erlauben es. Los gehen soll es am Sonntag, dem 4. Juli. »Der Hamburger Fischmarkt ist eine echte Altonaer Institution, die uns im Bezirksamt sehr am Herzen liegt«, sagte Stefanie von Berg, Bezirksamtsleiterin Altona, am Dienstag. »In den vergangenen Monaten haben wir gemerkt, was es bedeutet, wenn am Sonntagmorgen nicht das Leben an der Hafenkante pulsiert. Dann fehlt einfach etwas. Und das möchten wir nun gerne wieder ändern.«

Moskau verschärft Beschränkungen ab 28. Juni

14.28 Uhr: In Moskau werden die Coronabeschränkungen für Restaurant- und Cafébesuche wegen der grassierenden Delta-Variante verschärft. Nur wer eine vollständige Impfung nachweisen könne, aktuell negativ getestet oder im vergangenen halben Jahr von einer Infektion genesen sei, dürfe die Lokale besuchen, so Bürgermeister Sergej Sobjanin auf seinem Blog. Dies gelte vom 28. Juni an.

Sachsen hebt Maskenpflicht im Freien auf

14.26 Uhr: Sachsen hebt bei niedrigen Infektionszahlen die Maskenpflicht im Freien auf. Die Regelung gelte ab 1. Juli und bei einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz unter 10, sagte Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung.

Bisher musste eine Maske auch im Freien getragen werden, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden konnte.

EU-Kommission billigt deutschen Aufbauplan nach der Coronakrise

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen

Foto: Lisa Leutner / AP

14.25 Uhr: 25,6 Milliarden Euro wird Deutschland von der EU aus dem Corona-Aufbaufonds erhalten. Die Kommission hat dazu den Plan der Bundesregierung gebilligt: Besonders viel Geld soll in die Digitalisierung fließen.

Phuket ab 1. Juli wieder ohne Quarantäne zu besuchen

Hotelanlage auf Phuket

Hotelanlage auf Phuket

Foto: LILLIAN SUWANRUMPHA / AFP

14.54 Uhr: Das thailändische Urlaubsparadies Phuket wird ab dem 1. Juli für Touristen wieder ohne generelle Quarantänevorschrift zugänglich sein. Die Regierung in Bangkok gab am Dienstag grünes Licht für die entsprechenden Pläne der Tourismusbehörde. Demnach sollen in einem Modellversuch vollständig gegen das Coronavirus geimpfte und mit einem negativen Corona-Testergebnis ausgerüstete Urlauber ohne die obligatorische Hotelquarantäne nach Phuket reisen können.

Irland hält trotz Delta-Variante an Lockerungskurs fest

14.07 Uhr: Irland hält trotz der zunehmenden Präsenz der Delta-Variante des Coronavirus an seinem Lockerungskurs fest. »Was die Delta-Variante angeht, so gibt es auf jeden Fall Grund zur Besorgnis, aber keinen Grund zur Panik in dieser Phase«, sagt der stellvertretende Ministerpräsident Leo Varadkar vor Journalisten. »Wir sind immer noch auf Kurs, die Einschränkungen am 5. Juli weiter zu lockern.«

Vorgesehen ist dann unter anderem, die Innenbereiche von Restaurants für Gäste wieder zu öffnen. Die Lage müsse in den kommenden Wochen genau beobachtet werden, sagt Varadkar. Eine endgültige Entscheidung über weitere Lockerungen soll nächste Woche fallen.

In Berlin dürfen sich draußen bald bis zu 100 Personen treffen

13.37 Uhr: Bei privaten Treffen im Freien sind in Berlin künftig wieder bis zu 100 Personen erlaubt. Darauf hat sich der Senat nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur bei seiner Sitzung am Dienstag verständigt. Die bisher geltenden Kontaktbeschränkungen, nach denen sich höchstens zehn Personen aus maximal fünf Haushalten plus Kinder bis 14 Jahre treffen durften, werden für den Aufenthalt draußen aufgehoben. Die Infektionsschutzverordnung soll entsprechend geändert werden.

Sachsen lockert Testpflicht an Schulen ab 1. Juli

13.33 Uhr: Schüler und Lehrer in Sachsen müssen sich künftig bei niedrigen Infektionszahlen nur noch einmal pro Woche testen. Die Regelung gelte ab dem 1. Juli mit der neuen Landesverordnung, teilte das Kultusministerium am Dienstag nach einer Sitzung des Kabinetts mit.

Voraussetzung ist eine stabile Sieben-Tage-Inzidenz unter zehn. Am Dienstag war dieser Wert in allen Städten und Landkreisen im Freistaat unterschritten. Oberhalb dieser Marke sind wie bisher zwei Tests pro Woche an Schulen sowie für das Kita-Personal vorgesehen.

Merkel gegen volle Fußballstadien in Großbritannien

Obwohl sich die hochansteckende Delta-Variante rasant ausbreitet, erlaubt Großbritannien Zehntausende Fans beim EM-Finale

Obwohl sich die hochansteckende Delta-Variante rasant ausbreitet, erlaubt Großbritannien Zehntausende Fans beim EM-Finale

Foto: Mark Hawkins / imago images/PRiME Media Images

13.29 Uhr: Kanzlerin Angela Merkel hat die Uefa davor gewarnt, auf volle Stadien in Großbritannien während der Fußball-Europameisterschaft zu drängen. »Ich hoffe es, dass die Uefa verantwortungsvoll vorgeht. Ich hielte es nicht für gut, wenn voll besetzte Stadien dort sind«, sagt die Kanzlerin mit Hinweis darauf, dass Großbritannien Virusvariantengebiet ist. Wer aus Großbritannien nach Deutschland reise, müsse deshalb anschließend bis auf sehr wenige Ausnahmen 14 Tage in Quarantäne.

Bis zu 40 Prozent Terminabsagen in Impfzentren in Mecklenburg-Vorpommern

13.17 Uhr: Der Impfmotor stottert in Mecklenburg-Vorpommern, obwohl jetzt genügend Dosen vorhanden sind: In den Impfzentren des Landes fallen terminierte Impfungen vermehrt aus, weil keiner kommt, wie Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) am Dienstag bekannt gab. Die Terminabsagen schwankten tageweise zwischen 15 und 40 Prozent. »Das mag mit der Urlaubszeit zusammenhängen oder damit, dass auch Termine bei niedergelassenen Ärzten wahrgenommen werden«, so Glawe. Dies sei eine Momentaufnahme, die sich hoffentlich nicht verstetige.

Impfstoff sei jetzt vorhanden, Termine über das Online-Tool oder über die Hotline buchbar, hieß es. Schon 16-Jährige bekommen derzeit zeitnah einen Termin, wie Recherchen der Deutschen Presse-Agentur ergaben.

Corona-Ursprung: US-Immunologe Fauci glaubt nicht an Laborunfall

Anthony Fauci glaubt, dass eine Übertragung vom Tier auf den Menschen die wahrscheinlichste Erklärung für den Corona-Usprung ist

Anthony Fauci glaubt, dass eine Übertragung vom Tier auf den Menschen die wahrscheinlichste Erklärung für den Corona-Usprung ist

Foto: Jim Lo Scalzo / AP

13.06 Uhr: Der US-Gesundheitsexperte Anthony Fauci geht nicht davon aus, dass das Coronavirus aus einem chinesischen Labor entwichen ist. In einer Podcast-Episode der »New York Times«, die am Montag (Ortszeit) erschien, sagte der Immunologe: »Ich bin der Ansicht – so wie die überwiegende Mehrheit der Wissenschaftler, die sich mit Virologie und Evolutionsbiologie auskennen, – dass die wahrscheinlichste Erklärung eine natürliche Übertragung vom Tier auf den Menschen ist.«

Er selbst sei zwar kein Evolutionsvirologe, sagte Fauci, »doch die, die es sind, sehen sich das Virus an und sagen, es ist absolut kompatibel mit etwas, das sich aufgrund der Nähe zu Fledermausviren entwickelt hat«. Auch der Vergleich mit anderen Viren wie Sars-CoV-1 oder Mers spreche für eine natürliche Übertragung auf den Menschen.

EU kauft weitere 150 Millionen Impfdosen von Moderna

13.05 Uhr: Die EU-Kommission kauft weitere 150 Millionen Dosen Coronaimpfstoff vom US-Hersteller Moderna. Eine entsprechende Option aus einem Vertrag vom Februar wurde jetzt gezogen, wie ein Kommissionssprecher mitteilte. Die Lieferung soll im dritten Quartal beginnen und sich bis ins Jahr 2022 hineinziehen.

Die Kommission hat zwei Verträge mit Moderna: einen über 160 Millionen Dosen vom vergangenen Jahr und einen zweiten vom Februar. Mit dem zweiten Kontrakt waren 150 Millionen Impfdosen fest bestellt und weitere 150 Millionen Dosen als Option vereinbart worden. Um diesen Teil der Vereinbarung geht es jetzt. Die EU könne damit an Virusvarianten angepassten Impfstoff sowie Impfstoffe für Kinder und für Auffrischungen kaufen.

Coronapandemie gefährdet laut Studie Herzpatienten

13.00 Uhr: Die Coronapandemie birgt ein doppeltes Risiko für Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das zeigt der Deutsche Herzbericht 2020. Herzpatienten hätten zum einen ein erhöhtes Risiko, einen schweren Verlauf zu erleiden oder zu sterben, sagte Thomas Voigtländer, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung.

Zum anderen würden zu viele Menschen bei akuten Beschwerden zu lange zögern, den Notarzt zu rufen – unter anderem aus Angst, sich im Krankenhaus mit dem Coronavirus anzustecken, oder weil vermeintliche Kapazitätsengpässe in den Kliniken vermutet werden.

»Es ist zu befürchten, dass die verzögerte oder überhaupt nicht durchgeführte Diagnostik erhebliche Langzeitfolgen für die kardiovaskuläre Gesundheit haben wird«, schreiben die Autoren des Herzberichts. Die Auswirkungen der verminderten Diagnostik zeigen sich laut Herzbericht möglicherweise auch in der Häufigkeit eines plötzlichen Herzstillstands außerhalb von Kliniken. Untersuchungen aus Paris, der Lombardei und New York zeigen dem Bericht zufolge, dass es während des ersten Lockdowns deutlich mehr plötzliche Herzstillstände außerhalb von Kliniken gab.

Sydney in Sorge wegen Corona-Ausbruch mit Delta-Variante

12.40 Uhr: Aufgrund eines Corona-Ausbruchs mit der extrem ansteckenden Delta-Virusvariante erwägen die Behörden in Sydney einen neuen Lockdown. Es seien innerhalb von 24 Stunden zehn neue Fälle registriert worden, teilten die Behörden mit. Für Australien, das sich unter anderem durch strikte Einreiseregeln gegen das Virus abzuschotten versucht, ist das eine ungewöhnlich hohe Zahl.

Als erster Infizierter des neuen Coronaherdes gilt ein Fahrer von internationalen Flugzeugbesatzungen. Dieser infizierte sich mit der als ansteckender als bisherige Formen geltenden Delta-Variante. Das Virus sei dann – offenbar ganz ohne direkte körperliche Kontakte - in einem Café nahe dem weltberühmten Bondi Beach und einem Einkaufszentrum »weitergesprungen«, sagte die Regierungschefin des Bundesstaats New South Wales, Gladys Berejiklian. Insgesamt werden auf diesen Ursprung nun 21 Fälle zurückgeführt.

Die Regierung ordnete für den Großraum Sydney eine Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln und Einkaufszentren an, einen Lockdown verhängte sie zunächst noch nicht. Er sei aber nicht ausgeschlossen.

Maskenpflicht an bayerischen Grundschulen wird entschärft

12.30 Uhr: Schülerinnen und Schüler an Bayerns Grundschulen sollen im Unterricht keine Masken zum Schutz vor Corona mehr tragen müssen, sofern sie an ihrem Platz sitzen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag aus Kabinettskreisen. Zuvor hatten Bayerischer Rundfunk und »Süddeutsche Zeitung« darüber berichtet.

Forscher testen Bandwurmmittel gegen Corona

12.10 Uhr: Wenn der Sars-CoV-2-Erreger eine Zelle befällt, programmiert er deren Stoffwechsel um. Forscher haben sich diesen Prozess jetzt im Detail angesehen. Dabei sind ihnen interessante Wirkstoffe aufgefallen.

Russland begrenzt Arbeitsmöglichkeiten für Ungeimpfte

11.52 Uhr: Wer in Russland nicht vollständig geimpft oder immun gegen das Coronavirus ist, muss laut Präsidialamt mit begrenzten Arbeitsmöglichkeiten rechnen. Solche Menschen könnten nicht an allen Orten im Land arbeiten und könnten benachteiligt werden, sagt der Sprecher des Präsidialamtes, Dmitrij Peskow, vor der Presse.

»Die Realität sieht so aus, dass es unweigerlich zu Diskriminierungen kommen wird. Menschen ohne Impfung oder Immunität werden nicht überall arbeiten können. Das ist nicht möglich. Es würde eine Bedrohung für diejenigen in ihrer Umgebung darstellen.«

Präsident der Philippinen droht Impfverweigerern mit Gefängnis

Foto: Simeon Celi / dpa

11.45 Uhr: Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte hat mit einer markigen Botschaft an Corona-Impfverweigerer für Aufsehen gesorgt. Duterte drohte, dass er Impfverweigerer festnehmen lassen werde – sein Justizminister relativierte die Aussage aber schnell wieder. Seiner Meinung nach habe der Präsident lediglich verdeutlichen wollen, wie wichtig es sei, sich schnell impfen zu lassen und die Herdenimmunität zu erlangen, sagte Minister Menardo Guevarra am Dienstag vor Journalisten.

Keine Entschädigung für Gaststättenschließung im Shutdown

11.37 Uhr: Ein Gaststättenbetreiber aus Hessen ist mit der Klage gegen seine Betriebsschließungsversicherung gescheitert, die den finanziellen Ausfall aus dem ersten Corona-Shutdown nicht tragen will.

Der Betrieb im Main-Kinzig-Kreis war im Frühjahr 2020 einen knappen Monat geschlossen geblieben, wofür die Betreiberin anschließend Entschädigung verlangte. Das Oberlandesgericht Frankfurt gab aber in der Berufung der Versicherung recht, die in den Zusatzbedingungen der Police auf einen Krankheitenkatalog im Infektionsschutzgesetz verwiesen hatte.

Trump wollte infizierte US-Bürger offenbar nach Guantánamo schicken

Donald Trump (l.) mit dem damaligen Gesundheitsminister Alex Azar (r.)

Donald Trump (l.) mit dem damaligen Gesundheitsminister Alex Azar (r.)

Foto: Carolyn Kaster/ AP

11.08 Uhr: »Haben wir keine Insel, die wir besitzen?«: Donald Trump soll laut einem neuen Buch erwogen haben, Reiserückkehrer zur Quarantäne nach Guantánamo zu bringen. Seine Berater reagierten demnach entsetzt.

Erstmals seit April mehr als 100 neue Coronafälle in Israel

Israelis feierten vergangene Woche in Jerusalem das Ende der Amtszeit von Premier Netanyahu

Israelis feierten vergangene Woche in Jerusalem das Ende der Amtszeit von Premier Netanyahu

Foto: CORINNA KERN / REUTERS

10.43 Uhr: Nach zuletzt wenigen Corona-Neuinfektionen in Israel sind erstmals seit rund zwei Monaten mehr als 100 neue Fälle an einem Tag nachgewiesen worden. 125 Personen seien am Vortag positiv auf das Virus getestet worden, teilte das Gesundheitsministerium am Dienstag mit. Der Generaldirektor des Gesundheitsministeriums, Chesi Levy, hatte dem israelischen Fernsehen zuvor gesagt, dass rund 70 Prozent der Neuinfektionen mit der Delta-Variante des Virus in Zusammenhang stehen. Die Hälfte der Neuinfizierten seien Kinder, ein Drittel der Betroffenen sei geimpft gewesen. Die Delta-Variante wurde zuerst in Indien entdeckt und gilt als besonders ansteckend.

Kolumbien verzeichnet mehr als 100.000 Coronatote

10.42 Uhr: In Kolumbien sind seit Beginn der Pandemie inzwischen mehr als 100.000 Menschen an Covid-19 gestorben. Diese Schwelle sei am Montag überschritten worden, teilte das Gesundheitsministerium mit. Zudem seien am Montag mit 648 neuen Todesfällen so viele wie noch nie binnen 24 Stunden verzeichnet worden.

In Relation zu den gut 50 Millionen Einwohnern des Landes weist Kolumbien damit die vierthöchste Todesrate in Lateinamerika und der Karibik auf. Das südamerikanische Land durchläuft derzeit seine bisher schlimmste Etappe der Pandemie.

RKI meldet 455 Neuinfektionen, 77 weitere Todesopfer

10.30 Uhr: Das Robert Koch-Institut (RKI) meldet 455 neue Positiv-Tests. Das sind 197 weniger als am Dienstag vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt weiter auf 8,0 von 8,6 am Vortag. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. 77 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle binnen 24 Stunden auf 90.472 Insgesamt fielen in Deutschland bislang mehr als 3,7 Millionen Coronatests positiv aus.

Immer noch mehr als 3000 Passagierjets in Europa am Boden

10.25 Uhr: An Europas Flughäfen stehen wegen der Coronakrise immer noch rund 3400 Passagierjets dauerhaft am Boden. Nach einer am Dienstag vorgestellten Auswertung der Luftverkehrsorganisation Eurocontrol ist das mehr als doppelt so viel wie im Vorkrisen-Sommer 2019 als ein Tiefstwert von 1470 nicht genutzten Jets registriert wurde. Auf dem Höhepunkt des ersten Lockdowns im Frühjahr 2020 waren im Wochenschnitt sogar fast 7200 Flugzeuge inaktiv.

Großbritannien hält an Lockdown-Ende am 19. Juli fest

10.05 Uhr: In Großbritannien bleibt es nach derzeitigem Stand bei der auf den 19. Juli verschobenen Aufhebung der Corona-Beschränkungen. Die Daten zu Infektions- und Todeszahlen der vergangenen Woche seien ermutigend, sagt Gesundheitsminister Matt Hancock dem Sender BBC. Die Zahl der Todesfälle sei niedrig – selbst bei zunehmenden Infektionen. Man werde die Entwicklung weiterhin genau beobachten, insbesondere die Daten von Anfang kommender Woche.

Razzia gegen mutmaßliche Corona-Soforthilfebetrüger in NRW

10.04 Uhr: Mit einer Razzia ist die Polizei in Nordrhein-Westfalen am Dienstag gegen mutmaßliche Corona-Soforthilfebetrüger vorgegangen. Seit dem Morgen wurden Wohnungen und gewerbliche Objekte unter anderem in Erftstadt, Kerpen, Brühl, Aachen und Euskirchen durchsucht, wie die Kölner Staatsanwaltschaft und die Polizei mitteilten.

Hintergrund seien Ermittlungsverfahren wegen Corona-Soforthilfebetrugs in »großem Umfang«. Rund 200 Polizisten waren den Angaben zufolge im Einsatz. Eine erste Bilanz wollen Staatsanwaltschaft und Polizei nach den Durchsuchungen veröffentlichen.

Bund muss sich zwei Milliarden Euro zusätzlich leihen

10.00 Uhr: Der Bund muss den Kapitalmarkt im Sommer wegen der Coronakosten stärker anzapfen als bislang vorgesehen. Geplant sei die zusätzliche Aufnahme von zwei Milliarden Euro, wie die für das Schuldenmanagement zuständige Finanzagentur am Dienstag mitteilte. Dazu werde das Volumen von drei Anleihen aufgestockt. Dies seit notwendig, »um den im Zuge der Covid-19-Pandemie erhöhten Finanzierungsbedarf des Bundes und seiner Sondervermögen zu decken«. Auch für das vierte Quartal schließt die Finanzagentur nicht aus, noch mal nachzulegen »angesichts der ungewissen Pandemieentwicklung und der damit verbundenen Herausforderungen für die Haushaltsplanung«.

Geimpfte Briten sollen bald an Europas Strände reisen dürfen

09.30 Uhr: Wer in Großbritannien vollständig geimpft ist, soll bald wieder den Urlaub an Europas Stränden verbringen dürfen. Die Regierung arbeite derzeit daran, die Reisebeschränkungen für diesen Personenkreis zu lockern, sagt der britische Gesundheitsminister Matt Hancock dem Sender Sky News. Derzeit ist es Britinnen und Briten weitgehend untersagt, in die meisten Länder zu reisen, weil Quarantäne- und Testbestimmungen umständlich und teuer sind. Das gilt auch für die EU. Die britische Reisebranche fordert, dass Großbritannien seine Test- und Quarantänepflicht für vollständig Geimpfte aufhebt.

Warum die Delta-Variante so gefährlich ist

09.02 Uhr: Die Delta-Variante des Coronavirus ist sehr viel ansteckender als die in Deutschland bisher dominante Alpha-Variante. Dafür gibt es Gründe.

Kinderschutzbund befürchtet erneute Lasten für Kinder

8.52 Uhr: Angesichts der sich ausbreitenden Delta-Variante des Coronavirus befürchtet der Kinderschutzbund neue Nachteile für die Kinder. »Ich fürchte, die Kinder werden erneut die Verlierer der Pandemie sein«, sagte Verbandspräsident Heinz Hilgers dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Er kritisierte, dass politisch abermals nicht genug für die Vorbeugung unternommen worden sei, etwa durch eine bessere digitale Ausstattung von Schulen oder durch den rechtzeitigen Einbau von Lüftungsanlagen. »Das ist ein einziges Trauerspiel«, sagte Hilgers.

Mecklenburg-Vorpommern Deutschlands Region mit höchster Tourismusintensität

08.42 Uhr: Mecklenburg-Vorpommern ist in Deutschland die Region mit der höchsten Tourismusintensität. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mitteilte, zählte das Bundesland im Jahr 2019, also vor den strikten Reisebeschränkungen wegen der Pandemie, rund 19 Übernachtungen pro Einwohnerin oder Einwohner. Auf diese Weise kann die Tourismusintensität einer Region bestimmt werden. Das Bundesamt bezog sich auf Daten der Eurostat-Behörde.

Umfrage: Coronakrise verdrängt Klimawandel als größte Bedrohung

07.41 Uhr: In der Coronakrise geht das Interesse der Deutschen an den Folgen des Klimawandels und der Erderhitzung laut Umfragen des Hamburger Zukunftsforschers Horst Opaschowski deutlich zurück. Das Umweltbewusstsein der Deutschen sinkt stetig, sagte Opaschowski (80) der Deutschen Presse-Agentur. Das gehe aus repräsentativen Umfragen des Opaschowski Instituts für Zukunftsforschung (OIZ) der vergangenen drei Jahre hervor. Dabei wurden jeweils 1000 Personen ab 14 Jahren nach ihren Einstellungen zum Klimawandel befragt.

So stimmten der Aussage »Klimawandel und Wetterextreme werden zur größten Bedrohung der Zukunft« 2019 noch 83 Prozent zu, 2020 waren es 78 Prozent und 2021 nur 72 Prozent. Nur die Bewohner im ländlichen Raum machten sich unverändert große Sorgen um die Folgen des Klimawandels. Hingegen verliere die Fridays-for-Future-Generation im Alter von 14 bis 24 Jahren kontinuierlich ihr Interesse an Klimafragen (2019: 80 Prozent – 2020: 76 Prozent – 2021: 71 Prozent). Besonders stark gehe das Interesse bei den Großstädtern, den Singles und den Befragten mit Hauptschulabschluss zurück.

Schon jetzt hat sich die Erde um rund 1,2 Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit erhitzt. Die fatalen Folgen auch in Deutschland: Je nach Region gibt es mehr Hitzewellen und Dürren sowie Starkregen, Stürme, Unwetter und Überschwemmungen.

»Soziale Fragen im Umfeld von Gesundheit, Pflege, Rente, Armut und Einsamkeit rücken in den Vordergrund – und verdrängen Umweltprobleme in ihrer subjektiven Bedeutung«, sagte Opaschowski. Die Ökologie gerate zunehmend in den Schatten ökonomischer, psychologischer und sozialer Interessen. »Der weltweite Klimawandel ist für viele Deutsche weit weg, während die ganz persönlichen Folgen der Pandemie existenziellen Charakter haben.« Dazu gehöre auch das Auf- und Nachholen von verlorener Lebenszeit. Die Menschen wollten endlich wieder ohne schlechtes Gewissen ihr Leben genießen können.

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.
Externer Inhalt

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Arbeitsminister Heil warnt vor »Corona-Jahrgang in der Ausbildung«

06.37 Uhr: Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) sieht den deutschen Ausbildungsmarkt nach Monaten der Pandemie vor einer kritischen Phase. »Die Zahl der Ausbildungsplätze wie der Bewerber ist bereits im vergangenen Jahr zurückgegangen. Die Bewährungsprobe kommt in diesem Sommer«, sagte Heil der Funke-Mediengruppe. »Wir kämpfen derzeit gegen die Uhr, da am 1. September das Ausbildungsjahr beginnt.« Klar sei: »Wir dürfen keinen Corona-Jahrgang in der Ausbildung zulassen«, sagte Heil.

Viele Unternehmen zögerten derzeit, weil sie glaubten, sich Auszubildende im Moment nicht leisten zu können. Heil rief Betriebe auf, die staatliche Unterstützungsangebote wie die Ausbildungsprämie stärker zu nutzen. Die Prämie sei seit vergangenem Sommer für knapp 40.000 Ausbildungsplätze bewilligt worden.

Heil verwies darauf, dass es seit Anfang Juni den neuen Schutzschirm für Ausbildung gebe. Die Ausbildungsprämie sei verdoppelt worden. Wenn ein Betrieb, der von der Pandemie betroffen ist, seine Ausbildungsquote in der Pandemie halte, bekomme er 4000 Euro pro Ausbildungsplatz. Bei neuen Azubi-Stellen seien es 6000 Euro. »Wir übernehmen auch Kosten für Ausbildung«, sagte Heil.

Immunologe: Ausbreitung von Delta-Variante Gefahr für Herdenimmunität

03.50 Uhr: Die befürchtete Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus in Deutschland könnte einem Experten zufolge das Erreichen von Herdenimmunität weiter erschweren. »Delta ist noch ein Stück ansteckender als die derzeit vorherrschende Virusvariante Alpha. Anhand der bisherigen, noch unsicheren Daten bräuchte man wohl rund 85 Prozent immune Menschen in der Bevölkerung, um die Ungeimpften indirekt mit zu schützen«, sagte Carsten Watzl, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, der Nachrichtenagentur dpa.

»Wir kommen also in Bereiche, die schwer zu erreichen sind, solange es für Kinder unter 12 Jahren keinen zugelassenen Impfstoff und für alle unter 18 Jahren keine allgemeine Impfempfehlung gibt. Es kann sein, dass Herdenimmunität nur für einzelne Einrichtungen wie Pflegeheime erreicht werden kann, aber nicht für das Gros der Bevölkerung«, sagte Watzl. Mangels Impfmöglichkeiten gelte auch für jüngere Schüler, dass bei ihnen zunächst keinerlei Gemeinschaftsschutz bestehe.

Kubanischer Impfstoffkandidat Abdala laut Hersteller zu mehr als 90 Prozent wirksam

03.30 Uhr: Der in Kuba entwickelte Impfstoffkandidat Abdala hat nach Angaben des staatlichen Pharmakonzerns Biocubafarma eine Wirksamkeit von mehr als 90 Prozent gegen das Coronavirus. Bei drei Impfdosen liege die Wirksamkeit bei 92,28 Prozent, teilte das Unternehmen am Montag (Ortszeit) mit.

Ein zweiter kubanischer Impfstoffkandidat, das Präparat Soberana 2, hat nach Angaben des Herstellers Finlay nach zwei der vorgesehenen drei Impfdosen eine Wirksamkeit von 62 Prozent. Beide Impfstoffe sollen in Kürze in Kuba zugelassen werden. Sie wären damit die ersten in Südamerika entwickelten und hergestellten Coronaimpfstoffe, die auf den Markt kommen.

Laut Seuchenbehörde sind mehr als 150 Millionen US-Bürger vollständig geimpft

01.12 Uhr: In den USA sind inzwischen mehr als 150 Millionen Menschen vollständig geimpft, wie die Seuchenbehörde CDC mitteilt. Insgesamt seien über 318 Millionen Dosen verabreicht worden. Über 177 Millionen Menschen seien mindestens einmal geimpft worden. In den USA leben 328 Millionen Menschen.

Philippinischer Präsident droht Impfverweigerern mit Gefängnis

Rodrigo Duterte

Rodrigo Duterte

Foto: Simeon Celi / AP

00.30 Uhr: Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte droht Impfverweigerern mit Gefängnis. »Suchen Sie es sich aus, entweder Impfung, oder ich lasse Sie festnehmen«, sagt Duterte in einer Fernsehansprache. Die Gesundheitsbehörden des Landes haben bislang eine Impfpflicht verneint.

Mit Stand Sonntag waren von den knapp 110 Millionen Bürgerinnen und Bürgern des Landes 2,1 Millionen komplett geimpft. Die Regierung will bis Jahresende die Marke von 70 Millionen erreichen.

Italien will Maskenpflicht im Freien ab kommender Woche aufheben

00.10 Uhr: In Italien soll ab kommendem Montag die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes im Freien entfallen. »Ab dem 28. Juni lassen wir die Pflicht, in der weißen Zone draußen Masken zu tragen, hinter uns«, schrieb Gesundheitsminister Roberto Speranza am späten Montagabend auf Facebook. Dies geschehe jedoch stets unter Beachtung der Vorsichtsmaßnahmen, die der wissenschaftliche Rat aus Gesundheitsexperten festlege.

Aktuell zählen alle italienischen Regionen außer das kleine Aostatal im Nordwesten des Landes zur weißen Zone mit den lockersten Coronaregeln. Es wird damit gerechnet, dass ab kommendem Montag auch diese Region dazugehört.

In Innenräumen oder öffentlichen Verkehrsmitteln müssen die Menschen damit weiter Masken tragen. Der Zeitung »La Repubblica« zufolge gilt in Restaurants auch die bisherige Regelung weiter, dass der Schutz nur abgenommen werden darf, wenn man an seinem Platz sitzt. Draußen wie drinnen bleiben die Abstandsregeln in Kraft.

London: Drastischer Corona-Anstieg in Cornwall nicht wegen G7-Gipfel

0.05 Uhr: Die britische Regierung sieht nach eigenen Angaben keinen Zusammenhang zwischen dem G7-Gipfel in Cornwall in der vorvergangenen Woche und einem starken Anstieg von Coronafällen in der englischen Grafschaft. Das sagte ein Sprecher von Premierminister Boris Johnson am Montag im Gespräch mit Journalisten in London. Die Zahl der Neuinfektionen sei im Einklang mit denen in anderen Teilen des Landes. »G7-Teilnehmer wurden vor ihrer Ankunft getestet und fortlaufend während des gesamten Gipfels. Wir wissen nichts von Ansteckungen der örtlichen Bevölkerung (durch Gipfelteilnehmer)«, so der Sprecher.

Medien hatten zuvor von einem erheblichen Anstieg der Sieben-Tage-Inzidenz – also der Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche – in den Konferenzorten St Ives und Falmouth berichtet. So soll der Wert in Falmouth in den sieben Tagen bis zum 13. Juni auf 600 gestiegen sein. Das entspricht einem Anstieg um 2000 Prozent. Landesweit lag der Wert im gleichen Zeitraum bei rund 77.

Das Treffen der Staats- und Regierungschefs der sieben führenden westlichen Wirtschaftsmächte in Cornwall vom 11. bis 13. Juni war der erste in Präsenz abgehaltene G7-Gipfel seit zwei Jahren.

jok/mjm/lmd/mik/kim/AFP/dpa/Reuters
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.