Corona-News am Dienstag Testpflicht für alle Rückkehrer nach Deutschland wohl ab 1. August

Bereits in wenigen Tagen könnte für alle Reiserückkehrer wieder eine Testpflicht bestehen – das habe der Bund zugesichert, sagte CSU-Chef Söder. Und: Briten wollen Geimpfte aus EU und USA offenbar wieder ins Land lassen. Der Überblick.
Foto: Fabian Sommer / dpa

Das waren die Corona-News am 27. Juli.

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+++ Testpflicht für alle Rückkehrer wohl ab 1. August +++

Der Bund plant nach Angaben von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) schon ab dem 1. August eine Testpflicht für alle, die nach Deutschland einreisen. »Der Bund hat uns heute zugesichert, er wird das jetzt bis zum 1.8. alles probieren mit einer einheitlichen Testpflicht nicht nur für Flugreisen sondern auch beispielsweise für alles was an normalem Autoweg oder Bahnweg kommt«, sagte Söder am Dienstagabend in den ARD-«Tagesthemen».

Er glaube, dass das jetzt verständlicher, klarer und sicherer sei. Das ursprüngliche angedachte Datum für eine Einreiseverordnung ab 11. September wäre »ein Witz gewesen«, sagte Söder, »da ist der Urlaub vorbei selbst in den Ländern mit späten Ferien.«

Die Länder hätten Druck gemacht, weil sie eine verlässliche Basis für die Einreise bräuchten, sagte Söder am Abend. Am Nachmittag sei ihm mitgeteilt worden, dass eine Rechtsgrundlage geschaffen werde, damit die Umsetzung zum 1. August klappe. »Die Regel ist ja relativ einfach, jeder braucht einen Test der sozusagen wieder anreist, ob er mit dem Auto, der Bahn oder mit dem Flugzeug kommt.«

Derzeit gilt die Testpflicht nur für Menschen, die per Flugzeug nach Deutschland einreisen.

Neuinfektionen in Iran so hoch wie nie

23.26 Uhr: Iran meldet als Teil einer fünften Welle 34.951 Neuinfektionen am Tag und damit den zweiten Rekordstand in Folge. Gesundheitsminister Said Namaki kritisiert im staatlichen Fernsehen eine mangelnde Umsetzung der Vorschriften: »Wenn die Gesundheitsvorgaben weiter so eingehalten wie jetzt, besteht wenig Hoffnung, dass wir aus der ›roten‹ Lage herauskommen.«

Den Behörden zufolge befolgen weniger als 40 Prozent der Bevölkerung die Vorschriften etwa zur Maskenpflicht. In dem Land mit 83 Millionen Menschen sind bislang nur 2,5 Millionen vollständig geimpft.

US-Behörde empfiehlt wieder Maskentragen

22.45 Uhr: In einer Kehrtwende wegen der hochansteckenden Delta-Variante des Coronavirus wird die US-Gesundheitsbehörde CDC übereinstimmenden Medienberichten zufolge künftig wieder das Maskentragen empfehlen. Auch vollständig Geimpfte sollen nach dem Willen der CDC dann in einigen Teilen des Landes, in denen sich das Virus momentan besonders stark ausbreitet, in öffentlichen Räumen wieder Mund und Nase bedecken.

Auch an Schulen soll eine Maskenpflicht in Innenräumen für komplett Geimpfte gelten. Die Behörde hat für den Dienstagnachmittag (Ortszeit) eine Mitteilung angekündigt.

Im Mai hatte die CDC für die allermeisten Situationen das Maskentragen in Innenräumen für vollständig geimpfte Personen nicht mehr für notwendig gehalten. Angesichts der deutlich ansteigenden Infektionszahlen wegen der Delta-Variante, die bereits mehr als 80 Prozent aller Neuansteckungen ausmacht, drehen die US-Experten ihre Einschätzung den Medien zufolge nun aber zurück.

Erst Schulkinder in Quarantäne, dann Bußgeld?

Schulkinder in Bayern (Archivfoto)

Schulkinder in Bayern (Archivfoto)

Foto: Peter Kneffel / dpa

22.05 Uhr: Urlaub am Mittelmeer, danach Isolation zu Hause: Wenn Kinder nach den Ferien nicht zur Schule gehen dürfen, kann unter bestimmten Bedingungen sogar ein Bußgeld fällig werden. Was jetzt gilt – und was Familien tun können. Erfahren Sie hier mehr.

WTO weiter uneins über Aussetzung der Patente für Impfstoffe

21.36 Uhr: Die Mitgliedstaaten der Welthandelsorganisation (WTO) sind weiter uneins über eine Aussetzung der Patente für Impfstoffe. Ein Ende der Diskussionen sei nicht absehbar, sagte WTO-Sprecher Keith Rockwell am Dienstag nach mehrstündigen Beratungen des Allgemeinen Rats der WTO in Genf. Das Thema sei »sehr emotional« und »zu wichtig«.

Die WTO-Miglieder wollen Anfang September bei einem informellen Treffen erneut beraten, bevor am 13. und 14. Oktober ein weiteres formelles Treffen stattfindet.

Indien und Südafrika hatten im vergangenen Oktober eine vorübergehende Aussetzung des Patentschutzes bei den Vakzinen vorgeschlagen, um die Produktion von Impfstoffen in Entwicklungsländern zu beschleunigen und der ungleichen Verteilung von Impfstoffen entgegenzuwirken.

Briten wollen Geimpfte aus EU und USA offenbar wieder ins Land lassen

20.56 Uhr: Der britische Premierminister Boris Johnson will einer Zeitung zufolge vollständig geimpfte Reisende aus der EU und den USA wieder ins Land lassen. Die Regelung könnte ab kommende Woche gelten, berichtet die »Financial Times« unter Berufung auf Insider. Minister hätten Johnson zu dem Schritt gedrängt.

Wie und wo Corona das Reisen erschwert

20.10 Uhr: Die Erde gliedert sich nicht mehr nur in Kontinente, sondern in Risiko-, Hochinzidenz- und Virusvariantengebiete. Erfahren Sie in der interaktiven Karte, was wo aktuell gilt. Erfahren Sie hier mehr .

São Paulo geht per Gesetz gegen ›Impf-Feinschmecker‹ vor

Ein Mann fotografiert, wie seiner Mutter im Auto eine Covid-19-Impfung verabreicht wird

Ein Mann fotografiert, wie seiner Mutter im Auto eine Covid-19-Impfung verabreicht wird

Foto: Andre Penner / dpa

19.48 Uhr: Die brasilianische Metropole São Paulo will mit einem Gesetz verhindern, dass sich Menschen den Impfstoff für die eigene Immunisierung selbst aussuchen. Demnach rutschen die in Brasilien als »Impf-Feinschmecker« bezeichneten Menschen an das Ende des Impfkalenders, wenn sie erwischt werden. »Derjenige, der wegen Verweigerung der verfügbaren Impfung aus dem Impfplan gestrichen wurde, wird wieder in den Plan aufgenommen, nachdem die Impfung der anderen zuvor festgelegten Gruppen abgeschlossen ist«, hieß es am Dienstag in einer Mitteilung im Amtsblatt der Stadt.

Wie das Gesetz gegen die »sommeliers de vacina« konkret durchgesetzt werden soll, geht aus der Mitteilung nicht hervor. Die Kontrollen dürften schwierig werden: Meistens erkundigen sich die Menschen gleich bei der Ankunft an einer Impfstation und noch vor der Anmeldung, welcher Impfstoff dort verabreicht wird. Als besonders beliebt gilt das Präparat von Biontech/Pfizer.

Facebook-Nutzer vergleicht Coronapolitik mit Judenvernichtung – Staatsanwaltschaft ermittelt

Demonstrant mit einer Plakette, die an den Judenstern erinnern soll (Archivbild): Bei Corona-Protesten kam es schon zuvor zu Vergleichen mit Judenverfolgung

Demonstrant mit einer Plakette, die an den Judenstern erinnern soll (Archivbild): Bei Corona-Protesten kam es schon zuvor zu Vergleichen mit Judenverfolgung

Foto: Christophe Gateau / dpa

17.52 Uhr: Die Generalstaatsanwaltschaft München ermittelt gegen einen Mann, der auf Facebook die Corona-Politik der Bundesregierung mit der Judenvernichtung im Nationalsozialismus verglichen haben soll. Der 45 Jahre alte Münchner habe im Internet die Nazi-Parole »Arbeit macht frei« mit dem Satz »Impfen macht frei« gleichgesetzt, teilte ein Sprecher der Behörde am Dienstag mit. Daher ermittle die Generalstaatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Volksverhetzung.

Den Angaben zufolge durchsuchten Ermittler die Wohnung des Mannes und stellten Handys und Computer sicher. Zunächst hatte die »Süddeutsche Zeitung«  über den Fall berichtet.

Portugal bittet EU-Staaten um Impfdosen

18.46 Uhr: Portugal hat andere EU-MItgliedsländer um zusätzliche Impfdosen gegen das Coronavirus gebeten. Damit solle die Impfkampagne beschleunigt werden, sagte Gesundheitsministerin Marta Temido. Das Land will bis Ende August 70 Prozent seiner erwachsenen Bevölkerung vollständig immunisieren. Derzeit sind rund 45 Prozent der Portugiesen zweimal geimpft.

Das Land hat bereits rund 290.000 Impfdosen aus Norwegen erhalten und verhandelt derzeit mit Italien über weitere 300.000 Dosen. Portugal hoffe, in den nächsten drei Wochen fast eine Million Impfdosen zu erhalten, sagte Henrique Gouveia e Melo, der Koordinator des nationalen Impfprogramms.

Die Regierung wartet zudem auf grünes Licht der Gesundheitsbehörden für die Impfung von Kindern und Jugendlichen zwischen zwölf und 17 Jahren. Portugal erlebte in den vergangenen Wochen einen starken Anstieg der Neuinfektionen. Die Delta-Variante des Coronavirus ist inzwischen für mehr als 98 Prozent der Fälle in dem Land verantwortlich.

Bhutan impft 90 Prozent der Erwachsenen innerhalb einer Woche

18.30 Uhr: Das kleine Königreich Bhutan im Himalaya hat binnen einer Woche rund 90 Prozent der Erwachsenen das zweite Mal mit geschenktem Impfstoff gegen Corona impfen lassen. Das entspreche rund 62 Prozent der etwa 770.000 Einwohner, sagte eine Sprecherin des UN-Kinderhilfwerks Unicef basierend auf Daten der bhutanesischen Regierung.

Bhutan konnte seine Menschen so schnell impfen, nachdem es in diesem Monat Hunderttausende Dosen geschenkt bekommen hatte - darunter 500.000 Dosen Moderna von den USA und 250.000 Dosen Astrazeneca von Dänemark, wie Daten von Unicef zeigen. >Dies ist nicht nur ein wichtiger Meilenstein für Bhutan oder Südasien, sondern für Entwicklungsländer generell<, sagte die Unicef-Sprecherin. Viele ärmere Länder hätten Mühe, an Impfdosen zu kommen.

Den ersten Corona-Impfstoff hatte das Land von Indien geschenkt bekommen. Von Ende März bis Anfang April wurden damit mehr als 85 Prozent der Erwachsenen geimpft, wie das bhutanesische Gesundheitsministerium damals mitteilte. Impfen ist in dem Himalaya-Königreich eine besondere Herausforderung. Mitarbeiter des Gesundheitswesens müssen teilweise auf hohe Berge steigen, um die als Nomaden lebenden Menschen zu erreichen.

Bhutan blieb weitgehend von der Corona-Pandemie verschont. Knapp 2500 Infektionen und zwei Todesfälle im Zusammenhang mit Corona wurden seit Pandemiebeginn erfasst.

Irland erlaubt Impfungen ab zwölf Jahren

18.15 Uhr: In Irland dürfen bald 12- bis 15-Jährige eine Impfung gegen das Coronavirus erhalten. Diesen Vorschlag unterbreitete die nationale Impfkommission der Regierung des EU-Staats. Der Nutzen der Impfung könne nun auf die jüngere Altersgruppe ausgeweitet werden, sagte Außenminister Simon Coveney am Dienstag dem Sender RTÉ. Erwartet wird, dass damit etwa 250.000 Jugendliche bereits von der kommenden Woche an geimpft werden können.

Sie sollen einen mRNA-Impfstoff erhalten, also das Mittel von Moderna oder Pfizer /Biontech. Für den vollen Impfschutz sind zwei Dosen im Abstand von mindestens vier Wochen nötig. Damit könnten die meisten Jugendlichen bereits vor dem Schulstart nach den Sommerferien geschützt sein, hieß es. Allerdings sind noch logistische Änderungen bei der Online-Anmeldung und in den Impfzentren nötig, weil Eltern der Spritze zustimmen müssen.

In Irland hat bisher etwa die Hälfte der 4,9 Millionen Einwohner zwei Impfdosen verabreicht bekommen. Sie dürfen – im Gegensatz zu Ungeimpften – in Pubs und Restaurants auch in geschlossenen Räumen bedient werden. Im Nachbarland Großbritannien ist der Impfstoff von Biontech/Pfizer zwar für 12- bis 15-Jährige zugelassen. Weil allerdings unter Wissenschaftlern Uneinigkeit herrscht über die Notwendigkeit, Jugendliche zu impfen, wurde diese Altersgruppe bisher nicht zur Impfung eingeladen.

Seehofer will strengere Einreiseregeln möglichst schnell durchsetzen

18.10 Uhr: Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) dringt auf eine schnelle Regierungsentscheidung zur Verschärfung der Einreiseregeln. »Wir müssen alles tun, um eine vierte Welle zu verhindern. Dazu gehört auch, dass Reiserückkehrer künftig bei jeder Einreise einen negativen Corona-Test haben, egal aus welchem Land sie zurückkommen«, sagt er, »Bild«. »Über die Details einer solchen Regelung reden wir derzeit in der Bundesregierung.

Die Bedenken einiger Ministerien konnten der Gesundheitsminister und ich noch nicht ausräumen, aber wir sollten das schnell entscheiden.« Die Kontrolle der Tests erfolge dann »wie bisher durch die Beförderer«, zum Beispiel bei der Einreise mit dem Flugzeug oder im Individualverkehr »stichpunktartig im Rahmen der Schleierfahndung«. Stationäre Grenzkontrollen werde es aber nicht geben. »Wer nachweislich geimpft oder genesen ist, braucht natürlich keinen Test«, ergänzt Seehofer.

Großbritannien: Zahl der Toten steigen – Neuinfektionen gehen zurück

18.04 Uhr: In Großbritannien ist die Zahl der Corona-Toten auf den höchsten Tageswert seit mehr als vier Monaten gestiegen. Am Dienstag meldeten die Behörden den Tod von 131 Menschen, das waren so viele wie seit dem 17. März nicht. Damals starben 141 Menschen innerhalb von vier Wochen nach einer Corona-Infektion. In den vergangenen sieben Tagen gab es landesweit 480 Corona-Tote, 40 Prozent mehr als in der Vorwoche.

Allerdings gibt es Anlass für vorsichtigen Optimismus. Am Dienstag sank die Zahl der Neuinfektionen den siebten Tag in Folge. Knapp 230.000 Neuinfektionen in einer Woche bedeuten ein Minus von gut 30 Prozent im Vergleich zur Vorwoche. Experten sind allerdings unsicher, worauf der Rückgang zurückzuführen ist.

Nächste Bund-Länder-Runde zu Corona für den 10. August geplant

17.48 Uhr: Die Ministerpräsidenten der Länder wollen sich am 10. August zum weiteren Vorgehen in der Corona-Pandemie abstimmen. Das teilte der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) und Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller (SPD), am Dienstag mit.

Müller hatte kurz zuvor angesichts der steigenden Infektionszahlen erklärt, dass der Korridor enger werde, in dem der gegenwärtigen Entwicklung noch wirksam entgegengewirkt werden könne. Er und andere Regierungschefs hatten ein zügiges Handeln und eine schnelle Beratung der Ministerpräsidenten gefordert. Diese werde nun am übernächsten Dienstag in gewohnter Form mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) als Videoschaltkonferenz stattfinden, hieß es. Ursprünglich war die nächste MPK für Ende August geplant.

Nach Äußerungen zu Corona-Regeln: Veranstalter sagen Nena-Konzert in Wetzlar ab

17.13 Uhr: Nach den umstrittenen Äußerungen von Popsängerin Nena zu den Corona-Regeln bei einem Konzert nahe Berlin hat der Veranstalter eines Konzertes im hessischen Wetzlar den geplanten Auftritt der 61-Jährigen gestrichen. Das Nena-Konzert am 13. September beim Strandkorb Open Air werde abgesagt, hieß es auf Facebook . Bei ihrem Auftritt am Sonntag im brandenburgischen Schönefeld bei Berlin hatte sich Nena über die dortigen Hygienevorschriften geäußert.

Der Veranstalter des Strandkorb Open Airs in Wetzlar distanzierte sich nun von Nenas Aussagen und ihrem Auftreten. »Nenas Einstellung zum Veranstaltungsformat mit den Strandkörben stimmt nicht mit dem Hygiene- und Sicherheitskonzept überein, das eigens für diese Reihe coronakonform konzipiert worden ist.« Die Tickets für das Konzert am 13. September können zurückgegeben werden. Mehr dazu erfahren Sie in dieser Meldung.

Inspekteur sieht im Katastrophenschutz »dringenden Handlungsbedarf«

17.10 Uhr: Der Kommandeur der Bundeswehr-Amtshilfe, Generalleutnant Martin Schelleis, fordert, Defizite im Katastrophenschutz schnell anzugehen. Er verwies am Dienstag in einer telefonischen Pressekonferenz auf Erfahrungen in der Corona-Pandemie und im laufenden Hochwassereinsatz. »Beide Katastrophen haben dringenden Handlungsbedarf zur Verbesserung des nationalen Führungssystems auf allen Ebenen gezeigt«, sagte Schelleis, Inspekteur der sogenannten Streitkräftebasis und damit Nationaler Territorialer Befehlshaber.

»Sobald eine Katastrophe überörtlich ausgreift, zeigen sich Defizite etwa bei der Herstellung und dann auch Aufrechterhaltung eines aktuellen Lagebildes«, sagte der General. Die Bundeswehr und alle anderen relevanten Akteure müssten sich »kritisch prüfen, was wir jetzt für Erkenntnisse haben und was wir aus dieser erneuten Katastrophe lernen«.

Positiv sei die Entscheidung zur Bildung strategischer Reserven im Gesundheitsbereich, die Vorbild für die Schaffung weiterer Reserven sein könnten.

Corona-Neuinfektionen in den Niederlanden gehen stark zurück

17.02 Uhr: Die Niederlande haben einen starken Rückgang bei Neuinfektionen registriert. In den vergangenen sieben Tagen wurden mehr als 37.000 neue Coronainfektionen festgestellt, etwa 46 Prozent weniger als in der Vorwoche, wie das zuständige Institut für Gesundheit und Umwelt RIVM am Dienstag mitteilte. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag demnach bei 215 Fällen pro 100.000 Einwohnern, in der Vorwoche bei fast 400. Zum Vergleich: In Deutschland liegt dieser Wert aktuell bei 14,5. Nach dem Wochenbericht des RIVM stiegen aber die Patientenzahlen in Krankenhäusern stark an.

Nachdem die Regierung in Den Haag fast alle Coronamaßnahmen Ende Juni aufgehoben hatte, war die Zahl der Neuinfektionen Anfang Juli explosionsartig gestiegen, die Inzidenz erreichte einen Spitzenwert von mehr als 415. Die Regierung zog darauf die Notbremse und ließ Diskotheken und Bars schließen. Auch Festivals und Partys wurden wieder verboten. Diese Maßnahmen sollen vorerst bis zum 13. August gelten.

Kassenärzte-Chef befürwortet Beschränkungen für Ungeimpfte

16.53 Uhr: Der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, hält Beschränkungen für Ungeimpfte in bestimmten Bereichen für sinnvoll. »Sind nur Geimpfte in einem Raum, ist die Ansteckungswahrscheinlichkeit fast gleich null«, sagte Gassen dem »Handelsblatt« . Es gebe für niemanden ein Recht auf Restaurant- oder Stadionbesuche.

Großbritannien, das alle Coronamaßnahmen trotz hoher Fallzahlen aufhob, könne ein mögliches Vorbild sein. »Es klingt zynisch, aber im Grunde müssen wir Boris Johnson dankbar sein, dass er auf einen Schlag alle Maßnahmen aufgehoben hat und die Engländer nun dieses Experiment wagen«, sagte Gassen. Derzeit gingen die Fallzahlen in Großbritannien tatsächlich wieder leicht zurück, »was den Eindruck bestätigen würde, dass nicht Einschränkungen, sondern Impfungen den größten Einfluss auf die Pandemie haben«. Gebe es keine problematische Auslastung der Intensivbetten, hätte Johnson mit seinem Kurs recht gehabt.

Mehr als eine Million Schüler in England verpassten wegen Corona den Unterricht

16.44 Uhr: Coronabedingt blieben Mitte Juli deutlich mehr als eine Million Schüler in England dem Unterricht fern. 1,126 Millionen fehlende Schüler am 16. Juli – etwa jeder achte – bedeuteten einen Rekordwert und zugleich ein Plus von knapp einem Drittel im Vergleich zur Vorwoche. Das geht aus Daten hervor, die das britische Bildungsministerium veröffentlichte.

Demnach waren 994.000 Kinder wegen Kontakts mit Corona-Infizierten in Quarantäne. 48 000 Schüler waren selbst an dem Virus erkrankt und 33.300 galten als Verdachtsfall. Für mehr als 50.000 Kinder fiel der Unterricht aus, weil ihre Schule coronabedingt geschlossen war.

Derzeit müssen Schüler für zehn Tage in häuslicher Quarantäne bleiben, wenn ein Mitglied ihrer »Klassenblase« positiv auf das Virus getestet wird. Diese Blasen können je nach Schule ganze Jahrgänge umfassen. Vom 16. August an müssen Kinder sich aber nur noch selbst isolieren, wenn sie positiv sind.

Corona führt weiter zu Lieferengpässen – Schiffe stauen sich

16.37 Uhr: Wegen Lieferengpässen bestehen für die deutsche Wirtschaft nach wie vor nur schwache Konjunkturaussichten: Laut dem Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) werden sie die Industrieproduktion noch bis weit ins laufende Sommer-Quartal hinein belasten. »Für das gesamte Jahr 2021 dürften sich die Verluste für die deutsche Volkswirtschaft auf rund 25 Milliarden Euro belaufen«, schätzt IfW-Konjunkturexperte Klaus-Jürgen Gern. Viele Firmen warteten deutlich länger auf bestellte Rohstoffe und Vorprodukte. Teilweise sähen sich die Unternehmen sogar gezwungen, die Produktion zu drosseln oder gar zu stoppen.

Die jüngste Umfrage des Münchener Ifo-Instituts zeigt, wie verbreitet die Probleme bereits sind: Fast 64 Prozent der Industriebetriebe klagten über Engpässe bei Vorprodukten wie Chips. Ein weiterer Engpass herrscht in der Schifffahrt. In China kam es im Mai in einem der geschäftigsten Containerhäfen – dem Yantian International Container Terminal (YICT) – wegen Quarantänemaßnahmen zu einem Stau von Schiffen, der sich nur langsam auflöst. Schon 2020 gab es ähnliche Probleme, als wegen der Pandemie 200.000 Seeleute nicht von anderen Crews abgelöst werden konnten.

Olympia: Niederlande klagen über schlimme Quarantäne-Bedingungen

16.28 Uhr: Kein Tageslicht, keine frische Luft: Die Delegation der Niederlande wird sich beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) wegen »inakzeptabler« Quarantäne-Bedingungen während der Sommerspiele in Tokio beschweren. Das teilte Maurits Hendriks, Technischer Direktor des Nationalen Olympischen Komitees, am Dienstag mit. Die Niederlande beklagen bereits sechs Coronafälle, die sich allesamt »unter sehr schlechten Bedingungen« in Isolation befänden.

»Diese Leute haben ihren olympischen Traum schon verloren und werden nun in eine noch schlimmere Situation gebracht«, sagte Hendriks: »Wir werden das beim IOC ansprechen und haben auch unseren Botschafter gebeten, es den Japanern mitzuteilen.« Eines der größten Probleme bestehe darin, »dass sie nie das Tageslicht sehen oder frische Luft schnappen dürfen. Sie müssen drinnen bleiben, es gibt auch Probleme mit dem Essen und mit zu kleinen Räumen.«

Im Vorfeld der Spiele habe es von den Organisatoren keine Antwort auf Anfragen zu den Quarantäne-Protokollen gegeben. »Und wenn man sieht, wie es jetzt ist, dann ist es komplett inakzeptabel«, sagte Hendriks.

Israel will Impfungen von gesundheitlich gefährdeten Kindern erlauben

Impfung einer Jugendlichen (Symbolbild): Bei Herz- und Lungenproblemen sollen in Israel künftig auch Kinder Impfungen bekommen können

Impfung einer Jugendlichen (Symbolbild): Bei Herz- und Lungenproblemen sollen in Israel künftig auch Kinder Impfungen bekommen können

Foto: Fabian Sommer / dpa

16.25 Uhr: Israel will in extremen Ausnahmefällen eine Impfung von Fünf- bis Elfjährigen gegen das Coronavirus erlauben. Solche Ausnahmen könnten für Kinder gelten, die besonders gefährdet seien, im Falle einer Coronainfektion schwer zu erkranken oder zu sterben, teilte das Gesundheitsministerium am Dienstag mit. Dies könne zum Beispiel bei extremer Fettleibigkeit, schweren chronischen Lungenkrankheiten oder Herzproblemen der Fall sein.

Grundsätzlich sei eine Impfkampagne für Kinder in dem Alter derzeit kein Thema, hieß es in einer Anweisung an die Krankenkassen. Es gehe darum, die Zahl der Genehmigungen in solchen Fällen niedrig zu halten. Die Gruppe der bis Neunjährigen hat inzwischen im Altersvergleich den höchsten Anteil der registrierten Neuinfektionen. Laut Ministerium stellt sie mehr als zehn Prozent der Infizierten.

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Die Zahl der Corona-Neuinfektionen steigt in Israel weiter deutlich an: Das Gesundheitsministerium meldete am Dienstag 2112 Fälle – so viele wie seit Mitte März nicht mehr. Die meisten neuen Fälle stehen nach offiziellen Angaben in Verbindung mit der Delta-Variante des Virus.

Mehr als 57 Prozent der 9,3 Millionen Bewohner Israels sind bereits vollständig geimpft. Bei den 10- bis 19-Jährigen sind es nach Angaben des Gesundheitsministeriums rund 32 Prozent.

RKI-Auswertung: Lolli-Tests sind »sehr sicher«

16.12 Uhr: Das Robert-Koch-Institut (RKI) sieht sogenannte Lolli-Tests als gute Möglichkeit für eine breite Corona-Testung von Kindern. Die Lolli-Methode könne »eine Grundlage für ein breit anwendbares und systematisches Testkonzept in Kitas und Schulen« sein, berichtete das RKI am Dienstag in Berlin.

Vor allem eine mittlere und hohe Viruslast werde mit dieser Methode »sehr sicher« erkannt. Zudem sei die Testung im Vergleich zu Antigen-Schnelltesten sensitiver. Die Sensitivität gibt an, wie viele Kranke tatsächlich als krank erkannt werden. Nicht zuletzt werde die nicht-invasive Probenentnahme von den Kindern, den Eltern und dem Personal gut akzeptiert.

Basis der RKI-Auswertung waren Proben von 276 akut infizierten Patienten. Zudem wurde die Lolli-Methode als Testprogramm von März bis Mai 2021 in 32 Kölner Kitas eingeführt und auf Machbarkeit geprüft. Seit April werden Lolli-Tests an allen Kitas und Schulen der Stadt Köln und seit Mai an allen Grund- und Förderschulen in Nordrhein-Westfalen angewandt.

Bei der Lolli-Methode wird die Probe durch 30-sekündiges Lutschen an einem Abstrichtupfer gewonnen. Die Tupfer werden direkt in der Einrichtung gesammelt und mittels PCR-Pooltestung auf eine Infektion mit Sars-CoV-2 untersucht.

Greta Thunberg zeigt sich mit Impfung – Foto geht viral

15.16 Uhr: Umweltaktivistin Greta Thunberg hat offenbar ihre erste Impfdosis erhalten. Auf Instagram postete sie ein Foto mit Pflaster am linken Arm. »Ich bin sehr dankbar und privilegiert, in einem Teil der Welt zu leben, in dem ich schon geimpft werden kann«, schrieb Thunberg. Die Verteilung der Impfstoffe auf der Welt sei extrem ungleich. »Niemand ist sicher, solange nicht alle sicher sind«, schrieb Thunberg. »Aber wenn Ihnen ein Impfstoff angeboten wird, zögern Sie nicht. Es rettet Leben.« Das Posting erreichte innerhalb von einer halben Stunde mehr als 100.000 Likes.

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Thunberg hatte bereits im April die Impfstoffverteilung kritisiert. In einem Tweet hatte sie angekündigt, dem Klimagipfel in Glasgow fernbleiben zu wollen, »wenn nicht alle zu den gleichen Bedingungen teilnehmen können.«

Thunbergs Heimatland Schweden ist beim Impfen in etwa so weit vorangekommen wie Deutschland. Bislang haben rund 77 Prozent aller volljährigen Schwedinnen und Schweden mindestens eine Impfdosis erhalten, knapp die Hälfte der Erwachsenen auch schon ihre zweite.

Gerichtsurteil: Lohnkürzungen wegen Corona-Quarantäne nicht rechtens

15.10 Uhr: Eine in der Coronapandemie angeordnete Quarantäne schließt die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall durch den Arbeitgeber nicht aus. Das hat das Arbeitsgericht Aachen  in einem am Dienstag veröffentlichten Urteil entschieden.

Geklagt hatte ein Arbeitnehmer, der im Mai 2020 wegen Kopf- und Magenschmerzen zum Arzt gegangen war. Der stellte die Arbeitsunfähigkeit fest und meldete einen Covid-19-Test an das Gesundheitsamt. Die Behörden ordneten daraufhin Quarantäne an. Der Arbeitgeber zog bei der nächsten Lohnabrechnung die schon geleistete Zahlung wieder ab und verrechnete sie mit einer niedrigeren Entschädigung, die das Infektionsschutzgesetz vorsieht. (Az.: 1 Ca 3196/20).

Das ist aber laut dem rechtskräftigen Urteil des Arbeitsgerichts vom 30. März 2021 nicht rechtens. Der Arzt habe den Arbeitnehmer krankgeschrieben. Das Infektionsschutzgesetz dagegen sieht einen Entschädigungsanspruch nicht für arbeitsunfähige Mitarbeiter vor, sondern für in Quarantäne geschickte Verdachtsfälle, durch die eine Ansteckung verhindert werden soll. Um so einen Fall aber sei es bei dem Streit nicht gegangen.

Unicef warnt vor Folgen von Schulschließungen

14.40 Uhr: Die Schulschließungen wegen der Coronapandemie drohen in vielen Ländern für Jahrzehnte spürbare verheerende Folgen zu haben. Davor warnt das Uno-Kinderhilfswerk Unicef. Abgesehen von den Schulkindern, die zurzeit in den Ferien sind, falle der Unterricht für mehr als 600 Millionen Kinder aus, sagte Unicef-Sprecher James Elder am Dienstag in Genf.

Im östlichen und südlichen Afrika seien 40 Prozent der Kinder im schulpflichtigen Alter nicht im Unterricht. 37 Millionen seien schon vor der Coronapandemie nicht zur Schule gegangen. Hinzugekommen seien 32 Millionen Kinder, weil Schulen geschlossen sind oder viele junge Leute nach Schulschließungen nicht zurückkehrten. Nur wenige Schulen könnten Fernunterricht anbieten. In Südafrika haben nach Schätzungen 400.000 bis 500.000 junge Leute die Schule in den vergangenen 16 Monaten abgebrochen.

Die Wiedereröffnung der Schulen dürfe angesichts der Impfstoffknappheit in ärmeren Ländern nicht warten, bis alle Lehrer und Kinder gegen das Coronavirus geimpft seien, sagte Elder. Regierungen und Geberländer müssten mehr investieren, um Kinder und Jugendliche in Schulen zurückzuholen, und sie müssten Altersbeschränkungen aufheben. Auch Schwangere und junge Mütter müssten weiter die Schule besuchen dürfen.

Großbritannien: Johnson mahnt zu Vorsicht – trotz sinkender Infektionszahlen

13.45 Uhr: Premierminister Boris Johnson warnt vor voreiligen Schlüssen angesichts einer sinkenden Infektionsrate in Großbritannien. »Die Menschen müssen weiterhin sehr vorsichtig bleiben, und das ist auch der Ansatz der Regierung«, erklärt der Regierungschef. In Großbritannien ist die Zahl der neuen Positiv-Tests sechs Tage in Folge gesunken.

Zuvor prognostizierte der Epidemiologe Neil Ferguson vom Imperial College, Großbritannien könnte in einigen Wochen die Coronavirus-Pandemie überwunden haben. Er sei zuversichtlich, dass man Ende September oder im Oktober auf den größten Teil des Pandemiegeschehens zurückblicken könne, sagt er der BBC . Grund sei der Impferfolg. In Großbritannien fallen sei sechs Tagen die täglichen Neuinfektionen.

Zu wenige Blutspenden – Reserven für Notfälle werden knapp

13.30 Uhr: Der Mangel an Blutkonserven ist drastisch, der Bedarf aktuell wegen der Versorgung von Opfern der Flutkatastrophe besonders hoch: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung haben am Dienstag an die Bürger appelliert, schnellstmöglich Blut zu spenden. Der Bestand habe sich aufgrund der Coronapandemie und wegen der Urlaubszeit stark verringert. In einigen Regionen Deutschlands würden dringend Blutpräparate benötigt, um die vielen Verletzten versorgen zu können.

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Laut Blutspendediensten ist die Lage so gravierend, dass sogar schon die Reserven für Notfälle knapp werden. Erschwerend komme hinzu, dass die Infrastruktur in den vom Hochwasser betroffenen Gebieten teilweise beschädigt sei und einige Blutspendedienste nun keine Termine anbieten könnten. Bürger sollten zur Blutspende alternativ auf nicht vom Hochwasser betroffene Regionen ausweichen.

Spahn sagte: »Jede Spende hilft, das Leid der Menschen zu lindern und die Versorgung sicherzustellen.« Die BZgA betonte, umfassende Hygienekonzepte in den Spendeneinrichtungen stellten sicher, dass kein erhöhtes Risiko für eine Ansteckung mit dem Coronavirus bestehe.

Profiligen bieten Impfangebote an mehr als 80 Standorten an

13.24 Uhr: Die Initiative Profisport Deutschland (IPD) unterstützt mit einer eigenen Aktion das Impfprogramm von Städten und Gemeinden während der Coronapandemie. Der Zusammenschluss der vier größten deutschen Liga-Organisationen bietet Unterstützung bei der Umsetzung von Impfangeboten im Umfeld von Sportveranstaltungen an.

Die Deutsche Fußball Liga (DFL), die Basketball-Bundesliga (BBL), die Handball-Bundesliga (HBL) sowie die Deutsche Eishockey Liga (DEL) wollen mit ihren jeweiligen Klubs (zum Teil auch der 2. Liga) zusätzliche Möglichkeiten eröffnen, um die Impfbereitschaft in Deutschland zu erhöhen. Damit soll die Bekämpfung der Pandemie zusätzlich unterstützt werden.

Die IPD umfasst durch ihre Ligen insgesamt 107 Klubs in bundesweit mehr als 80 Städten und Gemeinden. An einigen Standorten werden bereits kreative Impfangebote zum Beispiel im Rahmen von Spielen oder Trainingseinheiten von Profiklubs umgesetzt und teilweise mit Anreizen für zu impfende Personen verbunden.

Scholz will kostenlose Coronatests abschaffen

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD): »Der Zeitpunkt wird kommen, an dem alle, die sich impfen lassen können, ein Impfangebot erhalten haben«

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD): »Der Zeitpunkt wird kommen, an dem alle, die sich impfen lassen können, ein Impfangebot erhalten haben«

Foto: Kay Nietfeld / dpa

13.10 Uhr: Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hat sich dafür ausgesprochen, Coronatests nicht mehr öffentlich zu bezahlen – wenn alle, die sich impfen lassen können, ein Impfangebot erhalten haben. Scholz schrieb am Dienstag auf  Twitter, das Wichtigste sei nun, möglichst viele von einer Impfung überzeugen. »Ich bin für mobile Impfteams in Turnhallen, vor Supermärkten und Fußballstadien. Der Impfstoff muss jetzt zu den Leuten kommen.«

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Viele Veranstaltungen würden weiterhin nur für Geimpfte, Genesene oder Getestete möglich sein, so Scholz. »Aber der Zeitpunkt wird kommen, an dem alle, die sich impfen lassen können, ein Impfangebot erhalten haben.« Dann werde es nicht mehr möglich sein, die Coronatests öffentlich zu bezahlen.

Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) hatte sich gegenüber den Zeitungen der Funke Mediengruppe gegen eine Impfpflicht ausgesprochen. Allerdings sollte die Allgemeinheit aus ihrer Sicht nicht mehr auf Dauer für die Kosten von Coronatests aufkommen müssen, wenn Menschen ihre Impfangebote nicht wahrnähmen.

Deutsche Industrie kritisiert US-Einreisestopp

13.04 Uhr: Die deutsche Industrie kritisiert die von den USA verlängerten Einreisebeschränkungen für Europäer scharf. Damit schadeten sich die Vereinigten Staaten wirtschaftlich selbst und auch anderen, sagte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Joachim Lang, am Dienstag in Berlin. »Verzögerungen in der Produktion, Lieferung und Durchführung strategischer Projekte behindern die beherzte Wiederaufnahme der wirtschaftlichen Aktivität.«

Die USA verweigern Europäern und anderen Ausländern wegen des Coronavirus weiter die Einreise ins Land. Gründe seien die hoch ansteckende Delta-Variante und die steigenden Infektionen in den USA, sagte Präsidialamtssprecherin Jen Psaki. Wie lange das Einreiseverbot voraussichtlich noch gilt, ließ sie offen. In der Reisebranche hieß es, man müsse möglicherweise bis September oder noch länger auf eine Aufhebung warten. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte sich Mitte Juli bei ihrem Besuch bei US-Präsident Joe Biden für eine Aufhebung starkgemacht.

Gerichtsurteil: Mutter darf Kind ohne Coronatest und Impfung sehen

12.53 Uhr: Die Coronapandemie allein ist kein Grund, dem umgangsberechtigten Elternteil den Umgang zu verwehren. Er kann auch nicht ohne Weiteres verpflichtet werden, sich testen und impfen zu lassen. Über ein entsprechendes Urteil  des Oberlandesgerichts Nürnberg (Az: 10 UF 72/21) informiert die Arbeitsgemeinschaft Familienrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV).

Im konkreten Fall leben die 14 und 16 Jahre alten Kinder beim Vater, der das alleinige Sorgerecht hat. Seine geschiedene Frau steht aufgrund einer psychischen Erkrankung unter Betreuung. Seit Beginn der Coronapandemie verweigerte ihr der Ex-Mann den Umgang mit den Kindern und forderte von ihr, vor einem Treffen mit ihren Kindern jeweils einen Coronatest zu machen.

Die Mutter wandte sich an das Gericht. Das entschied, dass sie einmal monatlich ohne Testpflicht begleiteten Umgang mit ihren Kindern haben dürfe. Der Vater legte Beschwerde ein. Ohne Erfolg. Die Pandemie rechtfertige es nicht, den Umgang auszusetzen, so die Begründung. Der Vater könne darüber hinaus den Umgang auch nicht davon abhängig machen, dass die Mutter geimpft sei.

Weiterer Coronafall beim FC Bayern: Tolisso positiv getestet

12.43 Uhr: Bayern München beklagt seinen ersten Coronafall in der neuen Saison. Wie der deutsche Fußball-Rekordmeister am Dienstag mitteilte, wurde der Weltmeister Corentin Tolisso positiv getestet. Der 26-Jährige befindet sich nach Angaben des Klubs in seiner Heimat Frankreich in häuslicher Isolation.

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Wann oder wie sich Tolisso angesteckt haben könnte, wurde ebenso wenig bekannt wie der Zeitpunkt seiner möglichen Rückkehr nach München. Eigentlich sollte Tolisso dort bereits mit dem Gros der EM-Teilnehmer um Weltfußballer Robert Lewandowski am Montag eintreffen.

Bereits in der vergangenen Spielzeit hatten die Bayern mehrere Coronafälle in ihrer Profimannschaft zu beklagen. Unter anderem wurde Thomas Müller bei der Klub-WM in Katar positiv getestet.

Trotz Corona-Beschränkungen – Zahl der täglichen Neuinfektionen in Sydney steigt weiter an

12.18 Uhr: Die Regierung des australischen Bundesstaates New South Wales meldete am Dienstag erneut gestiegene Zahlen neuer Covid-Fälle – und das, obwohl die Region Sydney seit mehr als vier Wochen unter Lockdown steht. Laut einer aktuellen Meldung  gab es in den vergangenen 24 Stunden 172 neue Fälle. Am Vortag lag die Zahl noch bei 145. Dazu kamen zwei weitere Todesfälle: In beiden Fällen handelte es sich laut Ministerpräsidentin Gladys Berejiklian um ungeimpfte Frauen, beide waren demnach über 80 Jahre alt.

»Impfungen sind der Schlüssel zu unserer Freiheit. Die Impfung ist ein wichtiger Teil unserer Strategie«, sagte Berejiklian nach Angaben der britischen Tageszeitung »The Guardian« . »Ich möchte, dass der August der Monat ist, in dem sich jeder impfen lässt.« Die Impfrate sei »absolut entscheidend dafür, wie wir in New South Wales leben«.

Bislang sind weniger als 13 % der Bevölkerung in New South Wales vollständig geimpft. Im australischen Bundesstaat Victoria mit der Millionenmetropole Melbourne endete der Lockdown in der Nacht zum Mittwoch. In Sydney dagegen bleibt nach einem guten Monat der Lockdown bestehen.

Indien: Zehn Prozent aller Erwachsenen haben vollen Impfschutz – das Impftempo geht zurück

11.53 Uhr: Indien wird nach Angaben des indischen Gesundheitsministeriums sein Lieferziel für Covid-19-Impfdosen im Juli noch erreichen. »Tatsache ist, dass von Januar 2021 bis zum 31. Juli 2021 insgesamt mehr als 516 Millionen Impfstoffdosen geliefert werden«, so das Gesundheitsministerium in einer Erklärung . Die erwachsene Bevölkerung Indiens wird auf 944 Millionen geschätzt.

Reuters berichtete am Montag, dass Indien nicht in der Lage sein werde, all diese Impfungen zu verabreichen, wenn die Behörden die täglichen Impfungen nicht mehr als verdreifachen. Die Zahl der täglichen Impfungen erreichte demnach am 21. Juni einen nationalen Rekord von 9,2 Millionen Dosen, ist seitdem aber gesunken.

Indien hat seit Mitte Januar fast 438 Millionen Dosen verabreicht. In absoluten Zahlen sind das nach China die meisten weltweit, aber weniger als in vielen anderen Ländern im Verhältnis zur Bevölkerung. Nach Informationen der staatlichen Impf-Website  haben bislang rund 94 Millionen Menschen vollen Impfschutz. Das entspricht zehn Prozent der erwachsenen Bevölkerung.

70 Prozent aller Erwachsenen in der EU sind mindestens einmal geimpft

Impfung im Impfzentrum in Dresden (Archivbild): Anfangs lagen Länder wie Israel oder die USA deutlich im Vorsprung

Impfung im Impfzentrum in Dresden (Archivbild): Anfangs lagen Länder wie Israel oder die USA deutlich im Vorsprung

Foto: Robert Michael / dpa

11.29 Uhr: In der EU haben 70 Prozent der Erwachsenen mindestens eine Impfdosis gegen das Coronavirus erhalten. Wie EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen am Dienstag mitteilte, haben zudem 57 Prozent der Volljährigen bereits den vollen Impfschutz. Damit habe Europa im weltweiten Vergleich aufgeholt.

Unter anderem waren etwa die USA oder Israel zunächst deutlich schneller darin, der Bevölkerung Impfangebote zu machen. Man müsse die Anstrengungen aber beibehalten, so von der Leyen. »Die Deltavariante ist sehr gefährlich.« Sie rufe daher jeden und jede dazu auf, sich impfen zu lassen, sofern die Möglichkeit dazu bestehe.

US-Veteranenministerium erlässt Impfpflicht für Mitarbeiter des Gesundheitswesens

11.20 Uhr: Das US-Veteranenministerium hat eine Corona-Impfpflicht für alle Mitarbeiter des Gesundheitswesens angekündigt. »Wann immer ein Veteran oder Veteranen-Mitarbeiter einen Fuß in eine Veteranen-Einrichtung setzt, müssen sie wissen, dass wir alles in unserer Macht Stehende getan haben, um sie vor Covid-19 zu schützen«, sagte Veteranenminister Denis McDonough.

Das Ministerium ist die erste Bundesbehörde, die ihren Mitarbeitern eine Impfpflicht auferlegt – die US-Regierung hat sich in dieser Hinsicht bislang zurückgehalten. Mitarbeiter der Veteranen-Gesundheitsdienste wie Ärzte, Zahnärzte, Optiker und Krankenpfleger haben nun acht Wochen Zeit, um sich vollständig gegen Corona impfen zu lassen.

Wie die US-Behörde Anfang des Monats mitteilte, sind bereits gut zwei Drittel der Mitarbeiter vollständig geimpft. Die neue Maßnahme betrifft laut einem Bericht der »Military Times« etwa 115.000 Menschen. Das Ministerium begründete die Impfpflicht unter anderem mit dem Tod von vier ungeimpften Mitarbeitern in den vergangenen Wochen.

Italien prüft offenbar Corona-Impfpflicht für Lehrer

10.27 Uhr: In Italien erwägt die Regierung nach einem Zeitungsbericht eine Corona-Impfpflicht für Lehrer und anderes Personal an den Schulen. Noch in dieser Woche könnte dazu ein Dekret erlassen werden, hieß es am Dienstag in der Zeitung »Corriere della Sera« . Zuvor solle es noch ein Treffen mit den Gewerkschaften geben. Gesundheitsminister Roberto Speranza sagte im Fernsehen , es werde geprüft, was das wirksamste Mittel sei, um Präsenzunterricht wieder zu ermöglichen.

Nach offiziellen Angaben sind 85 Prozent der Lehrer zumindest einmal gegen Covid-19 geimpft. Allerdings gibt es erhebliche Unterschiede zwischen den einzelnen Regionen. Ministerpräsident Mario Draghi betonte in der Vergangenheit immer wieder, wie wichtig normaler Unterricht in den Klassen sei. Derzeit sind in Italien Ferien, noch bis September. Wegen der Pandemie mussten viele Mädchen und Jungen vergangenes Jahr zu Hause via Internet am Unterricht teilnehmen.

Virologe Stürmer befürwortet Testpflicht von Reiserückkehrern – auch bei Geimpften

10.15 Uhr: Der Frankfurter Virologe Martin Stürmer begrüßt die Idee einer Ausweitung der Corona-Testpflicht für zurückkehrende Urlauber. »Wir sehen tatsächlich schon, dass Reiserückkehrer gehäuft dazu beitragen, Infektionen nach Deutschland zu bringen«, sagte er am Dienstag im ZDF-»Morgenmagazin«. Das sei sicher auch darin begründet, dass bei Geimpften und Genesenen auf die Tests verzichtet werde, auch wenn sie aus Hochrisikogebieten kämen.

Ein solches Vorgehen nannte er »fahrlässig«, weil bereits bekannt sei, dass sich auch Geimpfte mit der Delta-Variante anstecken könnten. Wie die Zeitungen der Funke Mediengruppe berichten, will Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) Reisende künftig verpflichten, bei ihrer Einreise nach Deutschland einen negativen Corona-Test vorzulegen – egal, aus welchen Gebieten und mit welchen Verkehrsmitteln sie nach Deutschland kommen.

Bisher gilt die Testpflicht für Flugpassagiere und Einreisende aus Hochrisikogebieten, die nicht vollständig gegen das Coronavirus geimpft oder von einer Covid-19-Erkrankung genesen sind. Die Abstimmung in der Regierung zu der Verschärfung der Corona-Reiseauflagen laufe, sagte eine Sprecherin des Ministeriums den Funke-Medien.

Neuinfektionen in Israel steigen weiter an

10.02 Uhr: Das Gesundheitsministerium in Israel meldete am Dienstag 2112 Corona-Neuinfektionen – so viele wie seit Mitte März nicht mehr. Dem Fernsehen zufolge handelt es sich bei etwa jedem zehnten neuen Fall um Rückkehrer aus dem Ausland. Die Zahl der Corona-Patienten mit schwerem Verlauf stieg auf 138 – am Montag vor einer Woche waren es noch 61. Die meisten neuen Fälle stehen nach offiziellen Angaben in Verbindung mit der Delta-Variante des Virus.

Unter den Neuinfizierten sind viele jüngere Menschen und auch zweifach Geimpfte. Mehr als 57 Prozent der 9,3 Millionen Bewohner Israels sind bereits vollständig geimpft. Die dortige Impfkampagne war besonders zu Beginn sehr erfolgreich. Allerdings gibt es nach Angaben von Ministerpräsident Naftali Bennett immer noch mehr als eine Million Israelis, die sich impfen lassen könnten, dies aber nicht tun.

Michael Müller will baldiges Bund-Länder-Treffen

09.52 Uhr: Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hat sich für ein Treffen der Länderchefs mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) innerhalb der nächsten zwei Wochen ausgesprochen. Das teilte die Senatskanzlei am Dienstag mit. Müller, der aktuell Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) ist, wünsche sich von der Bundesregierung, dass sie zügig die Regularien für Reiserückkehrer anfasse und es zum Beispiel bei Flughäfen nicht nur bei Stichproben bleibe. »Der Korridor, um der gegenwärtigen Entwicklung noch wirksam entgegenzuwirken, wird enger«, warnte Müller. »Deshalb müssen wir jetzt zügig handeln, dazu gehört auch ein baldiges Treffen meiner Amtskolleginnen und Amtskollegen.«

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hatte am Sonntag angesichts steigender Infektionszahlen in Deutschland die kurzfristige Einberufung einer Bund-Länder-Konferenz und eine zügige Abstimmung gefordert.

Tokio: Zahl täglicher Neuinfektionen erreicht Rekordniveau

09.45 Uhr: In der Olympia-Stadt Tokio steigen die Neuinfektionen auf über 3000 registrierte Fälle – so viele wie nie an einem einzigen Tag. Das berichtet die Nachrichtenagentur Jiji. Am Montag waren 1429 neue Corona-Fälle erfasst worden, doppelt so viele wie eine Woche zuvor.

Lockdown in Melbourne beendet – Sydney weiter mit Beschränkungen

09.32 Uhr: Nach knapp zwei Wochen werden die strikten Corona-Beschränkungen im australischen Bundesstaat Victoria mit der Millionenmetropole Melbourne weitgehend wieder aufgehoben. Der Lockdown ende in der Nacht zum Mittwoch, teilte Regional-Premierminister Daniel Andrews mit. Zugleich appellierte er an die Bevölkerung, »wachsam gegenüber diesem Virus sein, der Delta-Variante, bis so viele Menschen wie möglich geimpft sind«.

Am Mittwoch dürfen Schulen, Restaurants, Fitnessstudios und Geschäfte wieder öffnen. Zudem sind im Freien Treffen von bis zu zehn Menschen erlaubt. Zu Hause darf man aber weiterhin keine Gäste empfangen. Auch im Bundesstaat South Australia mit der Großstadt Adelaide ist die Lage wieder unter Kontrolle: Die vor einer Woche verhängten Beschränkungen enden hier ebenfalls am Mittwoch. Sydney bleibt hingegen nach einem guten Monat weiter im Lockdown.

Bisher ist Australien mit seinen 25 Millionen Einwohnern wegen der extrem strikten Regeln erfolgreich im Kampf gegen die Pandemie. Landesweit wurden rund 33.000 Fälle bestätigt. 918 Menschen sind in Verbindung mit Covid-19 gestorben. Die Grenzen sind schon seit März 2020 weitgehend geschlossen.

Zahl der Neuinfektionen in Indien auf niedrigstem Stand seit mehr als vier Monaten

09.17 Uhr: In Indien verzeichnet das Gesundheitsministerium 29.689 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Das ist der niedrigste Wert seit dem 17. März. Insgesamt wurden rund 31,44 Millionen Ansteckungsfälle registriert, weltweit weisen nur die USA mehr Infektionen auf. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus steigt in Indien um 415 auf 421.832.

Olympia-Stadt Tokio erweitert Kapazitäten für Covid-Patienten

08.13 Uhr: In Tokio, dem Austragungsort der Olympischen Spiele, bereiten sich Krankenhäuser auf die Aufnahme zusätzlicher Covid-19-Kranke vor. Die Zahl der Betten für diese Fälle soll von derzeit 5967 auf 6406 erhöht werden, berichtet der Sender TBS. In der japanischen Hauptstadt hat sich am Montag mit 1429 Fällen die Zahl der täglichen Neuinfektion im Vergleich zum Montag vor einer Woche verdoppelt.

Impfkampagne bei südkoreanischen Chip-Herstellern

08.04 Uhr: Südkorea startet eine Impfkampagne in Schlüsselbetrieben der Chip-Herstellung und elektronischer Bauteile. Damit sollen Verzögerungen in den weltweiten Lieferketten vermieden werden. Sprecher global agierender Unternehmen wie Samsung Electronics, SK Hynix Inc und LG Display teilen mit, in den Werken sei mit der Impfung der Belegschaft begonnen worden.

1545 Neuinfektionen, Sieben-Tage-Inzidenz steigt weiter

Krankenhaus in Deutschland (Symbolbild)

Krankenhaus in Deutschland (Symbolbild)

Foto: Ole Spata / dpa

06.15 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt seit knapp drei Wochen an. Nach den jüngsten Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) liegt sie nun bei 14,5 – am Vortag betrug der Wert 14,3, beim Tiefststand vom 6. Juli 4,9.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 1545 Corona-Neuinfektionen, wie aus den Zahlen vom Dienstagmorgen weiter hervorgeht. Vor einer Woche hatte der Wert für Deutschland bei 1183 Ansteckungen gelegen.

Die Inzidenz war in der Pandemie bisher Grundlage für viele Corona-Einschränkungen, etwa im Rahmen der Ende Juni ausgelaufenen Bundesnotbremse. Künftig sollen daneben nun weitere Werte wie Krankenhauseinweisungen stärker berücksichtigt werden.

Deutschlandweit wurde den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 38 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 34 Tote gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.758.401 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.647.700 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 91.565.

Justizministerin Lambrecht: Gastronomen können Angebote nur für Geimpfte machen

05.54 Uhr: Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) hat Restaurants in der Corona-Pandemie an die Möglichkeit erinnert, nur für Geimpfte zu öffnen. »Die Vertragsfreiheit ermöglicht privaten Anbietern wie Gastronomen eine weitgehend freie Gestaltung ihrer Angebote«, sagte sie den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. »Wer seinen Gästen einen besonderen Schutz anbieten will, kann deshalb auch Angebote machen, die sich nur an Geimpfte richten.« Zugleich sprach sie sich abermals gegen eine Impfpflicht aus. »Eine Impfpflicht wird es nicht geben.«

Allerdings sollte die Allgemeinheit aus ihrer Sicht nicht mehr auf Dauer für die Kosten von Corona-Tests aufkommen müssen, wenn Menschen ihre Impfangebote nicht wahrnähmen. Lambrecht mahnte, getestete Menschen sollten sich nicht in falscher Sicherheit wiegen. »Ein Test ist immer nur eine Momentaufnahme und beinhaltet keine schützende Immunisierung. Impfen ist deshalb das Gebot der Stunde.«

Veranstaltungsbranche fordert Impfpflicht für Besucher und Beschäftigte

05.20 Uhr: Großveranstaltungen nur noch für Geimpfte und Genesene – das ist laut Verband der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft der einzige Weg zurück in die wirtschaftliche Normalität. »Im Bereich der Großveranstaltungen und Konzerte gibt es spätestens ab Ende September, wenn jeder ein Impfangebot bekommen hat, nur diesen Weg«, sagt Jens Michow, geschäftsführender Präsident des Bundesverbands der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft (BDKV). Auch das Personal und die Künstler müssten für solche Veranstaltungen dann natürlich geimpft sein. Die Alternative – Veranstaltungen weiterhin nur mit Abstandsgeboten, Maskenpflicht und begrenzter Besucherzahl – ist laut Michow wirtschaftlich nicht durchführbar.

Scharfe Kritik von Patientenschützern an Debatte über Impfpflicht

04.55 Uhr: Patientenschützer haben die Debatte über eine Corona-Impfpflicht in Deutschland scharf kritisiert. Der Vorsitzende der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, sagte der »Rheinischen Post«, es sei »brandgefährlich«, öffentlich über eine Impfpflicht nachzudenken. »Niemand kann hierzulande ein Interesse haben, mit der Polizei eine Impfpflicht durchzusetzen.«

Impf-Skeptiker müssten »mit Argumenten« überzeugt werden, sagte Brysch. »Kern einer solchen Debatte muss der Selbstschutz vor Corona sein.« Der Bundesregierung warf Brysch vor, dieser Debatte aus dem Weg zu gehen. »Damit überlässt sie den Impfgegnern und Verschwörungstheoretikern das Feld.«

Die Bundesregierung hat einer Impfpflicht bereits eine klare Absage erteilt. Eine solche Pflicht solle es auch nicht durch die »Hintertür« geben, sagte Vizeregierungssprecherin Ulrike Demmer am Montag in Berlin. Ausgelöst worden war die Debatte über eine Art Impfpflicht durch Äußerungen von Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU), der in der »Bild am Sonntag« Einschränkungen für Nicht-Geimpfte vorgeschlagen hatte.

Lauterbach warnt vor Unterricht ohne Einschränkungen

Karl Lauterbach (im Januar 2021)

Karl Lauterbach (im Januar 2021)

Foto: HANNIBAL HANSCHKE / REUTERS

04.10 Uhr: Der SPD-Politiker Karl Lauterbach hat vor einem Schulstart nach den Sommerferien ohne jegliche Corona-Beschränkungen gewarnt. »Ich habe schon aus den Ländern von der Idee gehört, nach dem Sommer den Unterricht ohne jede Einschränkung auch bei hohen Inzidenzen wieder durchzuführen. Wir hätten bis Ende des Schuljahres eine komplette Durchseuchung aller Schüler«, sagte er der »Rheinischen Post«. Fahre man die Schutzmaßnahmen in Schulen zu früh herunter, würden sich sehr viele Kinder mit Covid-19 infizieren. Es sei unklar, wie viele von ihnen nach einer Erkrankung mit Long-Covid-Spätfolgen oder gar einem schwächeren Immunsystem zu kämpfen hätten.

Alternativ könnten Schulen an Wechselunterricht, Masken, Test und Quarantäne für erkrankte Schüler festhalten. »Auch die Impfung von über zwölfjährigen Jugendlichen kann aus meiner Sicht sehr dabei helfen, die Pandemie zu überwinden«, sagte Lauterbach.

Bundesregierung plant offenbar strengere Regeln für Reiserückkehrer

03.15 Uhr: Müssen Reisende künftig bei ihrer Ankunft in Deutschland einen negativen Coronatest vorlegen – egal, woher und mit welchen Verkehrsmitteln sie kommen? So will es einem Bericht zufolge Gesundheitsminister Jens Spahn. Mehr dazu erfahren Sie in dieser Meldung.

Neuinfektionen in Türkei auf höchstem Stand seit Anfang Mai

02.30 Uhr: In der Türkei ist die Zahl der innerhalb eines Tages gemeldeten Neuinfektionen auf mehr als 16.000 Fälle angestiegen – das ist der höchste Stand seit Anfang Mai. Zudem starben im gleichen Zeitraum 63 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19, wie das Gesundheitsministerium am Montagabend mitteilte.

Das Land mit rund 84 Millionen Einwohnern hatte Anfang Juli alle wegen der Pandemie erlassenen Ausgangsbeschränkungen aufgehoben. Seitdem steigen die Fallzahlen wieder. Die Türkische Ärztevereinigung TTB warf der Regierung am Montag eine falsche Pandemiepolitik vor. Sie forderte angesichts der steigenden Fallzahlen strengere Maßnahmen. Etwa solle die Regierung von Einreisenden entweder zwei Impfungen oder eine zweiwöchige Quarantäne verlangen, so die TTB.

Mediziner: Zahl der Intensivpatienten in vierter Welle niedriger

00.50 Uhr: Mediziner rechnen bei einer vierten Corona-Welle mit weniger Patienten auf den Intensivstationen als in der jüngsten Hochphase, sehen aber für Kinder aufgrund der langen Isolation zusätzlich die Gefahr mangelnder Abwehr anderer Krankheiten. »Ich bin mir sicher, dass die Zahlen der Patienten auf den Intensivstationen und in den Krankenhäusern bei einer vierten Welle nicht so hoch sein werden wie bei der dritten Welle. Aber es ist noch nicht vorbei«, sagt Stefan Kluge, Vorstandsmitglied der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Das Virus sei in seiner Delta-Variante viel ansteckender als noch vor einem Jahr, weshalb auch nicht alle Regeln – wie etwa das Maskentragen in Supermärkten – aufgehoben werden sollten.

Spanien und die Niederlande sind nun Hochinzidenzgebiete

00.01 Uhr: Spanien und die Niederlande gelten seit Mitternacht als Hochinzidenzgebiete. Damit greifen bei der Einreise von dort nach Deutschland zusätzliche Vorschriften, wie das Robert Koch-Institut mitgeteilt hatte. Mit der Entscheidung reagierte die Bundesregierung auf einen deutlichen Anstieg der Infektionszahlen in beiden Ländern. Angekündigt wurde die Regelung bereits am Freitag.

Wer aus einem Hochinzidenzgebiet nach Deutschland zurückkehrt und nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne, kann diese aber durch einen negativen Test nach fünf Tagen verkürzen. Kurz vor Inkrafttreten der Entscheidung hätten nur sehr wenige deutsche Touristen ihren Urlaub auf der spanischen Mittelmeerinsel Mallorca vorzeitig beendet, hieß es dort.

Die Reisebranche hatte die Entscheidung der Bundesregierung kritisiert. Nach Angaben des Reiseverbandes DRV machten in der vergangenen Woche etwa 200.000 Pauschalreisende aus Deutschland in Spanien Urlaub – etwa 60 Prozent von ihnen auf den Balearen, 30 Prozent auf den Kanaren und der Rest auf dem Festland. Hinzu kommen insgesamt geschätzt etwa 200.000 Individualurlauber aus Deutschland in dem Land.

jok/aar/mwo/ime/mjm/AFP/dpa/Reuters
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