Corona-News am Dienstag Präsident Biden verspricht Impfstoff für alle erwachsenen Amerikaner bis Ende Mai

Die USA könnten schon früher als erwartet genug Impfstoff für alle erwachsenen Bürgerinnen und Bürger haben. Und: Virologe Christian Drosten warnt bei Shutdown-Lockerungen vor einer steigenden Inzidenz. Der Überblick am 2. März.
US-Präsident Joe Biden

US-Präsident Joe Biden

Foto: KEVIN LAMARQUE / REUTERS

Das war das Corona-Update am Dienstag.

Nichts mehr verpassen: Für die neuesten Entwicklungen und wichtigsten Hintergründe abonnieren Sie unseren Coronavirus-Newsletter.

Biden verspricht Impfstoff für alle erwachsenen Amerikaner bis Ende Mai

22.57 Uhr: Die USA werden laut US-Präsident Joe Biden bereits »bis Ende Mai« genügend Impfstoff für alle Erwachsenen im Land haben. Bislang hatte Biden das Erreichen dieses Meilensteins bis Ende Juli angestrebt. Die jüngste Zulassung eines dritten Impfstoffs und die Bemühungen der Regierung, die Produktion der Präparate anzukurbeln, ermöglichten es, das Ziel noch schneller zu erreichen, sagte Biden am Dienstag im Weißen Haus.

Die Lebens- und Arzneimittelbehörde der USA (FDA) hatte am Samstag eine Notfallzulassung für das Präparat von Johnson & Johnson erteilt. Der Konzern hat einen Vertrag mit der US-Regierung zur Lieferung von 100 Millionen Dosen des Impfstoffs bis Ende Juni geschlossen. Der Impfstoff soll nun auch vom konkurrierenden Pharmakonzern Merck produziert werden, wie die Regierung am Dienstag ankündigt.

Die US-Regierung bekommt bis spätestens Ende Juli von den zwei Herstellern der bereits zuvor genehmigten Impfstoffe, Biontech/Pfizer und Moderna jeweils 300 Millionen Dosen. Bei den Impfungen sind je zwei Dosen nötig; die Menge allein wäre also ausreichend, um alle knapp 300 Millionen Erwachsenen im Land zu versorgen. Der Impfstoff von Johnson & Johnson ist bereits nach einer Spritze wirksam. Die Impfstoffe sind bislang nur für Erwachsene zugelassen.

Pelé bekommt Corona-Impfung

22.52 Uhr: Die brasilianische Fußball-Legende Pelé hat sich gegen das Coronavirus impfen lassen. Der 80-Jährige veröffentlichte am Dienstag ein Foto von sich auf Instagram, auf dem er eine Spritze in den rechten Oberarm bekommt. Dazu schrieb er: »Heute ist ein unvergesslicher Tag – ich habe den Impfstoff bekommen.« Der dreimalige Weltmeister rief zudem dazu auf, eine Maske zu tragen, die Hände zu waschen und zu Hause zu bleiben, falls möglich. »Die Pandemie ist noch nicht vorbei«, schrieb er. »Das wird vorübergehen, wenn wir an andere denken und einander helfen können.« Nach den USA ist Brasilien das Land mit den zweitmeisten Corona-Toten.

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Instagram, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.
Externer Inhalt

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

WHO meldet Anstieg der Corona-Fälle um sieben Prozent nach wochenlangem Rückgang

22.10 Uhr: In einer Trendwende hat die Zahl der neuen Corona-Fälle vorige Woche weltweit um sieben Prozent zugenommen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) veröffentlichte am Dienstagabend in Genf Zahlen zum ersten Anstieg nach sechs Wochen Rückgang. Demnach wurden in der letzten Februarwoche 2,6 Millionen Fälle an die Uno-Behörde in Genf gemeldet.

Diese Entwicklung könnte mit der Ausbreitung von ansteckenderen Virusvarianten zu tun haben, schrieb die WHO in einem Bericht. Als weitere mögliche Gründe nannte sie die Lockerung von Gesundheitsmaßnahmen und Corona-Müdigkeit.

Den stärksten Anstieg im Wochenvergleich gab es im Nahen und Mittleren Osten (14 Prozent) gefolgt von Südostasien (9 Prozent), Europa (9 Prozent) und dem amerikanischen Kontinent (6 Prozent). Aus Afrika wurden dagegen um fast ein Viertel weniger Fälle als in der Vorwoche gemeldet. In der Westpazifischen Region mit Ostasien und Australien gingen die Zahlen leicht zurück.

Die WHO teilte mit, dass Corona-Impfungen erst nach Wochen immun machen. Bis zu einer breiteren Schutzwirkung für ganze Bevölkerungsgruppen werde es noch länger dauern. Deshalb müsse weiter auf Tests, Kontaktverfolgung, Abstand, Masken und Hygiene gesetzt werden.

US-Staat Texas hebt Maskenpflicht und Corona-Auflagen für Firmen auf

21.57 Uhr: Der US-Bundesstaat Texas hebt die Maskenpflicht und die wegen der Pandemie eingeführten Kapazitätsgrenzen für Restaurants und andere Unternehmen auf. »Jetzt ist die Zeit, Texas 100 Prozent zu öffnen«, sagte der republikanische Gouverneur Greg Abbott am Dienstag. Die Zeit für Einschränkungen der Wirtschaft sei angesichts der fortschreitenden Impfkampagne vorbei. »Das muss ein Ende haben«, sagte Abbott. Die Aufhebung der Maskenpflicht und der Kapazitätsgrenzen werde ab Mittwoch gelten.

Die rund 29 Millionen Einwohner des südlichen Bundesstaats bleiben aufgerufen, sich an die medizinischen Ratschläge zur Eindämmung der Corona-Pandemie zu halten. Es brauche aber keine staatlichen Vorschriften mehr, sagte Abbott. Falls die Auslastung der Krankenhäuser in einem Bezirk wider Erwarten stark steigen sollte, könne die Region neue Beschränkungen verhängen. Es dürften jedoch auch dann bei Verstößen zum Beispiel gegen eine mögliche örtliche Maskenpflicht keine Strafen verhängt werden, sagte Abbott.

Die Chefin der US-Gesundheitsbehörde CDC hatte erst am Montag davor gewarnt, die Corona-Auflagen voreilig aufzuheben. Dafür sei jetzt noch nicht die Zeit, sagte sie. Der renommierte Corona-Experte Ashish Jha von der Universität Brown in Providence kommentierte auf Twitter, mit dem Aufheben der Corona-Auflagen gehe Gouverneur Abbott »ein großes Risiko für das Leben der Menschen« ein.

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Twitter, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.
Externer Inhalt

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

US-Pharmakonzern Merck & Co. produziert Impfstoff für Johnson & Johnson

20.47 Uhr: Der US-Pharmakonzern Merck & Co. wird den von seinem Mitbewerber Johnson & Johnson entwickelten Corona-Impfstoff produzieren, der am Wochenende eine Notfallzulassung erhalten hatte. Die US-Regierung werde die Kooperation mit Blick auf die nötige Ausstattung von Mercks Produktionsstätten und logistischer Hilfe unterstützen, sagte die Sprecherin von Präsident Joe Biden, Jen Psaki, am Dienstag. Der erfahrene Impfstoffhersteller Merck & Co. hat bislang keinen eigenen Impfstoff gegen das Coronavirus im Programm.

Die Kooperation der beiden Rivalen werde die Verfügbarkeit der Corona-Impfstoffe in den USA weiter erhöhen, sagte Psaki. Zunächst blieb allerdings unklar, wie viel Dosen Merck & Co. in welchen Zeitraum produzieren soll. Biden und das Gesundheitsministerium wollten sich am Dienstagnachmittag (Ortszeit) zu Details der Kooperation äußern.

Johnson & Johnson hat bislang einen Vertrag mit der US-Regierung zur Lieferung von 100 Millionen Dosen des Impfstoffs geschlossen. Der gesamte Impfstoff soll noch vor Ende des ersten Halbjahres geliefert werden. Der Impfstoff entfaltet seine volle Wirkung schon nach Verabreichung einer Dosis und muss – anders als die übrigen genutzten Impfstoffe – nicht zweimal gespritzt werden. In den USA werden sonst bisher nur die Impfstoffe von Biontech /Pfizer und Moderna gespritzt.

Italien verlängert Corona-Reisesperren im Land bis nach Ostern

20.12 Uhr: Italien verlängert zentrale Corona-Beschränkungen wie die Reisesperren im Land um einen Monat bis nach Ostern. Außerdem müssen alle Schulen in Hochrisikogebieten, sogenannten Roten Zonen, schließen. Das teilte Gesundheitsminister Roberto Speranza in Rom mit. Ministerpräsident Mario Draghi unterschrieb am Dienstag ein entsprechendes Dekret.

Damit bleibt es in der ersten großen Reisezeit zu Ostern bis 6. April verboten, die Grenzen zwischen den 20 italienischen Regionen zu überqueren. Ausnahmen gibt es etwa für die Arbeit und in Notfällen.

Minister Speranza und mehrere Experten wiesen darauf hin, dass die britische Virusvariante in dem Mittelmeerland mit deutlich über 50 Prozent der Fälle vorherrschend sei.

Woidke will schnellere Corona-Impfungen

20.05 Uhr: Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat vor dem Bund-Länder-Treffen eine schnelle Ausweitung der Corona-Impfungen angekündigt und Defizite kritisiert. »Wir wollen und wir müssen gemeinsam besser werden«, teilte die Staatskanzlei am Dienstag nach der ersten Sitzung des sogenannten Corona-Impfkabinetts mit. »In den letzten acht Wochen gab es noch keine Impfstoffe.« Das sei jetzt anders. »Es ist daher nicht akzeptabel, wenn Brandenburg bei der Impfquote bei den Erstimpfungen bundesweit auf dem letzten Platz liegt. Das geht so nicht. Hier ist schnelle Abhilfe vonnöten.«

Die Impfungen waren in den vergangenen Wochen eher schleppend vorangegangen, bis wieder Lieferungen von Impfstoff kamen. Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) steht deshalb in der Kritik. Sie kündigte am Montag an, dass die Impfungen in den Turbo-Gang gehen sollen. In Brandenburg wurden seit Ende Dezember rund 184.000 Impfstoffdosen gespritzt. Beim Anteil der Erstimpfungen an der Bevölkerung liegt das Land mit 4,3 Prozent im Ländervergleich hinten, bei Zweitimpfungen mit 3,0 Prozent über dem Bundesschnitt.

Sachsen-Anhalt will Impftempo erhöhen

20.00 Uhr: Sachsen-Anhalt will das Tempo bei den Impfungen gegen das Coronavirus erhöhen. Zunächst dürfen deswegen jetzt alle Kommunen Menschen mit dem AstraZeneca-Impfstoff versorgen, die in der zweithöchsten Priorität sind, wie Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) am Dienstag nach einer Sitzung des Kabinetts mitteilte. Dazu gehören Menschen mit Behinderungen, Organtransplantationen und Schwerkranke, aber auch Personal in Kitas, Grund- und Förderschulen sowie bestimmte Polizeikräfte.

Der Wirkstoff von AstraZeneca wird nur für 18- bis 64-Jährige empfohlen, weil für Ältere die bisherigen Studiendaten nicht ausreichen. Damit müssen sich Menschen über 70 Jahre gedulden. Sie sind zwar in der zweithöchsten Impf-Priorität, können aber keine AstraZeneca-Dosis bekommen.

Zudem kündigte Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) an, eine sogenannte Umlauffrist einzuführen. Demnach sollen Kommunen verpflichtet werden, den Impfstoff wenige Tage nach Lieferung komplett zu nutzen. Wenn bei steigenden Liefermengen derzeit zum Teil Termine bis in den April vergeben würden, dauere das zu lange, kritisierte Haseloff. Die Kommunen müssten den Betrieb hochfahren und im Zweifel auch nach 16 Uhr und an Samstagen Termine anbieten. »Jeder Tag, der hier gewonnen wird, ist ein Tag weniger, in dem das Risiko besteht, sich anzustecken, schwer zu erkranken oder zu sterben.«

Drosten warnt bei Shutdown-Lockerung vor steigender Inzidenz

19.45 Uhr: Der Virologe Christian Drosten hat vor den Beratungen der Ministerpräsidentenkonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) vor steigenden Infektionszahlen bei Lockerungen der Anti-Corona-Maßnahmen gewarnt. Drosten sagte am Dienstag im NDR-Podcast »Das Coronavirus-Update«, es sei aus gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Überlegungen berechtigt, Maßnahmen zurückzunehmen. »Nur muss man eben auch ganz neutral sagen, was dann auch passieren wird. Es wird passieren, dass dann die Inzidenz wieder steigt.«

Der Chefvirologe der Berliner Charité verwies dabei auf eine Modellierung der Intensivmediziner, die eine Verlängerung des Shutdowns bis mindestens 1. April gefordert hatten, da ansonsten eine schwer beherrschbare dritte Corona-Welle drohe. Die für die Berechnungen genutzten Annahmen halte er »für sehr realistisch«, sagte er.

Den Anteil der in Großbritannien entdeckten Corona-Variante B.1.1.7 an den Infektionen in Deutschland schätzte Drosten auf inzwischen ungefähr die Hälfte. Der Anteil dieser ansteckenderen Mutante werde weiter steigen, das sei unausweichlich, sagte der Leiter der Virologie an der Berliner Charité. In Großbritannien gebe es mittlerweile nur noch Reste anderer Varianten, B.1.1.7 dominiere vollkommen. Die Maßnahmen dort seien strenger, so Drosten.

Er kritisierte zugleich das derzeitige staatliche Vorgehen bei den Impfungen. Er habe das Gefühl, »dass da ein deutscher Perfektionismus entstanden« sei. Er rief dazu auf, dringend die Hausärzte und Betriebsärzte beim Impfen mit einzubeziehen.

Drosten verwies beim Umgang mit Impfungen auf das Vorgehen in anderen Ländern. In den USA sei die Aufbewahrung des Impfstoffs von Biontech/Pfizer mittlerweile bereits für Minus 20 Grad zugelassen, während es in Europa noch Minus 80 Grad seien. »Das öffnet viel besser den Zugang, dass Biontech in Hausarztpraxen verimpft werden kann«, sagte er zu den Regelungen in den USA.

Salzburg führt Ausfahrtsbeschränkungen für zwei Gemeinden ein

19.02 Uhr: Das österreichische Bundesland Salzburg führt für zwei Gemeinden eine Corona-Testpflicht bei der Ausreise ein. Die Maßnahme zur Eindämmung hoher Infektionszahlen gilt ab Freitag für Radstadt und Bad Hofgastein, wie die Landesregierung mitteilte . In den kommenden zwei Wochen müssen Jugendliche ab 16 Jahren und Erwachsene einen negativen Test vorweisen, wenn sie diese Orte verlassen wollen.

In Bad Hofgastein und Radstadt wurden in den vergangenen sieben Tagen jeweils 71 und 57 Infektionen entdeckt. Die Wochen-Inzidenz von positiven Tests pro 100.000 Einwohnern liegt bei 1042 beziehungsweise 1168 – ein Vielfaches des gesamtösterreichischen Wertes von rund 160. »Wir müssen jetzt reagieren, denn die Corona-Neuinfektionen in den beiden Gemeinden gehen durch die Decke«, sagte Salzburgs Landeschef Wilfried Haslauer in einer Stellungnahme. Im Februar hatte das Bundesland Tirol  ähnliche Maßnahmen eingeführt.

Ema entscheidet am 11. März über Johnson & Johnson-Vakzine

18.38 Uhr: Die Europäische Arzneimittel-Agentur (Ema) will am 11. März über die Empfehlung des Impfstoffes des US-Herstellers Johnson & Johnson entscheiden. Der zuständige Ausschuss für Humanmedizin werde dann zu einer außerordentlichen Sitzung zusammenkommen, teilte die Behörde mit.

Es wird erwartet, dass die Experten grünes Licht für die Zulassung in der EU geben. Formal muss dann noch die EU-Kommission zustimmen – dies könnte noch am selben Tag geschehen.

Die Daten der Studien und Versuche des Unternehmens werden bereits von den EMA-Experten im laufenden Verfahren geprüft. Bisher sind in der EU drei Impfstoffe gegen das Coronavirus auf dem Markt. In den USA war der J&J-Wirkstoff am Wochenende zugelassen worden. Er ist vom Partnerunternehmen Janssen in den Niederlanden entwickelt worden. Anders als bei den bisherigen Präparaten ist bei diesem Impfstoff nur eine Dosis erforderlich.

Unternehmen wollen Betriebsärzte in Impfungen einbinden

18.33 Uhr: Angesichts zahlreicher ungenutzter Corona-Impfungen dringen Deutschlands Arbeitgeber auf eine größere Rolle der Betriebsärzte in der Corona-Impfkampagne. »Es ist nicht akzeptabel, dass aktuell mehr als eine Millionen Impfstoffdosen, die nicht für Zweitimpfungen zurückgelegt wurden, trotz hoher Nachfrage nach Impfungen nicht verimpft worden sind«, heißt es in einem Konzept der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), das der Nachrichtenagentur dpa vorliegt.

Ergänzend zu den bisherigen Plänen von Bund und Ländern könnten laut BDA die Betriebsärztinnen und -ärzte einen stärkeren Beitrag zum schnellen Impfen leisten. Betriebsärzte könnten bei Unterstützung durch die Arbeitgeber Impfungen oftmals besonders effizient organisieren.

Zwei weitere Schnelltests zugelassen

17.50 Uhr: Mögliche Lockerungen der Corona-Maßnahmen beim Treffen von Bund und Ländern am Mittwoch sollen mit einer Ausweitung der Schnelltests einhergehen. Nun wurden zwei weitere Sonderzulassungen erteilt, teilte das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte mit.

Insgesamt sind damit nun sechs Tests zur Anwendung für jedermann auf diesem Weg zugelassen. Die Selbsttests sollen frei in Apotheken, anderen Geschäften und im Internet zu kaufen sein.

Der Einsatz von Tests soll nach Plänen der Bundesregierung deutlich ausgedehnt werden, um mögliche weitere Öffnungen abzusichern. Neben Selbsttests gehören dazu Schnelltests, die geschultes Personal etwa in Testzentren oder Praxen abnimmt. Bei diesen schnellen Tests müssen Proben nicht erst zum Auswerten ins Labor geschickt werden. Positive Ergebnisse sollen dann aber mit genaueren PCR-Tests überprüft werden.

Sachsen-Anhalt will Kontaktbeschränkungen lockern

17.34 Uhr: Die Sachsen-Anhalter sollen sich bald wieder mit mehr Menschen treffen dürfen. Derzeit sei angedacht, dass ein Hausstand wieder mit bis zu fünf weiteren Menschen zusammenkommen darf, sagte Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) nach Beratungen mit seinem schwarz-rot-grünen Kabinett. Bisher ist nur erlaubt, dass sich ein Haushalt mit einem weiteren Menschen trifft. Die Lockerung könnte im sogenannten Sachsen-Anhalt-Plan und den damit verbundenen neuen Corona-Regeln nach dem 10. März in Kraft treten. Zudem sollen schrittweise Wirtschaftsbereiche sowie der Kultur- und Freizeitbetrieb wieder hochgefahren werden.

Merkel: Umfassende Teststrategie für April bis Juni nötig

17.21 Uhr: Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat eine breite und monatelange Teststrategie angekündigt, die nach dem Corona-Lockdown die geplanten Lockerungen absichern soll. Dies werde nach Einschätzung der Bundesregierung für die Monate April, Mai und Juni benötigt, sagte Merkel in einer Online-Sitzung der Unionsfraktion, wie die Deutsche Presse-Agentur von Teilnehmern erfuhr. Später werde das Impfen so dominante Wirkungen haben, dass eine Teststrategie in solchem Umfang nicht mehr notwendig sei.

Corona-Selbsttests seien neben den Antigen-Schnelltests noch nicht in großem Umfang verfügbar, sagte Merkel demnach. Neben den drei bereits zugelassenen Selbsttests gebe es 96 Anträge auf Zulassung – man rechne damit, dass um die 40 Produzenten valide Angebote machen könnten. Nun müsse man herausfinden, in welchem Umfang diese Tests kurzfristig zur Verfügung stünden.

Auch Rossmann bietet ab kommender Woche Corona-Selbsttests an

17.11 Uhr: Nach der Drogeriekette dm hat auch Rossmann angekündigt, ab Mitte kommender Woche Corona-Selbsttests zum Verkauf anzubieten. Voraussetzung sei, dass der Lieferant den Termin einhalte, hieß es in einer Mitteilung des Unternehmens. Rossmann arbeite zudem »mit Hochdruck daran«, zugelassene Tests weiterer Hersteller ins Sortiment aufzunehmen. Die Abgabemenge wird anfangs auf vier Stück pro Haushalt begrenzt. Die Kette dm hatte bereits am Montag erklärt, dass Kunden ab kommender Woche Schnelltests zur Selbstanwendung kaufen können – »voraussichtlich« ab Dienstag. Beide Drogerieketten nannten allerdings noch keinen genauen Preis für die Tests.

Einzelhändler schlagen Einkaufsstunde für Senioren vor

17.01 Uhr: Im Bemühen um eine sichere Öffnung des Einzelhandels und der Innenstädte hat ein Bündnis aus Unternehmen spezielle Öffnungszeiten für ältere Menschen vorgeschlagen. »Konkret empfehlen wir die Einführung einer Öffnungsstunde für Senioren über 60 von Montag bis Freitag in der Zeit zwischen 10 und 11 Uhr«, heißt es in einem Papier zur Selbstverpflichtung des Handels, das dutzende Textil-, Elektro- und Buchhändler unterzeichneten und das AFP vorlag.

Das Bündnis unterstützt demnach Zeiten, in denen der Besuch der Geschäfte den besonders gefährdeten älteren Menschen vorbehalten sei. Auf Wunsch der Politik seien die Unternehmen zudem dazu bereit, auf »aggressive Wiedereröffnungswerbung und bis Ostern auf große Rabattaktionen zu verzichten«, um nicht zu viele Menschen auf einmal anzulocken. Über die Selbstverpflichtung hatte zunächst die »Rheinische Post« berichtet.

Berichte über Skepsis gegenüber AstraZeneca-Impfstoff übertrieben

16.47 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn bezeichnet Berichte über verbreitete Skepsis gegenüber dem AstraZeneca-Impfstoff als übertrieben. Das Fernbleiben bei Impfterminen mit AstraZeneca sei viel geringer als in einigen Medien behauptet, sagt der CDU-Politiker in der Sitzung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion nach Teilnehmerangaben. Im Münsterland etwa kämen 95 Prozent der Personen zu den Impfterminen. Auch einige Gesundheitsministerien der Länder hatten den Berichten widersprochen. Spahn habe in der Fraktion zudem den Impfstoff und dessen Wirksamkeit gelobt, heißt es. Bisher seien insgesamt 6,5 Millionen Dosen verimpft worden und mehr als fünf Prozent der Deutschen gegen das Coronavirus geimpft, habe Spahn betont.

Gastgewerbe kritisiert Politik – »Gegenteil von Öffnungsstrategie«

16.12 Uhr: Der Branchenverband Dehoga kritisiert, dass nach einem Entwurf für das Bund-Länder-Treffen erst Ende März über Perspektiven für Restaurants und Hotels beraten werden soll. »Das ist das Gegenteil von einer Öffnungsstrategie«, erklärt Dehoga-Präsident Guido Zöllick. »Von der Ministerpräsidentenkonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel fordern wir einen klaren Fahrplan mit konkreten, nachvollziehbaren Kriterien, was, wann, wie wieder möglich ist.«

Merkel für vorsichtige Öffnungen

16.09 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel spricht sich in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für »vorsichtige Öffnungsschritte« aus. Man brauche aber auch eine »Notbremse«, wenn die Infektionszahlen wieder stark ansteigen sollten, sagt Merkel nach Informationen von Reuters aus Teilnehmerkreisen.

Mitglied des Ethikrats schlägt freien Tag nach Impfung vor

15.31 Uhr: Das Ethikratmitglied Wolfram Henn hat einen arbeitsfreien Tag nach der Impfung vorgeschlagen, um die Impfbereitschaft der Bevölkerung zu steigern. »Arbeitgeber, die an der Durchimpfung ihres Personals interessiert sind, könnten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für den Tag nach der Impfung vom Erscheinen am Arbeitsplatz oder dem Homeoffice freistellen, ohne dass diese sich eigens krankmelden müssten«, sagte der 59-jährige Medizinethiker und Professor am Universitätsklinikum des Saarlands dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Impfbereite Arbeitnehmer wüssten dann bereits vorher, dass sie mögliche körperliche Reaktionen auf die Impfung »am nächsten Morgen ohne bürokratischen Aufwand durch simples Ausschlafen bekämpfen könnten«. Diese Impfreaktionen seien völlig normal und nichts anderes »als ›Muskelkater‹ vom Training des Immunsystems durch die Impfungen«.

Forscher: Mehr Tests machen Lockdown überflüssig

15.16 Uhr: Wissenschaftler aus Epidemiologie, Informationstechnologie und Wirtschaftsforschung sprechen sich für mindestens 8,5 Millionen Corona-Tests pro Tag in Deutschland aus. Eine massive Ausweitung kostenloser oder günstiger Tests könnte nach ihrer Überzeugung – in Verbindung mit einem professionellen digitalen Zertifikat zum Freitesten – den Lockdown überflüssig machen und eine dritte Infektionswelle verhindern. Der erste Lockdown zu Beginn der Pandemie sei noch notwendig gewesen, sagt der Marburger Informatiker Alexander Markowetz. »Alles, was Sie danach gesehen haben, war selbst verursachter Schmerz.

Die gesamten Nachwehen seit Juli letzten Jahres ist eine Kette von Digitalisierungsversagen.« Mit breiten Tests – nicht nur für Menschen mit Corona-Symptomen – und einem smarten Zertifizierungssystem hätte die Entwicklung abgefangen werden können, so Markowetz. Die Software dafür sei im Prinzip schon in Österreich vorhanden, wo seit Jahren elektronische Patientenakten geführt würden.

Passagiere warten stundenlang in Heathrow

15.12 Uhr: Einreisende mussten am Londoner Flughafen Heathrow in den vergangenen Tagen mehrere Stunden lang warten, bis sie den Flughafen verlassen konnten, weil sich die Kontrollen von Pässen, negativen Corona-Tests und weiteren Formularen lange hinzog. Eine deutsche Schülerin, die nach England ins Internat zurückkehrte, berichtete von sechs Stunden Wartezeit am Sonntagabend.

Neben dem Testnachweis und einem ausgefüllten Formular mit persönlichen Daten müssen Einreisende seit Mitte Februar verpflichtend ein Testpaket buchen, um am 2. und 8. Tag ihrer Quarantäne einen Corona-Test durchzuführen. Nach Angaben der Regierung hatte es am Sonntag eine hohe Zahl an Einreisenden versäumt, zuvor dieses Testpaket zu buchen. »Das hat für Verzögerungen gesorgt, da diese dann erst nach den Grenzkontrollen gekauft werden mussten«, sagte der Chef der Grenzbeamten am Flughafen Heathrow.

Brief an Kanzlerin: Sport fordert Perspektive

15.09 Uhr: In einem Offenen Brief  an Bundeskanzlerin Angela Merkel hat der organisierte Sport vor dem Corona-Gipfel mit den Ministerpräsidenten ein Ende des Stillstandes in der Pandemie angemahnt. »Nach unserer Überzeugung ist es nun höchste Zeit dafür, dem vereinsbasierten Sport, den ›sozialen Tankstellen‹ unserer Gesellschaft, endlich wieder eine Perspektive zu geben«, heißt es in dem Schreiben.

Die Vereine und Landessportbünde würden über deutliche Mitgliederverluste und eine täglich abnehmende Zahl der ehrenamtlich Engagierten berichten. »Die negativen Auswirkungen von mangelnder Bewegung und Lebensfreude durch gemeinschaftliches Training sind insbesondere bei Kindern und Jugendlichen, aber auch bei Senioren, deutlich sichtbar«, heißt es weiter.

Mehr als Inzidenz: Infektionsschutzgesetz soll ergänzt werden

14.59 Uhr: Bei der Verhängung oder Lockerung von Corona-Schutzmaßnahmen sollen weitere Kriterien neben dem Inzidenzwert an Bedeutung gewinnen. Auf eine entsprechende Ergänzung des Infektionsschutzgesetzes haben sich die Rechts- und Gesundheitspolitiker der Fraktionen von CDU/CSU und SPD geeinigt, wie beide Seiten bestätigten. So sollen künftig insbesondere auch die Zahl der gegen Covid-19 geimpften Personen und der R-Wert berücksichtigt werden.

Nigeria erhält fast vier Millionen Covax-Impfdosen

14.41 Uhr: In Nigeria sind 3,94 Millionen Corona-Impfstoffdosen eingetroffen. Die Lieferung vom Dienstag ist die bislang größte der internationalen Covax-Initiative an ein afrikanisches Land. Es handelt sich um den von AstraZeneca mitentwickelten Impfstoff, produziert vom Serum Institute of India. Die Dosen seien von Mumbai in die nigerianische Hauptstadt Abuja gebracht worden, teilte das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen mit. In den kommenden Tagen und Wochen werde weiterer Impfstoff eintreffen. Die Covax-Initiative wurde gegründet, um Ländern mit niedrigen und mittleren Einkommensniveaus Zugang zu Impfstoff zu sichern. Es wird damit gerechnet, dass das Programm im ersten Quartal des laufenden Jahres etwa 90 Millionen Dosen nach Afrika liefert.

Testpflicht für Altenpfleger in Bayern ausgesetzt

14.18 Uhr: Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof setzt die Testpflicht für die Beschäftigten in Pflege- und Altenheimen vorläufig außer Vollzug. Eine behördliche Beobachtung setze nach dem Infektionsschutzgesetz den Verdacht voraus, dass sich die betroffene Person infiziert habe, heißt es zur Begründung. Ein solcher Verdacht bestehe bei den Beschäftigten von Pflege- und Altenheimen nicht ohne Weiteres.

In Bayern müssen sich den Regelungen zufolge Beschäftigte in Pflegeheimen mindestens dreimal pro Woche auf das Coronavirus testen lassen. Gegen diese Vorschrift war eine bereits gegen das Virus geimpfte Pflegedienstleiterin eines Seniorenzentrums aus Unterfranken mit einem Eilantrag vorgegangen. Die Testpflicht für Besucher bleibt dagegen bestehen.

Berlin öffnet Schulen weiter

14.11 Uhr: Der Berliner Senat geht mit der Öffnung von Schulen weiter voran. Ab kommendem Dienstag sollen auch die Klassen vier bis sechs wieder in den Präsenzunterricht gehen. Dies werde in halber Klassenstärke im Wechsel umgesetzt, teilt Senatorin Regine Günther nach der Senatssitzung mit. Ab dem 17. März sollen dann auch die Oberstufenklassen zehn bis 13 in den Präsenzunterricht gehen. Die Präsenzpflicht bleibt demnach aber ausgesetzt. Günther betont aber: »Wir werden vorsichtig sein müssen.«

Kretschmann bremst: Öffnungen erst, wenn Massentests möglich

13.52 Uhr: Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) sieht kurz vor der Bund-Länder-Konferenz zum Corona-Lockdown keinen Raum für schnelle Öffnungen. Auf die Frage, was denn außer Baumärkten rasch geöffnet werden könne, sagte der Grünen-Politiker: »Erst mal nichts.« Die Zahl der Infektionen auf 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen sei weiterhin der entscheidende Wert bei der Frage, wie stark man lockern könne – und die 7-Tage-Inzidenz steige wieder.

Zwar könne man mit massenhaften Schnell- und Selbsttests demnächst Öffnungen angehen. Doch das gehe nicht von heute auf morgen: »Das ist ein großer organisatorischer Aufwand.« Die Test-Infrastruktur müsse schon da sein, »damit man die Teststrategie mit der Öffnungsstrategie verbinden kann«.

Tschechische Polizei kontrolliert mehr als 50.000 Fahrer und Fahrerinnen

13.11 Uhr: Die Polizei hat nach Kontrollen des neuen verschärften Corona-Lockdowns in Tschechien eine überwiegend positive Bilanz gezogen. Die meisten Menschen hätten die nötigen Papiere dabei und zeigten Verständnis für die Maßnahmen, teilte ein Sprecher mit. Man habe innerhalb von 24 Stunden mehr als 53.000 Fahrzeuge angehalten und nur in 1527 Fällen die Weiterfahrt untersagen müssen.

Die Bürger dürfen ihren Bezirk seit Montag nur noch in Ausnahmefällen verlassen. Erlaubt bleiben Wege zur Arbeit, zum Arzt und zu Behördengängen, wenn entsprechende Nachweise erbracht werden. Diese strikten Regeln sollen zunächst für drei Wochen gelten. Insgesamt beteiligen sich mehr als 30.000 Einsatzkräfte von Polizei, Armee und Zoll an den landesweiten Kontrollen.

Für Kritik in den sozialen Medien sorgt, dass alle Dokumente auf Papier ausgedruckt sein müssen.

Sterbefälle in dritter Februarwoche unter Schnitt der Vorjahre gefallen

13.03 Uhr: In der dritten Februarwoche sind die Sterbefallzahlen in Deutschland erstmals seit Längerem wieder unter den Schnitt der Vorjahre gefallen. Laut einer Hochrechnung des Statistischen Bundesamts  in Wiesbaden starben in der Woche vom 15. bis 21. Februar insgesamt 20.162 Menschen. Das waren 776 oder vier Prozent weniger als in der jeweiligen Februarwoche der Jahre 2017 bis 2020.

In der Woche zuvor waren in etwa so viele Menschen gestorben wie im Durchschnitt der Vorjahre. In der ersten Februarwoche hatten die Sterbefallzahlen noch drei Prozent über dem Schnitt gelegen.

Nach Angaben des Statistikamts sank auch die Zahl der Covid-19-Todesfälle. In der fünften Kalenderwoche wurden dem Robert Koch-Institut (RKI) demnach 841 Todesfälle weniger gemeldet als in der Vorwoche.

RKI: Bundesweit Fünfprozentmarke bei Impfungen erreicht

12.52 Uhr: Mehr als zwei Monate nach Beginn der Impfungen gegen das Coronavirus haben rund fünf Prozent der Bevölkerung mindestens eine Dosis erhalten. Den Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) zufolge wurden bislang etwa 6,4 Millionen Dosen des Impfstoffs verabreicht (Stand 2. März, 8.00 Uhr). Davon haben rund 4,2 Millionen Menschen eine Erstimpfung und fast 2,2 Millionen bereits die Zweitimpfung bekommen. Zum zweiten Mal wurden im Bundesdurchschnitt bisher 2,6 Prozent der Einwohner gepikst. Bei den meisten Geimpften handelt es sich laut RKI-Statistik um alte Menschen, Personal in Krankenhäusern und Altenheimen sowie Pflegeheimbewohner.

Lockerung für Museen und Sport in weiteren Öffnungsschritten vorgesehen

12.30 Uhr: Das vorläufige Beschlusspapier zu den Corona-Beratungen von Bund und Ländern am Mittwoch sieht eine Öffnung von Sportangeboten und Kultureinrichtungen unter bestimmten Bedingungen vor. So soll kontaktfreier Sport in Gruppen bis maximal zehn Personen im Außenbereich möglich sein. Auch Museen, Galerien, Gedenkstätten, zoologische und botanische Gärten sollen wieder öffnen dürfen. Jedoch ist dieser Schritt an die Einhaltung einer Sieben-Tage-Inzidenz von 35 geknüpft. Bleibt der Wert stabil unter dieser Marke, können die Bundesländer landesweit oder regional Lockerungen erlassen. Erst als weiteren Schritt sieht das Papier bei gleicher Inzidenz die Öffnung der Außengastronomie vor. Dies gilt nach Angaben aus Verhandlungskreisen als umstritten.

Brauer verkaufen weiter weniger Bier

12.26 Uhr: Angesichts weiterhin stark rückläufiger Biermengen rufen die deutschen Brauereien nach weiteren Hilfen in der Coronakrise. Im Januar waren nach jüngsten Zahlen des Statistischen Bundesamts nur noch gut 4,7 Millionen Hektoliter abgesetzt worden, ein Rückgang zum Vorjahresmonat um 27 Prozent. »Dies ist ein historischer Absturz, den die deutsche Brauwirtschaft so noch nicht erlebt hat«, sagte Brauerbund-Präsident Holger Eichele. Besonders schlecht liefen die Geschäfte im Inland mit einem Minus von 28,3 Prozent. Der mittlerweile viermonatige Lockdown in Deutschland treffe insbesondere die kleinen Betriebe, die stark von Gastronomie und Veranstaltungen abhängig seien. »Fassbier ist über Nacht unverkäuflich geworden«, sagte Eichele.

Mallorcas Gastwirte empfangen nach sieben Wochen wieder Gäste

12.20 Uhr: Nach einer siebenwöchigen Corona-Zwangsschließung haben die Gastwirte auf Mallorca erstmals wieder Gäste empfangen. Infolge einer deutlichen Verbesserung der Pandemielage auf der spanischen Urlaubsinsel dürfen sie seit Dienstag wieder öffnen – vorerst allerdings nur die Außenbereiche. Spätestens um 17 Uhr müssen alle Restaurants, Cafés und Kneipen wieder schließen. Zudem dürfen vorerst lediglich höchstens 50 Prozent der Tische draußen aufgestellt werden – bei einer Besetzung von maximal je vier Personen aus höchstens zwei verschiedenen Haushalten.

Shutdown-Verlängerung bis Monatsende mit Lockerungen

11.50 Uhr: Bund und Länder streben eine grundsätzliche Verlängerung des Shutdowns bis zum 28. März an – es soll aber zugleich weitere Lockerungen geben.

  • Hier erfahren Sie, was beschlossen werden könnte

Alle sollen bis zu zwei kostenlose Schnelltests pro Woche erhalten

11.45 Uhr: Das Gesundheitsministerium will allen Bürgern bis zunächst zum 30. Juni zwei kostenlose Corona-Schnelltests pro Woche anbieten. Dafür sollen weitere Testzentren aufgebaut werden, geht aus einem Papier des Ministeriums für die Änderung der Teststrategie hervor. Durchgeführt werden diese in Testzentren oder bei niedergelassenen Ärzten. Für einen sicheren Schulbetrieb soll dieses Angebot gerade auch für Kita-Personal, Lehrer und Schüler gelten. Unternehmen sollen ebenfalls verpflichtet werden, in Präsenz arbeitenden Beschäftigten ein bis zwei kostenlose Schnelltests pro Woche anzubieten. Bis Anfang April sollen diese Maßnahmen umgesetzt werden.

Corona-infizierte Mitarbeiterin von Arztpraxis in Düsseldorf hatte 600 Kontakte

11.19 Uhr: Eine mit der britischen Corona-Variante infizierte Mitarbeiterin einer Arztpraxis in Düsseldorf hat offenbar mehr Kontakte gehabt als zunächst angenommen: Die Praxis korrigierte die Zahl der möglichen Kontaktpersonen von ursprünglich 450 auf rund 600. Die Mitarbeiterin einer Arztpraxis im Stadtteil Pempelfort hatte trotz Krankheitssymptomen weiter gearbeitet und wurde später positiv auf die britische Virusvariante B.1.1.7 getestet. Die Arztpraxis wurde geschlossen.

Deutschland hilft tschechischen Corona-Hotspots mit Impfstoff aus

11.02 Uhr: Aus Deutschland sind 15.000 zusätzliche Impfstoff-Dosen im stark von Corona betroffenen Tschechien eingetroffen. Das bestätigte eine Sprecherin der Verwaltungsregion mit Sitz in Karlovy Vary (Karlsbad). Die Bundesländer Sachsen, Thüringen und Bayern hatten die gemeinsame Spende angekündigt, die für die grenznahen Corona-Hotspots im Westen Tschechiens bestimmt ist. Die Regierung in Prag gab noch 1800 Dosen aus den eigenen knappen Beständen hinzu. Es handelt sich um Impfstoff der Firma AstraZeneca, für den die Behörden in Tschechien anders als Deutschland keine Altersobergrenze festgelegt haben.

WHO: Ende der Pandemie in diesem Jahr unrealistisch

10.35 Uhr: Die Weltgesundheitsorganisation rechnet nicht mit einem baldigen Ende der Pandemie. »Es wäre sehr verfrüht und unrealistisch zu glauben, dass wir bis Ende des Jahres mit diesem Virus fertigwerden«, sagte WHO-Nothilfekoordinator Michael Ryan. Bei klugem Handeln könnten jedoch »die Krankenhauseinweisungen, die Todesfälle und die Tragödie beendet werden, die mit dieser Pandemie einhergehen«. Der Fokus der WHO sei weiter darauf gerichtet, die Infektionen so gering wie möglich zu halten und so viele Menschen wie möglich zu impfen.

Arbeitslosigkeit im Februar leicht gestiegen

10.12 Uhr: Die Arbeitslosigkeit in Deutschland ist im Februar wegen der Corona-Pandemie saisonuntypisch leicht gestiegen. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit waren 2,904 Millionen Menschen ohne Job, 4000 mehr als im Januar und 509.000 mehr als im Februar 2020. Die Arbeitslosenquote blieb unverändert bei 6,3 Prozent.

Habeck: Besser Schulen öffnen als Geschäfte

10.00 Uhr: Der Grünenvorsitzende Robert Habeck sieht Spielraum für Lockerungen der Corona-bedingten Schließungen derzeit allenfalls bei Schulen und Kitas, nicht jedoch bei Geschäften. »Wenn wir uns entscheiden, etwas zu lockern, dann würde ich mit den Kindern anfangen«, sagte Habeck den Sendern RTL und n-tv. Er mahnte aber vor dem nächsten Bund-Länder-Spitzengespräch am Mittwoch generell zur Vorsicht. Er verstehe den Druck, den viele Ladenbesitzer machten, betonte der Grünenvorsitzende. Die Kinder sollten aber Vorrang haben.

Auch müssten etwaige Öffnungen »kombiniert werden mit massenweisen, günstigen, umsonst verfügbaren Tests«. Die Kapazitäten müssten hier so hoch sein, dass Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler »zwei-, dreimal die Woche mindestens« getestet werden könnten. Habeck warnte davor, jetzt wegen »einer oder zwei Wochen« Ungeduld einen weiteren, wochenlangen Lockdown zu riskieren. Er stehe da eher an der Seite der Kanzlerin als an der vieler Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten, die auf Lockerungen drängten. »Wir sollten die einigermaßen stabile Situation, die wir haben, nicht verspielen, indem wir uns jetzt, weil wir zu ungeduldig werden, in diese dritte Welle reinkatapultieren«, betonte der Grünenvorsitzende.

Ab Mitte März soll auch in Arztpraxen geimpft werden

9.52 Uhr: Das Bundesgesundheitsministerium schlägt vor, schon ab Mitte März in Arztpraxen gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Das geht aus einem Ministeriumspapier hervor, das »Business Insider« vorliegt . Darin heißt es, das Ministerium wolle »die bereits bestehende Möglichkeit der Einbeziehung niedergelassener Ärztinnen und Ärzte weiterentwickeln.« Konkretes Ziel: Ab Mitte März soll in »ausgewählten« Arztpraxen gegen das Coronavirus geimpft werden. Die Bundesregierung werde die Impfverordnung entsprechend anpassen und um »explizite Regelungen für die Vergütung für die entsprechenden ärztlichen Leistungen, für die vorzunehmende digitale Impfquotenerfassung und für die Abrechnung über die Kassenärztlichen Vereinigungen« ergänzen.

Günther erwartet Beschluss von »Stufen- und Perspektivplan«

9.17 Uhr: Der schleswig-holsteinische Ministerpräsident Daniel Günther erwartet, dass Bund und Länder am Mittwoch einen »Stufen- und Perspektivplan« für Öffnungsschritte beschließen wird. »Ich bin mir sehr sicher, dass er auch kommen wird«, sagt der CDU-Politiker im ZDF.

China will bis Ende Juli 40 Prozent der Bevölkerung impfen

9.09 Uhr: China will nach Angaben eines Regierungsberaters bis Ende Juli 40 Prozent der Bevölkerung gegen Covid-19 impfen. Dabei gehe es um die Impfung mit zumindest einer Dosis, sagte Coronavirus-Experte Zhong Nanshan, der an der Behördenstrategie im Kampf gegen die Pandemie mitarbeitet, zu Reuters. Die Menschen, die eine Impfung ablehnen, seien bei dieser Berechnung berücksichtigt, die eine erhebliche Beschleunigung bei den Impfungen erfordert.

Giffey fordert mehr Perspektiven für Kinder

9.00 Uhr: Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) plädiert im Rahmen weiterer Öffnungen für mehr Perspektiven von Kindern und Jugendlichen in der Coronakrise. »Ich finde es sehr wichtig, dass Kinder und Jugendliche jetzt ganz vorne in der Debatte über weitere Öffnungsschritte stehen müssen«, sagte Giffey im ARD-»Morgenmagazin«.

Franziska Giffey

Franziska Giffey

Foto: Bernd von Jutrczenka / dpa

Wenn man über Baumärkte, Flugschulen und Hundeschulen spreche, sollte man auch die Perspektive von Kindern in den Blick nehmen. »Es kann nicht sein, dass Hunde früher in die Schule gehen als Kinder und Jugendliche.«

Gesundheitsrat fordert Ausgangssperre in Brasilien

5.25 Uhr: Die Gesundheitsbeauftragten der brasilianischen Bundesstaaten fordern eine Ausgangssperre, um die rasante Ausbreitung des Coronavirus zu bremsen. »Der Nationale Rat der Gesundheitsbeauftragten (Conass) spricht sich für die sofortige Verabschiedung von Maßnahmen aus, um den drohenden Zusammenbruch der öffentlichen und privaten Gesundheitssysteme zu vermeiden«, hieß es in einem »Brief an die brasilianische Nation«, den der Conass am Montag auf seiner Website veröffentlichte. Zu den geforderten Maßnahmen gehören die Aussetzung des Präsenzunterrichts und eine landesweite Ausgangssperre von 20 bis 6 Uhr sowie an den Wochenenden.

Brasilien ist eines der am stärksten von der Pandemie betroffenen Länder. Die Impfungen gegen das Coronavirus begannen dort erst im Januar. Bislang haben sich im größten Land Lateinamerikas fast 10,6 Millionen Menschen nachweislich mit dem Krankheitserreger infiziert – nur in den USA und in Indien sind die Zahlen noch höher. Am Donnerstag, ein Jahr nach dem ersten registrierten Corona-Fall in Brasilien, überschritt das Land die Marke von 250.000 Toten in Verbindung mit Covid-19.

Präsident Jair Bolsonaro hatte das Coronavirus von Anfang an verharmlost, Einschränkungen lehnte er aus wirtschaftlichen Gründen ab. Mittlerweile zieht der rechtspopulistische Politiker auch den Sinn von Corona-Impfungen grundsätzlich in Zweifel. Als vermeintlichen Beleg für seine Thesen führte Bolsonaro zuletzt auch eine deutsche Umfrage an, die er als Studie bezeichnete und die als Argument gegen das Tragen von Schutzmasken herhalten sollte.

SPD-Chef Walter-Borjans wirft Merkel Versagen vor

4.20 Uhr: Der SPD-Vorsitzende Norbert Walter-Borjans hat die Arbeit von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der Unionsminister in der Coronakrise scharf kritisiert. »Wir haben eine Regierungschefin, die in der Koordinierung in dieser Krise einiges vermissen lässt«, sagte Walter-Borjans der »Augsburger Allgemeinen« über den Koalitionspartner. Die derzeit besonders geforderten Verantwortungsträger in der Union würden »ihrer Aufgabe nicht gerecht«. Er bezog sich damit besonders auf Wirtschaftsminister Peter Altmaier und Gesundheitsminister Jens Spahn (beide CDU). Bei beiden sei, »vorsichtig formuliert, eine Menge Luft nach oben.«

So scharfe Worte eines Parteivorsitzenden über seinen Koalitionspartner sind eher ungewöhnlich – allerdings hat der Wahlkampf begonnen, am 26. September wird ein neuer Bundestag gewählt. Vieles werde derzeit von Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) und den SPD-Ministern ausgebügelt, führte Walter-Borjans weiter aus. »Je näher wir der Wahl kommen, desto mehr spürt man, dass es nicht nur auf das Wollen ankommt, sondern auch auf das Können.« Und: »Die Leistung der Kabinettsmitglieder von CDU und CSU in dieser Regierung liegt nun wirklich erkennbar hinter der der SPD«, so Walter-Borjans.

Dehoga-Chefin will »klaren Fahrplan« für Öffnung von Restaurants und Hotels

3.45 Uhr: Mit Blick auf mögliche Lockerungen der Corona-Maßnahmen hat der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) eine Abkehr von der ausschließlichen Ausrichtung auf Inzidenzwerte gefordert. Es müsse eine Balance geben zwischen gesundheitspolitisch Notwendigem und dem, was der Wirtschaft noch zugemutet werden könne, forderte Dehoga-Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges im »Tagesspiegel«. Vor den Bund-Länder-Beratungen am Mittwoch forderte sie einen »klaren Fahrplan, mit dem Restaurants und Hotels noch vor Ostern wieder öffnen können«.

»Die Politik muss jetzt dringend ihre Hausaufgaben machen und aus den drei Bausteinen Impfen, Schnelltests und digitaler Aufrüstung der Gesundheitsämter ein Konzept entwickeln, das Öffnungen erlaubt und gesellschaftliches Leben ermöglicht«, sagte Hartges der Zeitung. Das Gastgewerbe müsse gleichberechtigt mit anderen Branchen behandelt werden. »Wir sind immer die ersten und es kann nicht sein, dass wir auch die letzten sind, die wieder öffnen dürfen«, sagte sie.

Ärzte warnen vor unkoordinierten Lockerungen

2.50 Uhr: Ärzteverbände haben vor voreiligen und unkoordinierten Lockerungen des Lockdowns gewarnt und eine Ausweitung von Corona-Tests gefordert. »Es wäre falsch, einfach einige Bereiche zu öffnen, weil die Menschen lockdownmüde sind«, sagte die Vorsitzende des Bundesverbands der deutschen Amtsärzte, Ute Teichert, der »Rheinischen Post«. Öffnungen sollten nur in Verbindung mit einer gezielten Test- und Nachverfolgungsstrategie erfolgen, sagte sie. »Keinesfalls dürfen wir dem Virus den roten Teppich ausrollen.«

Es gehe jetzt darum, die Kontrolle über das Infektionsgeschehen zurückzugewinnen. »Das Virus ist im Augenblick immer noch schneller als unsere Maßnahmen, wir reagieren nur. Das muss sich ändern.«

Teichert forderte daher mehr Tests in den Schulen, in den Betrieben »und auch beim Friseur«. Außerdem müsse noch viel mehr auf Varianten des Coronavirus getestet werden, um einen besseren Überblick über deren Ausbreitung zu erhalten.

Ähnlich argumentierte der Marburger Bund. »Die Öffnungen sollten langsam und stufenweise erfolgen. Es ist wichtig, Folgewirkungen abzuwarten, bevor man den nächsten Schritt macht«, sagte die Vorsitzende Susanne Johna den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Die Gefahr einer dritten Infektionswelle mit hochansteckenden Virusvarianten betreffe nicht nur ältere Patienten, »auch jüngere, insbesondere Risikopatienten«. »Wir reden hier von einem Viertel der Bevölkerung«, sagte sie. Sollte die dritte Welle vergleichsweise ungebremst auf sie treffen, komme es zwangsläufig zu einem Wiederanstieg der Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen.

Kolumbien erhält Impfdosen von Covax

2.20 Uhr: Kolumbien hat als erstes Land Lateinamerikas Impfstoffe von der internationalen Covax-Initiative bekommen. »Der heutige Tag markiert einen sehr wichtigen Meilenstein«, sagte der kolumbianische Präsident Iván Duque nach der Ankunft von 117.000 Dosen des Impfstoffs von Biontech und Pfizer am internationalen Flughafen El Dorado in Bogotá am Montag. Insgesamt erwarte Kolumbien im Rahmen der Covax-Initiative 20 Millionen Impfdosen, sagte Duque in einem in sozialen Netzwerken veröffentlichten Video.

Die Covax-Initiative wurde von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Impfallianz Gavi gegründet, um vergleichsweise ärmere Länder mit Corona-Impfstoffen zu versorgen. Die Initiative will nach eigenen Angaben in diesem Jahr knapp zwei Milliarden Dosen liefern. Vor Kolumbien hatten etwa Ghana und die Elfenbeinküste Corona-Impfdosen von Covax erhalten.

In Kolumbien, einem Land mit rund 50 Millionen Einwohnern, haben sich bisher rund 2,3 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Fast 60.000 Patienten starben im Zusammenhang mit Covid-19.

Frankreich weitet Anwendung von AstraZeneca-Impfstoff aus

1.05 Uhr: Im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie weitet die französische Regierung die Anwendung des Impfstoffs von AstraZeneca aus. Auch Menschen in der Altersgruppe von 65 bis 75 Jahren können nun den Impfstoff dieses Herstellers erhalten, falls sie beispielsweise an Diabetes oder Bluthochdruck leiden, wie Gesundheitsminister Olivier Véran am Montagabend im TV-Sender France 2 ankündigte. Von der Ausweitung seien potenziell rund 2,5 Millionen Franzosen betroffen.

In Frankreich hatte die oberste Gesundheitsbehörde bisher empfohlen, den Impfstoff des britisch-schwedischen Konzerns AstraZeneca vorzugsweise bei Erwachsenen unter 65 Jahren einzusetzen. Frankreich mit seinen rund 67 Millionen Menschen ist stark von der Covid-19-Pandemie betroffen, es starben nach Behördenangaben bereits über 86.000 Menschen.

Twitter will Falschinformationen über Corona-Impfungen kennzeichnen

0.50 Uhr: Twitter hat ein stärkeres Vorgehen gegen die Verbreitung falscher Informationen über Corona-Impfungen angekündigt. Ab sofort würden Tweets, die irreführende Informationen rund um das Thema enthalten könnten, entsprechend gekennzeichnet, teilte der Kurznachrichtendienst am Montag mit Verweis auf die Ausweitung der Verteilung von Impfstoffen gegen das Coronavirus mit.

Twitter hatte in der Frühphase der Pandemie vergangenes Jahr zunächst seine Definition zu »schädlichen« Inhalten ausgeweitet und dann ein härteres Vorgehen gegen Tweets mit falschen Informationen über das Coronavirus angekündigt. Seit der Einführung der neuen Corona-Richtlinie hat das Unternehmen nach eigenen Angaben weltweit mehr als 8400 Tweets entfernt und Maßnahmen gegen 11,5 Millionen Konten ergriffen.

bbr/mas/cop/jpz/fek/ptz/dpa/AFP/Reuters/sid/AP
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.