Corona-News am Dienstag Johnson bringt umstrittene Coronamaßnahmen durchs Parlament

Verschärfte Maskenpflicht, 3G-Nachweise für Klubs: Das britische Unterhaus hat neue Pandemieauflagen beschlossen. Und: Die Niederlande ziehen Weihnachtsferien für Grundschüler vor. Der Überblick am 14. Dezember.
Boris Johnson (Bild von Ende November) steht nicht nur wegen der Verschärfung von Coronamaßnahmen, sondern auch wegen mehrerer Skandale in der Kritik

Boris Johnson (Bild von Ende November) steht nicht nur wegen der Verschärfung von Coronamaßnahmen, sondern auch wegen mehrerer Skandale in der Kritik

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Hollie Adams / dpa

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+++ Johnson bringt umstrittene Corona-Maßnahmen durchs Parlament +++

21.07 Uhr: Das britische Unterhaus hat gegen großen Widerstand in den eigenen Reihen einer Verschärfung der Corona-Maßnahmen zur Bekämpfung der hochansteckenden Omikron-Variante zugestimmt. Die Abgeordneten stimmten am Dienstagabend nach einer emotionalen Debatte mit einer Mehrheit für die Maßnahmen, die eine Verschärfung der Maskenpflicht sowie die besonders umstrittenen 3-G-Nachweise für Nachtklubs und Großveranstaltungen vorsehen.

Wie groß die erwartete Rebellion gegen die Pläne des Premierministers Johnson aus den eigenen Reihen ausfiel, war zunächst noch unklar. Bei der Abstimmung über die Nachweise stimmten 369 Abgeordnete dafür, 126 dagegen. Kommentatoren gingen in ersten Einschätzungen davon aus, dass es die größte Rebellion gegen Johnson seit seinem Wahlsieg im Jahr 2019 gewesen sein könnte.

Die größte Oppositionspartei Labour hatte bereits vorab ihre Zustimmung zu den Maßnahmen angekündigt, weshalb die Mehrheit als sicher galt. Allerdings kündigten Dutzende Abgeordnete der Tory-Partei lautstark an, dagegen zu stimmen. Der größte Widerstand regte sich dabei gegen die Impf- oder Testnachweise. Laut der Nachrichtenagentur Reuters stimmten etwa 100 konservative Abgeordnete dagegen. Johnson hat eine Mehrheit von 79 Stimmen im Unterhaus.

WHO-Chef warnt vor rasanter Verbreitung von Omikron

23.32 Uhr: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat vor einer rasanten Verbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus gewarnt. Seitdem die Variante mit zahlreichen Mutationen im November erstmals im Süden Afrikas entdeckt worden sei, habe sie sich in 77 Ländern ausgebreitet, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Dienstag vor Journalisten. »Die Realität ist, dass Omikron wahrscheinlich in den meisten Ländern vorkommt, auch wenn es noch nicht entdeckt worden ist«.

Omikron breite sich mit einer Geschwindigkeit aus, »die wir bei keiner früheren Variante gesehen haben«, sagte Tedros. Selbst wenn die Variante weniger schwere Krankheitsverläufe zur Folge habe, könne sie die Gesundheitssysteme allein durch die Zahl der neuen Fälle überlasten.

Der WHO-Chef zeigte sich besorgt über die Reaktion vieler reicher Länder, die angesichts der Variante zahlreiche Impfdosen für Booster-Impfungen bestellt haben – während ärmere Länder kaum Zugang zu den Vakzinen haben. »Die WHO ist nicht gegen Auffrischungsimpfungen. Wir sind gegen Ungleichheit. Unser Hauptanliegen ist es, überall Leben zu retten«, sagte Tedros.

Italien führt Testpflicht für Einreisende aus EU-Ausland ein

22.31 Uhr: Italien hat mit den steigenden Fällen der Omikron-Variante die Corona-Testpflicht für Einreisende aus dem EU-Ausland eingeführt. Wer nach Italien komme, müsse vor der Abreise aus dem Herkunftsland einen negativen Test auf das Virus gemacht haben, teilte das Gesundheitsministerium am Dienstagabend mit. Minister Roberto Speranza habe dazu eine Anordnung unterzeichnet. Ungeimpfte müssten zusätzlich zu einem Test fünf Tage in Quarantäne.

Bislang galt für die Einreise der sogenannte Grüne Pass, also entweder ein negativer Test, ein Impf- oder Genesungsnachweis. Erforderlich ist auch ein ausgefülltes digitales Einreiseformular.

Zudem seien die Maßnahmen für Einreisende außerhalb der EU verlängert worden, erklärte das Ministerium weiter. Dort galten bereits Quarantäneregeln für Menschen, die sich zwei Wochen vor ihrer Einreise nach Italien in Drittstaaten aufgehalten hatten. Verlängert wurde auch die Einreisesperre für bestimmte Länder im südlichen Afrika, die die Regierung im Zuge sich verbreitenden Omikron-Variante verhängt hatte. Die neuen Regeln gelten laut Gesundheitsministerium ab dem 16. Dezember bis zum 31. Januar.

So gehen andere Länder mit der Impfpflicht um

22.00 Uhr: In Deutschland wird derzeit über eine allgemeine Pflicht zur Impfung gegen das Coronavirus diskutiert. In den meisten Ländern weltweit wird das anders gemacht – auch, weil der Zwang nicht nötig ist. Der Überblick.

Sieben-Tage-Inzidenz in Spanien steigt auf 235

20.50 Uhr: Die Zahl der Corona-Infektionen steigt in Spanien trotz der vergleichsweise hohen Impfquote stark. Die Sieben-Tage-Inzidenz sprang binnen eines Tages um 38 Zähler auf gut 235, wie das Gesundheitsministerium in Madrid am Dienstagabend bekannt gab. Noch im Oktober hatte sie unter 20 gelegen, über 200 zuletzt am 11. August.

Die Behörden reagieren je nach Region, indem sie die 3G-Regel für viele Bereiche einführen sowie Beschränkungen bei der Auslastung von Gaststätten und anderen Freizeiteinrichtungen festlegen. In allen öffentlichen Innenräumen gilt weiter Maskenpflicht. Allerdings war die Lage in den Krankenhäusern nicht so dramatisch wie derzeit in Deutschland. Gut 13 Prozent aller Betten auf Intensivstationen sind mit Corona-Patienten belegt, landesweit waren das 1215 Erkrankte.

Spanien weist eine der höchsten Impfquoten in Europa aus. Von den Bürgern über zwölf Jahren sind knapp 90 Prozent vollständig geimpft und von den über 60-Jährigen haben 60 Prozent bereits eine dritte Impfung erhalten. Kinder ab fünf Jahren sollen ab Mittwoch geimpft werden.

Niederlande verlängern Pandemieregelungen

19.27 Uhr: Angesichts des anhaltenden Drucks auf Krankenhäuser und aus Sorge vor der schnellen Verbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus verlängern die Niederlande den Abend-Lockdown um weitere vier Wochen. Gaststätten, Kultur, Sport und Geschäfte – mit Ausnahme von Supermärkten – müssen bis zum 14. Januar weiter täglich um 17 Uhr schließen.

Außerdem werden die Weihnachtsferien der Grundschüler um eine Woche vorgezogen. Das kündigte Ministerpräsident Mark Rutte am Dienstagabend in Den Haag an.

Lauterbach schlägt nach Inventur Alarm: Zu wenig Impfstoff für Boosterkampagne

19.00 Uhr: »Die Situation ist ausgesprochen schwierig«: Nach SPIEGEL-Informationen hat Gesundheitsminister Karl Lauterbach die Länder darüber informiert, dass der Bund zu wenig Impfdosen bestellt hat, es gebe einen erheblichen Mangel. Lesen Sie hier mehr dazu. 

Testpflicht für Geboosterte entfällt größtenteils

18.39 Uhr: Für Geimpfte mit »Booster«-Auffrischimpfung sollen zusätzliche Testpflichten bei Corona-Zugangsregeln weitgehend wegfallen – vorerst bis zu einer Überprüfung der Maßnahme nach spätestens zwei Monaten. Darauf verständigten sich die Gesundheitsminister von Bund und Ländern, wie der Vorsitzende der Länderminister, Klaus Holetschek (CSU) aus Bayern, am Dienstag in München sagte. Einige Länder gehen schon so vor. Außerdem soll beim Zutritt zu medizinischen und Pflege-Einrichtungen zum Schutz der dortigen besonders verwundbaren Menschen weiterhin auch von »Geboosterten« zusätzlich ein negatives Testergebnis verlangt werden.

Die Erleichterungen sollen spätestens nach zwei Monaten bewertet und gegebenenfalls entsprechend der Lagedynamik angepasst werden, sagte Holetschek. Konkret geht es um Corona-Regeln nach dem Modell 2G plus – also, wenn bei Zugang nur für Geimpfte und Genesene (2G) auch von ihnen noch ein Test verlangt wird. 2G gilt nach den jüngsten Bund-Länder-Beschlüssen unter anderem für Gaststätten, Freizeit- und Kultureinrichtungen – ergänzend können auch noch 2G-plus-Vorgaben dazu kommen. Holetschek erläuterte, dass eine Befreiung davon 15 Tage nach der Booster-Impfung greifen könne.

Großbritannien verzeichnet fast 60.000 Neuinfektionen – höchster Wert seit Januar

18.30 Uhr: Großbritannien verzeichnet 59.610 Neuinfektionen, den höchsten Wert seit Januar und die fünfthöchste Zahl seit dem Beginn der Pandemie im März vergangenen Jahres. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.

Es wurden 150 weitere Todesfälle registriert. Zudem stieg die Zahl der ins Krankenhaus eingelieferten Patienten in der vergangenen Woche um zehn Prozent im Vergleich zur Woche zuvor. Premierminister Boris Johnson hatte bereits am Vortag vor einer Flutwelle von Infektionen durch Omikron gewarnt. Vor den Impfstationen im Land bildeten sich daraufhin vielerorts lange Warteschlangen.

China gibt weitere Details zu erstem Omikron-Fall bekannt

18.10 Uhr: Beim ersten registrierten Omikron-Fall in China handelt es sich offenbar um eine Jugendliche aus Polen. Das sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in Warschau nach Angaben der Agentur PAP. Die Jugendliche, die von ihrer Mutter begleitet worden sei, befinde sich nun in dem ostasiatischen Land auf einer Isolierstation im Krankenhaus, zeige aber keine Krankheitssymptome.

Vor dem Abflug in Polen sei keine Infektion festgestellt worden, hieß es. Mögliche Kontaktpersonen würden vom Gesundheitsamt ermittelt. Chinesische Medien hatten zuvor über den ersten nachgewiesenen Omikron-Fall in China berichtet, allerdings wurden keine Details bekannt.

Sterbefälle im November bundesweit 20 Prozent über dem Durchschnitt

17.21 Uhr: Im November sind in Deutschland 20 Prozent mehr Menschen gestorben als im Mittel der Jahre 2017 bis 2020 für diesen Monat. Das geht aus einer Sonderauswertung der vorläufigen Sterbefallzahlen hervor, die das Statistische Bundesamt heute in Wiesbaden veröffentlichte. Ein Vergleich der Sterbefälle mit der Zahl der beim Robert Koch-Institut gemeldeten Covid-19-Todesfälle ist dem Amt zufolge nur bis einschließlich 21. November möglich. Die gesamten Sterbefallzahlen lagen in der betreffenden Woche 23 Prozent über dem Schnitt. Die beim RKI gemeldeten Covid-Toten erklären dem Amt zufolge den Anstieg nur zum Teil.

»Für den dadurch nicht erklärbaren Anstieg der Sterbefallzahlen sind mehrere Ursachen denkbar«, schreiben die Statistiker: So könnten unerkannte Covid-19-Todesfälle eine Rolle spielen; es könnten zeitliche Verschiebungen von Sterbefällen nach dem Ausfall der Grippewelle sein; oder es könnten die Folgen verschobener Operationen und Vorsorgeuntersuchungen sein. »Der Beitrag einzelner Effekte lässt sich allerdings derzeit nicht beziffern«, heißt es in Wiesbaden.

Auf Länderebene lassen sich die Sterbefallzahlen erst bis zur 45. Kalenderwoche (8. bis 14. November) abbilden. Am höchsten war die Abweichung in Thüringen (plus 43 Prozent), Sachsen (plus 37 Prozent) und Bayern (plus 30 Prozent). Lediglich in Bremen lagen die Sterbefallzahlen im Bereich des Vergleichswertes aus den Vorjahren. »Die Befunde zur Übersterblichkeit sind damit in den Bundesländern am deutlichsten, in denen auch das Infektionsgeschehen in den vorangegangenen Wochen am höchsten war«, teilen die Statistiker mit. In Thüringen, Sachsen und Bayern erklären die bislang beim RKI gemeldeten Covid-19-Todesfälle jedoch nur ungefähr die Hälfte des Anstiegs der Sterbefallzahlen in der 45. Kalenderwoche.

England schafft Hotelquarantäne für Reisende vorerst ab

17.07 Uhr: Angesichts der schnellen Ausbreitung der Omikron-Variante im eigenen Land hat sich England vorerst von der verpflichtenden Hotelquarantäne verabschiedet, die bislang für einige Einreisende galt. Ab Mittwoch (4.00 Uhr Ortszeit) würden alle elf noch verbleibenden Länder – also Südafrika und weitere afrikanische Staaten – von der sogenannten Roten Liste entfernt, sagte der britische Gesundheitsminister Sajid Javid heute im Londoner Unterhaus. Da sich Omikron bereits schnell im Land, verbreite, sei die Maßnahme nicht mehr geeignet, um die Ausbreitung bedeutsam zu verhindern. Die anderen britischen Landesteile haben ihre eigenen Einreiseregeln.

Bislang durften aus Ländern auf der Roten Liste nur Briten und Menschen mit Aufenthaltsrecht in Großbritannien einreisen. Sie mussten sich auf eigene Kosten (mehr als 2000 Pfund) für zehn Tage in einem von der Regierung gemieteten Hotel in Quarantäne begeben. Viele berichteten von schlechtem Essen oder unangenehmen Erfahrungen mit dem Sicherheitspersonal.

An der Pflicht für Einreisende aus allen Ländern, sich vor und nach der Einreise zu testen, hält die britische Regierung jedoch bislang fest. Nach der Einreise ist ein PCR-Test notwendig, der bei einem zertifizierten Anbieter auf eigene Kosten gebucht werden muss. Bei der Pflicht zur Vorlage eines negativen Testergebnisses vor Antritt der Reise reicht auch ein Antigentest aus. Die Regierung behält sich außerdem vor, bei einer veränderten Lage wieder Länder auf die Rote Liste zu setzen.

Lauterbach wirbt für einheitliche Linie bei Boosterabstand

17.01 Uhr: Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat für eine einheitliche Linie geworben, nach welcher Zeit vollständig Geimpfte eine zusätzliche Auffrischungsimpfung bekommen sollten. »Es ist sicherlich problematisch, wenn jedes Bundesland beim Boosterabstand demnächst andere Wege gehen würde«, sagte der SPD-Politiker heute in Berlin. »Hier brauchen wir evidenzbasierte, aber auch einheitliche Empfehlungen.«

Der Minister äußerte sich zurückhaltend dazu, dass Boosterimpfungen in Nordrhein-Westfalen nun grundsätzlich bereits nach vier Wochen möglich sind. Er müsse dies zunächst prüfen, sagte Lauterbach. Medizinisch sei eine so frühe Boosterimpfung aus seiner Sicht schwierig und werde auch von den führenden Experten so nicht vorgetragen. Diskutiert werde über einen Abstand von vier Monaten.

Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt in der Regel einen Abstand von sechs Monaten zur letzten Dosis der Grundimmunisierung, eine Verkürzung auf fünf Monate ist demnach auch möglich. NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) bestätigte heute, dass Boosterimpfungen in seinem Land grundsätzlich nach vier Wochen möglich seien. Es gebe aber keine ausdrückliche Empfehlung dafür.

Kretschmanns Wut auf Rechtsradikale bei Coronaschutz-Protesten

16.56 Uhr: Rechtsradikale mischen zunehmend bei den Protesten gegen Corona-Schutzmaßnahmen mit. Baden-Württembergs Ministerpräsident Kretschmann nahm nun dazu Stellung. Lesen Sie hier die ganze Meldung.

Moskau räumt fehlende Daten als Grund für ausstehende WHO-Zulassung seines Impfstoffs ein

16.53 Uhr: Der Kreml hat eingeräumt, dass die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den russischen Impfstoff Sputnik V wegen nach wie vor fehlender Daten noch nicht zugelassen hat. Die Daten seien noch nicht geliefert worden, weil »wir eine andere Vorstellung davon hatten, welche Informationen« übermittelt werden sollten und »wie diese geliefert werden sollten«, sagte heute Kreml-Sprecher Dmitrij Peskow. Russland habe »andere Standards«, passe sich aber allmählich den Anforderungen an.

Russland hatte im August 2020 als erstes Land weltweit seinen selbst entwickelten Impfstoff zugelassen – noch vor der letzten klinischen Studienphase mit Zehntausenden Probanden. Seit Ende des vergangenen Jahres wird Sputnik V in Russland und einer Reihe weiterer Staaten eingesetzt, die renommierte Fachzeitschrift »The Lancet« hat die Vakzine für sicher und zu 90 Prozent wirksam erklärt.

Doch weder die US- noch die EU-Arzneimittelaufsicht haben bisher eine Zulassung für den russischen Impfstoff erteilt. Auch die WHO hatte im vergangenen Monat mitgeteilt, dass immer noch »das vollständige Dossier zu Sputnik V« ausstehe.

Die Antikorruptionsstiftung des inhaftierten russischen Oppositionspolitikers Alexej Nawalny machte die russischen Behörden für die Verzögerungen beim Zulassungsverfahren der WHO verantwortlich. »Die anderen Impfstoffentwickler haben es geschafft, zu verstehen, was die WHO von ihnen für die Zertifizierung verlangt«, erklärte die Stiftung ironisch auf Twitter. »Nur ›unsere Leute‹ verstehen es nicht.« Die Konsequenz sei, »dass unsere eigenen Bürger diesem Impfstoff misstrauen, weil die WHO ihn nicht zulassen kann«.

Erneuter Höchststand bei täglichen Neuinfektionen in Dänemark

16.40 Uhr: In Dänemark erreicht die Zahl der täglichen Corona-Neuinfektionen immer neue Höchststände. Am Dienstag kamen in der täglich aktualisierten Auflistung des staatlichen Instituts SSI 8314 neue Coronafälle hinzu. Das stellte noch einmal einen höheren Tageswert als den Rekord des Vortages dar, als es 7799 nachgewiesene Neuinfektionen gegeben hatte. Die Infektionszahlen sind damit mittlerweile etwa viermal so hoch wie noch Anfang November.

Währenddessen greift die Omikron-Variante des Coronavirus im nördlichsten deutschen Nachbarland immer stärker um sich. Bis Montag wurden 3437 Omikron-Fälle im Land registriert, darunter 268, die per Gesamtgenomsequenzierung bestätigt wurden, und 3169, die per Varianten-PCR-Test nachgewiesen wurden. Das SSI geht davon aus, dass Omikron zumindest in der Hauptstadtregion Kopenhagen noch im Laufe dieser Woche zur dominierenden Variante wird. Gleichzeitig rechnet das Institut mit mehr als 10.000 Omikron-Fällen täglich.

Dänemark hat knapp 5,9 Millionen Einwohner. Bei den jüngsten Vergleichszahlen der EU-Gesundheitsbehörde ECDC hatte das Land zuletzt eine etwa doppelt so hohe Inzidenz wie Deutschland.

Schottlands Regierungschefin ruft Menschen zu Kontaktbeschränkung auf

16.36 Uhr: Wegen der raschen Ausbreitung der Omikron-Variante hat Schottlands Regierungschefin Nicola Sturgeon die Menschen in dem britischen Landesteil dazu aufgerufen, ihre sozialen Kontakte während der Festtage auf drei Haushalte zu beschränken. Die Politikerin der Schottischen Nationalpartei SNP betonte, es gehe nicht darum, Weihnachten abzusagen, und es handle sich auch nicht um ein Verbot. Angesichts eines »exponentiellen Anstiegs« an Infektionen mit der Omikron-Variante des Coronavirus sei es aber vernünftig, Feierlichkeiten so klein wie möglich zu halten.

In Schottland wurden bislang 296 bestätigte Fälle von Omikron-Infektionen registriert. Zwei Menschen, die mit der Variante infiziert sind, müssen im Krankenhaus behandelt werden.

AfD-Fraktion kündigt juristische Schritte gegen Impfpflicht an

16.19 Uhr: Die AfD-Fraktion im Bundestag hat juristische Schritte gegen die vom Bundestag beschlossene einrichtungsbezogene Impfpflicht angekündigt. Das gesamte Gesetz sei verfassungswidrig, und man werde das als Fraktion entsprechend angreifen, sagte Co-Fraktionschefin Alice Weidel heute vor einer Fraktionssitzung in Berlin. Die Impfpflicht sei ein Eingriff in die vom Grundgesetz garantierte körperliche Unversehrtheit und werde den Pflegenotstand verschärfen. »Wir glauben im übrigen auch, dass dies einen Vorgriff auf die allgemeine Impfpflicht darstellt, und auch dagegen werden wir nicht nur politisch, sondern auch juristisch als Bundestagsfraktion vorgehen.«

Weidel und ihr Co-Vorsitzender Tino Chrupalla wollen am Sonntagnachmittag in Nürnberg an einer Demonstration teilnehmen, wie beide bestätigten. Der bayerische AfD-Bundestagsabgeordnete Stephan Protschka hatte bei Twitter eine »Großkundgebung« in der Stadt angekündigt. Man nehme das Demonstrationsrecht und das Recht auf freie Meinungsäußerung wahr, sagte Weidel. »Wir machen Politik gegen diese gesamte Impfpflichtpolitik, die wir für grundlegend falsch halten. Warum sollten wir nicht dazu sprechen dürfen?« Chrupalla sagte, er könne nur jeden Bürger, der nicht zufrieden mit der aktuellen Politik sei, animieren, das Recht der Demonstration zu nutzen und auf die Straße zu gehen.

Südafrika kritisiert Reisebeschränkungen als heuchlerisch

16.16 Uhr: Die Reisebeschränkungen zahlreicher Industriestaaten gegen die Länder des südlichen Afrikas hat Südafrikas Außenministerin Naledi Pandori als heuchlerisch und diskriminierend kritisiert. Bei einer Videokonferenz sagte sie: »Traurig ist für uns das heutige Wissen, dass die Omikron-Variante seit Langem schon in vielen der Länder präsent war, die uns gebannt haben – und dennoch haben sie nichts gesagt und Warnzeichen der Weltgesundheitsorganisation und der Vereinten Nationen bezüglich klinischer Reaktionen auf die Pandemie und das Vermeiden von Reisebeschränkungen ignoriert.« Die Beschränkungen hätten ihrem Land enormen Schaden zugefügt.

Südafrika und Botsuana hatten die internationale Gemeinschaft umgehend nach der Entdeckung der Omikron-Variante informiert. Die Reisebeschränkungen folgten kurz darauf. Neben weiteren Ländern schränkte auch die Bundesregierung die Einreise aus acht Ländern im südlichen Afrika zunächst ein. Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa kritisierte die Restriktionen vor einiger Zeit als unfaire Diskriminierung, die eine klare Abkehr von der Erklärung beim G20-Gipfel in Rom darstellten. Darin hatten sich die Industrieländer verpflichtet, den unterentwickelten Staaten bei der Bewältigung der Auswirkungen der Coronapandemie auf ihre Wirtschaft zu helfen.

Pistorius fordert Apple und Google auf, Telegram aus dem Angebot zu entfernen

16.12 Uhr: Niedersachsens Innenminister Pistorius warnt im SPIEGEL-Interview vor Terroranschlägen durch militante sogenannte Querdenker. Er fordert Apple und Google auf, den Messengerdienst Telegram nicht mehr anzubieten. Lesen Sie hier das Interview.

Corona verschlechtert Berufseinstellung bei jedem vierten Gesundheitsbeschäftigten

16.06 Uhr: Die Coronakrise hat vor allem für Gesundheitsberufe einschneidende Folgen. Bei 23 Prozent der Beschäftigten im medizinischen Bereich führte die Pandemie zu einer negativeren Berufseinstellung, wie aus einer heute in Köln veröffentlichten Umfrage für die HDI-Lebensversicherung hervorgeht. Nur in der Tourismusbranche einschließlich Hotels und Gaststätten wurde die Einstellung zum Beruf mit 32 Prozent noch schlechter.

Zudem wollen 40 Prozent der Ärzte und Pfleger jungen Menschen nicht mehr zur Wahl ihres Berufs raten. Das ist ein Rekordwert unter allen Berufen und ein Wert weit über dem Gesamtdurchschnitt von 26 Prozent. Mit 53 Prozent geht gut die Hälfte der Beschäftigten im medizinischen Bereich außerdem davon aus, nicht bis zum regulären Renteneintrittsalter in ihrem Beruf zu arbeiten. Auch das ist der Umfrage zufolge der mit Abstand höchste Wert.

Im Gesundheitsbereich nennt jeder Zweite Zeitdruck als größte berufliche Belastung. Und in keinem anderen Beruf wird die Unvereinbarkeit mit dem Privatleben als so belastend empfunden wie im Gesundheitswesen – mehr als jeder Vierte klagt hier darüber. Fast jeder Dritte im Gesundheitsbereich fühlt sich durch körperlich harte Arbeit stark belastet. Nur noch im Sicherheits- und Reinigungsgewerbe wird dieser hohe Wert ebenfalls erreicht.

Dabei ist der innere Antrieb für die Arbeit in den Gesundheitsberufen besonders hoch. Als sinnstiftend für die Gesellschaft empfinden mit 69 Prozent mehr als zwei Drittel der Beschäftigten dort ihre Tätigkeit. Das sind deutlich mehr als im Schnitt der übrigen Berufe, wo nur jeder Zweite dieser Meinung ist. Lediglich Lehrer und Ausbilder mit 83 Prozent sowie Erzieher mit 73 Prozent pflichten der Aussage noch häufiger bei.

Ein ähnliches Bild zeigt sich in finanziellen Dingen. Der Aussage »Mein Beruf bedeutet mir mehr, als damit nur Geld zu verdienen« stimmen etwa zwei von drei Beschäftigten im Gesundheitsbereich zu – unter allen Berufen sind es nur unter Lehrern und Ausbildern mit 85 Prozent noch mehr. Die Daten stammen aus einer Sonderauswertung der HDI-Berufestudie 2021, für die das Meinungsforschungsinstitut Yougov im Sommer mehr als 3700 Erwerbstätige befragte.

Brandenburg verschärft Coronaregeln – Klubs und Discos künftig zu

15.37 Uhr: Brandenburg führt wegen der steigenden Belastung der Krankenhäuser teils schärfere Coronaregeln ein als von Bund und Ländern vereinbart. Klub und Diskotheken werden ab Mittwoch unabhängig von der Entwicklung der Infektionszahlen geschlossen. Das beschloss das Kabinett heute in Potsdam. Bars müssen nicht schließen, wenn dort nicht getanzt wird. Für private Treffen gilt eine Obergrenze von 50 Menschen drinnen und 200 Menschen draußen – jeweils nur geimpft oder genesen, unabhängig von der Sieben-Tage-Inzidenz. Großveranstaltungen wie Bundesligaspiele oder Konzerte mit mehr als 1000 Besucherinnen und Besuchern sind künftig verboten.

Die 2G-Regel mit Zutritt für Geimpfte und Genesene im Einzelhandel, in Gaststätten, Theatern und Kinos gilt weiter, wird allerdings um eine Maskenpflicht erweitert. Maske muss auch in Bahnhöfen und Flughäfen getragen werden. Von 2G sind Kinder unter 14 Jahren künftig ausgenommen, bisher waren es Kinder unter zwölf Jahren.

Für Versammlungen gilt ab Mittwoch im Freien eine Obergrenze von 1000 Teilnehmern – bei Maskenpflicht und Mindestabstand; drinnen darf die jeweilige Kapazitätsgrenze nur bei Einhaltung des Mindestabstands ausgeschöpft werden. Für Verstöße gegen Kontaktbeschränkungen und Maskenpflicht bei Demonstrationen drohen Bußgelder bis zu 500 Euro. Die nächtliche Ausgangsbeschränkung für Ungeimpfte in Hotspot-Regionen wird verlängert. Die neuen Regeln sind zunächst bis 11. Januar in Kraft.

Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) appellierte an die Verantwortung aller Bürger, den Menschen auf den Intensivstationen beizustehen, die um ihr Leben kämpfenden Patienten helfen. »Ich persönlich fürchte, dass diese Herausforderungen in den kommenden Tagen und Wochen noch deutlich größer werden.« Die Lage in den Krankenhäusern wird jeden Tag angespannter. Der Anteil der Covid-19-Patientinnen und -Patienten an den Intensivbetten im Land stieg auf 28,3 Prozent.

Schweiz startet mit Impfung von Kindern ab fünf Jahren

15.31 Uhr: Die Schweiz will Anfang 2022 mit der Impfung von Kindern im Alter von fünf bis elf Jahren beginnen. Die Arzneimittelbehörde Swissmedic habe die für Kinder angepasste Vakzine von Biontech und Pfizer zugelassen, und der Impfstoff solle ab Januar zur Verfügung stehen, erklärt das Bundesamt für Gesundheit (BAG). Die Behörde empfiehlt, insbesondere Kinder zu impfen, die wegen einer chronischen Erkrankung bereits gesundheitlich stark belastet sind oder die engen Kontakt zu besonders gefährdeten Erwachsenen im selben Haushalt haben.

Corona-Infektionszahlen in Afrika steigen um 83 Prozent

15.12 Uhr: Die Zahl der erfassten Coronainfektionen in Afrika hat im Wochenvergleich um 83 Prozent zugenommen. In der vergangenen Woche wurden 196.000 neue Fälle gemeldet – im Vergleich zu 107.000 Neuinfektionen in der Vorwoche. Das teilte die Weltgesundheitsorganisation WHO heute mit. Während die Infektionszahlen vor allem in Südafrika so rapide anstiegen wie nie zuvor, sei man »vorsichtig optimistisch«, dass die vierte Welle in Afrika weniger Todesfälle und weniger schwere Krankheitsverläufe mit sich bringen werde, sagte Matshidiso Moeti, Afrika-Regionaldirektorin der WHO.

Südafrika hatte Ende November als eines der ersten Länder weltweit die neue Coronavirus-Variante festgestellt, die von der WHO kurz darauf den Namen Omikron erhielt und als »besorgniserregend« eingestuft wurde. Mittlerweile ist die Variante in 57 Ländern weltweit nachgewiesen worden.

Bei den in Südafrika stationär eingewiesenen Coronapatienten handele es sich mittlerweile immer um ungeimpfte Erwachsene, sagte Flavia Senkubuge, Professorin für öffentliche Gesundheit an der Universität Pretoria. Die durchschnittliche Zeit in stationärer Behandlung habe sich auf vier bis fünf Tage verkürzt. Während der vorherigen dritten Welle im Land seien die Patienten im Schnitt neun Tage im Krankenhaus gewesen. Weshalb die derzeitige Infektionswelle zu weniger schweren Krankheitsverläufen führe, sei unklar, sagte Senkubuge. So könnte bereits Immunität durch eine vorherige, unerkannte Erkrankung vorliegen oder es sich um eine weniger aggressive Virusform handeln, so Senkubuge.

Lauterbach – Expertenrat legt noch vor Weihnachten Omikron-Einschätzung vor

15.07 Uhr: Der neue Corona-Expertenrat der Bundesregierung wird nach Angaben von Gesundheitsminister Karl Lauterbach noch vor Weihnachten eine Einschätzung zur Gefährlichkeit der Omikron-Virusvariante vorlegen. Ob die Politik dann handeln müsse, hänge von der Einschätzung ab, sagt der SPD-Politiker in Berlin. Lauterbach äußert sich skeptisch zur Ankündigung in Nordrhein-Westfalen, dass bereits vier Wochen nach der Zweitimpfung geboostert werden soll. Er werde dies in der Gesundheitsministerkonferenz am Dienstag ansprechen.

Linke lehnen Verzicht auf Testpflicht für Menschen mit Boosterimpfung ab

15.04 Uhr: Die Linksfraktion lehnt einen Wegfall der Testpflicht für Menschen mit einer Boosterimpfung ab. Es sei richtig, Anreize für das Impfen zu schaffen, sagte Fraktionschefin Amira Mohamed Ali heute in Berlin, aber »der falsche Weg ist, Anreize dafür zu schaffen, dass man sich nicht testen lässt«. Dies erhöhe nur die Unsicherheit und das Infektionsrisiko dort, wo Tests auch für Geimpfte bisher vorgeschrieben seien.

Als Beispiel nannte Mohamed Ali Krankenhäuser. »Wir wissen, dass auch Geboosterte sich infizieren und damit das Virus verbreiten können«, gab sie zu bedenken. Daher wäre es eher wichtig, »dass das Testen einfacher wird«, verlangte die Linkenpolitikerin. Gerade für ältere Menschen, die nicht das Internet nutzen und daher dort keine Termine buchen könnten, sei dies derzeit schwierig. Es sei aber »dringend notwendig, dass alle Menschen die Möglichkeit haben, sich unkompliziert testen zu lassen«.

Britische Expertin vermutet noch schnellere Verbreitung von Omikron

14.58 Uhr: Eine britische Expertin sieht Anzeichen dafür, dass sich die Omikron-Variante des Coronavirus noch schneller verbreiten könnte als bislang angenommen. Zunächst sei man davon ausgegangen, dass sich die Zahl der Infektionen mit der Variante innerhalb von zwei bis drei Tagen verdopple, sagte die medizinische Chefberaterin der britischen Gesundheitsbehörde (UKHSA), Susan Hopkins, am Dienstag in London vor einem Parlamentsausschuss. »Es scheint im Moment, als sei diese Wachstumsrate eher noch kürzer als länger.« Sie sei besorgt darüber, wie viele Menschen sich jeden Tag infizierten, und rechne mit sehr schwierigen Wochen.

Richard Neher, der Leiter der Forschungsgruppe Evolution von Viren und Bakterien am Biozentrum der Universität Basel, warnte auf Twitter vor zu schnellen Schlussfolgerungen, sollten die Omikron-Fallzahlen in einem Land vermeintlich nicht mehr so schnell ansteigen wie zunächst. Es sei angesichts sehr hoher Fallzahlen wahrscheinlich, dass Testkapazitäten an ihre Grenzen kämen und es zu Verzögerungen bei der Meldung von Fällen komme, schrieb er.

In einem am Montag von seiner Universität veröffentlichten Interview hatte Neher gesagt, dass Omikron andere Varianten wie Delta schon in Kürze europaweit verdrängt haben dürfte. Wenn die Entwicklung so weitergehe wie bisher, werde Omikron in etwa zwei bis vier Wochen in Europa vorherrschend sein. Die Übertragungsrate sei dreimal so hoch wie bei Delta. Grund dafür sei, dass sich sowohl Geimpfte als auch Ungeimpfte infizierten. Gegen eine Ansteckung seien Geimpfte bei der Delta-Variante besser geschützt gewesen als nun bei Omikron.

Söder fordert nationale Omikron-Strategie und baldige Ministerpräsidentenkonferenz

14.53 Uhr: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat für Deutschland eine einheitliche Strategie gegen die Omikron-Variante des Coronavirus gefordert. »Wir brauchen neben dem jetzigen Delta-Management eine einheitliche nationale Omikron-Strategie«, sagte Söder heute in München nach gemeinsamen Beratungen der Landeskabinette von Bayern und Sachsen. Söder forderte zugleich eine baldige neue Ministerpräsidentenkonferenz – noch in diesem oder zumindest »sehr früh« im neuen Jahr.

Die Omikron-Variante des Coronavirus sorgt wegen ihrer schnellen Verbreitung für große Unsicherheit. In Bayern gibt es Söder zufolge aktuell 87 Verdachtsfälle und 39 bestätigte Ansteckungen. Söder begründete die Notwendigkeit einer einheitlichen Strategie unter anderem mit einem unterschiedlichen Vorgehen der Bundesländer. So werde mit Einreisenden aus Südafrika am Flughafen in München strenger umgegangen als in Frankfurt am Main, sagte der bayerische Ministerpräsident. Dies führe dazu, dass die Flüge aus Südafrika in München weniger würden, in Frankfurt aber zunähmen.

Söder erwartete von der ebenfalls heute stattfindenden Gesundheitsministerkonferenz eine Vereinbarung, dass bei Geboosterten die Testpflicht bei 2G-plus-Veranstaltungen aufgehoben wird. Bayern werde dies ab zwei Wochen nach der Boosterimpfung einführen.

Bayern schafft Testpflicht für Geboosterte ab

14.50 Uhr: Bayern schafft für Geboosterte die Testpflicht ab. Wer nach der vollständigen Immunisierung eine Auffrischungsimpfung erhalten habe, müsse bei 2G plus-Regelungen keinen zusätzlichen Test vorweisen, teilt die Staatsregierung mit. Ausgenommen seien Alten- und Pflegeheime sowie Krankenhäuser. In Bayern gelten die 2G plus-Regelungen für Einrichtungen wie Kinos, Bäder, Fitnessstudios, Messen, Kongresse und Kulturveranstaltungen.

In Österreich wird es bald die Boosterimpfung für Jugendliche ab zwölf Jahren geben

14.47 Uhr: In Österreich wird das Nationale Impfgremium (NIG) voraussichtlich am Mittwoch die dritte Teilimpfung für Kinder ab zwölf Jahren empfehlen, kündigt Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) an. »Vier Monate nach der zweiten Teilimpfung sollen sich auch schon ab Zwölfjährige den Booster-Shot abholen«, sagte er. Bisher haben nur über 18-Jährige eine Boosterimpfung erhalten.

Nur in Wien wird die Drittimpfung bereits ab 16 Jahren angeboten. Angesichts der sich ausbreitenden Variante Omikron ruft der Minister die Bevölkerung auf, sich rasch die dritte Impfung zu holen. »Wir können mit einiger Sicherheit davon ausgehen, dass Auffrischungsimpfungen einen guten Schutz gegen Omikron bieten.«

Lehrerverband kritisiert Zurückhaltung der Stiko bei Impfempfehlung für Kinder

14.43 Uhr: Der Deutsche Lehrerverband hat die Ständige Impfkommission (Stiko) wegen ihrer nur zurückhaltenden Empfehlung für Coronaimpfungen von Kindern zwischen fünf und elf Jahren kritisiert. »Ich mache kein Geheimnis daraus, dass wir über die eingeschränkte Impfempfehlung der Stiko nicht sonderlich glücklich sind«, sagte Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Er verwies auf einen besseren Schutz aller Beteiligten durch eine höhere Impfquote auch in dieser Altersgruppe.

Zwar wolle er die Expertise der Stiko nicht anzweifeln, »allerdings stellt sich schon die Frage, ob die Entscheidungsstrukturen dieses Gremiums angesichts einer pandemischen Notlage nicht zu schwerfällig sind«, sagte Meidinger den RND-Zeitungen. Er erinnerte daran, dass es auch bei den Kindern und Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren Monate gedauert habe, bis für sie eine allgemeine Impfempfehlung der Stiko vorgelegen habe. Der Verbandspräsident kritisierte, dass dieses Vorgehen »Eltern wenig Orientierung gibt« und sie »eher ratlos zurücklässt«.

Die Vorteile einer allgemeinen Impfempfehlung auch für Kinder lägen auf der Hand, argumentierte Meidinger weiter. Durch eine hohe Impfquote seien nicht nur die Schülerinnen und Schüler selbst besser geschützt, sondern auch deren Familienangehörige. Zudem gebe es dadurch »deutlich mehr Chancen, den Schulbetrieb so lange als möglich am Laufen zu halten«.

Der Lehrerverband wolle zwar längere Phasen des Wechsel- und Distanzunterrichts soweit es geht vermeiden, sagte Meidinger. Sollte sich die Infektionslage jedoch weiter verschärfen, etwa durch die neue Omikron-Variante des Coronavirus, wäre es aus seiner Sicht »töricht« von der Politik, entsprechende Maßnahmen für die Zukunft generell auszuschließen.

NRW-Karnevalsverbände sagen Sitzungen und Partys coronabedingt ab

13.41 Uhr: Angesichts der kritischen Coronalage haben die nordrhein-westfälische Landesregierung und die Karnevalsveranstalter Sitzungen und Partys in engen Innenräumen für die laufende Session abgesagt. »Die Landesregierung und organisierter Karneval sind sich einig: Sicherheit und Gesundheit haben oberste Priorität«, sagte Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) am Dienstag nach einem digitalen Austausch mit den Karnevalsverbänden. Massenveranstaltungen seien im kommenden Frühjahr selbst unter 2G-Bedingungen nicht zu verantworten.

Veranstaltungen in Innenräumen wird also eine Absage erteilt. Über die Durchführung des Straßenkarnevals soll noch entschieden werden.

Karnevalsparty in Köln (Archivbild): Feiern in Innenräumen coronabedingt tabu

Karnevalsparty in Köln (Archivbild): Feiern in Innenräumen coronabedingt tabu

Foto: Rolf Vennenbernd/ picture alliance / dpa

Hamburg verschärft Coronaregeln bei Demonstrationen – Maskenpflicht

13.40 Uhr: Angesichts Tausender meist unmaskierter Coronaskeptiker und Impfgegner bei Demonstrationen in Hamburg verschärft der Senat die Regeln für Versammlungen. Künftig müsse bei Demonstrationen Maske getragen werden, sagte Senatssprecher Marcel Schweitzer. Ferner würden Maßnahmen vorbereitet, um Sicherheit, Ordnung und den Infektionsschutz bei Versammlungen sicherzustellen.

Die Maskenpflicht soll bereits am Mittwoch in Kraft treten und gilt dann auch für eine am Samstag in der Innenstadt angemeldete Protestdemonstration. Seit Wochen gehen Gegner der Coronapolitik in Hamburg samstags auf die Straße – inzwischen mit großem Zulauf. Am vergangenen Samstag versammelten sich in der Innenstadt nach Polizeiangaben rund 8000 Menschen, in der Woche zuvor waren es 5000. Für den kommenden Samstag erwarten die Veranstalter laut Anmeldung 9000 Teilnehmer.

Die CDU-Opposition hatte bereits Zustimmung zu der Verschärfung signalisiert. Heftige Kritik kam hingegen von der AfD, die dem rot-grünen Senat vorwarf, »gegen unliebsame Demonstranten« vorzugehen.

Unterdessen meldete die Gesundheitsbehörde am Dienstag einen neuen Höchststand bei der Corona-Sieben-Tage-Inzidenz. Die Zahl der neu gemeldeten Ansteckungen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche stieg auf 262,1.

Büro-Ekel Stromberg wirbt für Coronaimpfung

13.32 Uhr: Schauspieler Christoph Maria Herbst, 55, schlüpft erneut in seine Paraderolle als Büro-Kotzbrocken Bernd Stromberg und wirbt für eine Impfung gegen das Coronavirus. Allerdings nur zögerlich, denn zu Beginn des Clips vergleicht er den Impfstoff noch gewohnt großspurig mit – Leberwurst.

»Kuhaugen, Pansen und die Rotze vom Metzger« seien da ja bekanntermaßen drin. Wie nicht anders zu erwarten, sträubt sich Großmaul Stromberg zuerst gegen die Vakzine. Allerdings wird jeder seiner Einwände von einer eingeblendeten Aussage und einer Off-Stimme widerlegt. Am Ende erklärt er sich schließlich zur Impfung bereit.

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Die Spots laufen unter anderem bei ProSieben, Sky und Comedy Central. Das teilte die Produktionsfirma Brainpool am Dienstag in Köln mit. Die sechs 30-Sekunden-Filmchen aus der Feder von »Stromberg«-Schöpfer Ralf Husmann sind auch im »MySpass«-Netzwerk, etwa auf YouTube, zu sehen – und auf den »Zusammen gegen Corona«-Social-Media-Kanälen.

Die Serie »Stromberg« lief bei ProSieben zwischen 2004 und 2012 mit insgesamt 46 Folgen. Nach dem Ende der Serie kam 2014 noch ein Film, der über Crowdfunding finanziert wurde. Hauptdarsteller Herbst wurde mit der Bürosatire nach dem britischen Vorbild »The Office« berühmt.

Immunologen sprechen sich gegen Boostern schon nach vier Wochen aus

13.05 Uhr: Eine Boosterimpfung schon nach vier Wochen ergibt aus Sicht von Immunologen wenig Sinn. In Nordrhein-Westfalen ist eine dritte Impfung gegen das Coronavirus nach einem Erlass der Landesregierung künftig bereits nach einem Monat möglich. Manche Politiker fordern bereits, diesen Weg auszuweiten. Die Deutsche Gesellschaft für Immunologie sieht das kritisch.

»Aus immunologischer Sicht sind vier Wochen Abstand zu der dritten Impfung zu früh«, sagte die Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, Christine Falk (Hannover), der Deutschen Presse-Agentur. Das Immunsystem sei dann noch mit der »Reifung« beschäftigt. »Wenn man diesen Vorgang zu früh durch eine dritte Impfung mit der Verabreichung des Antigens beschäftigt, stört das den Reifungsprozess eher, als dass es ihn unterstützt.«

Aus immunologischer Sicht seien vier Monate Abstand zwischen Zweit- und Drittimpfung das Minimum, sagte Carsten Watzl (Dortmund), Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie. Die Entscheidung in NRW sei vermutlich aus Angst vor Omikron gefallen, sagte Watzl. Er hält das aber »für nicht zielführend. Was zielführender wäre, wäre jetzt noch mal die Rate der Erst- und Zweitimpfungen zu steigern.«

Anti-Corona-Pille von Pfizer in finaler Analyse zu rund 90 Prozent wirksam

13.01 Uhr: Der US-Pharmakonzern Pfizer sieht die hohe Wirksamkeit seiner Anti-Corona-Pille nach einer finalen Auswertung der klinischen Studie bestätigt. Demnach zeigte die Tablette eine Wirksamkeit von fast 90 Prozent bei der Vorbeugung von Krankenhausaufenthalten und Todesfällen bei Hochrisiko-Patienten, wie Pfizer heute mitteilte. Jüngste Labortests deuteten zudem darauf hin, dass das Medikament seine Wirksamkeit auch gegen die sich schnell ausbreitende Omikron-Variante des Coronavirus beibehält.

Pfizer hatte im November vorläufige Studienergebnisse veröffentlicht, wonach die Pille im Vergleich zu einem Placebo zu 89 Prozent wirksam bei der Verhinderung von Krankenhausaufenthalten oder Todesfällen war. Die Zwischenergebnisse basierten auf Daten von rund 1200 Personen, die endgültigen Ergebnisse umfassen weitere 1000 Probanden. Keiner der Studienteilnehmer, die die Pfizer-Behandlung erhielten, verstarb – verglichen mit zwölf Todesfällen unter denen, die das Placebo einnahmen.

Der Pharmakonzern legte auch erste Daten aus einer zweiten klinischen Studie vor, die zeigten, dass die Behandlung die Zahl der Krankenhausaufenthalte bei rund 600 Erwachsenen mit einem normalen Risiko bei einer Infektion um etwa 70 Prozent reduzierte. »Wir sprechen hier von einer unglaublichen Anzahl von geretteten Leben und verhinderten Krankenhausaufenthalten. Und natürlich können wir die Übertragung drastisch reduzieren, wenn wir dieses Mittel schnell nach der Infektion einsetzen«, sagte Pfizer-Forschungschef Mikael Dolsten.

Die Pille wird in Kombination mit einem älteren antiviralen Mittel namens Ritonavir verabreicht. Die Kombinationsbehandlung mit dem Markennamen Paxlovid wird kurz nach Einsetzen der Symptome alle zwölf Stunden für fünf Tage eingenommen.

Reisefreiheit: Westaustralien will im Februar die Grenzen öffnen

12.48 Uhr: Westaustralien will seine Grenzen am 5. Februar 2022 wieder für internationale Reisende öffnen. Das gab die Regierung des Bundesstaates bekannt. Zum Datum der Öffnung sollen Hochrechnungen zufolge 90 Prozent der Einwohner über zwölf Jahre vollständig gegen das Coronavirus geimpft sein. Die Reise nach Westaustralien wird mit mehreren Auflagen verbunden sein. Nötig sind ein negativer PCR-Test nicht älter als 72 Stunden vor Abreise und zwei weitere PCR-Tests im Land selbst – einmal binnen 48 Stunden nach Ankunft und zusätzlich an Tag sechs.

Vollständig geimpfte Reisende müssen nicht in Quarantäne. Nicht geimpfte Touristen müssen sich zwei Wochen in einer ausgewiesenen Quarantäne-Einrichtung oder einem speziellen Hotel isolieren. Der dünn besiedelte Bundesstaat Western Australia macht rund ein Drittel der Fläche Australiens aus. Hauptstadt ist Perth. Viele der weltbekannten Sehenswürdigkeiten des Landes liegen im Osten und Südosten, zum Beispiel Sydney, Melbourne, das Great Barrier Reef, Fraser Island, die Whitsunday Islands und die Great Ocean Road.

Perth, die Hauptstadt des australischen Bundesstaats Western Australia

Perth, die Hauptstadt des australischen Bundesstaats Western Australia

Foto: Fotofeeling / Westend61 / imago images

Forscher: Vierte Coronawelle und Lieferengpässe bremsen Wirtschaft spürbar aus

12.27 Uhr: Angesichts der vierten Coronawelle und der anhaltenden globalen Lieferengpässe hat das Münchner ifo-Institut seine Konjunkturprognose für das kommende Jahr deutlich abgesenkt. Die Ökonomen rechnen nur noch mit einem Wirtschaftswachstum von 3,7 Prozent – 1,4 Punkte weniger als noch im Herbst geschätzt. »Die zunächst erwartete kräftige Erholung für 2022 verschiebt sich weiter nach hinten«, erklärte ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser.

Die Verschiebung sei »weitgehend der vierten Coronawelle und den Produktionsschwierigkeiten im verarbeitenden Gewerbe geschuldet«, erklärte das ifo-Institut. Dadurch werde die deutsche Wirtschaft »spürbar« ausgebremst. Die Experten rechnen erst im Sommerhalbjahr 2022 mit einer kräftigen Erholung, denn dann werde die Coronawelle abebben und ein »allmähliches Ende der Lieferengpässe einsetzen«.

Bildungsministerin: Kinder in Pandemie stärker berücksichtigen

12.16 Uhr: Die Belange von Kindern müssen nach Aussage von Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger in der Pandemiepolitik künftig stärker berücksichtigt werden. Zum ersten Treffen des neuen Corona-Expertenrats der Ampelregierung heute sagte die FDP-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur, der Regierung sei es wichtig gewesen, das Gremium interdisziplinär und breit aufzustellen. Hervorzuheben sei die stärkere Einbindung von ausgewiesenen Experten der Kinder- und Jugendmedizin.

Stark-Watzinger nannte Jörg Dötsch, den Präsidenten der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) und Reinhard Berner, Direktor der Kinderklinik an der Uniklinik Dresden. »Kinder und Jugendliche leiden unter dieser Pandemie besonders. Ihre Belange müssen künftig stärker berücksichtigt werden. Das gilt vor allem mit Blick auf ihre Bildung und damit ihre Chancen.«

In dem Expertengremium, das die neue Regierung ab jetzt beraten soll, sind auch die Virologen Christian Drosten, Hendrik Streeck und Melanie Brinkmann, der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, der Chef der Ständigen Impfkommission, Thomas Mertens, die Physikerin Viola Priesemann und der Intensivmediziner Christian Karagiannidis vertreten.

Rund 603.000 Booster am Montag verabreicht – nur 47.000 Erstimpfungen

11.38 Uhr: Knapp 700.000 Menschen in Deutschland sind nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) am Montag gegen das Coronavirus geimpft worden. Wie aus den Zahlen vom Dienstag hervorgeht, führte der ganz überwiegende Teil der verabreichten Impfungen zu einer Auffrischung. Das RKI gab die Zahl der sogenannten Boosterimpfungen binnen eines Tages mit rund 603.000 an. Erstimpfungen waren es hingegen nur rund 47.000, Zweitimpfungen rund 45.000.

Den vollständigen Impfschutz mit der meist nötigen zweiten Spritze haben laut RKI mindestens 57,9 Millionen Menschen oder 69,7 Prozent der Bevölkerung. 60,5 Millionen Menschen (72,7 Prozent) haben bisher mindestens eine Impfdosis erhalten. 20,5 Millionen (24,7 Prozent) sind den Angaben zufolge geboostert. Das RKI geht davon aus, dass unter Erwachsenen vermutlich mehr Menschen geimpft sind, als die Daten nahelegen: Eine hundertprozentige Erfassung der Impfungen könne durch das Meldesystem nicht erreicht werden.

Norwegen verbietet wegen Corona Alkohol in Kneipen und Restaurants

11.35 Uhr: In Norwegen ist Alkohol über die Feiertage in Restaurants, Kneipen und Hotels tabu. Von diesem Mittwoch an gilt für vier Wochen – also auch über Weihnachten und Neujahr – ein absolutes Ausschankverbot. Ziel ist es, soziale Zusammenkünfte zu verringern und damit letztlich der Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus entgegenzuwirken. Finanzminister Trygve Slagsvold Vedum kündigte heute weitere staatliche Unterstützung für Betriebe an, die von dem Verbot und weiteren Maßnahmen betroffen sind.

Das Ausschankverbot war am Montagabend von der Regierung beschlossen worden. Ministerpräsident Jonas Gahr Støre machte auf einer Pressekonferenz in Oslo klar: »Es wird nicht erlaubt sein, Alkohol in Restaurants, Bars oder Hotels zu trinken.« Hinzu kommen strengere Regeln für öffentliche Veranstaltungen, organisierte Freizeitaktivitäten und im Kulturleben.

Verbunden ist die Verschärfung der Maßnahmen mit großen Sorgen vor der Omikron-Ausbreitung. Wie eine heute aktualisierte Auflistung des norwegischen Gesundheitsinstituts FHI zeigte, wurden in dem skandinavischen Land mit mehr als fünf Millionen Einwohnern inzwischen mindestens 1176 Omikron-Infektionen nachgewiesen.

Modehandel fordert sofortige Abschaffung von 2G-Regelung

11.31 Uhr: Der Handelsverband Textil Schuhe Lederwaren (BTE) hat eine »sofortige Abschaffung der 2G-Beschränkungen« im Modehandel gefordert. Der BTE-Präsident Steffen Jost sagte, dadurch, dass nur noch Geimpfte und Genesene in die Läden dürften, hätten sich die Besucherzahlen an den betroffenen Standorten nahezu halbiert. Der stationäre Handel gerate dadurch in eine »dramatische, vielfach existenzbedrohende Situation«.

Die 2G-Regelung im Modehandel sei ein »sinnloses Bauernopfer«, mit dem die Politik Handlungsfähigkeit demonstrieren wolle, ohne dass damit irgendetwas im Kampf gegen die Pandemie gewonnen werde, sagte Jost. Denn das Einkaufen in den Innenstädten sei dank der Hygienekonzepte und der Maskenpflicht sicher.

Falls sich eine sofortige Abschaffung der 2G-Beschränkungen nicht realisieren lasse, müsse dem Handel zumindest das Leben damit erleichtert werden, verlangte Jost – etwa, indem die Kontrollen auf Stichproben beschränkt würden oder durch eine »Bändchenregelung«. Dabei wird jeder Kunde nur einmal auf 2G kontrolliert und erhält dann ein Bändchen, mit dem er an diesem Tag Zutritt zu allen Geschäften hat. Außerdem müssten die Kosten der Kontrollen dem Handel vollständig ersetzt werden.

Britische Regierung trotz Omikron-Welle optimistisch für Festtage

11.26 Uhr: Die britische Regierung ist optimistisch, dass die vorgesehene Verschärfung der Coronamaßnahmen über die Festtage nicht noch einmal angepasst werden muss. Der sogenannte Plan B werde es ermöglichen, »Weihnachten mit geliebten Menschen zu feiern, wie das im vergangenen Jahr nicht möglich war«, sagte Justizminister Dominic Raab heute dem Sender Times Radio. Weihnachten sei »sicher«, fügte der Vize-Regierungschef hinzu.

Noch heute Abend (19.30 MEZ) sollte das Unterhaus über mehrere von Premierminister Boris Johnson angekündigte Maßnahmen zur Eindämmung der Omikron-Variante des Coronavirus abstimmen. Darunter sind eine Verschärfung der Maskenpflicht sowie 3G-Regeln (Genesen, geimpft oder getestet) für Nachtklubs und Großveranstaltungen. Erwartet wird, dass Dutzende Konservative gegen die eigene Regierung stimmen werden. Die größte Oppositionspartei Labour kündigte jedoch an, die Maßnahmen zu unterstützen. Ob Johnson darauf angewiesen sein wird, war zunächst unklar.

Coronaausbruch zwingt Firmen in China zu Produktionsstopps

11.22 Uhr: Ein Coronaausbruch hat Unternehmen in einem der wichtigsten Wirtschaftszentren Chinas zu Produktionsstopps gezwungen. Wie staatliche Medien am Dienstag berichteten, teilten allein mehr als 20 börsennotierte Firmen mit, ihre Produktion in der Provinz Zhejiang vorübergehend eingestellt zu haben. Betroffen waren unter anderem Chemieunternehmen, Pharmafirmen und Maschinenbauer.

Die Behörden ordneten die Schließungen an, um eine weitere Verbreitung des Virus einzudämmen. Der Ausbruch in der ostchinesischen Provinz, bei dem seit dem 5. Dezember mehr als 200 Infektionen nachgewiesen wurden, konzentriert sich nach Behördenangaben bislang vor allem auf die Städte Ningbo, Shaoxing und Hangzhou.

Biontech-Impfung schützt laut Studie in Südafrika vor schweren Omikron-Verläufen

10.52 Uhr: Zwei Dosen des Coronaimpfstoffs von Biontech und Pfizer scheinen einer groß angelegten Studie aus Südafrika zufolge einen deutlichen Schutz vor schweren Erkrankungen während der dortigen Omikron-Welle zu bieten. Die von Südafrikas größtem privaten Krankenversicherungsverwalter Discovery Health heute veröffentlichte Untersuchung basiert auf mehr als 211.000 positiven Testergebnissen zwischen dem 15. November und 7. Dezember, von denen etwa 78.000 auf die neue Virusvariante Omikron zurückgeführt wurden. Demnach bot eine zweifache Biontech-Impfung einen 70-prozentigen Schutz vor schweren Verläufen, die einen Krankenhausaufenthalt erforderlich machen, und von 33 Prozent vor einer Infektion.

Die Studienautoren gaben allerdings zu bedenken, dass es sich um vorläufige Ergebnisse aus den ersten drei Wochen der Omikron-Welle in Südafrika handele, die sich mit deren Ausweitung noch ändern könnten. Die Studie kam zu dem Schluss, dass das Risiko einer Neuinfektion während der vierten Welle in Südafrika höher war als bei früheren Wellen. Gleichzeitig sei das Risiko einer Krankenhauseinweisung bei Erwachsenen um 29 Prozent niedriger als bei der ersten Welle Anfang vergangenen Jahres. Bei Kindern scheine das Risiko einer Krankenhauseinweisung dagegen um 20 Prozent höher zu sein als in der ersten Welle, die absolute Häufigkeit sei aber sehr niedrig.

Einzelne Berichte aus Krankenhäusern in Südafrika deuteten darauf hin, dass die meisten Covid-19-Diagnosen bei Kindern, die ins Krankenhaus eingeliefert wurden, zufällig festgestellt worden seien. Viele Kinder, die wegen anderer Erkrankungen ins Krankenhaus gekommen seien, würden bei Routine-Screening-Tests positiv getestet. Die Analyse von Discovery Health zeige zudem, dass das Risiko, dass Kinder positiv getestet werden, deutlich geringer gewesen sei als bei Erwachsenen. »Bei Kindern war die Wahrscheinlichkeit, positiv auf Covid-19 getestet zu werden, im Omikron-Zeitraum um 51 Prozent niedriger als bei Erwachsenen, und insgesamt bleibt das Risiko, dass Kinder wegen Covid-19-Komplikationen ins Krankenhaus eingeliefert werden, gering«, sagte Discovery-Health-Expertin Shirley Collie.

Coronalage entspannt sich offenbar etwas – vorerst

10.44 Uhr: Zehn Tage vor Heiligabend stehen mit Blick auf Corona die Zeichen zumindest etwas auf Entspannung. Offenbar stecken sich in Deutschland inzwischen wieder weniger Menschen mit dem Virus an. Noch vor Kurzem wurde vor allem mit überforderten Behörden in Verbindung gebracht, dass die gemeldeten Werte nicht weiter stiegen. Nun sinken die Fallzahlen wohl tatsächlich. Auch die Zahl der Menschen, die ins Krankenhaus kommt, steigt nicht mehr. Doch zum Durchatmen bleibt wohl kaum Zeit, warnen Experten.

Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete zuletzt einen deutlichen Rückgang der Fallzahlen. So gab das RKI die Zahl der binnen eines Tages übermittelten Infektionen heute mit 30.823 an, zwei Wochen zuvor hatte sie noch bei 45.753 gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz – also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche – sank von mehr als 450 Ende November auf 375 am Dienstag. Das geht auf Rückgänge in den meisten, wenn auch nicht allen Bundesländern zurück. Besonders deutlich war der Effekt in einigen schwer betroffenen Bundesländern.

Die erfreuliche Entwicklung könnte allerdings nur von kurzer Dauer sein. Die neue Coronavariante Omikron habe bislang noch nicht nennenswert in Deutschland Fuß gefasst, sagt HZI-Forscher Krause. Er geht aber mit Blick auf andere Länder davon aus, dass sich das bald ändert. »Ich befürchte, dass Omikron in spätestens zwei bis drei Wochen wieder zu einem Anstieg bei den Infektionszahlen führt, vermutlich auch bei den Klinikeinweisungen.«

Scholz eröffnet Sitzung des Expertengremiums

10.36 Uhr: Bundeskanzler Olaf Scholz wird die erste Sitzung des neuen Corona-Expertengremiums eröffnen, das heute erstmals zusammentritt. In dieser Auftaktsitzung werde unter anderem die Arbeitsweise des Gremiums besprochen, teilt ein Regierungssprecher mit. Dem Expertenrat gehören verschiedene Virologen und Wissenschaftler aus verschiedenen Disziplinen an. Darunter der Chefvirologe der Berliner Charité, Christian Drosten, der Leiter des Virologischen Instituts der Uniklinik Bonn, Hendrik Streeck, und der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler.

Das Gremium soll auf der Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse Empfehlungen für den Umgang mit der Coronapandemie abgeben. Mitglieder des neuen Expertenrats hatten sich in der Vergangenheit aber teils sehr unterschiedlich zu den Coronamaßnahmen positioniert. Meinungsverschiedenheiten gab es vor allem zwischen Drosten und Streeck. Neben den beiden Virologen und Wieler gehören dem Gremium unter anderem auch der Chef der Ständigen Impfkommission, Thomas Mertens, die Virologin Melanie Brinkmann und die Physikerin Viola Priesemann an.

»Wenn ich nicht geimpft gewesen wäre, wäre ich wohl gestorben«

10.17 Uhr: Sie sei zwei Monate krank gewesen und spüre noch immer die Folgen von Covid-19: Die US-Musikerin Billie Eilish spricht über ihre Coronainfektion – und wirbt für die Impfung. Lesen Sie hier die ganze Meldung.

Niedersächsische Gesundheitsministerin: Omikron bald dominant

10.13 Uhr: Die Omikron-Variante des Coronavirus wird sich nach Einschätzung der niedersächsischen Gesundheitsministerin auch in Deutschland schnell ausbreiten. »Wir gehen davon aus (...), dass wir im Grunde Ende Januar, Anfang Februar Omikron schon als vorherrschende Variante in Deutschland haben werden«, sagte Daniela Behrens (SPD) am Morgen im Gesundheitsausschuss des Landtags in Hannover. Die Variante verbreite sich »rasend schnell«.

Behrens betonte, dass die eingesetzten Impfstoffe auch gegen Omikron wirkten. Unklar sei aber noch, ob die Intensität von zwei Impfungen für die Immunantwort ausreiche. Die Ministerin sagte zudem, dass die in Niedersachsen geplante Weihnachtsruhe vor allem zur Eindämmung der Omikron-Variante gedacht sei. Die Landesregierung verschärft von Heiligabend bis zum 2. Januar die Coronaregeln – unabhängig von den dann aktuellen Indikatoren zur Coronalage. Damit geht das Land einen Sonderweg.

Wegen Corona: Keine hochrangigen Politiker aus Österreich zu Olympia

9.50 Uhr: Aus Österreich werden keine hochrangigen Politiker zu den Olympischen Winterspielen nach China reisen. Das hat der neue Bundeskanzler Karl Nehammer in einem Interview der Tageszeitung »Welt« (Dienstag-Ausgabe) angekündigt. »Das ist aber kein diplomatischer Protest oder Boykott, sondern einzig der Tatsache geschuldet, dass die Covid-Auflagen in China zu Recht sehr hoch sind«, sagte Nehammer.

Aufgrund der Coronapandemie könnten Politiker dort nicht mit den Sportlern ihres Landes persönlich zusammentreffen. Es bringe also nichts, wenn Politiker oder Diplomaten aus Österreich nach China reisten, um dort per Videokonferenz mit den Sportlern und Sportlerinnen des Landes zu sprechen. »Da treffe ich mich lieber persönlich mit unseren Athleten in Wien. Wir sind gegen eine Politisierung der Spiele und stimmen uns in der EU ab«, sagte Nehammer weiter.

Ministerin Spiegel spricht sich für Kinder-Impfangebot auch in Schulen aus

9.33 Uhr: Bundesfamilienministerin Anne Spiegel (Grüne) hält die Debatte über eine generelle Impfpflicht auch für Kinder noch für verfrüht. »Die Debatte halte ich im Moment ehrlich gesagt noch für verfrüht, denn jetzt fangen wir erst mal mit dem Impfen an«, sagte Spiegel heute im ZDF-»Morgenmagazin«. Die große Resonanz zum Start der Kinderimpfungen für Fünf- bis Elfjährige zeige, dass man damit einen Nerv treffe und es viele Familien ausdrücklich teilten, dass es wichtig sei, ihre Kinder impfen zu lassen. »Ich im Übrigen auch.«

Es sei nun zunächst das Maß aller Dinge, dass diejenigen, die ein Impfangebot wollten, auch eins bekämen. Für alle, die noch unentschlossen seien, gäbe es dank der Länder, Kommunen und Kinderarztpraxen eine gute Struktur der Beratung und Information. Unter kindgerechten Impfungen verstehe Spiegel, dass Impfangebote gut auf Kinder und Familien zugeschnitten seien und dabei für Kinder eine vertraute Umgebung gewährleistet sei, etwa in Kinderarztpraxen oder auch in Schulen.

Die Coronaimpfungen mit einem Kinderimpfstoff für Fünf- bis Elfjährige sind angelaufen. Dafür sollen in dieser Woche 2,4 Millionen Dosen ausgeliefert werden. Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt Impfungen für Kinder, die Risikofaktoren für einen schweren Covid-19-Verlauf oder Angehörige mit hohem Risiko haben. Es können nach individueller Entscheidung und ärztlicher Aufklärung aber auch alle Kinder geimpft werden. Verwendet wird niedriger dosierter Biontech-Impfstoff. Für Kinder ab zwölf Jahren laufen Impfungen bereits seit mehreren Wochen.

Mehr als 500.000 Menschen in China wegen dutzender Coronafälle in Quarantäne

9.22 Uhr: In einer von Chinas wirtschaftsstärksten Provinzen sind wegen eines Coronaausbruchs eine halbe Million Menschen unter Quarantäne gestellt worden. Mehr als 540.000 Menschen in der Provinz Zhejiang seien betroffen, teilten die Behörden heute mit. Aus dem östlichen Landesteil waren zuvor 44 von 51 Coronafällen gemeldet worden. Damit erhöhte sich die Gesamtzahl der registrierten Fälle seit vergangener Woche auf knapp 200.

Obwohl die Zahl der Fälle in China im Vergleich zu anderen großen Volkswirtschaften verschwindend gering ist, gehen die Behörden zur Eindämmung des Virus immer wieder hart vor. Üblich sind Massentests sowie Lockdowns, wie nun auch in Zhejiang. Außerdem wurden in einigen Bezirken die Betriebe geschlossen, darunter in Ningbo, dem Haupthafen der Provinz. Im Bezirk Zhenhai in Ningbo verfügten die Behörden die vorübergehende Schließung der meisten Unternehmen. Die wichtige petrochemische Industrie an dem Standort musste ihre Produktion drosseln. Am Flughafen der Provinzhauptstadt Hangzhou fielen Hunderte Flüge aus.

Die Ausbreitung des Virus überschattet die Vorbereitungen der Olympischen Winterspiele im Februar. Am Montag war der landesweit erste Omikron-Fall in der nördlichen Hafenstadt Tianjian gemeldet worden.

Testpflicht für Geboosterte in Pflegeheimen soll bleiben

9.18 Uhr: Das Bundesgesundheitsministerium will Menschen mit einer Auffrischungsimpfung künftig von der Testpflicht im Rahmen der 2G-plus-Regeln befreien. Das geht aus einem der Nachrichtenagentur Reuters vorliegenden Entwurf für die heutige Gesundheitsministerkonferenz von Bund und Ländern hervor. Allerdings soll in »medizinischen und pflegerischen Einrichtungen« zum Schutz besonders gefährdeter Personengruppen weiterhin auch von Geboosterten ein negatives Testergebnis verlangt werden.

Außerdem will das Gesundheitsministerium Einreisenden aus Virusvarianten-Gebieten künftig vorschreiben, dass sie zusätzlich zu einem Coronatest vor Abflug auch noch nach Ankunft in Deutschland einen PCR-Test machen müssen. »Die betroffenen Einreisenden müssen sich bis zum Vorliegen des Ergebnisses unmittelbar in Quarantäne begeben«, heißt es in dem Entwurf für die heutige Gesundheitsministerkonferenz.

Omikron in chinesischer Millionenmetropole Guangzhou nachgewiesen

9.10 Uhr: Die neue Coronavariante Omikron hat die südchinesische Millionenmetropole Guangzhou erreicht. Das Virus sei bei einem 67-Jährigen nachgewiesen worden, der im November nach China gekommen sei, berichtet der staatliche Sender CCTV. Der Mann habe sich nach seiner Einreise aus dem Ausland in häuslicher Isolation befunden. Am Montag hatten die Gesundheitsbehörden in der nördlichen Hafenstadt Tianjin den ersten Omikron-Fall auf dem chinesischen Festland gemeldet.

Amtsärzte warnen vor Ende der Testpflicht für Geboosterte

8.36 Uhr: Die Gesundheitsministerkonferenz berät heute unter anderem über die Aufhebung der Testpflicht für Geboosterte. In der Videoschalte soll eine flächendeckende Aufhebung der Testpflicht eines der Themen sein. In einigen Bundesländern gibt es bereits keine Testpflicht mehr für Menschen, die schon geboostert sind.

Sowohl Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) als auch der Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz, Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU), sehen in einem Ende der Testpflicht auch einen Impfanreiz.

Die deutschen Amtsärzte warnen dagegen vor einem übereilten Ende der Testpflicht für dreifach Geimpfte. »Es ist verfrüht, Menschen mit Boosterimpfung von der Testpflicht zu befreien«, sagt die Vorsitzende des Bundesverbands der Ärztinnen und Ärzte im Öffentlichen Gesundheitsdienst (BVÖGD), Ute Teichert, der Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Die Omikron-Variante sei auf dem Vormarsch, man wisse aber noch nicht genau, wie gut die Boosterimpfungen dagegenwirkten. »Solange wir nicht genügend Daten haben, um dies sicher sagen zu können, sollten wir keine voreiligen Schritte gehen« und »bewährte Instrumente wie die Schnelltests aus der Hand geben«. Je breiter man teste, desto besser könne man Infektionen entdecken und Infektionsketten nachverfolgen.

Gutachter halten allgemeine Impfpflicht für erforderlich

7.43 Uhr: Eine allgemeine Impfpflicht in Deutschland ist laut einem Gutachten im Auftrag des baden-württembergischen Sozialministeriums notwendig. Impfpflichten lediglich für bestimmte Berufs- oder Bevölkerungsgruppen »sind gegenüber einer allgemeinen Impfpflicht nicht vorrangig heranzuziehen«, heißt es in der Expertise der Stuttgarter Wirtschaftskanzlei Oppenländer, die der »Schwäbischen Zeitung« vorliegt . Sie könnten nicht in gleicher Weise dazu beitragen, »die Viruszirkulation in der Bevölkerung insgesamt zu verringern«. Außerdem würden sie schwierige Abgrenzungsfragen aufwerfen. Auch der Gleichbehandlungsgrundsatz spricht aus Sicht der Juristen eher dagegen.

Die juristischen Gutachter werten eine allgemeine Impfpflicht nicht nur als zulässig – sie sei in der aktuellen Situation sogar geboten. Zwar seien mit ihr Eingriffe in Freiheitsgrundrechte verbunden – vor allem mit Blick auf das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit, das Recht auf Religionsfreiheit und das Elternrecht. »Diese Eingriffe lassen sich jedoch verfassungsrechtlich rechtfertigen«, sagen die Gutachter. Und zwar ebenfalls mit dem Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit: Dieses beinhalte eine »Schutzpflicht« des Staates für seine Bürger.

Zudem sei es nicht anzunehmen, dass Menschen, die sich bisher trotz einfachem Zugang zu kostenlosen Impfangeboten, trotz aller Informationskampagnen und 3G- beziehungsweise 2G-Regelungen nicht haben impfen lassen, dies mit weiteren Appellen, Anreizen oder noch mehr Aufklärung doch noch tun würden.

Nach Coronaausbruch: Manchester-Spiel bei Brentford fällt aus

6:57 Uhr: Das für Dienstagabend geplante Premier-League-Spiel des englischen Fußball-Rekordmeisters Manchester United beim FC Brentford ist nach einem Coronaausbruch bei den Red Devils abgesagt worden. Die Liga-Verantwortlichen trafen die Entscheidung für eine Verschiebung auf Anweisung medizinischer Berater, hieß es in einem United-Statement. Damit muss Manchesters deutscher Teammanager Ralf Rangnick auf den dritten Liga-Auftritt mit seinem Team warten.

Zuvor hatte es auf dem Trainingsgelände des Old Trafford etliche Coronafälle gegeben. Nachdem mehrere Spieler und Mitglieder des Stabs positiv auf Covid-19 getestet worden waren, schloss United die Anlage am Montag für 24 Stunden, »um das Risiko weiterer Infektionen zu minimieren«.

Die Premier League verkündete am Montag insgesamt 42 Fälle in den Klubs – ein trauriger Rekord in der Pandemie. Auch Brighton & Hove Albion, Tottenham Hotspur, Norwich City und Aston Villa gaben in den vergangenen Tagen positive Tests bekannt. Norwich empfängt Villa am Dienstag, während Tottenham am Donnerstag nach Leicester reisen soll.

In Großbritannien breitet sich die Omikron-Variante des Virus aus, Premierminister Boris Johnson hatte deswegen zuletzt eine Verschärfung der Coronamaßnahmen angekündigt. Auch die Premier League hatte zuletzt beschlossen, die Covid-19-Beschränkungen wieder einzuführen, einschließlich einer Rückkehr zur sozialen Distanzierung und zum Tragen von Masken.

Australien lockert trotz Anstiegs der Infektionszahlen Coronamaßnahmen

6.42 Uhr: Australien hält trotz eines Anstiegs der Ansteckungszahlen mit dem Coronavirus an geplanten Lockerungen der Einschränkungen des öffentlichen Lebens fest. »Wir haben uns als Land entschlossen, mit dem Virus zu leben«, sagte Premierminister Scott Morrison am Dienstag. Dank der hohen Impfrate könne Australien Weihnachten weitgehend ohne Beschränkungen feiern.

Am Mittwoch fallen in den meisten Teilen des Landes die Vorgaben zum Tragen von Schutzmasken in vielen öffentlichen Bereichen weg. Auch das Zutrittsverbot für Ungeimpfte zu Gastronomiebetrieben und Großveranstaltungen läuft aus. Zudem werden die lange geschlossenen Grenzen wieder für qualifizierte Migranten und Studenten geöffnet, sofern sie geimpft sind.

Allerdings verzeichnete der bevölkerungsreichste Bundesstaat des Landes, New South Wales mit der Metropole Sydney, zuletzt die höchsten Ansteckungszahlen seit zehn Wochen. Am Dienstag wurden 800 neue Fälle festgestellt. Landesweit wurden außerdem bislang 85 Ansteckungen mit der neuen Omikron-Variante des Coronavirus nachgewiesen.

Bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf 375,0

4.55 Uhr: Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Coronaneuinfektionen ist erneut gesunken. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstagmorgen  lag der Wert bei 375,0. Am Vortag hatte er noch bei 389,2 gelegen, vor einer Woche bei 432,2.

Die Sieben-Tage-Inzidenz gibt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche an. Von Anfang November an war der Wert rasant angestiegen. In der Folge wurden täglich neue Höchststände registriert. Seit gut einer Woche ist die Inzidenz wieder kontinuierlich gesunken.

Wie das RKI am Dienstagmorgen unter Berufung auf Daten der Gesundheitsämter weiter mitteilte, wurden binnen 24 Stunden 30.823 Neuinfektionen verzeichnet. Die Gesamtzahl der Coronatodesfälle in Deutschland stieg um 473 auf 106.227. Mehr zu den aktuellsten Zahlen des RKI können Sie in dieser Meldung nachlesen.

Amtsärzte warnen vor Ende der Testpflicht für Geboosterte

4.17 Uhr: Die Gesundheitsministerkonferenz berät heute unter anderem über die Aufhebung der Testpflicht für Geboosterte. In der Videoschalte soll eine flächendeckende Aufhebung der Testpflicht eines der Themen sein. In einigen Bundesländern gibt es bereits keine Testpflicht mehr für Menschen, die schon geboostert sind.

Sowohl Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) als auch der Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz, Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU), sehen in einem Ende der Testpflicht auch einen Impfanreiz.

Die deutschen Amtsärzte warnen dagegen vor einem übereilten Ende der Testpflicht für dreifach Geimpfte. »Es ist verfrüht, Menschen mit Boosterimpfung von der Testpflicht zu befreien«, sagt die Vorsitzende des Bundesverbands der Ärztinnen und Ärzte im Öffentlichen Gesundheitsdienst (BVÖGD), Ute Teichert, der Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Die Omikron-Variante sei auf dem Vormarsch, man wisse aber noch nicht genau, wie gut die Boosterimpfungen dagegen wirkten. »Solange wir nicht genügend Daten haben, um dies sicher sagen zu können, sollten wir keine voreiligen Schritte gehen« und »bewährte Instrumente wie die Schnelltests aus der Hand geben«. Je breiter man teste, desto besser könne man Infektionen entdecken und Infektionsketten nachverfolgen. Auch die Deutsche Stiftung Patientenschutz warnt vor dem Schritt.

Britisches Parlament stimmt über verschärfte Coronamaßnahmen ab

Boris Johnson

Boris Johnson

Foto: Chris J. Ratcliffe / POOL / EPA

4.05 Uhr: Das britische Parlament stimmt heute über eine Reihe neuer Coronamaßnahmen ab, die teilweise bereits in Kraft getreten sind. Dazu gehören die erneute Pflicht zum Homeoffice, die Maskenpflicht in Innenräumen in der Öffentlichkeit sowie neue Test- und Quarantänevorschriften für Kontaktpersonen von Infizierten. Ab Mittwoch soll zudem eine Impfpflicht beim Besuch von Großveranstaltungen wie etwa Fußballspielen gelten.

Dem britischen Premierminister Boris Johnson droht bei der Abstimmung eine Revolte in den Reihen seiner konservativen Tory-Partei. Zahlreiche Tory-Abgeordnete wollen gegen die verschärften Maßnahmen stimmen. Dennoch wird erwartet, dass die Regeln mit Unterstützung aus den Reihen der oppositionellen Labour-Partei gebilligt werden. Die Maßnahmen gelten nur für England. Schottland, Wales und Nordirland haben ähnliche Regeln.

Lauterbach kündigt stärkeren Einbezug von Wissenschaft bei Coronamaßnahmen an

3.31 Uhr: Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat eine stärkere Rolle der Wissenschaft für das Coronakrisenmanagement angekündigt. »Politik in der Pandemie braucht wissenschaftliche Beratung«, sagte Lauterbach der »Rheinischen Post«. »Der stärkere Einbezug der Wissenschaft wird meine Arbeit prägen.«

Lauterbach kommt heute zum ersten Mal mit dem neuen Expertenrat der Bundesregierung zusammen. Dem Gremium gehören Politiker, Mediziner und Wissenschaftler an. »Um politisch entscheidungsfähig zu sein, werden wir unter anderem darüber diskutieren, wie gefährlich die neue Omikron-Variante ist, wie stark Boostern hilft und wie wir die aktuelle Welle weiter brechen«, sagte der Gesundheitsminister weiter.

EU: Neuauflage eines gemeinsamen Fonds bei Erfolg der Coronahilfen denkbar

3.05 Uhr: Die gemeinschaftliche Kreditaufnahme der Europäischen Union in der Pandemie könnte Vorbildcharakter für die Erreichung gemeinsamer Ziele haben, wenn die Umsetzung des Wiederaufbauprogramms ein Erfolg ist. »Es war in der Tat eine außergewöhnliche Entscheidung«, sagte der europäische Wirtschaftskommissar Paolo Gentiloni mit Blick auf den gemeinsamen Fonds der EU-Staaten zum Wiederaufbau der Wirtschaften vor dem Haushaltsausschuss des Europäischen Parlaments in Straßburg am Montag. »Aber wir sollten die Tatsache anerkennen, dass es sich um eine einmalige Maßnahme gehandelt hat – so ist es gesetzlich festgelegt. Bedeutet das, dass dies zur Mobilisierung gemeinsamer Ressourcen für ein gemeinsames Ziel in der EU nie wieder angewendet werden könnte? Nein, das glaube ich nicht.« Aber auch dann würde es nicht zur Dauerlösung werden.

Kinderärzte beklagen schlechte Organisation von Corona-Impfkampagne für Kinder

2.41 Uhr: Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) hat die Organisation der Corona-Impfkampagne für Kinder ab fünf Jahren scharf kritisiert. »Die niedergelassenen Kinder- und Jugendärzte erhalten erst am 10. Januar wieder neuen Impfstoff. Dabei könnten wir bereits in der Woche davor schon mit der zweiten Dosis beginnen«, sagte der Sprecher des BVKJ Nordrhein, Axel Gerschlauer, der »Rheinischen Post«.

»Durch schlechte Organisation werden ausgerechnet Kinder- und Jugendärzte benachteiligt, die sich besonders um vorerkrankte Kinder kümmern sollen«, sagte Gerschlauer weiter. Zugleich sei der Andrang groß: »Fast alle Eltern sprechen mich darauf an«, sagte der Kinderarzt. »Durch Omikron ist die Verunsicherung noch größer geworden.«

Brasilien verlangt bei Einreise Vorlegen von Corona-Impfnachweis

Brasiliens Präsident Bolsonaro

Brasiliens Präsident Bolsonaro

Foto: Joedson Alves / EPA

2.07 Uhr: Brasilien hat damit begonnen, bei der Einreise das Vorlegen eines Corona-Impfnachweises zu verlangen. Der Oberste Gerichtshof hatte am Samstag grünes Licht für die Maßnahme gegeben.

Die Behörde für Gesundheitsüberwachung Anvisa hatte diesen Schritt angesichts der Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus empfohlen. In Brasilien wurden bislang mindestens acht Omikron-Fälle bestätigt. Die Regierung des Staatschefs Jair Bolsonaro lehnte jedoch ab und kündigte stattdessen eine fünftägige Zwangsquarantäne für ungeimpfte Reisende an.

Der Richter Luis Barroso am Obersten Gerichtshof entschied am Samstag, dass nur »Reisende, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft sind«, unter Quarantäne gestellt werden dürfen. Dies gelte auch für Reisende aus Ländern ohne breit angelegte Corona-Impfkampagne. Bolsonaro bezeichnete den Richter daraufhin als »Dummkopf«.

American Airlines: US-Coronahilfen haben gesamte Branche gerettet

2.03 Uhr: Die Luftfahrtbranche hat die Pandemie laut der US-Fluggesellschaft nur durch die Coronahilfen der Regierung überstanden. »54 Milliarden Dollar an Covid-19-Hilfen der US-Regierung haben die Luftfahrtindustrie gerettet«, wird Doug Parker, Vorstandsvorsitzende von American Airlines, laut einer von der Nachrichtenagentur Reuters eingesehenen Aussage vor einem Ausschuss des US-Senats am Dienstag.

Rufe nach hartem Vorgehen gegen Onlinedienst Telegram wegen Gewalt bei Protesten

1.50 Uhr: Immer häufiger kommt es bei Protesten gegen Coronamaßnahmen zu Gewalt. Nun mehren sich die Rufe nach einem harten Vorgehen gegen den Onlinedienst Telegram. »Bei Telegram muss der Staat schnell reagieren«, sagte Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD) der »Süddeutschen Zeitung«. Der Dienst müsse Hass und Hetze aus dem Netz nehmen. »Tut er das nicht, müssen Sanktionen wie Bußgelder folgen.«

Maiers sächsischer Amtskollege Roland Wöller (CDU) warnte im Interview mit dem Sender Phoenix vor der »unglaublichen Mobilisierungswucht« des Messengerdienstes. Kleinen Gruppen von Rechtsextremisten gelinge es so, in die bürgerliche Gesellschaft vorzudringen. Wöller forderte die Haftung der Anbieter für darauf zurückzuführende Straftaten sowie die Pflicht zur Herausgabe der Klarnamen für Strafermittlungen der Polizei.

Erneut Tausende Teilnehmer bei Protesten gegen Coronamaßnahmen

Impfgegner in Rostock

Impfgegner in Rostock

Foto: Bernd Wüstneck / dpa

1.04 Uhr: In mehreren deutschen Städten haben auch am Montag erneut Tausende Menschen gegen die Coronamaßnahmen protestiert. In Rostock beteiligten sich nach Angaben der Polizei rund 2900 Menschen an einem angemeldeten Protestzug durch die Innenstadt.

Im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte gab es Coronaproteste in mehreren Städten. Die Polizei aus Neubrandenburg begleitete nach eigenen Angaben angemeldete Demonstrationen in Neubrandenburg, Malchow, Röbel, Waren und Greifswald. Allein in Neubrandenburg versammelten sich demnach 1200 Menschen, der Demonstration in Waren schlossen sich 500 Menschen an. Zu einer nicht angemeldeten Versammlung in Neustrelitz kamen 180 Menschen.

In Göttingen versammelten sich nach Polizeiangaben rund 30 Menschen zu einer »Mahnwache« gegen die Coronamaßnahmen. Zur einer Gegendemonstration kamen 200 Menschen.

Bewährungsstrafen nach Angriffen auf Polizisten bei Coronademo in Schweinfurt

0.50 Uhr: Nur einen Tag nach einer Demonstration von Gegnern der Coronamaßnahmen im bayerischen Schweinfurt sind zwei Männer wegen Angriffen auf Polizeibeamte zu Bewährungsstrafen verurteilt worden. Wie das Polizeipräsidium Unterfranken und die Staatsanwaltschaft Schweinfurt mitteilten, wurden die beiden nicht vorbestraften Männer am Montag vom Amtsgericht Schweinfurt in einem beschleunigten Verfahren verurteilt.

Ein 27-Jähriger, der einem Polizisten mit der Faust ins Gesicht geschlagen hatte, wurde den Angaben zufolge zu einer achtmonatigen Haftstrafe verurteilt, die gegen Zahlung von 3500 Euro an eine gemeinnützige Einrichtung zur Bewährung ausgesetzt wurde. Ein 29-Jähriger, der sich mit Fußtritten gegen Polizisten gewehrt hatte, erhielt eine sechsmonatige Haftstrafe, die gegen Zahlung von 1500 Euro ebenfalls zur Bewährung ausgesetzt wurde.

Irland: 11 Prozent der Neuinfektionen durch Omikron ausgelöst

0.30 Uhr: Irland meldet einen Anstieg von Infektionen mit der Omikron-Variante. Die Virusmutante sei derzeit wahrscheinlich für elf Prozent der neuen Covid-19-Fälle in Irland verantwortlich, teilen die Gesundheitsbehörden des Landes mit. Sie prognostizieren einen »sehr schnellen Anstieg« der Omikron-Infektionen in den kommenden Tagen.

Zwei Spiele der Chicago Bulls wegen Corona abgesagt

0.14 Uhr: Nach mehreren Coronafällen im Team und Betreuerstab hat die nordamerikanische Basketball-Profiliga NBA die kommenden beiden Spiele der Chicago Bulls abgesagt. Geplant waren die Partien gegen die Detroit Pistons sowie bei den Toronto Raptors am 14. und am 16. Dezember. Neue Termine wurden zunächst nicht genannt.

Kalifornien: Wieder Maskenpflicht in Innenräumen

0.05: Der bevölkerungsreichste US-Bundesstaat Kalifornien führt wegen deutlich gestiegener Coronainfektionen an vielen Orten wieder eine Maskenpflicht ein. Wie die Gesundheitsbehörde mitteilte, muss ab Mittwoch in allen öffentlich zugänglichen Innenräumen ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Dies gilt auch für vollständig gegen das Coronavirus geimpfte Menschen. Die Auflage soll zunächst bis zum 15. Januar gelten.

Seit dem Thanksgiving-Feiertag Ende November sei die Zahl der Coronavirus-Infektionen und der Krankenhauseinweisungen deutlich gestiegen, teilte die Behörde mit. Anfang Dezember war die erste Infektion in den USA mit der neuen Omikron-Variante bei einer Person in Kalifornien entdeckt worden, die aus Südafrika eingereist war.

jok/aar/mwo/jso/ala/fek/ngo/AFP/dpa/Reuters
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