+++ News-Update am Dienstag +++ Schweden sieht sich in Corona-Kurs bestätigt - Positiv-Rate niedrig wie nie

Nachdem Schweden oft für seine Politik kritisiert wurde, meldet das Land die niedrigste Infektionsquote seit Beginn der Pandemie. Und: In den USA wurde das größte Biker-Treffen der Welt zum Corona-Hotspot. Der Überblick.
Eine Straße in Stockholm

Eine Straße in Stockholm

Foto: Ali Lorestani/ dpa

Dieser Artikel wird laufend aktualisiert.

Nichts mehr verpassen: Für die neuesten Entwicklungen und wichtigsten Hintergründe abonnieren

Sie unseren Coronavirus-Newsletter.

Corona-Infektionen in jordanischem Flüchtlingscamp bestätigt

23.10 Uhr: Im jordanischen Flüchtlingslager Asrak wurden die ersten Coronavirus-Fälle bestätigt. Die Tests zweier syrischer Flüchtlinge seien positiv ausgefallen, gaben die Vereinten Nationen (UN) bekannt. Es seien die ersten bestätigten Coronavirus-Fälle innerhalb von Flüchtlingslagern in Jordanien.

Biotech-Unternehmen kündigt portablen Schnelltest an

23.00 Uhr: Das Biotechnologieunternehmen Qiagen kündigt einen portablen Corona-Schelltest an. Dieser soll mittels eines kleinen digitalen Testsystems Antigene bei Menschen mit aktiven Infektionen innerhalb von 15 Minuten nachweisen und durchschnittlich rund 30 Abstriche pro Stunde verarbeiten können, wie das Management mitteilte. Der Test soll spätestens im vierten Quartal 2020 eingeführt werden.

Schweden sieht sich in seinem Corona-Kurs bestätigt – Quote der positiven Corona-Tests niedrig

20.33 Uhr: Schweden meldet einen Etappenerfolg in der Bewältigung der Corona-Pandemie: Die Quote der Positiv-Tests ist auf den niedrigsten Stand seit Ausbruch des Virus gefallen. In der vergangenen Woche wurden die Tests nach offiziellen Angaben auf den Rekordwert von mehr als 120.000 hochgefahren. Nur 1,3 Prozent fielen positiv aus. Im Frühjahr hatte das Niveau noch über Wochen um die 19 Prozent gelegen. Nach Ansicht mancher Experten zahlt sich nun die heimische Strategie aus, durch die sich die Ansteckungsrisiken mittlerweile verringert hätten.

Schweden fährt in der Corona-Krise einen eigenen Kurs, der auch im Ausland unter scharfer Beobachtung steht und mitunter heftige Kritik auslöst. Die Regierung hat auf einen Lockdown verzichtet und setzt stattdessen auf die Eigenverantwortung der Bürger sowie auf Abstandsregeln und ein gutes Hygieneverhalten. Die Idee dahinter ist, sich auf eine Verlangsamung der Virus-Ausbreitung zu konzentrieren, da sich der Krankheitserreger ohnehin nicht ausrotten lasse. In Schweden sind bislang mehr als 5800 Menschen gestorben, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Die Pro-Kopf-Totenzahl liegt damit deutlich höher als in anderen nordeuropäischen Ländern. Sie ist zugleich aber niedriger als in Italien, Spanien und Großbritannien, wo es Lockdowns gab. Vertreter der Weltgesundheitsorganisation (WHO) haben das schwedische Modell als nachhaltig gelobt.

Der Chef der schwedischen Gesundheitsbehörde, Johan Carlson, sagte, die heimischen Richtlinien seien einfach zu verstehen und für einen längeren Zeitraum gedacht. Die Bevölkerung habe sie inzwischen verinnerlicht. Das Land hat nun die geringste Ausbreitungsrate in Skandinavien. In Spanien und Frankreich ziehen die Positiv-Tests wieder an, nachdem die dortigen Lockdown-Maßnahmen beendet wurden.

"Unsere Strategie war konsequent und nachhaltig. Wir haben wahrscheinlich ein geringeres Ausbreitungsrisiko als andere Länder", sagte Epidemiologie-Professor Jonas Ludvigsson vom Karolinska Institutet. Schweden dürfte seinen Worten zufolge nun eine höhere Immunität in der Bevölkerung haben als die meisten anderen Länder. "Ich glaube, wir profitieren jetzt viel davon", betonte Ludvigsson.

Israel verhängt nächtliche Ausgangssperre und Schulschließungen für 40 Städte

19.33 Uhr: In Israel sollen Beschränkungen in 40 Städten oder Stadteilen die weitere Ausbreitung des Coronavirus eindämmen. Die nächtlichen Ausgangssperren und Schulschließungen gelten eine Woche lang. Betroffen sind nach Behördenangaben Regionen, in denen Versammlungen zu verstärkten Ansteckungen geführt haben. Dort leben insbesondere israelische Araber oder ultraorthodoxe Juden. Mehrere Regierungsmitglieder fordern einen landesweiten Lockdown, sollten die Maßnahmen scheitern. Bislang sind in Israel 135.288 Corona-Tests positiv ausgefallen. 1.031 Menschen, die positiv getestet wurden, sind gestorben. Im Land leben rund neun Millionen Menschen.

Irland verzeichnet höchste Zahl an Neuinfektionen seit Mai

19.25 Uhr: Die Behörden in Irland haben am Dienstag 307 neue Infektionsfälle im Land gemeldet - so viele wie zuletzt Mitte Mai. Betroffen war vor allem die Hauptstadt Dublin, wo 182 Neuinfektionen verzeichnet wurden. Gleichzeitig gibt es angesichts steigender Fallzahlen Spekulationen darüber, dass es in Dublin und auch in der Stadt Limerick wieder zu einer Verschärfung von Corona-Beschränkungen kommen könnte.

Pharma-Konzerne verbünden sich gegen Trump

17.55 Uhr: Neun konkurrierende Pharma- und Biotech-Unternehmen haben versprochen, bei der Entwicklung und Zulassung des Impfstoffs keine Kompromisse einzugehen. Grund für die gemeinsame Pressemitteilung  ist der US-Wahlkampf von Donald Trump, der den Impfstoff bereits bis zur Wahl am 3. November veranlassen will.

Hamburg lockert Regeln: bis zu 2300 Zuschauer am Rothenbaum

17.42 Uhr: Das Tennisturnier am Hamburger Rothenbaum (19. bis 27. September) darf vor bis zu 2300 Zuschauern stattfinden. Eine entsprechende Genehmigung erhielten die Veranstalter von der Behörde für Inneres und Sport. Das traditionsreiche ATP-Turnier profitiert von einer neuen Regelung in der Hansestadt, die ab dem 10. September unter engen Voraussetzungen wieder Stadionveranstaltungen unter freiem Himmel mit mehr als 1000 Personen genehmigt.

Die Zahl der Infizierten hat sich in Hamburg innerhalb eines Tages mehr als verdoppelt. So seien bis zum Mittag 66 neue Fälle registriert worden, teilte die Gesundheitsbehörde auf ihrer Homepage mit. Am Vortag waren es noch 26 neue Fälle. Die Gesamtzahl der bestätigten Covid-19-Fälle stieg damit auf 6590.

Antisemitische Vorfälle bei 123 Corona-Demonstrationen gezählt

17.28 Uhr: Bei Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen ist es nach Angaben der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS) zu etlichen antisemitischen Vorfällen gekommen. Allein im Zeitraum von Mitte März bis Mitte Juni hat es bei 123 solcher Kundgebungen und Demonstrationen antisemitische Äußerungen gegeben, wie aus einem am Dienstag veröffentlichten Bericht des RIAS-Bundesverbands hervorgeht. Dazu gehören etwa die antisemitische Bezugnahme auf den Nationalsozialismus oder die Verwendung von antisemitischen Verschwörungsmythen.

Von 431 antisemitischen Vorfällen im gleichen Zeitraum hatte fast die Hälfte (191) einen Bezug zur Corona-Pandemie, wie in dem Bericht weiter ausgeführt wird. So habe beispielsweise ein Mann, der mit einem Beutel mit einem abgedruckten Davidsstern einkaufen ging, gehört, wie ein anderer Kunde sagte: "Die waren das mit dem Virus." Die Meldestelle geht davon aus, dass es gerade in Bezug auf Antisemitismus bei Protesten eine hohe Dunkelziffer geben dürfte.

Schufa: Keine Zunahme von Zahlungsausfällen

17.08 Uhr: Die Schufa kann für den Zeitraum der Corona-Pandemie bisher keine Zunahme von Zahlungsausfällen erkennen. Das teilte der Wirtschaftsauskunftei auf SPIEGEL-Anfrage mit. Dies würde zeigen, dass die staatlichen Hilfsmaßnahmen wie Kurzarbeitergeld und Überbrückungshilfen für Solo- und Kleinstunternehmer offensichtlich greifen würden. Mit der prognostizierten Zunahme von Unternehmensinsolvenzen und Restrukturierungen und der daraus resultierenden zunehmenden Arbeitslosigkeit sei allerdings in den kommenden Monaten auch mit steigenden Zahlungsausfällen bei Privatpersonen zu rechnen.

Erste Corona-Fälle unter Flüchtlingen in jordanischem Lager

16.38 Uhr: Im zweitgrößten jordanischen Flüchtlingslager Asrak sind die ersten Coronavirus-Fälle bestätigt worden. Die Tests zweier syrischer Flüchtlinge seien positiv gewesen, teilten die Vereinten Nationen (Uno) mit. "Dies sind die ersten bestätigten Coronavirus-Fälle innerhalb von Flüchtlingslagern in Jordanien", schrieb das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) in Jordanien in einer Erklärung.

Auch im überfüllten Flüchtlingslager von Moria auf der Insel Lesbos sind 35 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte das griechische Migrationsministerium in Athen mit. Vorausgegangen waren 2000 Tests, seit das Virus vergangene Woche bei einem der Lagerbewohner entdeckt worden war. Die Betroffenen seien isoliert worden, nur einer von ihnen zeige Symptome, hieß es. Das gesamte Lager bleibe bis zum 15. September unter Quarantäne.

US-Motorradrallye wird mit mehr als 250.000 Corona-Fällen verbunden

16.35 Uhr: Die jährliche Sturgis Motorcycle Rally in einer Kleinstadt im US-Bundesstaat South Dakota ist laut einer Studie  Auslöser für mehr als 250.000 Corona-Fälle. Das Event gilt als eine der größten Motorradveranstaltungen der Welt. In diesem Jahr kamen über 500.000 Biker. Die Studie, in der anonymisierte Telefondaten von der Kundgebung ausgewertet wurden, brachte Tausende Fälle mit der 10-tägigen Veranstaltung in Verbindung. Die Studie des in Deutschland ansässigen IZA-Instituts für Arbeitsökonomie berechnete, dass voraussichtlich 12 Milliarden US-Dollar an Kosten für die öffentliche Gesundheit durch die Corona-Fälle entstehen würden. South Dakota selbst hatte keinerlei Corona-Auflagen verhängt. Es gab also auch keine Maskenpflicht.

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Twitter, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.
Externer Inhalt

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Royale Wachen bei Party erwischt

16.28 Uhr: Mehrere britische Wachen des königlichen Schlosses Windsor sind bei einer Party erwischt worden, die gegen Corona-Auflagen verstoßen haben soll. "Nachdem mehrere Wachmänner aus Wales Abstandsregeln gebrochen haben, ist eine Ermittlung eingeleitet worden, und der Fall wird intern verfolgt", sagte ein Sprecher der britischen Armee, der die Wachmänner angehören, der dpa. Mehr als zehn Wachen müssen zur Strafe nun mindestens zwei Wochen in einer internen Einrichtung des Militärs verbringen. Alle gehören dem ersten Bataillon an, das die Queen bei offiziellen Anlässen begleitet.

Eigentlich sind die Wachen während der Corona-Pandemie zum Schutz der Royals angehalten, strikt in kleinen Gruppen unter sich zu bleiben

Eigentlich sind die Wachen während der Corona-Pandemie zum Schutz der Royals angehalten, strikt in kleinen Gruppen unter sich zu bleiben

Foto: Tolga AKMEN / AFP

Bayern schließt Testzentren an Autobahnen und auf Bahnhöfen

15.30 Uhr: Mit dem Ende der Urlaubssaison schließt Bayern seine Corona-Teststationen für Reiserückkehrer an den Autobahnen und Bahnhöfen schrittweise wieder. Diese würden bis Ende September "gleitend" wieder abgebaut, sagte Regierungschef Markus Söder (CSU) nach einer Kabinettssitzung. Die frei werdenden Testkapazitäten würden anschließend für verstärkte Tests auf der kommunalen Ebene genutzt.

Die Testzentren für Reiserückkehrer an Flughäfen blieben zunächst weiter in Betrieb, sagte der Ministerpräsident. Insgesamt trete die bayerische Teststrategie mit dem Ende des Sommers und dem Beginn des neuen Schuljahres in eine neue Phase. So würden nun kommunale Testzentren in Landkreisen und Städten aufgebaut sowie Testkapazitäten auf die lokale Ebene verlegt. 

Ungarn verhängt Besuchsverbot für Altenheime 

15.13 Uhr: Angesichts der stark gestiegenen Zahlen von Infektionen mit dem Coronavirus hat Ungarns Regierung ein Besuchs- und Ausgangsverbot für alle Alten- und Pflegeheime im Land verhängt. Die Maßnahme trat bereits am Montag in Kraft, wie das zuständige Ministerium für Human-Ressource auf der Webseite der Regierung mitteilte. Am Montag hatte die Zahl der täglichen Neuansteckungen mit dem Coronavirus mit 567 nachgewiesenen Fällen einen neuen Rekordwert erreicht. Ungarn hat knapp zehn Millionen Einwohner.

Das Infektionsgeschehen hatte sich erst seit den letzten Augusttagen deutlich verstärkt. Den Sommer über war die Ansteckungsrate mit täglichen Zahlen im einstelligen oder niedrigen zweistelligen Bereich niedrig gewesen. Experten führen den plötzlichen Anstieg auf die damals niedrige Zahl an Tests und das sorglose Verhalten der Bevölkerung in den Sommermonaten zurück.

Mecklenburg-Vorpommern erlaubt Fußballspiele mit 7500 Zuschauern

15.02 Uhr: Mecklenburg-Vorpommern erlaubt Sportveranstaltungen mit mehreren Tausend Zuschauern. Das Kabinett beschließt eine Regelung ohne feste Obergrenze, bei der die Vereine Corona-Konzepte vorlegen können. Die Zahl der Zuschauer wird dann für ein bestimmtes Stadion oder eine bestimmte Halle bestimmt. Hansa Rostock kann deshalb am Wochenende für das Pokalspiel gegen den VfB Stuttgart im Ostseestadion 7500 Zuschauer zulassen, teilt ein Regierungssprecher mit. Vorgeschrieben sind personalisierte Tickets, erlaubt nur Sitzplätze.

Das Bundesland verlängert zudem die Regelstudienzeit an seinen Hochschulen und Universitäten. Studenten, denen etwa durch die Schließung der Bibliotheken, fehlende Konsultationen oder veränderte Prüfungsabläufe Probleme entstanden seien, können ihr Studium um ein Semester verlängern. Das teilte Landesbildungsministerin Bettina Martin (SPD) nach der Kabinettssitzung in Schwerin mit. Dem Landtag werde dazu eine Änderung im Hochschulgesetz vorgeschlagen.

Boykotts, Streiks und Quarantäne bei Schulrückkehr in Spanien

In Spanien gilt für Kinder ab sechs Jahren auf dem Schulgelände fast immer und überall Maskenpflicht

In Spanien gilt für Kinder ab sechs Jahren auf dem Schulgelände fast immer und überall Maskenpflicht

Foto: Bernat Armangue / AP

14.29 Uhr: Die Wiederaufnahme des Unterrichts nach rund sechsmonatiger Pandemie-Pause ist in Spanien von zahlreichen Zwischenfällen überschattet worden. In der wegen der vielen Neuausbrüche abgeriegelten 111.000-Einwohner-Gemeinde Santoña in der Region Kantabrien boykottierte der größte Teil der Eltern den Schulbeginn, wie Medien berichteten.

In der Grundschule "Macias Picavea" etwa seien am Montag nur 21 der 500 eingeschriebenen Kinder erschienen, in "Juan de la Cosa" nur 7 von 350. "Es ist nicht logisch, dass bei uns alles zu ist und die Kinder zur Schule müssen", wurde Gloria Izan, Mitglied des "Juan de la Cosa"-Elternrats von der Zeitung "El País" zitiert.

Zum Boykott riefen auch Elternverbände in vielen anderen Regionen Spaniens auf. In mehreren Städten Andalusiens, wo der Unterrichtsbeginn für kommenden Montag angesetzt ist, wurde dazu aufgerufen, zum Zeichen des Protests gegen die als unsicher angeprangerten Bedingungen die Ranzen an Balkonen und Fenstern zu aufzuhängen. Dabei hatte Bildungsministerin Isabel Celaá die Eltern bereits Ende August vor einem Schulboykott aus Angst vor dem Virus gewarnt. "Die Präsenz in den Klassenräumen ist Pflicht", sagte sie.

Taj Mahal bald wieder für Besucher offen

In den Taj Mahal dürften zunächst 5000 Touristen pro Tag, früher seien es laut Behördenangaben rund fünfmal so viele gewesen

In den Taj Mahal dürften zunächst 5000 Touristen pro Tag, früher seien es laut Behördenangaben rund fünfmal so viele gewesen

Foto: LUDOVIC MARIN/ AFP

14.19 Uhr: Trotz Höchstwerten bei Neuinfektionen soll Indiens berühmteste Sehenswürdigkeit, dem Taj Mahal, bald wieder für Besucher geöffnet werden. Ab der übernächsten Woche sollen Besucher unter Beachtung von Abstandsregeln mit Masken und desinfizierten Händen das Marmormonument und Unesco-Weltkulturerbe wieder besuchen können, hieß es vom zuständigen regionalen Tourismusbüro. Tickets müssten online erworben werden. Allerdings stellt Indien ausländischen Touristen derzeit keine Visa aus.

Indien hat Brasilien am Montag als Land mit den zweitmeisten bekannten Corona-Infektionen weltweit überholt. Wie offizielle Zahlen zeigten, wurden inzwischen mehr als 4,2 Millionen Fälle registriert. Zuletzt kamen rund 90.000 Fälle pro Tag dazu.

Frankfurter Buchmesse ohne Hallenausstellung

14.07 Uhr: Der Hauptteil der Frankfurter Buchmesse, die klassische Hallenausstellung, fällt aufgrund der Pandemie in diesem Jahr aus. "Aufgrund der aktuell geltenden Reisebeschränkungen können zahlreiche Länderstände nicht wie geplant umgesetzt werden", teilten die Veranstalter mit. Zudem mache die ab 1. Oktober 2020 in Kraft tretende Quarantäneverordnung die Teilnahme von europäischen Ausstellern oder Fachbesuchern nahezu unmöglich. Bereits im Vorfeld hatten zahlreiche Verlage angekündigt, auf einen Auftritt in diesem Jahr zu verzichten. Somit hätte es nur eine deutlich kleinere Hallenausstellung gegeben.

Deutlicher Anstieg der Corona-Fälle in Großbritannien

14.04 Uhr: Die Zahl der Infektionen ist in Großbritannien wieder deutlich angestiegen. In den vergangenen Tagen gab es jeweils fast 3000 bestätigte Neuinfektionen pro Tag, wie aus den offiziellen Zahlen der Regierung von Dienstag hervorgeht. Das ist der höchste Stand seit Ende Mai.

Derzeit stecken sich vor allem junge Menschen mit dem Virus an. Das erklärt auch den bislang niedrigen Anstieg der Todesfälle, da Covid-19 bei Jüngeren oft glimpflicher verläuft. "Töte nicht deine Oma, indem du dir das Coronavirus einfängst und sie ansteckst", warnte Gesundheitsminister Matt Hancock im Sender BBC und appellierte an die Briten, Abstands- und Hygieneregeln weiter einzuhalten und sich nicht in größeren Gruppen zu versammeln.

Sexarbeit im Norden wieder erlaubt

14.02: In den Nordländern Hamburg, Schleswig-Holstein, Bremen und Niedersachsen ist Prostitution vom 15. September an unter strengen Auflagen wieder erlaubt. Dies teilte Hamburgs Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) mit. Das Vorgehen sei mit den anderen drei Bundesländern abgesprochen, sagte die Hamburger Senatorin.

Um mögliche Infektionen nachverfolgen zu können, seien die Prostituierten verpflichtet, Kontaktlisten zu führen und nach Terminabsprache zu arbeiten. "Nicht zulässig sind weiterhin Prostitutionsveranstaltungen und Prostitution in Fahrzeugen", sagte Leonhard.

Neuinfektionen auf Bali seit Öffnung für Lokaltourismus verdoppelt

Balinesen tragen Schutzanzüge während einer hinduistischen Feuerbestattungszeremonie namens "Ngaben"

Balinesen tragen Schutzanzüge während einer hinduistischen Feuerbestattungszeremonie namens "Ngaben"

Foto: MADE NAGI/EPA-EFE/Shutterstock

13.50 Uhr: Auf der beliebten indonesischen Urlaubsinsel Bali hat sich die Zahl bestätigter Infektionen seit der Öffnung für den einheimischen Tourismus Ende Juli verdoppelt. Allein am Dienstag meldete die Insel mit ihren rund 4,2 Millionen Einwohnern 164 neue Fälle. Damit stieg die Gesamtzahl auf mehr als 6500. Zum Vergleich: Am 31. Juli, als erstmals seit März wieder Gäste von den anderen Inseln des Archipels einreisen durften, lag die Zahl noch bei 3300. In den vergangenen fünf Wochen ist auch die Zahl der Todesopfer in Verbindung mit Covid-19 von 48 auf 128 gestiegen.

Bayern beschließt Maskenpflicht für größere Versammlungen im Freien

13.22 Uhr: Bei größeren Versammlungen unter freiem Himmel gilt in Bayern ab diesem Mittwoch (9. September) regelmäßig eine Maskenpflicht. Die Pflicht greift "jedenfalls ab einer Teilnehmerzahl von 200 Personen". Das hat das Kabinett in München beschlossen.

Bars und Kneipen in Bayern dürfen wieder öffnen

13.12 Uhr: Nach monatelanger Zwangspause dürfen ab übernächstem Wochenende (19. September) auch Bars und Kneipen in Bayern wieder öffnen - unter Auflagen. Für Schankwirtschaften sollen nach einem Kabinettsbeschluss dann die gleichen Regeln gelten wie für Speisewirtschaften, zudem muss in geschlossenen Räumen die Bedienung am Tisch erfolgen.

Sechs von zehn Betrieben in Deutschland bangen mittlerweile um ihre Existenz. Lesen Sie hier mehr.

Südafrika stürzt in beispiellose Rezession

12.39 Uhr: Die Pandemie hat Südafrikas in eine für das Schwellenland beispiellose Rezession gestürzt. Vor dem Hintergrund eines strikten Lockdowns brach das Bruttoinlandsprodukt (BIP) laut den veröffentlichten Statistikdaten im Frühjahr um 51,0 Prozent ein. Das BIP schrumpfte damit das vierte Quartal in Folge: Eine so lange anhaltende konjunkturelle Talfahrt hat es laut dem obersten Statistiker Risenga Maluleke in der Geschichte Südafrikas noch nicht gegeben.

Finanzminister Tito Mboweni hatte das Land bereits auf Steuererhöhungen und drastische Ausgabenkürzungen vorbereitet. Er erwartet bis zum Ende des Finanzjahres ein Anwachsen der Schuldenlast auf knapp 82 Prozent des BIP. Südafrika mit seiner hohen Arbeitslosigkeit und enormen sozialen Ungleichheit kämpft seit Jahren mit strukturellen wirtschaftlichen Problemen und einer unzuverlässigen Stromversorgung, die weiter anhält. Lesen Sie hier mehr.

Zahl der Arbeitsstunden fällt auf historisches Tief

12.19 Uhr: In Deutschland wurden seit der Wiedervereinigung in einem Quartal noch nie so wenige Arbeitsstunden geleistet wie im zweiten Vierteljahr 2020. Das ermittelte das Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. "Die Arbeitszeit ist vor allem durch Kurzarbeit, Abbau der Zeitguthaben auf den Arbeitszeitkonten, Freistellungen und weniger Überstunden gesunken", sagte der Leiter des Forschungsbereiches Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen beim IAB.

Das Arbeitsvolumen sei im Vergleich zum Vorjahresquartal um zehn Prozent auf 13,3 Milliarden Stunden gesunken. Gegenüber dem ersten Quartal 2020 bedeute das einen saison- und kalenderbereinigten Rückgang um 8,0 Prozent. Die Arbeitszeit pro Erwerbstätigen habe im zweiten Quartal 297,3 Stunden betragen und damit um 8,8 Prozent unter dem Wert des ersten Quartals gelegen.

Die Zahl der Kurzarbeiter habe im zweiten Quartal nach ersten Hochrechnungen bei rund 5,5 Millionen und damit auf einem historischen Höchststand gelegen. Der Arbeitsausfall pro Kurzarbeiter habe im Schnitt bei 45 Prozent gelegen.

WHO hält Entwicklung in Tschechien für "besorgniserregend"

12.09 Uhr: Die jüngste Entwicklung bei den Infektionen in Tschechien ist nach Ansicht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) "besorgniserregend". Das teilte die WHO-Vertretung in Prag bei Facebook mit. "Es gibt keine Alternative zum Testen, Nachverfolgen und Isolieren, um Covid-19 zu beherrschen - weder hier noch andernorts", betonten die Experten.

Die UN-Gesundheitsorganisation widersprach damit dem tschechischen Ministerpräsidenten Andrej Babis. Dieser hatte erklärt, dass möglicherweise nur noch bei ernsten Erkrankungsfällen die Infektionsketten zurückverfolgt werden sollen. Eine Entscheidung darüber könne bereits Ende der Woche fallen.

Chinas Präsident preist Vorgehen in der Coronakrise

 11.17 Uhr: Chinas Präsident Xi Jinping hat bei einer Veranstaltung zu Ehren der "Helden" der Coronakrise das Vorgehen seines Landes während der Pandemie gelobt. "Wir haben einen außerordentlichen und historischen Test bestanden", sagte Xi. Im "Kampf des Volkes gegen das Coronavirus" habe China schnell Erfolge erzielt. Nun führe das Land die wirtschaftliche Erholung weltweit an, sagte Xi. International steht China in der Kritik: Die USA und Australien warfen Peking vor, den Ursprung des Virus und das Ausmaß der Epidemie anfangs vertuscht zu haben.

Bei der Veranstaltung wurden vier "Helden" aus dem medizinischen Bereich geehrt. Der Whistleblower und junge Augenarzt Li Wenliang, der als einer der Ersten vor dem Coronavirus gewarnt hatte, daraufhin von den Behörden gegängelt wurde und Anfang Februar an der Infektion gestorben war, wurde nicht erwähnt.

Russland meldet mehr als 5000 Neuinfektionen

11.16 Uhr: Die russischen Behörden melden 5099 neue Infektionsfälle und 122 weitere Tote. Damit sind offiziell insgesamt 1,03 Millionen Erkrankungen und 17.993 Todesfälle verzeichnet.

Gastgewerbe erwartet 50 Prozent Umsatzminus

11.11 Uhr: Die Gastwirte in Deutschland befürchten wegen der Pandemie massive Umsatzeinbußen im laufenden Jahr. Trotz der zuletzt etwas anziehenden Geschäfte dürfte sich das Minus 2020 insgesamt auf knapp 50 Prozent belaufen, wie aus einer veröffentlichten Umfrage des Branchenverbands Dehoga hervorgeht. "Nach zehn Wachstumsjahren verzeichnet die Branche seit Anfang März Umsatzverluste historischen Ausmaßes", sagte Dehoga-Präsident Guido Zöllick. "Die Krise im Gastgewerbe ist noch längst nicht vorbei - trotz mancherorts gut gefüllter Biergärten und Ferienhotels." Fast 62 Prozent der Unternehmen bangten um ihre Existenz.

Die Lobby der Gastwirte fordert weitere Hilfen der Politik, um existenziell betroffene Firmen durch die Krise zu bringen. In der Dehoga-Umfrage gaben rund 65 Prozent der Betriebe an, dass die bisher von Bund und Ländern angebotenen Liquiditätshilfen und Kreditprogramme nicht ausreichten, um zu überleben.

Österreich will Skigebiete im Winter offenhalten

11.02 Uhr: Trotz der Coronakrise will Österreich die Skigebiete im kommenden Winter offenhalten. "Wir müssen in allen Bereichen unseres Lebens versuchen, ein so normales Leben wie möglich zu führen", betonte Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) bei einem Besuch in der slowenischen Hauptstadt Ljubljana. "Wintertourismus und Skifahren wird möglich sein."

Mit Blick auf die Skisaison verwies Kurz darauf, dass der Tourismus ein großer Wirtschaftsfaktor in Österreich sei. Es gehe um sehr viele Arbeitsplätze. Ein Konzept werde derzeit ausgearbeitet, sagte Kurz. Details nannte er nicht. Zugleich betonte er, dass es Après-Ski in der gewohnten Form nicht geben werde. Bei Partys im Skiort Ischgl hatten sich viele Touristen gerade auch aus Deutschland mit dem Virus angesteckt.

Jeder Fünfte war trotz Beschränkungen schon feiern

10.40 Uhr: Etwa jeder fünfte Mensch in Deutschland war trotz Pandemie einer Umfrage zufolge schon feiern. Wie das Magazin "Playboy" unter Berufung auf eine repräsentative Befragung im eigenen Auftrag mitteilte, belief sich der Anteil auf 21 Prozent. Zwei Drittel oder 64 Prozent davon feierten demnach während der Zeit der Corona-Beschränkungen bei sich zu Hause oder bei Freunden.

Mit 21 Prozent gab auch etwa ein Fünftel an, "heimlich organisierte Partys" in Städten oder in der Natur besucht zu haben. Insgesamt waren die Ergebnisse laut "Playboy" aber nicht mit einer Ablehnung der Schließungen von Klubs und Diskotheken zu verwechseln. Rund 87 Prozent befürworteten demnach den Lockdown der Partyszene. Knapp 90 Prozent unterstützten auch das Verbot von Großveranstaltungen.

Frankreich will Quarantäne von 14 auf 7 Tage verkürzen

10.22 Uhr: Frankreich will die Quarantänezeit für Infizierte und ihre Kontaktpersonen von derzeit 14 auf 7 Tage reduzieren. Gesundheitsminister Olivier Véran kündigte für Freitag einen Kabinettsbeschluss dazu an. Der wissenschaftliche Beirat der Regierung habe der Verkürzung zugestimmt, sagte er dem Radiosender France Inter. Auch in Deutschland ist eine kürzere Quarantänezeit im Gespräch.

Mit der Verkürzung will die Regierung eine bessere Akzeptanz der Selbstisolation erreichen: "Ein großer Anteil der Franzosen hält sich nicht an die Quarantäne", sagte der Gesundheitsminister.

Japans Olympia-Ministerin will Spiele 2021

Ob die Pandemie besiegt ist oder nicht - die verschobenen Olympischen Sommerspiele von Tokio sollen 2021 definitiv stattfinden

Ob die Pandemie besiegt ist oder nicht - die verschobenen Olympischen Sommerspiele von Tokio sollen 2021 definitiv stattfinden

Foto:

Ramiro Agustin Vargas Tabares/ dpa

09.34 Uhr: Nach Auffassung von Japans Olympia-Ministerin Seiko Hashimoto sollten die wegen der Pandemie aufs nächste Jahr verschobenen Sommerspiele in Tokio "um jeden Preis" stattfinden. "Ich möchte alle unsere Anstrengungen auf Maßnahmen gegen das Coronavirus richten", sagte die Ministerin in Tokio. Alle Beteiligten arbeiteten zusammen, um die Spiele vorzubereiten, und auch die Athleten stellten sich unter den ihnen gegebenen Umständen auf das nächste Jahr ein. "Ich denke, wir sollten die Spiele um jeden Preis abhalten", so Hashimoto.

Sie reagierte damit auf Äußerungen von IOC-Vizepräsident John Coates, wonach die Spiele in Tokio wie geplant ab dem 23. Juli 2021 mit oder ohne Coronavirus stattfinden.

Stadien in Italien bleiben bis Anfang Oktober geschlossen

09.29 Uhr: Der Saisonstart in der italienischen Serie A Mitte September findet definitiv ohne Zuschauer statt. Die Fußballstadien in dem Land, das zu Beginn der Pandemie besonders stark von der Verbreitung des Coronavirus betroffen war, bleiben bis mindestens 7. Oktober für Zuschauer geschlossen. Das geht aus einem Dekret zur Verlängerung der Schutzmaßnahmen hervor, das Ministerpräsident Giuseppe Conte am späten Montagabend unterzeichnete. "Ich finde, die Öffnung wäre derzeit absolut unangemessen", hatte Conte bereits am vergangenen Wochenende zu einer möglichen Fan-Rückkehr gesagt. Die Saison in der Serie A beginnt am 19. September.

Einschränkungen sorgen für Anstieg der Arbeitskosten

09.27 Uhr: Arbeit in Deutschland hat sich im zweiten Quartal aufgrund der Einschränkungen - statistisch gesehen - deutlich verteuert. Die Kosten je geleisteter Arbeitsstunde stiegen nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 5,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum - und damit so stark wie noch nie zum Vorjahr seit dem Beginn der Erhebung dieser Daten im Jahr 1996.

Weil Firmen ihren Betrieb herunterfuhren und Arbeitnehmer in Zwangsurlaub schickten oder Eltern wegen geschlossener Kitas und Schulen Kinder zeitweise zu Hause betreuen mussten, ging die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden in den Keller. Das verzerrt in gewisser Weise die Statistik. Dieser Effekt war bereits im ersten Quartal 2020 zu beobachten. Zum Vorquartal erhöhten sich die Arbeitskosten im Zeitraum April bis einschließlich Juni um 1,9 Prozent.

Neuer Höchstwert an Neuinfektionen in Israel

Ultraorthodoxe Juden tragen während eines Morgengebetes Gesichtsmasken

Ultraorthodoxe Juden tragen während eines Morgengebetes Gesichtsmasken

Foto:

Oded Balilty / AP

07.29 Uhr: Die Zahl der Neuinfektionen in Israel hat einen neuen Höchstwert erreicht. Das Gesundheitsministerium teilte mit, am Vortag seien 3392 neue Fälle registriert worden. Das ist der höchste Ein-Tages-Wert in dem Land seit Ausbruch der Pandemie. Der bisherige Rekord stammte vom 2. September mit 3173 neuen Fällen. Mit 463 Fällen ist nun auch die Zahl der Schwerkranken so hoch wie nie zuvor.

Politische Streitigkeiten behindern in Israel den effektiven Kampf gegen das Coronavirus. Statt ursprünglich vorgesehener Lockdowns in 40 Ortschaften mit besonders hohen Infektionszahlen sollen dort von Dienstagabend an lediglich nächtliche Ausgangssperren verhängt werden. Diese sollen von 19.00 Uhr bis 5.00 Uhr morgens (Ortszeit) gelten.

Indien meldet so viele Tote an einem Tag wie seit Juli nicht mehr

07.07 UhrIndien meldet 1133 weitere Corona-Todesfälle binnen 24 Stunden - so viele wie nie an einem einzigen Tag seit mehr als einem Monat. Insgesamt sind in dem Land nach Angaben des Gesundheitsministeriums nunmehr 72.775 Menschen nach einer Corona-Ansteckung gestorben. Die Zahl der Infektionen steigt um 75.809 auf 4,28 Millionen. Nach den USA ist das weltweit die höchste Zahl.

Schecks mit US-Hilfen an mehr als hundert Österreicher gesandt

07.00 Uhr: Von US-Präsident Donald Trump unterzeichnete Schecks zur Bekämpfung der wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise sollen nicht nur bei US-Bürgern, sondern auch bei Österreichern gelandet sein. Mehr als 100 solcher Schecks über jeweils 1200 Dollar sind nach Angaben des ORF inzwischen bei Banken eingelöst worden.

Zu den Empfängern zählt auch ein Rentner aus Linz in Oberösterreich, der für kurze Zeit in den USA gearbeitet hatte. Er habe zuerst an einen schlechten Scherz geglaubt, sagte der Mann in der ORF-Nachrichtensendung "ZiB2". Die Bank habe die Echtheit des Schecks aber überprüft, und wenig später habe er das Geld auf dem Konto gehabt. Grund des Geldsegens könnte eine Datenpanne bei den amerikanischen Behörden sein.

Die Hilfsschecks waren Ende März im Zuge des größten Rettungspakets der US-Geschichte beschlossen worden. Das Geld sollte inmitten der Coronavirus-Pandemie Menschen vor möglichen finanziellen Engpässen bewahren und den Konsum unterstützen. Menschen mit einem Jahresgehalt von bis zu 75.000 Dollar erhielten Schecks von 1200 Dollar, berufstätige Paare mit einem Gehalt bis 150.000 Dollar entsprechend 2400 Dollar.

Irrtümlich gingen auch Zahlungen an mehr als eine Million Tote. Offenbar hatten das Finanzministerium und die Steuerbehörde vor dem Verschicken der Hilfe-Schecks nicht ihre Daten mit den Verstorbenenmeldungen der Sozialversicherungsbehörde abgeglichen.

Für Kritik hatte damals gesorgt, dass auf die Schecks der Name von US-Präsident Donald Trump gedruckt wurde. So etwas hatte es bei Auszahlungen der Steuerbehörde noch nie gegeben. Berichten zufolge verzögerte das Hinzufügen des Schriftzugs "Präsident Donald J. Trump" zudem die Ausstellung der Schecks um einige Tage.

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.
Externer Inhalt

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

1499 registrierte Neuinfektionen in Deutschland

06.18 Uhr: Die Gesundheitsämter in Deutschland haben innerhalb eines Tages 1499 neue Corona-Infektionen gemeldet. Seit Beginn der Coronakrise haben sich nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI)  mindestens 252.298 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 8.9., 0 Uhr). Bis Dienstagmorgen hatten etwa 226.500 Menschen die Infektion überstanden. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt bei 9329. Seit dem Vortag wurden vier weitere Todesfälle gemeldet.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Mitteilung vom Montag bei 1,12 (Vortag: 1,1). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwas mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Ärzte für "kluge Konzepte" zur Stärkung der Gesundheitsämter

04.40 Uhr: Die Bundesärztekammer dringt auf konkrete nächste Schritte, um eine Stärkung der Gesundheitsämter voranzubringen. "Wir begrüßen sehr, dass Bund und Länder mit dem Pakt für den Öffentlichen Gesundheitsdienst ein bisher beispielloses Hilfspaket für mehr Personal und bessere digitale Ausstattung geschnürt haben", sagte Ärztepräsident Klaus Reinhardt der dpa. "Aber niemand sollte glauben, dass sich die Besetzung von 5000 neuen Stellen einfach beschließen lässt." Für den Ausbau des ärztlichen Personals in den Ämtern brauche es kluge und nachhaltige Konzepte.

Reinhardt warb vor einer Videokonferenz von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) zur Lage der Gesundheitsämter für einen eigenständigen Tarifvertrag für Ärzte für den Öffentlichen Gesundheitsdienst. Für eine dauerhaft bessere Personalausstattung sei eine tariflich gesicherte, arztspezifische Vergütung dringend erforderlich. "Nur so können Gesundheitsämter mit anderen medizinischen Einrichtungen um hoch motivierte Ärztinnen und Ärzte konkurrieren." Neben dem personellen Ausbau müsse die digitale Vernetzung absolute Priorität haben. Nötig seien "einheitliche und vor allem schnelle Meldeketten".

Japan investiert über sechs Milliarden Dollar in Impfstoffe

04.25 Uhr: Japan genehmigt nach Angaben des Finanzministeriums Ausgaben für Coronavirus-Impfstoffe in Höhe von 6,32 Milliarden Dollar. Die Regierung hatte zuvor angekündigt, bis Mitte nächsten Jahres ausreichend Impfstoffe für die gesamte Bevölkerung zu sichern und diese kostenlos zur Verfügung zu stellen.

Brasilien meldet über 10.000 Neuinfektionen

04.15 Uhr: Brasilien meldet binnen 24 Stunden 10.273 positiv auf das Coronavirus getestete Fälle. Weitere 310 Menschen sind an oder mit dem Virus gestorben, teilt das Gesundheitsministerium mit. Die lateinamerikanische Nation ist mit 4,15 Millionen festgestellten Infektionen und 126.960 Todesfällen weltweit nach den USA und Indien das am drittstärksten von der Pandemie betroffene Land.

pgo/cop/mjm/jpz/fdi/dpa/AFP/Reuters
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.