Corona-News am Dienstag Israel verschärft Corona-Regeln wegen Delta-Variante

Quarantäne für Einreisende, Veranstaltungen im Freien nur mit Maske: Israel verschärft seine Beschränkungen wegen der Delta-Ausbreitung. In den Niederlanden und in Spanien sinkt die Inzidenz hingegen. Der Überblick.
In Israel sollen nahezu alle Einreisende in Quarantäne gehen müssen

In Israel sollen nahezu alle Einreisende in Quarantäne gehen müssen

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Nir Alon / dpa

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+++ Neuinfektionen in Schottland erreichen neuen Höchstwert +++

17.50 Uhr: Die Zahl der innerhalb eines Tages gemeldeten Corona-Infektionen in Schottland ist auf den bislang höchsten Stand seit Beginn der Pandemie gestiegen. Am Mittwoch zählte die Gesundheitsbehörde 5021 nachgewiesene Neuinfektionen, wie aus den aktuellen Zahlen hervorgeht. Das entspricht dem höchsten Stand seit Beginn der Pandemie. Im vergangenen Winter, als die Krankenhäuser an ihre Belastungsgrenzen gerieten, lag die Zahl der Corona-Fälle im Schnitt bei rund 2500 Fällen pro Tag.

Die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon hatte bereits am Dienstag gewarnt, das Land befinde sich erneut an einem »zerbrechlichen und entscheidenden Moment« in der Pandemie, und die Wiedereinführung von Beschränkungen nicht ausgeschlossen. Seit einigen Wochen sind auch in Schottland die meisten Corona-Maßnahmen aufgehoben, allerdings gilt weiterhin eine Maskenpflicht an vielen Orten. Zudem machen Beobachter den Start des Schuljahres nach den Sommerferien für den Anstieg der Fallzahlen verantwortlich.

Drei Coronafällen in Bremen: DFB setzt Bayern-Pokalspiel ab

20.55 Uhr: Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat nach drei Coronafällen beim Oberligisten Bremer SV das für Freitagabend vorgesehene DFB-Pokalspiel gegen Rekordcupsieger Bayern München abgesetzt. »Hintergrund sind die behördlich angeordneten Quarantänemaßnahmen für den Bremer SV«, teilte der DFB am Dienstag mit.

Nach einem positiven Fall am Montag gab es noch zwei weitere positive Ergebnisse bei den Tests am Dienstagmorgen. »Die ganze Mannschaft muss deshalb für 14 Tage in Quarantäne«, sagte Lukas Fuhrmann, Sprecher des Bremer Gesundheitsamtes. Ausgenommen seien nur geimpfte Spieler.

Darüber hinaus muss auch die Auslosung der 2. Hauptrunde aufgrund der Zuordnung beider Vereine in verschiedene Lostöpfe verschoben werden. Über die Neuansetzung der Partie wird der Verband in Abstimmung mit beiden Vereinen schnellstmöglich entscheiden. »Wir unterhalten uns natürlich mit den Bayern und dem DFB. Und wir hoffen natürlich, dass wir in den nächsten Wochen einen Ersatztermin finden können. Mit den Bayern, dem DFB aber auch mit dem Weserstadion«, so Warnecke.

Infektionszahlen in Niederlanden gehen um 44 Prozent zurück

19.55 Uhr: In den Niederlanden ist die Zahl der Neuinfektionen in der zweiten Woche in Folge drastisch gesunken. In den vergangenen sieben Tagen wurden rund 21.000 Fälle gemeldet, etwa 44 Prozent weniger als in der Vorwoche, wie das Institut für Gesundheit und Umwelt RIVM am Dienstag mitteilte . Die Zahl der Patienten in den Krankenhäusern nimmt den Angaben zufolge nur noch leicht zu.

Die Sieben-Tage-Inzidenz lag den Angaben zufolge bei 121. Zum Vergleich: In Deutschland lag dieser Wert zuletzt bei 17,9. Deutschland hatte die Niederlande zum Hochrisikogebiet erklärt, nachdem Anfang Juli die Infektionen explosionsartig angestiegen waren mit Inzidenz-Werten von über 400.

Am Dienstag waren 2263 Fälle registriert worden. Eine Woche zuvor waren es noch fast 4000. Besonders stark betroffene Regionen sind Amsterdam, Rotterdam und Den Haag. 11,5 Prozent der neu infizierten Menschen war nach der Analyse des Instituts völlig geimpft.

Inzwischen sind zwei Drittel aller erwachsenen Niederländer vollständig geimpft, 85 Prozent der Erwachsenen haben zumindest eine Dosis erhalten.

Auch in Spanien schwächt sich der Inzidenzwert nach dem Höhepunkt neuer Infektionen mit der Deltavariante im vergangenen Monat weiter ab. Die Behörden melden einen Rückgang um 19 auf 674. Der Anteil an Klinik-Betten, die mit Coronapatienten belegt sind, fällt auf 8,7 Prozent gegenüber 8,9 Prozent am Montag.

Ärztevertreter beklagen »Demontage« der Stiko bei Impfung von Jugendlichen

19.38 Uhr: Die Entscheidung der Gesundheitsministerkonferenz, Jugendlichen ab zwölf Jahren verstärkt Corona-Impfungen anzubieten, sorgt weiter für Wirbel. In einer gemeinsamen Stellungnahme kritisierten der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte und der Virchowbund, in dem niedergelassene Ärzte und Ärztinnen organisiert sind, am Dienstag eine »Demontage« der Ständigen Impfkommission (Stiko) durch die Politik.

»Bei aller berechtigten Kritik an der Transparenz der Entscheidungen, der Kommunikation und Geschwindigkeit der Stiko lehnen wir den gestrigen faktischen Eingriff in die wissenschaftliche Unabhängigkeit ab und weisen ihn zurück«, erklärten die beiden Verbände. Die Stiko sei eine »bewährte Institution« und werde durch dieses Vorgehen geschwächt.

»In dieser Phase der Pandemie müssen wir in Deutschland alles tun, um die Impfbereitschaft gerade der Erwachsenen zu erhöhen«, erklärten die Ärzteverbände weiter. Es sei kontraproduktiv, die unabhängigen und wissenschaftlich begründeten Empfehlungen der Stiko in Frage zu stellen.

Die Gesundheitsministerinnen und -minister von Bund und Ländern hatten am Montagabend entschieden, Jugendlichen ab zwölf Jahren ein breites Angebot für Corona-Impfungen in Arztpraxen, Impfzentren und Schulen zu geben. Die Stiko empfiehlt die Impfung für Zwölf- bis 17-Jährige allerdings bisher nur bei Vorliegen besonderer Risiken. Eine überarbeitete Empfehlung wird im Laufe des Monats erwartet.

Ministerium schlägt Corona-Schutz für Herbst und Winter vor

18.45 Uhr: Aus Sicht des Bundesgesundheitsministeriums sind zur Eindämmung einer neuen großen Infektionswelle in den nächsten Monaten weitere Coronavorgaben erforderlich. Mit Blick auf Herbst und Winter brauche es weiterhin Schutzmaßnahmen, »um das Gesundheitswesen vor einer übermäßigen Belastung und die Personengruppen, die noch nicht geimpft werden können, vor einer möglichen folgenreichen Erkrankung zu schützen«, heißt es in einem Bericht des Ministeriums zum weiteren Vorgehen, der den Ländern und dem Bundestag zugesandt wurde. Er liegt der Deutschen Presse-Agentur vor.

Schutzmaßnahmen könnten aufgrund der fortgeschrittenen Impfkampagne, gleichwohl moderater ausfallen als im letzten Herbst und Winter. »Ein so einschneidender Lockdown wie in der zweiten und dritten Welle wird aller Voraussicht nach nicht notwendig sein«, heißt es im Bericht.

Konkret sei demnach neben einer hohen Impfquote »durchgängig und inzidenzunabhängig« das weitere Einhalten von Basis-Maßnahmen wie Abstand, Hygiene und Maskentragen nötig – und zwar überall dort, wo in geschlossenen Räumen viele Menschen zusammentreffen, bei denen der Impfstatus nicht bekannt ist, oder unter denen besonders verletzliche Personen sein könnten. Die Notwendigkeit zum verpflichtenden Tragen einer medizinischen Schutzmaske ergebe sich somit »bis ins Frühjahr 2022«, insbesondere im öffentlichen Nah- und Fernverkehr sowie im Einzelhandel – »für alle, auch für Geimpfte und Genesene«.

Berliner Polizei bereitet sich auf weiter Proteste gegen Coronapolitik vor

18.08 Uhr: Die Berliner Polizei bereitet sich auf weitere mögliche Versammlungen  von Gegnern der Coronapolitik am Mittwoch vor. Unter dem Motto: »Das Jahr der Freiheit und des Friedens – Das Leben nach der Pandemie« hatte eine Querdenken-Gruppe laut Polizei zu einer Demonstration am Mittwochnachmittag mit 10.000 Teilnehmern auf der Straße des 17. Juni aufgerufen. Die Beamten untersagen die Demonstration am Dienstag und kündigten an, das Verbot durchsetzen.

Bereits am Dienstag zeigten die Beamten vom Großen Stern bis zum Brandenburger Tor Präsenz. Für diese Woche gibt es weitere ähnliche Anmeldungen wie die vom Mittwoch.

Trotz eines Verbots großer Demonstrationen waren am Sonntag mehrere Tausend Menschen durch die Hauptstadt gezogen. Sie versammelten sich immer wieder in Gruppen in verschiedenen Teilen der Stadt, mehrfach kam es zu Auseinandersetzungen zwischen Protestierenden und Polizeikräften. Die Polizei leitete mindestens 503 Ermittlungsverfahren gegen Teilnehmer ein. Insgesamt hätten Einsatzkräfte knapp 1000 Personen »in ihrer Freiheit beschränken oder sie festnehmen« müssen, hieß es in einer Polizeibilanz am Montag. Mehr als 60 Polizistinnen und Polizisten seien bei Einsätzen zum Teil schwer verletzt worden.

Restaurants und Fitnessstudios in New York müssen Impfnachweise verlangen

17.01 Uhr: Für Aktivitäten drinnen – etwa in Restaurants, Fitnessstudios oder Kultureinrichtungen – muss in der Millionenmetropole New York künftig ein Impfnachweis erbracht werden. Das gelte ab Ende des Monats und auch für Mitarbeiter dieser Einrichtungen, verkündete Bürgermeister Bill de Blasio am Dienstag via Twitter:

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Mit der Maßnahme sollen die weitere Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus eingedämmt und zudem weitere Menschen dazu gebracht werden, sich impfen zu lassen. Rund zwei Drittel der Erwachsenen in der Metropole mit rund 8,5 Millionen Einwohnern sind bislang vollständig geimpft.

Erste EU-Gelder aus Corona-Wiederaufbaufonds fließen

17.02 Uhr: Die Europäische Kommission hat erste Gelder aus dem EU-Hilfsfonds gegen die wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise ausgezahlt. Belgien, Luxemburg und Portugal erhielten als erste Mitgliedstaaten eine Vorfinanzierung, wie die Brüsseler Behörde am Dienstag mitteilte. Demnach bekamen die drei Länder einen Betrag von 13 Prozent der ihnen jeweils zugesprochenen Gesamtsumme im Rahmen des Corona-Hilfsfonds.

Nach Angaben der Kommission gingen 770 Millionen Euro an Belgien, 12,1 Millionen Euro an Luxemburg und 2,2 Milliarden Euro an Portugal. Die Reihenfolge der Auszahlungen an die Mitgliedstaaten hänge von der Geschwindigkeit ab, mit der die jeweiligen Regierungen ihre Vereinbarungen umsetzen könnten, sagte eine Kommissionssprecherin am Dienstag: »Für manche Mitgliedstaaten ist das eine Frage von Tagen, für andere Mitgliedstaaten könnte es länger dauern.«

Die beispiellose Wiederaufbauhilfe mit einem Gesamtumfang von 672 Milliarden Euro hatten die EU-Staats- und Regierungschefs im vergangenen Jahr auf den Weg gebracht. Deutschland stehen aus dem Topf bis zu 25,6 Milliarden Euro an Zuschüssen zu, die nicht zurückgezahlt werden müssen.

Kinderschutzbund warnt vor Druck auf Jugendliche zur Corona-Impfung

16.33 Uhr: Nach dem Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz für mehr Corona-Impfangebote für Jugendliche ab zwölf Jahren hat sich der Deutsche Kinderschutzbund besorgt geäußert. »Die derzeitige Debatte über das Impfen von Kindern und Jugendlichen entgegen der Empfehlung der Stiko verunsichert die Familien«, sagte Verbandspräsident Heinz Hilgers den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland. Diese Verunsicherung könne schnell in Misstrauen umschlagen.

»Sollten sich Jugendliche impfen wollen und ihre Eltern einverstanden sein, begrüße ich es, wenn sie sich nach ärztlicher Beratung impfen lassen und wenn dafür gut zugängliche Angebote geschaffen werden«, sagte Hilgers. »Die Jugendlichen sollen sich aber nicht dazu unter Druck gesetzt fühlen.« Der Fokus sollte derzeit stärker auf den impfunwilligen Erwachsenen liegen.

Schottland hebt Großteil der Corona-Beschränkungen am 9. August auf

16.06 Uhr: Nach England will auch Schottland den Großteil seiner verbleibenden Corona-Beschränkungen am kommenden Montag aufheben. Das gab Regierungschefin Nicola Sturgeon in Edinburgh bekannt. So muss etwa in Pubs, Restaurants oder bei Konzerten ab dem 9. August kein verpflichtender Abstand mehr gehalten werden, sodass Kapazitäten wieder voll ausgeschöpft werden können.

Vollständig Geimpfte müssen nicht mehr in Quarantäne, wenn sie mit einem Infizierten in Kontakt gekommen sind. Auch Kontaktbeschränkungen wird es keine mehr geben.

Allerdings geht man in Schottland trotzdem nicht ganz so viel Risiko ein wie in England: So bleiben Schutzmasken in vielen öffentlichen Räumen weiterhin Pflicht. Sturgeon warnte, Corona stelle das Land noch immer vor Herausforderungen. »Freiheit oder Sieg über das Virus auszurufen, ist aus meiner Sicht verfrüht«, erklärte die Chefin der Schottischen Nationalpartei (SNP) – ein Seitenhieb auf den »Freedom Day«, den der britische Premierminister Boris Johnson im Juli für England ausgerufen hatte.

Lambda-Variante weist mögliche Resistenz gegen Impfstoffe auf

15.43 Uhr: In Südamerika breitet sich die Lambda-Variante weiter aus. Untersuchungen in Japan zeigen: Die Mutante könnte gegen Antikörper resistent sein. Forscher fordern, Lambda als besorgniserregende Variante einzustufen.

Präsident Macron wirbt für Impfung – und warnt vor »Fehlinformationen«

15.33 Uhr: Nach Tagen des Protests in Frankreich wendet sich Präsident Emmanuel Macron via Social Media an die Bürger: Wer Fragen zur Impfung und zu seiner Politik habe, solle sich doch direkt an ihn wenden. Von Fort de Bregancon, der Sommerresidenz des Präsidenten, verspricht Macron, im Video lässig mit schwarzem T-Shirt, er werde in der kommenden Woche die Fragen beantworten. Vorweg schon dies: »Die Impfung ist die einzige Waffe, die wir im Kampf gegen COVID-19 haben.«

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In seinem Instagram-Video geht Macron auf die Ängste der Bürger ein: »Mir ist klar, dass viele von Ihnen sich fragen, was zu tun ist, Dass viele Sorgen haben. Leider hören viele von Ihnen falsche Informationen oder Gerüchte und manchmal sogar regelrechten Nonsens.« Deshalb sein Appell: »Dann los, stellen Sie mir Ihre Fragen, und ich werde mich bemühen, in meinen Antworten so klar und deutlich zu sein wie möglich.«

Der Protest in Frankreich hatte sich gegen eine Verschärfung der Corona-Regeln gerichtet, die am 9. August in Kraft treten soll und eine Corona-Impfpflicht für Gesundheits- und Pflegekräfte sowie Feuerwehrleute und andere Rettungskräfte vorsieht. Anders als ursprünglich von der Regierung gewollt, droht Impfverweigerern in diesen Berufen allerdings nicht die Entlassung, sondern nur eine Aussetzung des Gehalts.

Beschlossen wurde auch eine Ausweitung des Gesundheitspasses, der Aufschluss über eine Impfung oder einen Negativ-Test gibt. Dabei soll nun erstmals eine Testpflicht für Ungeimpfte in Gaststätten und Fernzügen sowie Messen und Jahrmärkten greifen.

Gericht kippt Schließung von Discos bei Inzidenz über 10

15.00 Uhr: Das niedersächsische Oberverwaltungsgericht in Lüneburg hat die coronabedingte Schließung von Diskotheken, Clubs und Shisha-Bars ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 10 außer Vollzug gesetzt. Der Beschluss ist unanfechtbar, wie das Gericht am Dienstag mitteilte.

Az.: 13 MN 352/21

Die Antragstellerin, die eine Shisha-Bar in Delmenhorst betreibt, hatte in einem Normenkontroll-Eilantrag argumentiert, die Schließung sei unverhältnismäßig. Nach den vom Robert Koch-Institut (RKI) aufbereiteten Daten spiele das Infektionsumfeld Gaststätte oder Shisha-Bar nur eine untergeordnete Rolle. Darüber hinaus seien die Inzidenzwerte willkürlich gewählt und nicht mehr hinreichend aussagekräftig, da sie die notwendigen Parameter nur unzureichend berücksichtigten.

Der Senat entsprach dem Antrag: Bei der Schließung der Einrichtungen handele es sich nicht um eine notwendige Schutzmaßnahme im Sinne des Infektionsschutzgesetzes. Weitere Äntrage von Diskotheken- und Shisha-Bar-Betreibern sind damit gegenstandslos geworden.

Rekordzahl von mehr als 39.000 Corona-Neuinfektionen in Iran

14.57 Uhr: Wie Irans Gesundheitsbehörden mitteilten, wurden in den vergangenen 24 Stunden 39.019 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet – so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie. 378 weitere Menschen seien an Covid-19 gestorben.

Der Iran ist das am schlimmsten von der Pandemie betroffenen Land der Region, nach offiziellen Angaben starben bereits mehr als 91.000 Menschen an den Folgen einer Corona-Infektion. Allerdings räumen selbst die iranischen Gesundheitsbehörden ein, dass die Dunkelziffer vermutlich viel höher liegt.

Derzeit kämpft das Land gegen eine schwere neue Corona-Welle, die durch die hochansteckende Delta-Variante befeuert wird. Ende Juli hatte die Regierung in der Hauptstadt Teheran und in der angrenzenden Provinz Alburs einen kurzen Lockdown verhängt. Behörden und Banken blieben knapp eine Woche geschlossen.

Deutscher Bundespolizist kontrolliert an der Grenze zu Österreich auf der A93 Impfpässe

Deutscher Bundespolizist kontrolliert an der Grenze zu Österreich auf der A93 Impfpässe

Foto: Matthias Balk / dpa

616 Verstöße gegen neue Einreise-Regeln

14.55 Uhr: Die Bundespolizei hat bei den Einreisekontrollen am vergangenen Wochenende nur in sehr geringem Umfang Verstöße festgestellt. Unter insgesamt rund 155.000 kontrollierten Einreisenden seien am Samstag und Sonntag nur bei 616 Menschen fehlende oder fehlerhafte Impf-, Test- oder Genesenennachweise festgestellt worden, teilte die Bundespolizei am Dienstag in Potsdam mit. In diesen Fällen seien die Gesundheitsämter der Bundesländer informiert worden, die nun Bußgelder prüften.

Die Zahl der Beanstandungen entspreche lediglich etwa 0,4 Prozent der Kontrollierten, erklärte die Bundespolizei. Die Beamten hätten auch in mehr als 68.000 Fällen geprüft, ob die digitale Einreiseanmeldung vorlag und korrekt ausgefüllt wurde. In lediglich rund hundert Fällen sei diese fehlerhaft gewesen.

USA haben mehr als 110 Millionen Impfdosen gespendet

14.43 Uhr: Die USA haben bislang mehr als 110 Millionen Dosen an Corona-Impfstoffen an mehr als 60 Länder gespendet. Das teilte das Weiße Haus am Dienstag mit. Nach Angaben der Vereinten Nationen seien dies mehr Impfstoff-Spenden als von allen anderen Ländern zusammengenommen. Die Mehrheit der Vakzine sei über das Impfprogramm Covax verteilt worden.

Laut einer Aufstellung des Weißen Hauses gingen unter anderem

Die 110 Millionen Dosen seien nur ein Anfang, hieß es weiter. Ab Ende August solle die Auslieferung der 500 Millionen Impfdosen des Herstellers Pfizer /Biontech an 100 ärmere Länder beginnen. US-Präsident Joe Biden hatte dieses Vorhaben kurz vor dem G7-Gipfel in Großbritannien verkündet. Damals hatte die Regierung erklärt, 200 Millionen Dosen sollten zwischen August und Jahresende geliefert werden, die übrigen 300 Millionen bis Juni 2022.

Erwerbstätige weniger besorgt um Job – aber unzufriedener mit Politik

14.36 Uhr: Viele Berufstätige in Deutschland durchleben den zweiten Sommer unter Pandemie-Bedingungen mit gemischten Gefühlen: Zwar machten sich weniger Menschen Sorgen um ihren Arbeitsplatz, immer mehr Erwerbstätige waren jedoch unzufrieden mit dem Krisenmanagement der Politik, wie die Hans-Böckler-Stiftung am Dienstag anlässlich der Veröffentlichung einer Studie mitteilte.

Die Ergebnisse stammen aus einer Erwerbstätigenbefragung, die das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) der Böckler-Stiftung seit Frühjahr 2020 vornimmt. Für die Studie wurden Ende Juni bis Mitte Juli rund 5000 Erwerbstätige und Arbeitssuchende befragt. Dieselbe Gruppe von Probanden war bereits im April, Juni und im November 2020 sowie im Januar 2021 interviewt worden. Die Befragung ist den Angaben zufolge repräsentativ.

Demnach sank der Anteil derer, die um ihren Arbeitsplatz fürchteten, von 13 Prozent im November 2020 auf acht Prozent im Juli 2021. Während im Januar 68 Prozent der Befragten angaben, sich in ihrer familiären oder Gesamtsituation »äußerst« oder »stark« belastet zu fühlen, waren es im Juli noch 47 Prozent.

Trotz abnehmender Sorgen stieg die Unzufriedenheit mit der Politik. Im Juli 2021 äußerten sich 59 Prozent der Befragten kritisch zum politischen Krisenmanagement, ein Zuwachs von 15 Prozentpunkten im Vergleich zum November 2020 und 26 Prozentpunkte mehr als im Sommer 2020. Teilweise könne die wachsende Unzufriedenheit mit Lücken im Sozialsystem erklärt werden, die durch die Pandemie sichtbar geworden seien, hieß es dazu.

BVB-Profi Meunier positiv getestet

12.42 Uhr: Der Dortmunder Fußballprofi Thomas Meunier ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Wie der Bundesligist am mitteilte , befindet sich der belgische Nationalspieler deshalb in häuslicher Isolation. Der 29 Jahre alte EM-Teilnehmer war nach seinem Sonderurlaub in der Vorwoche in die Vorbereitung gestartet.

Vor dem Trainingslager in Bad Ragaz hatte der Außenverteidiger zwei Tests und vor dem Rückflug aus der Schweiz Richtung Dortmund einen weiteren Test absolviert, die allesamt negativ ausgefallen waren. »Nach den freien Tagen fiel der Test vor dem Einstieg in die Trainingswoche nun positiv aus«, hieß es in der BVB-Mitteilung.

Thomas Meunier (Archivbild)

Thomas Meunier (Archivbild)

Foto: Revierfoto / imago images/Revierfoto

52,6 Prozent der Deutschen vollständig gegen das Coronavirus geimpft

12.26 Uhr: Die Quote der vollständig gegen das Coronavirus geimpften Menschen in Deutschland steigt nur langsam. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts  (RKI) lag sie zuletzt bei 52,6 Prozent der Bevölkerung, nach 52,3 Prozent am Vortag. Insgesamt wurden zuletzt 274.941 Dosen verabreicht, wie aus den Daten hervorgeht.

Höhepunkt war der 9. Juni mit mehr als 1,4 Millionen Dosen. Gerade bei den Erstimpfungen geht es derzeit nur langsam voran – daher hatte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) die Bürger nochmals ermuntert, sich möglichst bald impfen zu lassen. Die höchsten Quoten der vollständig Geimpften in den 16 Bundesländern gibt es in Bremen (62,1 Prozent) und im Saarland (56,3 Prozent).

Menschenmassen an der Shinagawa Station in Tokio (Archivbild): Binnen 24 Stunden 3709 Neuinfektionen in der Olympiastadt

Menschenmassen an der Shinagawa Station in Tokio (Archivbild): Binnen 24 Stunden 3709 Neuinfektionen in der Olympiastadt

Foto: Kevin Coombs / REUTERS

Erneut mehr als 3000 Corona-Infektionen in Tokio

12.15 Uhr: In der Olympia-Stadt Tokio steigt die Zahl der Corona-Neuinfektionen weiter an. Die Stadt registrierte am Dienstag binnen 24 Stunden 3709 Neuinfektionen. Im Vergleich zum Dienstag der Vorwoche sind das 861 Infektionen mehr. Sieben Menschen starben.

In Tokio und anderen Präfekturen gilt noch bis 31. August ein Notstand. So sollen Restaurants und Bars keinen Alkohol ausschenken und früher schließen. Kritiker halten dies für nicht mehr ausreichend, um einen drohenden Kollaps des Gesundheitssystems zu verhindern. In der Regierung wird inzwischen über härtere Maßnahmen wie Ausgangssperren nachgedacht. Einen Lockdown wie in anderen Ländern hat Japan bisher nicht verhängt.

Sächsische Impfkommission verteidigt Impfempfehlung für Kinder ab 12

11.12 Uhr: Der Vorsitzende der sächsischen Impfkommission, Thomas Grünewald, hat die Empfehlung für eine Corona-Schutzimpfung für alle Kinder ab zwölf Jahren verteidigt. »Der individuelle Nutzen für ein Kind ist deutlich größer als der Schaden oder die Probleme, die eine Impfung anrichten kann«, sagte der Experte der Leipziger Volkszeitung (LVZ). Grundlage seien neue Daten aus Ländern wie den USA oder Israel, wo seit Langem auch ab 12 Jahren geimpft wird.

»Wir können die Impfung nun guten Gewissens empfehlen«, sagte Grünewald. Auch die Ständige Impfkommission (Stiko) prüfe die Daten gründlich und werde noch Ergebnisse aus Deutschland und Europa hinzuziehen. »Doch in Sachsen sind wir vielleicht etwas elastischer als auf Bundesebene.«

Schweden rechnet mit Auffrischimpfung gegen Covid-19 im nächsten Jahr

10.23 Uhr: Einem größeren Anteil der schwedischen Bevölkerung wird im nächsten Jahr voraussichtlich eine weitere Dosis einer Corona-Impfung angeboten. Wie umfangreich geimpft werden soll, sei aber noch unklar und hänge unter anderem von möglichen neuen Virusvarianten sowie davon ab, was Studien über die Schutzwirkung der Impfstoffe im Laufe der Zeit zeigen, teilte die Gesundheitsbehörde mit. Bestimmte Risikogruppen könnten möglicherweise schon in diesem Herbst eine dritte Impfdosis erhalten.

»Die Einschätzung ist, dass es nicht möglich ist, das Virus auszurotten«, erklärte der schwedische Staatsepidemiologe Anders Tegnell. »Deshalb sollte die Impfarbeit langfristig angelegt sein.«

Immer mehr Menschen sind mit dem Krisenmanagement der Bundesregierung unzufrieden

9.30 Uhr: Die Unzufriedenheit mit dem Corona-Krisenmanagement der Bundesregierung hat einer Umfrage zufolge in den vergangenen Monaten deutlich zugenommen. Bei einer repräsentativen Umfrage der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung gaben im Juli fast 60 Prozent der befragten Erwerbstätigen an, sie seien weniger oder gar nicht zufrieden mit den aktuellen Leistungen der Regierung bei der Pandemiebekämpfung. Zum Vergleich: Im November vergangenen Jahres war nicht einmal die Hälfte (44 Prozent) der Befragten unzufrieden mit den Leistungen der Politik, im Sommer 2020 sogar nur jeder Dritte.

Spahn verteidigt Entscheidung zu Impfangebot für Kinder und Jugendliche

9.25 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die Entscheidung von Bund und Ländern verteidigt, allen Kindern und Jugendlichen ab zwölf Jahren eine Coronaimpfung anzubieten. Spahn betonte am Dienstag im RBB-Inforadio, dass die Impfung freiwillig bleibe. Es gebe dabei auch keinen Widerspruch zur Ständigen Impfkommission (Stiko).

Die Übersterblichkeit ist in Deutschland geringer als in Nachbarländern

9.06 Uhr: Ein deutsch-israelisches Forscherteam hat die Sterbedaten während der Coronapandemie von rund 100 Ländern in vergleichbarer Form aufbereitet. Ein Ergebnis: Die Übersterblichkeit – die Zahl der Toten über die gewöhnlich zu erwartende Sterblichkeit hinaus – lag in Deutschland unter denen seiner europäischen Nachbarländer.

Mit rund 50 zusätzlichen Toten pro 100.000 Einwohner habe Deutschland in der Pandemie eine viel geringere Übersterblichkeit als umliegende europäische Länder (Niederlande: 110; Belgien: 140; Frankreich: 110; Schweiz: 100; Österreich: 110, Tschechien: 320; Polen: 310) – ausgenommen Dänemark, das keine Übersterblichkeit verzeichnet habe. Die Ergebnisse des Forscherteams von der Universität Tübingen und der Hebräischen Universität Jerusalem wurden online im Fachjournal »eLife« veröffentlicht.

Aiwangers Impfkritik stößt bei Deutschen mehrheitlich auf Ablehnung

8.09 Uhr: Die Impfkritik des stellvertretenden bayerischen Ministerpräsidenten Hubert Aiwanger trifft in der Bevölkerung mehrheitlich auf Ablehnung. Knapp zwei Drittel der Deutschen (63,3 Prozent) finden seine impfkritischen Äußerungen falsch, wie eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag der »Augsburger Allgemeinen« ergab. 28,4 Prozent können Aiwangers Aussagen hingegen nachvollziehen. Der Rest ist unentschlossen, was er von den Aussagen hält.

Offenbar 2,3 Millionen ungenutzte Impfdosen in NRW

7.52 Uhr: Im nordrhein-westfälischen Zentrallager für Coronaimpfstoffe liegen einem Medienbericht zufolge 2.308.780 Impfdosen, für die es in NRW aktuell keine Interessenten gebe. Das habe eine Inventur im Auftrag des Düsseldorfer Gesundheitsministeriums ergeben, berichtete das »Westfalen-Blatt« (Dienstagsausgabe). Der Lagerbestand sei durch Zuweisungen des Bundes entstanden, die sich nach der Einwohnerzahl gerichtet hätten. Das Impfinteresse habe aber in Teilen der Bevölkerung nachgelassen.

RKI registriert 1766 Neuinfektionen

7.06 Uhr: Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist erneut leicht gestiegen und liegt nun bei 17,9. Wie das Robert Koch-Institut am Dienstagmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden binnen 24 Stunden 1766 Neuinfektionen sowie 19 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 registriert. Vor einer Woche lag die Inzidenz noch bei 14,5.

Corona-Station in Wuhan: Elf Millionen Einwohner zum Test, bitte!

Corona-Station in Wuhan: Elf Millionen Einwohner zum Test, bitte!

Foto: STR / AFP

Wuhan testet alle Einwohner auf das Coronavirus

6.47 Uhr: Rund ein Jahr nach dem Auftreten der letzten Coronainfektionen in der chinesischen Stadt Wuhan haben die Behörden Massentests für alle Einwohner angekündigt. Wie der Behördenvertreter Li Tao am Dienstag mitteilte, sollen nach sieben gemeldeten Coronafällen in Wuhan alle elf Millionen Bewohner der Stadt »rasch« auf das Virus getestet werden. Die jüngsten Infektionen seien bei Wanderarbeitern festgestellt worden.

Die chinesische Regierung verfolgt eine sogenannte Null-Covid-Strategie: Im Kampf gegen den größten Corona-Ausbruch seit Monaten wurden mehrere Städte unter einen strikten Lockdown gestellt, Reisebeschränkungen für das Inland verhängt und zahlreiche Menschen auf das Virus getestet. Am Dienstag meldeten die Gesundheitsbehörden landesweit 61 Neuinfektionen.

Gesundheitsminister wollen Impfangebote für Kinder und Jugendliche ausweiten

6.34 Uhr: Mit einem breiteren Impfangebot für Kinder und Jugendliche wollen die Gesundheitsminister von Bund und Ländern den Kampf gegen die weitere Ausbreitung des Coronavirus forcieren. Die Ressortchefs beschlossen am Montagabend einstimmig, in allen Ländern Impfungen für 12- bis 17-Jährige auch in regionalen Impfzentren anzubieten – so wie es in Arztpraxen bereits möglich ist. Ab September sollen Risikogruppen wie Alte und Pflegebedürftige zudem erste Auffrischimpfungen bekommen können.

WHO drängt zur Beschleunigung der Impfkampagne in Tunesien

6.20 Uhr: Die Delta-Variante ist für mehr als 90 Prozent der Coronafälle in Tunesien verantwortlich. Nun drängt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) darauf, die Corona-Impfkampagne in dem Land zu beschleunigen.

»Wir haben das Gefühl, dass der Höhepunkt« der jüngsten Welle »überschritten sein könnte«, sagte der WHO-Vertreter für Tunesien, Yves Souteyrand. Die Herausforderung bestehe nun darin, »die Impfkampagne zu beschleunigen«.

In den vergangenen sieben Tagen verzeichnete das nordafrikanische Land mit 10,64 Todesfällen pro 100.000 Einwohner die weltweit höchste Pro-Kopf-Sterberate.

Kinderärzte drängen Stiko zu Neubewertung von Kinder-Impfempfehlung

5.18 Uhr: Der Präsident des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte, Thomas Fischbach, hat die Ständige Impfkommission (Stiko) dazu aufgerufen, die Impfempfehlung für Kinder neu zu bewerten.

»Bereits heute dürfen Ärztinnen und Ärzte nach intensiver Aufklärung Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren impfen«, sagte Fischbach der »Rheinischen Post«. »Ich persönlich bin ein Befürworter dieser Impfungen. Das Risiko von Nebenwirkungen durch die Impfung ist extrem gering, das zeigen alle Daten aus anderen Ländern.« Daher wünsche er sich »eine zeitnahe Neubewertung durch die Stiko«.

Die Europäische Arzneimittelbehörde Ema hatte im Mai den Covid-19-Impfstoff von Biontech/Pfizer für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren zugelassen, zuletzt folgte auch die Freigabe für Moderna. Für Deutschland empfiehlt die Stiko die Impfung trotz heftigen politischen Drucks bisher jedoch nur vor allem Kindern und Jugendlichen mit bestimmten Vorerkrankungen wie Diabetes oder Adipositas, die ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf haben.

USA verfehlen Impfziel

5.15 Uhr: Mit rund einem Monat Verspätung haben die USA ein von US-Präsident Joe Biden ausgerufenes Impfziel erreicht. Mit Stand Montag haben 70 Prozent aller Erwachsenen mindestens eine Impfdosis erhalten, wie aus Daten der Gesundheitsbehörde CDC hervorgeht. Eigentlich sollte diese Marke bereits am Unabhängigkeitstag am 4. Juli erreicht werden. Das Ziel wurde damals jedoch trotz zahlreicher Impfanreize und eines großen Vorrats an Impfstoffen verfehlt.

Qantas beurlaubt 2500 Angestellte

4.50 Uhr: Aufgrund des starken Rückgangs an Inlandsflügen während der Coronapandemie will die australische Fluggesellschaft Qantas 2500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beurlauben. Wie das Unternehmen mitteilte, betrifft die Maßnahme Piloten, Flugbegleiter und Flughafenmitarbeiter von Qantas und der Tochtergesellschaft Jetstar. Die Beurlaubung soll ab Mitte August beginnen und etwa zwei Monate dauern.

»Das ist natürlich das Letzte, was wir tun wollen, aber wir stehen jetzt vor einer längeren Zeit mit reduziertem Flugbetrieb, und das bedeutet keine Arbeit für eine Reihe unserer Mitarbeiter«, erklärte Qantas-Chef Alan Joyce. Das Personal werde noch zwei Wochen lang bezahlt, bis die Änderung in Kraft trete.

Kritik an geplanter Geburtstagsfeier von Obama

3.28 Uhr: Berichte über eine geplante Geburtstagsfeier des früheren US-Präsidenten Barack Obama mit angeblich Hunderten geladenen Gästen sorgen wegen steigender Coronazahlen in den USA für Aufsehen. »Diese Veranstaltung findet allen öffentlichen Berichten zufolge im Freien statt«, sagte die Sprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki. Sie reagierte damit auf die Frage eines Reporters, ob Obama mit einer großen Feier in diesen Zeiten nicht ein falsches Signal senden würde. Psaki nannte keine weiteren Details zu der Feier und verwies auf Obamas Büro.

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Zuvor hatten mehrere US-Medien berichtet, Obama plane anlässlich seines 60. Geburtstags am Wochenende eine große Feier auf der Atlantikinsel Martha's Vineyard. Auf der Nachrichtenseite »Axios«  hieß es, dass die Gäste geimpft sein und Coronatests vorweisen müssten. »Axios« schrieb außerdem unter Berufung auf eine namentlich nicht genannte Quelle aus dem Umfeld der Obamas, dass Hunderte Menschen erwartet würden. Das Büro des früheren Präsidenten reagierte auf eine entsprechende Anfrage zu der Feier nicht. Obama wird an diesem Mittwoch 60 Jahre alt.

Mehrere republikanische Politiker warfen ihm unüberlegtes Handeln vor. »Wenn dies der Geburtstag von Präsident Trump wäre, würden die Demokraten sagen: ›Wie kann jemand so leichtsinnig sein?‹«, schrieb der republikanische Kongressabgeordnete Jim Jordan bei Twitter. »Gibt es eine Ausnahme für Partys, die von reichen liberalen Prominenten besucht werden?«, fragte die Vorsitzende des republikanischen Nationalkomitees, Ronna McDaniel. Auch der republikanische Kongressabgeordnete Lance Gooden kritisierte die Pläne: »Barack Obama wird am Samstag eine Geburtstagsparty mit 700 Gästen abhalten«, schrieb er bei Twitter. »Werden die Demokraten von ihm verlangen, dass alle seine Gäste Masken tragen?«

Ende des Mietmoratoriums: Biden nimmt Bundesstaaten in die Pflicht

US-Präsident Joe Biden

US-Präsident Joe Biden

Foto: Chris Kleponis / POOL / EPA

2.20 Uhr: Die US-Regierung sieht vorerst keine Möglichkeit, ein wegen der Pandemie verhängtes Moratorium für Zwangsräumungen von säumigen Mietern zu erneuern. Das Moratorium war am Wochenende ausgelaufen und diente in der Krise dem Schutz der öffentlichen Gesundheit. Präsident Joe Biden habe die Gesundheitsbehörde CDC gebeten zu prüfen, ob eine Verlängerung möglich sei, teilte das Weiße Haus am Montag mit. Der CDC sei es aber »nicht gelungen, eine rechtliche Grundlage für ein neues, gezieltes Räumungsmoratorium zu finden«. Die US-Regierung nimmt nun die Bundesstaaten und Kommunen in die Pflicht.

Gemeinde in Kolumbien verhängt Ausgangssperre für Ungeimpfte

2.15 Uhr: Die Behörden der kolumbianischen Gemeinde Sucre haben eine achttägige Ausgangssperre für Ungeimpfte verhängt. »Alle müssen geimpft werden, sonst können sie sich in der Gemeinde Sucre nicht frei bewegen«, sagte Bürgermeisterin Elvira Julia Mercado dem Radiosender Blu.

Die Maßnahme sieht vor, dass Menschen, die nicht gegen das Coronavirus geimpft sind, ihr Haus nur in Ausnahmefällen verlassen dürfen – etwa um einen Arzt aufzusuchen oder sich impfen zu lassen. Die Einschränkungen sollen zunächst acht Tage lang dauern und dann mit Blick auf das Infektionsgeschehen überprüft werden. Alle Einwohner der Gemeinde müssen einen Impfausweis vorlegen, um Supermärkte, Bars, Diskotheken, Restaurants, Banken und Geschäfte zu betreten. Wer sich der Maßnahme widersetze, riskiere eine Geldstrafe in Höhe von umgerechnet rund 220 Euro. Wiederholungstätern droht sogar eine Freiheitsstrafe.

Städtetag will Impfungen an Schulen verstärken

Impfung in Schule (Symbolbild)

Impfung in Schule (Symbolbild)

Foto: Jens Büttner / dpa

1.15 Uhr: Der Deutsche Städtetag spricht sich für verstärkte Impfangebote an Schulen aus. »Die Städte bieten an, mit mobilen Impfteams in die Schulen zu gehen«, sagt Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Es sei wichtig, den Präsenzunterricht in den Schulen gut abzusichern. Die Städte stünden bereit, Kindern und Jugendlichen ab 12 Jahren Impfungen zu ermöglichen. Sowohl Impfzentren als auch mobile Teams könnten das. »Das haben sie in den vergangenen Wochen gezeigt.«

Kommunen stellen sich auf dritte Dosis für breite Bevölkerung ein

0.45 Uhr: »Der Deutsche Städte- und Gemeindebund geht außerdem davon aus, dass spätestens im Herbst Auffrischungsimpfungen notwendig sein werden«, sagt Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Das gelte vorrangig für immungeschwächte und ältere Personen, da festgestellt wurde, dass die Zahl der Antikörper bei diesen Personen schnell abnimmt. »Mittelfristig wird auch für die breite Bevölkerung eine Auffrischungsimpfung notwendig sein.«

Hausärzteverband kritisiert Gesundheitsminister wegen Impfempfehlung

0.25 Uhr: Der Deutsche Hausärzteverband bemängelt die Entscheidung der Gesundheitsminister von Bund und Ländern, das Impfangebot für Kinder und Jugendliche auszubauen . »Diese Diskussion unter Missachtung der Kompetenz der Ständigen Impfkommission kann eher zur Verunsicherung führen, als dass sie der Impfkampagne hilft«, sagt Verbandschef Ulrich Weigeldt dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Die Impfkommission hat bislang keine pauschale Empfehlung für Kinder und Jugendliche abgegeben. Sie will noch weitere Daten abwarten.

Schulbezirk in Georgia will Angestellten 1000 Dollar für Impfung zahlen

0.15 Uhr: Schulen im Verwaltungsbezirk Henry im US-Bundesstaat Georgia wollen ihren Angestellten einen Bonus von 1000 Dollar (gut 840 Euro) zahlen, wenn sie sich impfen lassen. Sie hoffe, so die »zahlreichen Unterbrechungen zu vermeiden, die in den letzten beiden Schuljahren aufgrund einer globalen Pandemie im öffentlichen Bildungswesen aufgetreten sind«, erklärte Schulrätin Mary Elizabeth Davis.

»Das vergangene Jahr war für unsere Schüler und unser Personal eine nie da gewesene Herausforderung«, so Davis. Schüler und ihre Familien verdienten »Vorhersehbarkeit und Stabilität beim Lernen«. Für diese Bemühungen seien »die Offenhaltung unserer Gebäude und die Unterstützung der Gesundheit unserer Mitarbeiter« von größter Bedeutung.

Verschnupfte Jacinda Ardern lässt sich auf Covid testen

Ardern erhielt am 28. Juli ihre zweite Pfizer-Impfung

Ardern erhielt am 28. Juli ihre zweite Pfizer-Impfung

Foto: Michael Bradley / Getty Images

0.01 Uhr: Neuseelands Premierministerin Jacinda Ardern hat sich einem Coronatest unterzogen. Ein Regierungssprecher erklärte, Ardern habe sich bei ihrer dreijährigen Tochter mit einem »saisonalen Schnupfen« angesteckt. Sie falle am Dienstag krankheitsbedingt aus, ihr Stellvertreter Grant Robertson übernehme derweil die Geschäfte. Neuseeland hat seit Februar keine Coronafälle in der Bevölkerung gemeldet.

Rund sechs Stunden später erklärte der Regierungssprecher, der Test Arderns sei negativ ausgefallen.

sol/oka/bbr/kha/jok/aar/als/kim/AFP/dpa/Reuters
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